{"id":79465,"date":"2018-07-02T14:58:43","date_gmt":"2018-07-02T12:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/?p=79465"},"modified":"2018-07-09T14:39:23","modified_gmt":"2018-07-09T12:39:23","slug":"20-aus-2018-die-besten-alben-der-ersten-jahreshaelfte-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/news\/20-aus-2018-die-besten-alben-der-ersten-jahreshaelfte-1-79465\/","title":{"rendered":"20 aus 2018: die besten Alben der ersten Jahresh\u00e4lfte"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"20 aus 2018: die besten Alben der ersten Jahresh\u00e4lfte alt\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Collage-Best-Of-2018-885.jpg\" alt=\"Collage aus den besten Alben des Jahres\"\/><\/p>\n<p>Ja, es ist wahr: Das Jahr ist schon wieder halb vorbei. Nun soll es ja Menschen geben, die diese Erkenntnis in einen Zustand irgendwo zwischen Panik und Melancholie st\u00fcrzt. Wir z\u00e4hlen aber zum Gl\u00fcck nicht dazu. Denn anstatt dar\u00fcber nachzudenken, was wir alles schon wieder nicht gemacht haben \u2013 Sport, Kochen, Aufr\u00e4umen \u2013 freuen wir uns lieber \u00fcber die Gelegenheiten, die so ein Bergfest bietet. Zum Beispiel die, eine kleine, feine Liste mit den besten Alben des ersten Halbjahres 2018 zusammenzustellen. Et voil\u00e0, das sind die 20 meistgespielten Longplayer des ByteFM Teams aus 2018 \u2013 bis jetzt.<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>20. Frankie Cosmos &#8211; \u201eVessel\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79451\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/frankie-cosmos-vessel.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Begonnen hat Greta Kline unter dem Namen Ingrid Superstar, als sie 2009 ihre ersten zu Hause aufgenommenen Lo-Fi-Pop-Entw\u00fcrfe bei Bandcamp hochlud. Es folgten etliche digitale Ver\u00f6ffentlichungen, sie fand ihre Bandmates und nannte sich in <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/frankie-cosmos\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Frankie Cosmos<\/a> um. Auf ihrem mittlerweile dritten Album <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/rezensionen\/frankie-cosmos-vessel-77456\/\" target=\"blank\">\u201eVessel\u201c<\/a> versucht die Band nun, die liebgewonnenen Eigenarten des urspr\u00fcnglichen DIY-Soloprojekts weiterzuf\u00fchren und an gegebenen Stellen etwas an Ruppigkeit zuzulegen. Gerade eine gute halbe Stunde ist die Scheibe lang und doch l\u00e4sst sich bereits im ersten Song \u201eCaramelize\u201c feststellen: In diesen Liedern gibt es viel zu entdecken. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Band aus New York weitestgehend auf klassische Songstrukturen wie die Wiederholung eines Refrains verzichtet. Zum Nachteil wird dieser Konventionsbruch jedoch nicht, da man so die Gelegenheit bekommt, potentielle Refrains und andere H\u00f6hepunkte einfach selbst ausfindig zu machen.<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>19. Goat Girl &#8211; \u201eGoat Girl\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79452\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Goat-Girl.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHow can a whole nation be so fucking thick?\u201c Diese Frage stellten <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/goat-girl\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Goat Girl<\/a> im Jahr 2016 auf \u201eScum\u201c, der B-Seite ihrer ersten Singlever\u00f6ffentlichung, nur wenige Wochen nach dem gro\u00dfen britischen Trauma namens Brexit. Heute, zwei Jahre sp\u00e4ter, klingt die aus Brixton stammende Band immer noch anklagend, wenn auch etwas vers\u00f6hnlicher: \u201eDon\u2018t shed a tear \/ We all feel shame.\u201c Weine nicht, wir sch\u00e4men uns doch alle. Diese Zeile stammt von ihrem <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/goat-girl-goat-girl-album-der-woche-77452\/\" target=\"blank\">selbstbetitelten Deb\u00fctalbum<\/a> \u2013 einer Platte, auf der die Londonerinnen mit 19 unberechenbaren, aus Garage, Punk, Kraut und Country zusammengeflickten Song-Bastarden nicht nur ihrer Nation, sondern auch dem halbtoten Medium \u201eRock-Album\u201c mit dem Defibrillator das Herz massieren.