Verdammt nochmal: No Home aus London

Musiker*in Charlie Valentine alias No Home. No Homes Album schreit schon im Titel „verdammt nochmal!“: Es heißt „Fucking Hell“.

No Home

„Verdammt nochmal!“, so ungefähr ließe sich der Titel eines fordernden und herausfordernden Lo-Fi-Punk-Albums übersetzen. Auf Englisch klingt das zugleich unflätiger und schöner: „Fucking Hell“. Das ist der erste Longplayer von Charlie Valentine alias No Home. Bereits seit 2016 stellt Valentine Musik ins Netz, aber bislang nur EPs und einzelne Tracks.

Nicht nur ein künstlerischer, sondern auch ein emotionaler Prozess ist mit der wachsender Veröffentlichungslänge verbunden. Zumindest, wenn man den Songtitel „I Couldn’t Cry Before I Wrote EPs“ für bare Münze nimmt. Modernes Leben sei überfordernd und Therapie zu teuer, singt Valentine dort. Eine vieler harter britischer Realitäten: Ausreichende Psychotherapie ohne Zuzahlung zu bekommen, ist im Vereinigten Königreich schwierig. Kaputt, aber nicht dahingeworfen, ist „Fucking Hell“ ein komplexes Album mit simplen Mitteln. Oft mit Drumcomputer und Gitarren, die so verzerrt sind, wie es nur irgend geht. Wenn nicht gar ein bisschen mehr.

Das Album ist Punkplatte, die auch gelegentlich die Mittel des Folk nutzt. Oder wie bei unserem Track des Tages „YY“ ins Synth-Wavige geht. Die Dinge anspricht, die verdammt nochmal angesprochen werden müssen. Privat wie politisch. Ein nervenaufreibender Brocken Musik, aber es ist ein Aufrieb, der sich lohnt.

Das Album „Fucking Hell“ von No Home ist auf Hungry And Undervalued erschienen. Der Song „YY“ davon ist heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

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