Whitney Houston ist tot

Am gestrigen Samstag, den 11. Februar 2012, wurde die Pop- und Soulsängerin in einem Hotelzimmer in Beverly Hills tot aufgefunden. Whitney Houston wurde nur 48 Jahre alt. Die Umstände ihres Todes sind noch unbekannt. Die Pop-Diva befand sich anlässlich der Grammy-Verleihung, an welcher sie am heutigen Sonntag teilnehmen wollte, in Los Angeles. Sie selbst wurde bereits sechs Mal mit dem Grammy ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2000 für ihren R&B Song „It’s Not Right But It’s Okay“.

Whitney Elizabeth Houston war laut Guinness Buch der Rekorde die meist ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten und darüber hinaus die kommerziell erfolgreichste: Über 170 Millionen Alben, Singles und Videos weltweit verkaufte die Patentochter Aretha Franklins bis heute. Whitneys Talent wurde ihr bereits von ihrer Mutter Emily „Cissy“ Houston in die Wiege gelegt. Diese formte die Sweet Inspirations, eine erfolgreiche Backgroundformation, welche für Größen wie Aretha Franklin, Wilson Picket, Jimi Hendrix und Elvis Presley die Backup-Vocals sangen. Bereits mit 14 Jahren begann Whitney an der Seite ihrer Mutter in den Nachtclubs im Raum New York zu singen. Bei einem dieser Auftritte entdeckte sie der Gründer und Geschäftsführer von Arista Records, Clive Davis. Drei Jahre nach ihrer Vertragsunterzeichnung bei Arista, im Februar 1985, veröffentlichte die damals 22-Jährige aus New Jersey ihre erste Langspielplatte. „Whitney Houston“ wurde bis heute 15 Millionen Mal verkauft und ist damit eines der erfolgreichsten Debütalben aller Zeiten. Im Jahr darauf gewann sie bereits ihren ersten Grammy Award für die beste weibliche Pop Performance mit dem Titel „Saving All My Love For You“.

Selbst als sich Houston 1992 der Schauspielerei widmete, brach ihre musikalische Erfolgslinie nicht im Mindesten ab. Mit „I Will Always Love You“, einem der sechs Songs, die Whitney zu dem Soundtrack ihres eigenen Leinwanddebüts „The Bodyguard“ beitrug, stand sie wochenlang an der Spitze der internationalen Charts. Der Soundtrack avancierte mit knapp 20 Millionen verkauften Platten zum erfolgreichsten in den USA. Im gleichen Jahr, in dem die Soul-Diva einen der bekanntesten Lovesongs aller Zeiten veröffentlichte, heiratete sie den Sänger Bobby Brown und brachte ein Jahr später ihre gemeinsame Tochter Bobbi Kristina zur Welt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Schlagzeilen um die Musikerin von Drogen- und Alkoholexzessen bestimmt. Auch von gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Whitney Houston und Bobby Brown war die Rede. Ihre Ehe endete 2007.

In den letzten zehn Jahren hat die Pop- und Soulgröße fünf Entzugstherapien und einige Comeback-Versuche hinter sich gebracht. Leider ohne großen Erfolg. Vor allem die fortwährenden Drogen-Rückfälle schien sie nicht in den Griff zu bekommen, was sie selbst erkannte: „Ich bin entweder mein bester Freund oder mein schlimmster Feind“.
Auf ihrer Welttournee 2010 brach ihre Stimme mehrmals auf der Bühne ab, worauf viele ihrer Fans enttäuscht vorzeitig das Konzert verließen oder das einstige musikalische Talent mit der Drei-Oktaven-Stimme gar ausbuhten. Kurz vor ihrem plötzlichen Tod wurden Stimmen laut, sie würde als zukünftiges Jury-Mitglied bei der US-amerikanischen Talentshow „The X-Factor“ fungieren.

ByteFM gedenkt der wahrscheinlich erfolgreichsten Pop- und R&B-Musikerin ihrer Zeit und schließt mit einem Twitter-Kommentar Nicki Minajs: „Jesus Christ, not Whitney Houston. Greatest of all time.“

Das könnte Dich auch interessieren:

  • Serge Gainsbourg auf dem Cover des Box-Sets „Anthologie“. Darauf ist auf unser Track des Tages zum 30. Todestag des französischen Sängers, „Aux Armes Et Cætera“.
    „Aux Armes Et Cætera“ war Serge Gainsbourgs Reggae-Version der „Marseillaise“. Unser Track des Tages am 30. Todestag des Künstlers....
  • Hello, I’m Johnny Cash
    Johnny Cash wäre am 26. Februar 80 Jahre alt geworden. Von den Baumwollfeldern Mississippis schaffte er es bis in das Vorprogramm von Elvis Presley. Doch es dauerte nicht lange und er spielte selbst bis zu 300 Konzerte im Jahr. ...
  • Vor 50 Jahren starb Eddie Cochran bei einem Autounfall
    Vor 50 Jahren starb der US-amerikanische Rock-’n’-Roll-Sänger Eddie Cochran in England bei einem Autounfall – er war erst 21 Jahre alt. Sein größter Hit hieß "Summertime Blues". ...


Diskussionen

3 Kommentare
  1. posted by
    ukulady
    Feb 13, 2012 Reply

    hallo bytefm,

    das magazin am nachmitttag läuft zwar gerade noch, ich weiß also nicht, was dazu noch kommt, aber in der annahme, dass nix mehr, bin ich echt etwas platt. ihr kündigt extra an, dass ihr whitney houston in den magazinsendungen gedenken wollt und dann spielt ihr „i will always love you“ in einer fleet foxes version und das war’s?
    das finde ich echt schwach. sicher ist ihre musik stilistisch nicht gerade das, was man bei euch so vorfindet. aber wenn ihr so etwas ankündigt, solltet ihr wenigstens auch einen song von ihr spielen. ansonsten, wenn’s euch zu sehr gegen den strich geht, braucht ihr so etwas nicht ankündigen.

    grüße, die ukulady

  2. posted by
    ByteFM Redaktion
    Feb 13, 2012 Reply

    Liebe Ukulady,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und den Hinweis. Whitney Houston war bereits mit zwei Songs in unserem heutigen ByteFM Magazin am Morgen vertreten, und sie wird auch im ByteFM Magazin am Abend noch einmal auftauchen.

    Viele herzliche Grüße,

    Dein ByteFM – Team

  3. posted by
    Rob
    Feb 14, 2012 Reply

    „sie wird auch im ByteFM Magazin am Abend noch einmal auftauchen“

    Kein Wunder: Das ByteFM Magazin am Abend war zum größten Teil eine Wiederholung vom ByteFM Magazin am Morgen.

Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.