<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>18. Young Echo &#8211; \u201eYoung Echo\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79464\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Young-Echo.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jabu, Vessel, Kahn, Neek, Ishan Sound, Ossia, Manonmars, Bogues, Rider Shafique, Chester Giles, Jasmine. Das sind die elf Namen, die sich hinter dem Kollektiv Young Echo verbergen. F\u00fcnf Jahre sind seit dem Deb\u00fct \u201eNexus\u201c ins Land gezogen und auch auf dem selbstbetitelten zweiten Album haben sie nichts von ihrer Faszination eingeb\u00fc\u00dft. F\u00fcnf verschiedene S\u00e4ngerInnen geben den 24 Tracks eine Menge Variation, geeint wird alles vom kollektiven Young-Echo-Spirit. Ihr Genregrenzen ignorierender Cocktail aus Grime, TripHop, Dub, UK-Bass und Dancehall ist ein unwiderstehlicher, d\u00fcsterer Pop-Entwurf, der sowohl f\u00fcr den Dancefloor als auch als Soundtrack f\u00fcr den verstrahlten Heimweg geeignet ist.<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>17. Isolation Berlin &#8211; \u201eVergifte Dich\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79454\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Isolation-Berlin-Vergifte-Dich.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEin Produzent ist n\u00f6tig, wenn man als Band keine eigenen Ideen mehr hat oder wenn man seit zwanzig Jahren irgendwie den selben Kack macht\u201c, sagte David Specht, der Bassist von <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/isolation-berlin\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Isolation Berlin<\/a>, einst im Interview. Auch auf ihrem zweiten Album \u201eVergifte Dich\u201c ist die Band aus der Hauptstadt immer noch ihr eigener Herr \u2013 und klingt immer noch nur, wie sie selbst eben klingt. Der Gesang von Tobi Bamborschke oszilliert zwischen zarter Melancholie und nihilistischem Selbsthass, \u00fcber Post-Punk-Chansons, die im einen Moment gem\u00fctlich \u00fcber die Spree schunkeln (\u201eSerotonin\u201c) und im n\u00e4chsten durch schwei\u00dfnasse Kellerclubs kriechen (\u201eKicks\u201c).<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>16. Yo La Tengo &#8211; \u201eThere&#8217;s A Riot Going On\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Yo-La-Tengo.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" class=\"alignleft size-full wp-image-79670\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Sly &amp; The Family Stone im Jahr 1971 ihren Meilenstein \u201eThere\u2018s A Riot Goin\u2018 On\u201c ver\u00f6ffentlichten, war die Welt im Aufruhr. Es war Sly Stones paranoide, kokainschwangere Antwort auf die geplatzten Tr\u00e4ume der US-amerikanischen 1960er-Jahre und Marvin Gayes zuvor gestellte Frage \u201eWhat\u2018s Going On\u201c: Harte Funk-Hymnen als Soundtrack f\u00fcr das Ende der Civil-Rights-Bewegung. Der Slap-Bass als Waffe gegen die allt\u00e4gliche Polizeigewalt. Heute, fast ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter, gibt nun eine andere Band ihrem neuen Album den selben Namen: <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/yo-la-tengo\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Yo La Tengo<\/a>. Jetzt ist dieses Trio aus New Jersey nicht wirklich die Gruppe, von der man eine aufbrausende Anti-Establishment-Funk-Platte erwartet h\u00e4tte. Die ist ihr <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/yo-la-tengo-theres-a-riot-going-on-album-der-woche-77049\/\" target=\"blank\">\u201eThere\u2018s A Riot Going On\u201c<\/a> dann auch nicht geworden \u2013 stattdessen verwandeln Yo La Tengo Sly Stones Protestschrei in eine vers\u00f6hnliche Umarmung. 15 Songs, die einem den Eindruck geben, dass vielleicht alles gut werden k\u00f6nnte.<br \/>\n<strong><\/p>\n<h5>15. Preoccupations &#8211; \u201eNew Material\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79458\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Preoccupations-New-Material.