Zum 70. Geburtstag von Keith Emerson

Keith Emerson

Tasteninstrumente sind an sich nicht lebenswichtig für den Rock ’n’ Roll. Dass sie einen festen Platz in vielen Spielarten des Genres haben, ist zu einem großen Teil Keith Emerson zu verdanken. Emerson, der am 2. November 1944 in Yorkshire in England geboren wurde, etablierte die Hammond-Orgel und den Moog-Synthesizer im Rock. Alles begann schon in der Kindheit des Musikers – früh erhielt er eine klassische musikalische Ausbildung. Die Stücke, der er damals hörte, flocht er später selbst in eigene Kompositionen ein. Johann Sebastian Bach und Béla Bartók klingen oftmals in seinem eigenen Werk an.

Keith Emerson war nicht nur ein bewanderter und versierter, sonder auch ein exzentrischer Spieler. Bei Konzerten mit The Nice – einer Band, die er 1967 mitgründete – oder mit Emerson, Lake & Palmer – Supergroup und Nachfolgeprojekt von The Nice – vollführte er quasi akrobatische Übungen an seinen Instrumenten. Er ließ sich sogar ein Klavier anfertigen, mit dem es möglich war, sich um die eigene Achse zu drehen und gleichzeitig zu spielen.

Die Erfolgsgeschichte des Moog-Synthesizers wäre ohne Emerson vermutlich anders verlaufen. Er nahm das Instrument als Erster mit auf Tour und er testete fortlaufend neue Prototypen von Moog. Der Synthesizer war wichtig für den charakteristischen Sound von Emerson, Lake & Palmer. Die Band trennte sich im Jahr 1978, doch es folgten mehrere Reinkarnationen und Reunionen.

Nebenher betätigte sich Keith Emerson auch als Komponist von Soundtracks: Er schrieb zum Beispiel die Musik für Argentos „Inferno“ und für einen japanischen Godzilla-Film. In den letzten Jahren ging Emerson wieder mit Greg Lake und Carl Palmer auf Tour, eventuell wird es auch neue Aufnahmen der Band geben.

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