Zehn Musikvideos zum Jahresstart 2021

Ausschnitt aus dem Musikvideo von Shame – „Nigel Hitter“, einem unserer Musikvideos der Woche.

Filmstill aus dem Musikvideo „Nigel Hitter“ von Shame

Von einer Reise mit der Dampflok durchs Weltall über den Brainfuck eines Play-Doh-Männchens bis hin zu rührigen Kindheitserinnerungen der Tochter eines Minenarbeiters – die zehn Musikvideos der Woche bieten für jede Stimmung etwas.

Wax Tailor – „Just A Candle“ (feat. Mark Lanegan)

Bruchlandung auf einem tristen Planeten, mit Lokomotive durchs All. Dieses cinematische Stück Videokunst hat alles. Christopher Nolans Film „Interstellar“ lässt grüßen, wenn der französische Produzent Wax Tailor sich mit Mark Lanegan für den Track „Just A Candle“ zusammentut und eine kosmische Reise antritt. Wax Tailors am 8. Januar erschienenes Album hat aber auch noch weitere hochkarätige Gastmusiker*innen parat, darunter Del The Funky Homosapien & Mr Lif, Adeline, einen posthumen Auftritt von Gil Scott-Heron und noch einige mehr.

Tigers Jaw – „Hesitation“

Das zauberhafte Musikvideo der US-amerikanischen Indie-Rock-Band Tigers Jaw hat Title-Fight-Gitarrist Shane Moran produziert. Er erklärt die Idee hinter dem Clip: „Das Video ist eine Meditation über das Staunen und existiert in vielerlei Hinsicht als Übung im Glauben an sich selbst. In einem Hinterhof in Pennsylvania haben sich Freunde und Familie an einigen heißen Sommertagen (pandemiekonform) zusammengetan, um beim Aufbau einer bisher unbekannten Welt zu helfen – einer Welt, die von der Energie des Songs selbst geprägt ist. Dieses Video versucht, den Kontrast zwischen dem Körperlichen und dem Äther, dem Konkreten und dem Abstrakten zu zeigen, die nebeneinander funktionieren, um zu zeigen, wann etwas einfach nicht stimmig ist.“

Slope – „Purple Me“

Am 12. März erscheint „Street Heat“, die neue Platte der deutschen Hardcore-Band Slope. Hardcore ist allerdings kein Etikett, das die Musik der Gruppe und ihre Ästhetik gut beschreiben würde. Eine Prise Rap und eine gute Portion Verschrobenheit und Psychedelic prägen den Output der Band und lassen unter anderem an 90er-Jahre Crossover-Knallbirnen wie Primus denken.

Tamar Aphek – „Russian Winter“

Die israelische Singer-Songwriterin Tamar Aphek hatte erst vor wenigen Wochen einen Track des Tages bei ByteFM gelandet. Nun bringt sie am 29. Januar ihr Album „All Bets Are Off“ bei Kill Rock Stars heraus. Die Knaller-Single „Russian Winter“ gibt es als Vorgeschmack und lässt unter anderem die Venus von Boticelli als Rakete durchs All finden, und das sagt eigentlich schon alles.

Shame – „Nigel Hitter“

Der Song sei das Herzstück von „Drunk Tank Pink“, sagt Shame-Sänger Charlie Steen über die neue Single der Band. „Nachdem wir die Tour beendet hatten, blieb mir viel Stille, als ich herumstolperte und versuchte, den Tagesablauf herauszufinden. Darüber hinaus konfrontierte ich mein Unterbewusstsein nachts mit einer Reihe intensiver Träume, die mich tagsüber benommen machten. „Nigel Hitter“ fühlt sich wie ein kathartischer Ausdruck dieser Zeit an.“ Der Videoclip sieht aus wie ein 1960er-Jahre Lehrvideo über die Sprachentwicklung von Babies und Kleinkindern. Shames Album „Drunk Tank Pink“ erscheint am 15. Januar bei Dead Oceans.

His Name Is Alive – „Hope Is A Candle“

Sphärisch und entrückt sind die Begriffe, die wohl am besten die verhallte Ambient-Musik von Warren Defever aka His Name Is Alive beschreiben. Der dritte Part von dessen Trilogie von „Hope Is A Candle: Home Recordings 1985 – 1990“ erscheint am 12. Februar und enthält weitere Aufnahmen aus seiner Schaffensphase vor den Veröffentlichungen via 4AD.

Sun June – „Everything I Had“

Sun June aus Austin, Texas veröffentlichen am 5. Februar ihre zweite LP „Somewhere“ bei Run For Cover und Keeled Scales. Ihre neueste Single „Everything I Had“ dreht sich um das Vermissen alter Gewissheiten und das Gefühl, im Jetzt festzustecken.

Loretta Lynn – „Coalminers Daughter (Recitation)“

Mehr gesprochen als gesungen ist der Song „Coalminers Daughter (Recitation)“ von Country-Urgestein Loretta Lynn, eine Neuinterpretation ihres bekannten Tracks. Und das Video zum Song erzählt die Geschichte der Tochter eines Minenarbeiters auch gleich mit, und zwar in starken Bildern. Loretta Lynn hat mit „Still Woman Enough“ ein neues Album angekündigt, das sich um Frauen im Country drehen wird. Die Platte erscheint am 16. März bei Legacy Records. Der Song erzählt von einer US-amerikanischen Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, dem einfachen Leben und Liebe zu den Eltern.

TV Priest – „Press Gang“

Am 5. Februar bringen TV Priest ihr Album „Uppers“ bei Sub Pop heraus. Der Großvater von TV-Priest-Sänger Charlie Drinkwater hat früher als Kriegsberichterstatter und Fotojournalist gearbeitet, was ihn zum Song und Musikvideo inspiriert hat.

Cassandra Jenkins – „Michelangelo“

Zarte Gitarren und Vocals bilden den Anfang des Tracks „Michelangelo“ der New Yorker Singer-Songwriterin Cassandra Jenkins. Dann plötzlich geschmeidig-cremige Fuzz-Gitarren und Streicher. Wie das wiederum mit einem herbstlichen Spaziergang und dreibeinigen Hunden zusammengeht, seht Ihr in diesem Clip, dem letzten unserer zehn Musikvideos der Woche. Jenkins veröffentlicht ihr zweites Album „An Overview On Phenomenal Nature“ am 19. Februar bei Ba Da Bing Records.

Bild mit Text: „Ja ich will Radiokultur unterstützen“ / „Freunde von ByteFM“</“https://www.byte.fm/freunde/mitglied-werden/“a>

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