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\"\/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Selbsthass und Post-Punk, zwei W\u00f6rter, die sehr gut zusammenpassen. Die Depression war schon immer eine Konstante des Genres \u2013 von Pionieren wie Joy Division bis zu jungen Vertretern wie Die Nerven oder The Soft Moon. Das wissen auch <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/preoccupations\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Preoccupations<\/a>. Die Band, die vor einigen Jahren noch Viet Cong hie\u00df, hat sich auf ihren ersten beiden Alben bereits ausf\u00fchrlich mit ihren inneren D\u00e4monen auseinandergesetzt. Doch sp\u00e4testens der Titel des zweiten Songs ihres dritten Langspielers, \u201eDecompose\u201c (Englisch f\u00fcr \u201everrotten\u201c), sollte klar machen, dass das kanadische Quartett noch einiges an selbstzerst\u00f6rerischem Potential in petto hat. Auf <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/news\/preoccupations-preoccupations-album-der-woche-66007\/\" target=\"blank\">\u201eNew Material\u201c<\/a> rei\u00dfen die Preoccupations damit auf jeden Fall alles um, was ihnen in die Quere kommt. Und am Ende dieser Platte f\u00fchlt man sich zwar ausgelaugt, aber irgendwie auch gereinigt.<\/p>\n<h5><strong>14. Beach House &#8211; \u201e7\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79446\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Beach-House-7.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/beach-house\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Beach House<\/a> im vergangenen Jahr die Compilation <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/news\/beach-house-b-sides-and-rarities-rezension-71481\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eB-Sides And Rarities\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlichten, wirkte das ein bisschen wie eine Bestandsaufnahme. Seit 2007 machen Victoria Legrand und Alex Scally Musik, die zwar immer von der Kritik gefeiert und von ihren Fans verehrt, deren Erfolgsformel aber seit ihrem selbstbetitelten Deb\u00fct kaum ver\u00e4ndert wurde: tiefer Gesang von Legrand, der von warmen Synthesizer-Fl\u00e4chen getragen und von Scallys kristallenem Gitarrenspiel begleitet wird. Nach sechs Alben und elf Jahren Beach House war \u201eB-Sides And Rarities\u201c ein guter Anlass, die Reste aus der letzten Dekade zu verwerten \u2013 und dann im Anschluss einen Neuanfang zu wagen. <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/beach-house-7-album-der-woche-78270\/\" target=\"blank\">Mit ihrem neuen Album \u201e7\u201c<\/a> gelingt ihnen dieser ganz hervorragend. Auf den elf neuen Songs, die \u00fcberwiegend in Eigenregie produziert wurden, klingt das US-amerikanisch-franz\u00f6sische Duo so selbstbewusst wie nie zuvor und schafft es, seinen Sound an genau den richtigen Stellen weiterzuentwickeln \u2013 ohne dabei die Qualit\u00e4ten einer klassischen Beach-House-Platte zu verlieren.<\/p>\n<h5><strong>13. Joan As Police Woman &#8211; \u201eDamned Devotion\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79455\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/JAPW-Damned-Devotion.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Karriere der klassisch ausgebildeten Violinistin Joan Wasser verlief schon immer in Schlangenlinien: Vom kratzigen Indie-Rock ihrer ersten Band The Dambuilders \u00fcber den herzzerrei\u00dfenden Kammerpop von Antony &amp; The Johnsons bis zum modernen Soul-Rock ihres Solo-Projekts <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/joan-as-police-woman\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Joan As Police Woman<\/a>. Auf dessen f\u00fcnftem Album \u201eDamned Devotion\u201c versammelt die US-amerikanische K\u00fcnstlerin all diese dispersen Qualit\u00e4ten auf einer LP. Was <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/joan-as-police-woman-damned-devotion-album-der-woche-76352\/\" target=\"blank\">\u201eDamned Devotion\u201c<\/a> dabei am meisten von ihren vorigen Platten absetzt, ist Wassers neue Liebe f\u00fcr den Rhythmus: Parker Kindred, Schlagzeuger und langj\u00e4hriger Wegbegleiter Wassers, peitscht die Jazz- und Rock-Harmonien mit gleichzeitig vertrackten und ins Mark gehenden Beats in neue H\u00f6hen. Bei Songs wie \u201eSteed (For Jean Genet)\u201c ist das fast schon Funk, und selbst durch Liebeslieder, wie beim Abschlusssong \u201eI Don\u2018t Mind\u201c, poltern stark verzerrte Drums.