Vor 20 Jahren starb Nicky Hopkins

Nicky HopkinsNicky Hopkins, 1973

The Beatles, The Rolling Stones, The Kinks – vielen Werken dieser legendären Bands würde ohne Nicky Hopkins etwas fehlen. Hopkins war einer der gefragtesten Sessionmusiker Großbritanniens in den 60er und 70er Jahren. Dass er selbst selten auf Tour ging und auch kein „Vollmitglied“ einer Gruppe wurde, lag an seiner Gesundheit. Seit seiner Jugend litt Nicky Hopkins, der am 24. Februar 1944 im englischen Middlesex geboren wurde, an Morbus Crohn.

Sprunghaft geschah der Übergang vom Schüler zum professionellen Musiker. Im Alter von 16 Jahren tauschte Hopkins, der mit 3 das Klavierspielen angefangen hatte, die Schule für den Rock’n’Roll ein und schloss sich Screaming Lord Sutch and the Savages an. Als nächstes ging er zur Band des renommierten Bluesharmonika-Spielers Cyril Davies. Ein Krankheitsschub beendete sein Engagement kurze Zeit später. Nicky Hopkins musste mehrfach operiert werden und war über anderthalb Jahre ans Bett gefesselt. Das minderte jedoch kein bisschen seine Leidenschaft für die Musik.

1967 schloss sich der Musiker der Jeff Beck Group an. Im gleichen Jahr begann auch die langjährige Zusammenarbeit mit den Rolling Stones. Nicky Hopkins nahm mit ihnen die Platte „Between the Buttons“ auf und war auf jedem ihrer Studioalben bis „Tattoo You“ 1981 zu hören. Am prominentesten ist sein Klavierspiel wohl auf „Sympathy For The Devil“ und der Ballade „Angie“.
Wenngleich Hopkins und Ray Davies sich privat nicht grün waren, schätze der Kinks-Frontmann Hopkins Zutun als Sessionmusiker sehr. Das kommt zum Beispiel bei „Sunny Afternoon“ und auf dem Konzeptalbum „The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ zum Tragen.

Die Liste der populären Bands und Musiker, deren Songs Hopkins mit seinem Klavier-, Keyboard- und Orgelspiel veredelt hat, ist sehr lang. Er war an vielen Soloplatten der Beatles-Köpfe beteiligt, spielte mit The Who, Jefferson Airplane, Cat Stevens („Matthew and Son“), Joe Cocker („You Are So Beautiful“). Tantiemen sah der Musiker jedoch kaum – er wurde meist nur für seinen Einsatz im Studio bezahlt. Das frustrierte Hopkins. In den 80ern zog er nach Los Angeles, hier wendete er sich dem Komponieren zu. Er schrieb viele Soundtracks für japanische Filme, die auch auf Platte erschienen.

Nicky Hopkins starb am 6. September 1944 im Alter von 50 Jahren nach einer Operation aufgrund seiner Morbus Crohn-Erkrankung.

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