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ByteFM Container


Kein regelmäßiger Sendeplatz

Der ByteFM Container bietet Raum für freie Features bei ByteFM.

Verschiedene Moderatoren präsentieren monothematische Sendungen zu einzelnen Künstlern, Genres, Labels, Orten und Sonderthemen.

Genres:
60s/60er, 70s/70er, 80s/80er, 90s/90er, Alternative, Americana, Boogie, Britpop, Broken Beat, Diskurspop, Drum & Bass, Elektro, Elektronika, Folk, Funk, Garage, Global Pop, Gothic, HipHop, House, Indie, Neo-Folk, Neo-Soul, Post-Punk, Post-Rock, Punk, R&B, Reggae, Rock, Softrock, Soul, Techno, Trip Hop


Sendung vom 29.09.2018

Piano & Prince: Part I

Prince, nackt wie nie

Das erste posthume Prince-Album ist da: „Piano & A Microphone 1983“ zeigt eine rohe, imperfekte Version des Perfektionisten Prince – und genau darin liegt sein Reiz. Anlass genug für Norman Müller, eine zweiteilige Sondersendung zum Thema „Piano & Prince“ zu präsentieren.

Prince war schon zu seinen Lebzeiten nicht nur als genialischer Sänger, Songwriter und Performer bekannt, sondern auch als Multiinstrumentalist. Zu Beginn seiner Karriere warb seine Plattenfirma Warner Brothers gar damit, er habe die 27 (!) Instrumente auf seinem Debütalbum selbst eingespielt. Im popkulturellen Diskurs wurde Prince allerdings meistens mit einem bestimmten Instrument in Verbindung gebracht: der Gitarre. Verständlich, denn Prince gilt als Weltklasse-Gitarrist – aber eben nicht nur.

Das erste Instrument, das Prince sich als Kind selber angeeignet hat, war ein anderes: das Klavier seines Vaters, der selber Jazzmusiker war. Das Thema der „Batman“-Fernsehserie aus den 60er-Jahren war laut eigenen Angaben das erste Stück Musik, das Prince sich selber beibrachte. Wenig später komponierte er im Alter von sieben Jahren am Klavier seinen ersten Song namens „Funk Machine“.

Viele hunderte Songs sollten folgen, Prince selber sprach sogar von tausenden Stücken, die in seinem legendären „Vault“ auf Veröffentlichung warten. Viele davon wurden am Klavier komponiert. Ein großer Teil der über 2000 Konzerte, die Prince in seinem Leben spielte, beinhaltete eine Solo-Klavier-Einlage. Seine letzte Tour stand gar unter dem Motto „Piano & A Microphone“ und bot genau das: Prince, ein Klavier, ein Mikrofon – mehr nicht.

Auch der Grund, warum plötzlich alle über Prince, den Pianisten, reden, heißt „Piano & A Microphone“. In diesem Fall geht es aber nicht um seine letzte Tour, sondern um das erste posthume Prince-Album, das in der letzten Woche erschien und ebenfalls diesen Namen trägt. Es ist kein Studioalbum im engeren Sinne, sondern eine Solo-Piano-Session, die Prince 1983 in seinem Home-Studio aufgenommen hat. Pläne, diese Aufnahmen zu veröffentlichen, gab es nie – das Band lief immer mit, wenn Prince musizierte.

Auf der Oberfläche ist „Piano & A Microphone 1983“ eine seltsame Veröffentlichung. Prince’ Klavierspiel ist nicht perfekt. Die Soundqualität ist mäßig, die Songs skizzenhaft, und die Aufnahme selber ist nicht einmal besonders rar: Hardcore-Fans haben die Session schon seit den 90er-Jahren in ihrer Bootleg-Sammlung. Dennoch ist es faszinierend, dem Genie aus Minneapolis bei der nicht-öffentlichen Arbeit zuzuhören.

Prince, zum Zeitpunkt der Session in der Übergangsphase vom Star zu Weltstar, ist in Top-Form und gut gelaunt. Den späteren Über-Hit „Purple Rain“ spielt er nur kurz an, genau wie das Joni-Mitchell-Cover „A Case Of You“. Längere Stücke wie die spätere B-Seite „17 Days“ und das unveröffentlicht gebliebene „Cold Coffee And Cocaine“ haben eher Jam-Charakter und demonstrieren Prince‘ unbändige Spielfreude.

Während „Piano & A Microphone 1983“ ein eindrucksvolles Dokument des Klavierspielers Prince ist, es ist bei weitem nicht das einzige. Seit Beginn seiner Karriere gab es immer wieder Piano-Songs auf seinen Alben, 2002 kam gar ein – relativ unbekannt gebliebenes - Studio-Piano-Album namens „One Nite Alone“ heraus, weitere Solo-Klavier-Sessions existieren auf Bootlegs.

So viel Material gibt es zum Thema „Piano & Prince“, das Norman Müller gleich zwei Stunden mit Prince‘ Klaviermusik zusammengestellt hat. Der erste Teil der zweiteiligen ByteFM-Container-Sonderausgabe läuft am Samstag, den 29. September, Teil zwei folgt genau einen Monat später, am 27. Oktober, jeweils um 18 Uhr. In der ersten Ausgabe wird das neue Album „Piano & A Microphone 1983“ übrigens in verschiedenen Ausführungen verlost. Was Ihr tun müsst, um Prince und sein Piano auf CD, LP oder als Boxset zu Euch nach Hause zu holen, erfahrt Ihr im ByteFM Container „Piano & Prince: Part 1“.