<\/p>\n<h5><strong>12. Altin G\u00fcn &#8211; \u201eOn\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79445\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Altin-Guen-On.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/altin-guen\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Altin G\u00fcn<\/a> spricht, der muss auch \u00fcber Ne\u015fet Erta\u015f sprechen. Erta\u015f gilt als der Leonard Cohen der T\u00fcrkei und hat bis zu seinem Tod im Jahr 2012 \u00fcber 30 Alben ver\u00f6ffentlicht. Dutzende seiner Songs sind zu Standards geworden. Auf <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/altin-guen-on-album-der-woche-77298\/\" target0\"blank\">\u201eOn\u201c<\/a>, dem Deb\u00fctalbum von Altin G\u00fcn, \u00fcbersetzt die niederl\u00e4ndisch-indonesisch-t\u00fcrkische Band einige dieser Volkslieder in ihre multikulturelle Gegenwart \u2013 mit psychedelischen Grooves. Doch die Band befasst sich nicht nur mit Erta\u015f: Ein Song des Albums \u201eGoca D\u00fcnya\u201c stammt auch von Erkin Koray \u2013 einem weiteren K\u00fcnstler, der in den 1970er-Jahren t\u00fcrkische Volksmusik mit Rock und Funk fusionierte. Dank der von Altin G\u00fcn eingestreuten geschmackvollen Dosis R&amp;B-Swagger merkt man dem St\u00fcck seine 40 Jahre aber nicht an, sowie es die Band \u00fcberhaupt \u00fcber das gesamte Album hinweg schafft, frische, tanzbare Musik zu machen, die alten Pionieren Tribut zollt und gleichzeitig fest im Hier und Jetzt verwurzelt ist.<\/p>\n<h5><strong>11. Nightmares On Wax &#8211; \u201eShape The Future\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79457\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Nightmares-On-Wax.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit seinem 1991er Deb\u00fct \u201eA Word of Science: The First and Final Chapter\u201c ist George Evelyn, besser bekannt unter seinem K\u00fcnstlernamen Nightmares On Wax, eine feste Instanz der souligen Downtempo-Musik. Sein neuestes Outing \u201eShape The Future\u201c ist da keine Ausnahme: Bass und Drums knarzen in analoger Sch\u00f6nheit aus den Boxen und die Samples sind wie immer geschmackvoll ausgew\u00e4hlt. Was dieses Album von seinen Vorg\u00e4ngern unterscheidet: Evelyn hat in seinen auf der Oberfl\u00e4che tiefenentspannten Tracks ein paar politische Messages versteckt, die seiner Musik eine neue Tiefe geben.<\/p>\n<h5><strong>10. Rhye &#8211; \u201eBlood\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79460\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Rhye-Blood.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit dem gelungenen Deb\u00fctalbum \u201eWoman\u201c aus dem Jahr 2013 hat sich bei <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/rhye\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Rhye<\/a> Wesentliches ge\u00e4ndert: Robin Hannibal verlie\u00df das Projekt, um als Produzent und Songwriter f\u00fcr Acts wie Calvin Harris und Kimbra zu arbeiten. Aus Rhye wurde ein Soloprojekt, S\u00e4nger Milosh ist nun der alleinige kreative Motor der Band. Vielleicht ist es diese einzelne Vision, die <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/rhye-blood-album-der-woche-76144\/\" target=\"blank\">\u201eBlood\u201c<\/a> zu solch einem fokussierten Album macht: Die Beats sind noch aufger\u00e4umter als auf \u201eWoman\u201c, der Bass pulsiert warm durch die Zwischenr\u00e4ume. Au\u00dferdem hat Milosh alle Instrumente live im Studio eingespielt und keine Loops aus dem Computer verwendet. Gemeinsam mit den fl\u00e4chigen Synthesizern, Streichern und E-Pianos bildet das alles einen kuscheligen Klangteppich, \u00fcber den Milosh seine anschmiegsame Stimme ausbreitet.<\/p>\n<h5><strong>9. Tune-Yards &#8211; \u201eI Can Feel You Creep Into My Private Life\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79462\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tune-Yards-I-Can-Feel.