Zum Tod von Terry Callier

Terry Callier (Foto: Kevin Luckhurst)Terry Callier (Foto: Kevin Luckhurst)

Wie gestern bekannt wurde ist Terry Callier breits am vergangenden Sonntag in seiner Heimatstadt Chicago im Alter von 67 Jahren gestorben. Berühmt wurde Callier für seine eigene Mischung aus Folk, Soul und Jazz.

Bereits in den sechziger Jahren begann Callier seine Musikkarriere, inspiriert von John Coltrane und Bob Dylan. Er war Wegbegleiter von Curtis Mayfield und Jerry Butler mit denen er zusammen in den Cabrini Green Housing Projects in Chicago aufwuchs. Er unterstützte unter anderem Gil-Scott Heron sowie George Benson auf Tour.

Mit seinen eigenen Alben blieb ihm der große Erfolg zunächst verwehrt. Zwar wurde er von den Kritikern gelobt, kommerzieller Erfolfg war ihm abr nicht vergönnt. Schon sein Debütalbum „The New Folk Sound of Terry Callier“ wurde von seinem Label erst mit drei Jahren Verzögerung veröffentlicht. Auch seine darauf folgenden Platten blieben, aus der sicht seines Labels, hinter den Erwartungen zurück was dazu führte, dass er seinen Plattenvertrag verlor. Nichtsdestotrotz werden seine in den frühen 70-Jahren erschienenden Alben Occasional Rain (1972), What Color Is Love (1973) und I Just Can’t Help Myself (1974), heute als sein Hauptwerk angesehen.
In den achtziger Jahren pausierte Callier seine Musikkarriere. Er lernte zu Programmieren, bekam einen Job an der University of Chicago, begann ein Collegestudium und kümmerte sich um seine Tochter.

Erst in den neunziger Jahren wurde ihm die musikalische Aufmerksamkeit und Annererkennung zu teil die er verdiente. Im Zuge der Entwicklung von Acid Jazz durch britische DJ’s wie Eddie Pillar und Gilles Peterson wurde seine Musik wiederentdeckt. Er begann wieder live zu spielen und bekam die Chance neue Platten auzunehmen. So wurde er zu einem der Vorbilder für Nu-Soul Künstler. Seine starke musikalische Verdundenheit mit England bieb bis zuletzt bestehen. Er kollaborierte unter anderem mit Beth Orthon, 4Hero und Massive Attack. Mit letzteren veröffentlichte er 2009 das gemeinsame Album „Hidden Conversations“.

Am 28.10.2012 ist Terrence O. „Terry“ Callier, nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Hier gibt es noch ein hörenswertes Interview mit Terry Callier und viel von seiner Musik!

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