Zum 60. Geburtstag von Neil Tennant

Neil Tennant Chris Lowe Pet Shop BoysPet Shop Boys: Neil Tennant (l.) und Chris Lowe

Die Vorstellung, dass Neil Tennant, eine Hälfte der Synthie-Altmeister Pet Shop Boys, einmal in einer Folkband gespielt hat, fällt schwer. Mit 16 war der Musiker, der am 10. Juli 1954 in einem kleinen Ort nahe Newcastle upon Tyne geboren wurde, aber ein großer Fan von The Incredible String Band und spielte in einer Gruppe namens Dust. Und dann – bevor Tennant zur elektronischen Musik fand und zusammen mit Chris Lowe als Pet Shop Boys durchstartete – arbeitete er als Musikjournalist, unter anderem für das englische Jugendmagazin „Smash Hits“.

Als Tennant sich für ein Interview mit The Police in New York aufhielt, arrangierte er ein Treffen mit dem Dance-Produzenten Bobby Orlando. Der produzierte daraufhin die erste Single der Pet Shop Boys – „West End Girls“. Das Stück wurde aber erst in einer anderen Version ein Hit: 1985 landeten sie damit auf Platz 1 der britischen und der US-Charts und in vielen weiteren Ländern in der Top 10. Ihr Debüt „Please“ erhielt dadurch Auftrieb. Seitdem hat das Duo elf weitere Studioalben veröffentlicht, keines hat Fans oder Kritiker enttäuscht. Zuletzt erschien 2013 „Electric“.

Mit Chris Lowe kreierte Neil Tennant einen eigenen Sound zwischen Disco, House, Techno und Pop, der Generationen von Bands und DJs beeinflusst hat und weiterhin beeinflussen wird. „Suburbia“, „Being Boring“ und „What Have I Done To Deserve This?“ (mit Gaststimme Dusty Springfield) sind nur ein paar von ihren zahlreichen Hits. Das Duo schreibt auch Filmmusik – sehr beeindruckend ist ihr Soundtrack zum Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“, den sie mit den Dresdnern Sinfonikern eingespielt haben. Darüber hinaus wirkt Neil Tennant an anderen Musikprojekten mit, Anfang der 90er zum Beispiel bei Electronic, der Band von Johnny Marr (The Smiths) und Bernard Sumner (New Order).

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