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit ihrem 2009er Deb\u00fct \u201eBird-Brains\u201c suchen <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/tune-yards\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Tune-Yards<\/a> immer wieder nach neuen M\u00f6glichkeiten, den rostigen Wagen \u201ePop-Song\u201c mit kindlicher Neugierde gegen die Wand zu fahren. Auf seinem vierten Album <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/tune-yards-i-can-feel-you-creep-into-my-private-life-album-der-woche-75820\/\" target=\"blank\">\u201eI Can Feel You Creep Into My Private Life\u201c<\/a> treibt das US-amerikanische Duo diesen frenetischen, bipolaren Art-Pop auf die Spitze: Zw\u00f6lf Songs, die zwar zum ekstatischen Tanz einladen, einen dabei aber nie vergessen lassen, dass der Dancefloor jederzeit explodieren k\u00f6nnte. Diese Instabilit\u00e4t findet sich schon im Entstehungsprozess dieser Songs: Frontfrau Merrill Garbus baut ihre zappligen Instrumentals aus dutzenden Loop-Schichten. Anstatt von 808s oder anderen Drum-Maschinen bilden analoge Samples von Ukulelen, Handclaps und zahlreichen Percussion-Instrumenten den treibenden Motor. Diese Beats sind nicht vom Computer ins Raster geh\u00e4mmert, sie atmen, zittern und schwanken \u2013 und geben damit den Songs eine aufregende, unruhige Energie.<\/p>\n<h5><strong>8. Ezra Furman &#8211; \u201eTransangelic Exodus\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79450\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Ezra-Furman.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen seinem letzten Album \u201ePerpetual Motion People\u201c und seinem aktuellen Langspieler \u201eTransangelic Exodus\u201c hat Ezra Furman ein Buch \u00fcber Lou Reeds zweite Soloplatte \u201eTransformer\u201c geschrieben. Das merkt man dem Indie-Pop-Songwriter aus Chicago an: \u00c4hnlich wie der einstige The-Velvet-Underground-Frontmann versteht er es, sowohl gro\u00dfe Outsider-Storys als auch surreale Vampir-Fantasien und biblische Fabeln in fantastische Pop-Songs zu verwandeln. Auf \u201eTransangelic Exodus\u201c ist sein Songwriting in absoluter H\u00f6chstform. St\u00fccke wie \u201eDriving Down To L.A.\u201c und \u201eCompulsive Liar\u201c geh\u00f6ren zu dem Besten, was Furman bis heute geschrieben hat.<\/p>\n<h5><strong>7. International Music &#8211; \u201eDie besten Jahre\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79453\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/International-Music.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/international-music\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">International Music<\/a>: Klingt wie eine Rubrik in der CD-Abteilung einer gro\u00dfen Elektromarkt-Kette, nach Beliebigkeit und wenig Substanz?! Nun, vermutlich gibt es niemanden auf dieser Welt, dem das egaler ist, als der Band International Music. Das Trio aus Essen braucht keinen pr\u00e4tenti\u00f6sen Namen, um im Ged\u00e4chtnis zu bleiben. Vom ersten flirrenden Gitarrenakkord an, der ihr Deb\u00fct <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/international-music-die-besten-jahre-album-der-woche-77859\/\" target=\"blank\">\u201eDie besten Jahre\u201c<\/a> er\u00f6ffnet, spinnen Bassist Pedro Goncalves Crescenti, Gitarrist Peter Rubel und Schlagzeuger Joel Roters ein dichtes Netz aus Lakonie, Melancholie, Psychedelia und Post-Punk, in dem man sich als H\u00f6rerIn nur allzu gerne verf\u00e4ngt.<\/p>\n<h5><strong>6. Die Nerven &#8211; \u201eFake\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79448\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Die-Nerven-Fake.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2012 stellte die noch sehr junge Gruppe <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/die-nerven\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Die Nerven<\/a> bereits ihr f\u00fcnftes Demo-Album ins Netz. Es war eine im scheppernden Lo-Fi-Sound aufgenommene No-Wave-Platte, deren Songs damals schon mit einer Dringlichkeit aus den Lautsprechern dr\u00f6hnten, dass man fast Angst hatte, diese Band w\u00fcrde sich gleich aus den Boxen in Dein Zimmer kratzen und Dir ins Gesicht spucken. Der Name dieser Platte: \u201eAsoziale Medien\u201c. \u00dcber sechs Jahre und drei Studioplatten (zuletzt 2015 <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/news\/die-nerven-out-album-der-woche-rezension-60298\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eOut\u201c<\/a>) sp\u00e4ter ist nun das technisch gesehen neunte Album der Stuttgarter erschienen. Textlich hat sich gar nicht so viel ver\u00e4ndert: Auf \u201eFake\u201c singt die Band gegen bekannte Feinde wie Lifestyle-Influencer (\u201eNiemals\u201c), dubiose Mailorder-Firmen (\u201eSkandinavisches Design\u201c) und allen voran die Omnipr\u00e4senz sozialer Medien. Starke Ver\u00e4nderungen gibt es hingegen beim Sound: So finden sich auf dem Album sowohl warme Dur-Akkorde (!) als auch gezupfte Akustikgitarren (!!) wieder. Doch wer jetzt \u201eSell-Out\u201c schreit, der hat nicht zugeh\u00f6rt. Auch auf <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/die-nerven-fake-album-der-woche-77740\/\" target=\"blank\">\u201eFake\u201c<\/a> kann einem diese Band immer noch ins Gesicht spucken.