Zum 30. Todestag von Esther Phillips

Esther PhillipsEsther Phillips (Atlantic)

Ins Musikgeschäft stieg Esther Phillips, die am 23. Dezember 1935 als Esther Mae Jones in Texas geboren wurde, in einem jungen Alter ein. Zu jung war sie damals. Der Ausspruch „too much, too soon“ – wörtlich übersetzt „zu viel, zu früh“ – passt zu ihrer Biografie. Denn Esther Phillips geriet schon während ihrer Jugend an harte Drogen. Zeit ihres Lebens musste sie mit ihrer Heroinsucht kämpfen. Beeindruckenderweise ließ sie nicht von der Musik ab und nahm viele beeindruckende Alben zwischen R&B, Jazz, Pop und Country auf. Es gab kein Genre, das Phillips Stimme nicht meistern konnte.

Im Alter von 13 Jahren nahm die Sängerin an einem Talentwettbewerb im Barrelhouse Club in Los Angeles teil. Johnny Otis, Besitzer des Clubs, war so beeindruckt, dass er sie kurzerhand für seine Revue „The California Rhythm and Blues Caravan“ engagierte. Und er schickte Phillips mit dem A-Capella-Quartett The Robins ins Studio. Die Single „Double Crossing Blues“ wurde 1950 zu einem R&B-Hit. Eine Karriere konnte Esther Phillips darauf jedoch nicht aufbauen.

Mitte der 50er zog sie zu ihrem Vater nach Houston und begann, in Musikclubs in der Gegend aufzutreten. Hier wurde Esther Phillips vom Countrymusiker Kenny Rogers entdeckt, und startete ein Comeback. Ihr Beatles-Cover „I Love Him“ brachte der Sängerin viel Aufmerksamkeit ein, die Beatles ließen sie zu Konzerten nach Großbritannien einfliegen. Im Jahr 1972 erschien ihr Album „From A Whisper To A Scream“ – dafür erhielt Phillips eine Grammy-Nominierung. Die Ehrung ging an Aretha Franklin, doch diese reichte den Grammy weiter an Esther Phillips.

Trotz mehrerer Aufenthalte in Entzugskliniken konnte die talentierte Sängerin ihre Drogensucht nicht bezwingen. Am 7. August 1984 starb Esther Phillips an deren Folgen.

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