Whitney – „Light Upon The Lake“ (Album der Woche)

Cover des Albums Light Upon The Lake von WhitneyWhitney – „Light Upon The Lake“ (Secretly Canadian)

Veröffentlichung: 3. Juni 2016
Web: Whitney bei Facebook
Label: Secretly Canadian

„I beg your pardon I never promised you a rose garden. Along with the sunshine there’s gotta be a little rain sometime“, sang Country-Star Lynn Anderson in ihrem Hit „Rose Garden“. Bei Whitney schaut das anders aus. Die gehen im Gegensatz zu Anders gefühlsmäßig all in, von Regen keine Spur auf ihrem Debüt „Light Upon The Lake“, stattdessen gute Vibes, Schwärmereien und Lachfalten. Und dazu gesellt sich noch die Jugend.

Max Kakacek und Julien Ehrlich haben die 25 noch nicht überschritten und haben trotzdem schon zwei spannende Projekte hinter sich. Beide versprühten bei Smith Westerns verzerrten Überschwang, Ehrlich saß außerdem eine Zeit lang bei Unknown Mortal Orchestra am Schlagzeug. Bei Whitney lassen sie nun mitreißenden Pop und soulige Arrangements zusammenfließen.

Angefangen hat diese Symbiose in ihrer WG in Chicago, Illinois – auf der Bühne wächst Whitney auf eine Siebener-Mannschaft an. Richtig so, denn schade wäre es, würden all die glänzenden Einzelheiten von „Light Upon The Lake“ live fehlen: geschmeidige Bläser, zarte Orgeltöne, feine Streichinstrumente. Das Herz des Albums bilden jedoch zwei andere Zutaten: der Falsett-Gesang von Julian Ehrlich und die Gitarre von Max Kanacek, die den Sound der USA der späten 60er und frühen 70er transportiert.

Americana und der goldene Pop dieser Zeit finden auf „Light Upon The Lake“ zusammen. Warme Dur-Akkorde, beschwingte Melodien – Harry Nilsson, The Band und die Byrds kommen einem in den Sinn. Whitney schaffen es, indem sie eine Prise Slacker Rock einbringen, dieses Erbe in ein jung klingendes Format zu übersetzen. Mit ihrem Debüt ist ihnen die bisher sonnigste Platte des Jahres gelungen. Freude und Melancholie liegen auf „Light Upon The Lake“ ganz nah beieinander – so wie es in den süßesten Momenten des Lebens eben ist.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Whitney“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Unser Album der Woche – mit freundlicher Unterstützung von Raumfeld.

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Diskussionen

2 Kommentare
  1. posted by
    MUSIKMUSSMIT
    Jun 13, 2016 Reply

    Da stimmen wir so was von zu! Gute Platte!

  2. posted by
    Musik-Neuerscheinungen im Juni 2016 | MUSIKMUSSMIT
    Jun 15, 2016 Reply

    […] von Whitney klingt, als wäre sie einer anderen Zeit entsprungen und wurde vom Byte FM Team zur Album der Woche gewählt. Gute Wahlt! Egal, welche Musik mit muss, viel Spaß beim […]

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