<\/p>\n<h5><strong>5. Rejjie Snow &#8211; \u201eDear Annie\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79459\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Rejjie-Snow-Dear-Annie.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der 24 Jahre junge Produzent und Rapper <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/rejjie-snow\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Rejjie Snow<\/a> stammt aus dem Dubliner Bezirk Drumcondra, ein Viertel, in dem er nach eigener Aussage der einzige dunkelh\u00e4utige Teenager war. Dieses Au\u00dfenseitertum merkt man seiner Musik an: Sein Deb\u00fctalbum <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/rejjie-snow-dear-annie-album-der-woche-76443\/\" target=\"blank\">\u201eDear Annie\u201c<\/a> ist Genre-verschmelzender, nach innen gekehrter HipHop, bei dem genuschelte Strophen auf astrale Jazz-Beats aus der Brainfeeder-Schule treffen. Dabei demonstriert Snow auf insgesamt 20 Tracks nicht nur sein beeindruckendes Gesp\u00fcr f\u00fcr Beats \u2013 bei denen er Unterst\u00fctzung von Kendrick Lamars Stammproduzenten Rhaki und dem kanadischen DJ und Produzenten Kaytranada bekam \u2013 sondern auch sein Talent als Geschichtenerz\u00e4hler.<\/p>\n<h5><strong>4. Khruangbin &#8211; \u201eCon Todo El Mundo\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79456\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Khruangbin-Con.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Wort \u201eKhruangbin\u201c stammt aus dem Thail\u00e4ndischen und bedeutet Flugzeug \u2013 eine gut gew\u00e4hlte Allegorie, um die Klangwelten dieses Trios zu beschreiben. Denn so wie ein Flugzeug in der Welt herumkommt, atmet auch die Musik von Laura Lee (Bass), Mark Speer (Gitarre) und Donald Johnson (Schlagzeug) Internationalit\u00e4t. Sie ist ein Konglomerat aus unz\u00e4hligen musikalischen Einfl\u00fcssen, die zwischen Thai-Funk der 70er-Jahre und Tarantino-Soundtrack m\u00e4andern. Auf ihrem zweiten Album \u201eCon Todo El Mundo\u201c erweitert das texanische Trio seinen Sound-Horizont in Richtung Vorderasien, Iran, um genau zu sein. Speer l\u00e4sst persisch angehauchte Tonleitern aus seiner E-Gitarre flie\u00dfen, die wie feine Kumulus-Wolken \u00fcber den tiefenentspannten Zeitlupen-Grooves von Lee und Johnson schweben.<\/p>\n<h5><strong>3. Courtney Barnett &#8211; \u201eTell Me How You Really Feel\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79447\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Courtney-Barnett-Tell-Me.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eTell Me How You Really Feel\u201c, war die Aufforderung, die <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/courtney-barnett\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Courtney Barnett<\/a> im Februar an ihre Fans richtete. In maximal 250 Zeichen konnte man auf der Homepage der australischen K\u00fcnstlerin anonym seinen derzeitigen Gem\u00fctszustand mitteilen. Die unz\u00e4hligen Antworten lassen sich nun auf der Website nachlesen \u2013 und die Grundstimmung ist nicht gerade gut. \u201eTell Me How You Really Feel\u201c ist auch der Titel von Courtney Barnetts zweitem Album. Es erscheint drei Jahre nach ihrem Grammy-nominierten Deb\u00fct\u00a0<a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/news\/album-der-woche-courtney-barnett-sometimes-i-sit-and-think-and-sometimes-i-just-sit-58087\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit\u201c<\/a> und ein Jahr nach <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/rezensionen\/barnett-vile-lotta-sea-lice-73593\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eLotta Sea Lice\u201c<\/a>, ihrer Gemeinschaftsplatte mit Kurt Vile. Wo sich Barnett auf letzterem noch von ihrer gem\u00fctlichen Seite zeigte, weht auf diesem Album ein anderer Wind: L\u00e4hmender Selbsthass, Liebeskummer und Hoffnungslosigkeit sind die Emotionen, die <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/courtney-barnett-tell-me-78610\/\" target=\"blank\">\u201eTell Me How You Really Feel\u201c<\/a> antreiben \u2013 und sich damit sehr gut mit den Gem\u00fctszust\u00e4nden ihrer Fanbase erg\u00e4nzen.