Stevie Ray Vaughan wäre heute 60 geworden

Stevie Ray VaughanStevie Ray Vaughan (Mitte) mit seiner Band Double Trouble

Stevie Ray Vaughan war ein wichtiger Grund dafür, dass Bluesmusik in den 80er Jahren wieder an Beliebtheit gewann. Der talentierte Gitarrist berief sich immer auf seine Vorbilder wie Howlin‘ Wolf und Muddy Waters und schaffte so bei vielen Menschen einen Zugang zu deren Musik, zum ursprünglichen US-amerikanischen Blues. Auch Jimi Hendrix war ein wichtiger Einfluss für Vaughan. All diese Inspiration fand sich in seinem versierten Spiel wieder.

Das war das erste Mal auf „Texas Flood“ zu hören, dem Debütalbum seiner Band Double Trouble im Jahr 1983. „Texas Flood“ war sofort ein Verkaufsschlager und holte Platinum, wie auch alle weiteren Alben von Stevie Ray Vaughan. Dazu kam es durch Double Troubles Auftritt beim Montreux Jazz Festival 1982. Der erweckte die Aufmerksamkeit renommierter Musiker: David Bowie engagierte Vaughan für sein Album „Let’s Dance“, Jackson Browne lud die Band dazu ein, sein Studio zu nutzen und John Hammond Sr. verschaffte ihnen ihren ersten Vertrag bei Epic.

Der Erfolg nahm Vaughan nichts von seiner musikalischen Brillanz, doch er forderte anderweitig seinen Tribut: Vaughan wurde drogen- und alkoholabhängig. Die Sucht bekämpfte er erfolgreich Schritt für Schritt und er schrieb ein Album, das diesen Prozess verhandelt. „In Step“ sollte das erfolgreichste Werk seiner Karriere werden.

Stevie Ray Vaughans älterer Bruder Jimmie war es, der ihn zum Gitarrespielen gebracht hatte. Seine erste E-Gitarre erhielt der jüngere Vaughan von ihm. Seit ihrer Jugend hatten sie immer wieder zusammen Musik gemacht, im Frühjahr 1990 nahmen sie die erste gemeinsame Platte auf. Doch die Veröffentlichung von „Family Style“ erlebte Stevie Ray Vaughan nicht mehr. Am 27. August 1990 kam der Musiker bei einem Hubschrauberunglück ums Leben, er war erst 35 Jahre alt.

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