1.  Prince / One Nite Alone...
One Nite Alone... / Npg
2.  Prince And The Revolution / Power Fantastic
The Hits / The B-Sides / Paisley Park
3.  Prince / 17 Days (Piano & A Microphone 1983 Version)
Piano & A Microphone 1983 / Npg Warner
4.  Prince / How Come You Don’t Call Me Anymore (Live In Oakland 2016)
- / -
5.  Prince / I Love U, But I Don’t Trust U Anymore (Feat. Ani Difranco)
Rave Un2 The Joy Fantastic / Npg Arista
6.  Prince / Moonbeam Levels (Piano Session 1983)
- / -
7.  Prince And The Revolution / Under The Cherry Moon
Parade / Paisley Park
8.  Prince / When The Lights Go Down
The Vault... Old Friends 4 Sale / Warner
9.  Prince / When We’re Dancing Close And Slow
Prince / Warner
10.  Prince And The Revolution / Condition Of The Heart
Around The World In A Day / Paisley Park
11.  Prince / Do Me, Baby
Controversy / Warner

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ppanta vor einer Woche
gewinnspiel hin oder her ;-)

ppanta vor einer Woche
mal wieder byte fm in den Container geschaut: Once again, eine Sondersendung zu Prince (DANKE!) und dann noch Piano: Ganz groß, ehrlich. Die Frage nach dem favorite prince song ist eigentlich eine unmögliche: When Doves Cry als politisches Fanal Nothing Compares to You oder Condition of the Heart als Lovesongs oder doch was zum Tanzen und für die gute Laune? Funk, Jazz, Gospel oder Rock - was tun? Ich entscheide mich jetzt nicht für meinen eben entdeckten Tagesfavoriten "I love U, but I dont trust U anymore, sondern for my alltime favorite vom unterschätzten Album PARADE "Sometimes it snows in April". Beide können bei einem "alten, reifen" Mann durchaus noch ein paar Tränen ins Rollen bringen ;-) Thank U!

Delaforte vor zwei Wochen
Mein Favorit: 17 days

ilkikone vor zwei Wochen
Danke, Byte.fm! Und @schoe: Mein Technics ist ebenfalls fast 40 Jahre alt, tuts aber immer noch! ilka.

federhall vor zwei Wochen
Wirklich schwer zu entscheiden - ich werde mal dorothy parker als ein Favoritensong wählen. Und freue ich auf den 2. Teil der Sendung.

norman vor zwei Wochen
Liebe Gewinnspielteilnehmer, danke fürs Mitmachen! Ihr kommt mit den Facebook- und Email-KandidatInnen in den Lostopf und werdet morgen benachrichtigt.

tomwaits vor zwei Wochen
ich votiere für "pop life" - und würde vinyl (oder das boxset) der cd vorziehen. danke, viele gruesse, frank

schoe vor zwei Wochen
Ich habe zwar auch noch einen Plattenspieler, aber selbst der beste Technics funktioniert nach nun fast 40 Jahren nicht mehr richtig, leider. Setzt nicht mehr richtig auf, schaltet am Ende nicht mehr ab und setzt die Nadel stattdessen wieder mittenrein, auch die quarzstabilisierte Geschwindigkeit will manchmal nicht. :-(

ilkikone vor zwei Wochen
Kann mich ja kaum entscheiden, aber sign O´the times find ich sensationell (und ich hab noch nen Plattenspieler...) ;))

schoe vor zwei Wochen
Mein liebstes Prince-Stück ist "Sometimes It Snows in April". Sollte ich gewinnen, bitte nicht die LP-Version, danke. Ohne Plattenspieler ist das schwierig. ;-) Viele Grüße, Gerd

ddrummer vor einem Jahr
Toll! Macht Appetit auf die neue Sendung!

antikorper vor einem Jahr
Super Sendung, tighter Moderator!

zander vor einem Jahr
Habe die Sendung eben noch einmal in Gänze zu Ende gehört. Weihnachtlichen Dank für diesen Hochgenuss, es war super.

Leonie_Moehring vor einem Jahr
Lieber Michael - dem Gernhardt sei Dank. Ein janz schönes Fest!

michael probst stuckmann vor einem Jahr
:D Herrliche Geschichte – der Bom nadelt!

knutbenzner vor 2 Jahren
Martin, ich danke Ihnen! Ich danke ihnen für Ihren Kommentar zu Dylan und auch zur Urban Landmusik. Und NOT DARK YET... unglaublich. Grüße nach Schleswig, Knut Benzner

dehcho vor 2 Jahren
Tolle Sendung. NOT DARK YET, mir ergeht es wie Ihnen. Welch ein Text, mit dem perfekten Soundtrack ! Ein Geniestreich. Ganz herzlichen Dank ( übrigens auch für die URBAN LANDMUSIK) und Grüße Martin aus Schleswig
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