<\/p>\n<h5><strong>2. Tocotronic &#8211; \u201eDie Unendlichkeit\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79461\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Tocotronic-Die-Unendlichkeit.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis zur Unendlichkeit, und noch viel weiter: Auf ihrem zw\u00f6lften Album kehrt die Diskurs-Rock-Institution <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/artists\/tocotronic\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Tocotronic<\/a> zum ersten Mal in ihrer langen Karriere ihr Inneres ungefiltert nach au\u00dfen \u2013 und bringt dabei zw\u00f6lf h\u00f6chst intime Geschichten zum Vorschein. Von der Liebe, der Selbstfindung und dem Tod. Musikalisch zeigen sich Tocotronic auf <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/tocotronic-die-unendlichkeit-album-der-woche-75982\/\" target=\"blank\">\u201eDie Unendlichkeit\u201c<\/a> abwechslungsreich und in absoluter H\u00f6chstform: Rick McPhails Gitarrenarbeit ist entfesselt wie seit \u201eSchall Und Wahn\u201c nicht mehr, vom verschmitzten Solo-Breakdown in der st\u00fcrmischen Vorabsingle \u201eHey Du\u201c bis zum noisigen Sturm-und-Drang-Freakout am Ende von \u201eWilder Wirbel\u201c. Und in Songs wie dem space-rockenden Titeltrack kann die Rhythmusgruppe M\u00fcller\/Zank zum vielleicht ersten Mal in ihrer Bandgeschichte so richtig grooven.<\/p>\n<h5><strong>1. DJ Koze &#8211; \u201eKnock Knock\u201c<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-79449\" src=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/DJ-Koze-Knock-Knock.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ob als MC bei Fischmob, als Teil der Supergroup International Pony oder als samplender Spa\u00dfvogel Adolf Noise: Seit seinen fr\u00fchen Tagen vollf\u00fchrt Stefan Kozalla den komplizierten Drahtseilakt zwischen verschrobener Sperrigkeit und Pop. Ein K\u00fcnstler, der im selben Jahr das Techno-Meisterwerk \u201eKosi Comes Around\u201c und die bizarre Dada-Collage \u201eWo die Rammelwolle fliegt\u201c ver\u00f6ffentlichen kann. Doch auf <a href=\"https:\/\/www.byte.fm\/blog\/alben-der-woche\/dj-koze-knock-knock-album-der-woche-77999\/\" target=\"blank\">\u201eKnock Knock\u201c<\/a>, seinem vierten Album unter dem Namen DJ Koze, klingt die Welt des Stefan Kozalla so einladend wie nie zuvor, mit noch mehr warmen Klangfarben als auf dem Vorg\u00e4nger \u201eAmygdala\u201c und noch mehr bekannten Stimmen, die einen durch diese verschwurbelten elektronischen Landschaften leiten. Mit K\u00fcnstlerInnen wie Sophia Kennedy, Jos\u00e9 Gonz\u00e1lez, Kurt Wagner von Lambchop oder R\u00f3is\u00edn Murphy liefert er einen hei\u00dfen Kandidaten auf das Album des Jahres ab.<\/p>\n<p>Und was ist Euer bisheriges Lieblingsalbum aus dem Jahr 2018? Schreibt uns Euren Favoriten in die Kommentare! Unter allen Beitr\u00e4gen verlosen wir ein CD-Paket aus unseren ersten drei Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<div data-code=\"&lt;iframe loading=&quot;lazy&quot; width=&quot;885&quot; height=&quot;498&quot; src=&quot;https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JE63vMzb3UE&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;autoplay; encrypted-media&quot; allowfullscreen&gt;&lt;\/iframe&gt;\" data-esccode=\"PGlmcmFtZSBsb2FkaW5nPSJsYXp5IiB3aWR0aD0iODg1IiBoZWlnaHQ9IjQ5OCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS9lbWJlZC9KRTYzdk16YjNVRSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+\" data-src-host=\"www.youtube.com\" class=\"embed-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JE63vMzb3UE\">https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JE63vMzb3UE<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Halbzeit! 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