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Was ist Musik


Wöchentlich | Sonntag 19 - 20 Uhr

„Wir sind zusammen doch nicht allein, ein Lied kann eine Brücke sein, mit einem Rhythmus und einem Ton, verlier'n wir uns in der Illusion“, singt der Kölner House-Crooner Justus Köhncke und das klingt besser als es sich liest.

Der Refrain ist eine Frage: Was ist Musik?
Antworten in dieser Sendung.

Sweet Soul Music, Fast Money Music, Music is my hot hot sex, Roxy Music, Galoppmusik, Musical Youth, Music for evenings, Music for Airports, How I learned to hate Rock'n'Roll, I love Rock'n'Roll, This is Music added to my day, Funky Drummer, Im Alter fängt man an sich für Countrymusik zu interessieren, They can't take away our Music, Music sounds better with you, Hauptsache Musik, Elevator Music, Electric Guitars, Musik der frühen Jahre, Musical Drum Sound, I came to love the Music, Strings of life, Make your own kind of music, Verstärker, Music of my mind, We are ugly but we have the music.

Was ist Musik?

Alles.


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Genres:
50s/50er, 60s/60er, 70s/70er, 80s/80er, 90s/90er, Alternative, Americana, Avant Pop, Avantgarde, Bass, Beat, Blues, Britpop, Broken Beat, Clicks & Cuts, Country, Diskurspop, Dreampop, Dub, Dubstep, Electronic Funk, Elektro, Experimental, Folk, Funk, Global Pop, Gothic, Grime, Hamburger Schule, HipHop, Indie, Jazz, Jungle, Krautrock, Lo-Fi, NDW, Neo-Folk, Neo-Soul, New Wave, Outernational, Pop, Post-Punk, Post-Rock, Psychedelic, Punk, R&B, Reggae, Rock, Shoegaze, Singer-Songwriter, Soul, Techno


Sendung vom 24.05.2015

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Geistern und Gespenstern?
Mark Fisher revisited: Nomadalgie, Hauntology & all that Jazz

„Ein Gespenst geht um im Club – das Gespenst der uralten Rhythmen, die seit Jahrmillionen schon über diesen Planeten gewandert sind. Jay Ahern und Stefan Schneider haben es gerufen, und die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los. Wollen sie auch gar nicht. Gemeinsam sind die beiden die Hauntologists, und gemeinsam entfesseln sie gern Geister in Maschinen. Grobkörnig und physisch, düster und sexuell aufgeladen sind ihre Neuimaginationen der uralten Rhythmen. Dabei motorisch wie ein Schlagzeuger in der Zeitschleife, improvisiert wie afrikanische Straßenmusik. Überhaupt: Afrika. Einige Kulturen des Kontinents stehen auf der Referenzliste der Hauntologists. Schneider macht seit 2011 ethnologische Feldaufnahmen in Kenia, ältere Plattencover zeigen Statuen und Kleidungsstücke, möglicherweise religiöse Objekte vom Mutterkontinent. Dabei geht es den Hauntologists vor allem um ein imaginäres Afrika, einen nicht-exotistischen (Assoziations-, Spekulations-)Ort für das aus westlicher Sicht Andersartige, Andersseitige. Von dort dringt nun dieser analog rumpelnde, aber sorgfältigst sich verschiebende Techno herüber, der ebenso uralt ist wie hochaktuell, ebenso idiosynkratisch wie tief verwurzelt.“
Florian Sievers, Berlin, Winter 2015

Was ist Musik, Reprise vom 26.4.2015
Wenn man Euch die Gespenster zeigt
In seinem neuen Buch „Gespenster meines Lebens“ betont Mark Fisher die politische Dimension der Melancholie, die hauntologische Musik transportiert, „insofern sie es ablehnt, sich mit dem begrenzten Horizont des kapitalistischen Realismus zu arrangieren.“ Und der englische Autor, der mit seinem Blog K-Punk und dem Buch „Kapitalistischer Realismus ohne Alternative“ bekannt wurde, beklagt das Verschwinden der Zukunft aus der Pop-Musik. Hauntologische Musik? Da ist er wieder, der Container-Begriff, der von zehn Leuten auf elf verschiedene Arten begriffen wird – und verwendet.
Mark Fisher schreibt:
„Es sollte an dieser Stelle bereits deutlich geworden sein, dass der Terminus Hauntology verschiedene Bedeutungen trägt. Es gibt den spezifischen, im Hinblick auf die populäre Musikkultur verwendeten Sinn, und ebenso gibt es die stärkere allgemeine Bedeutung, in der Hauntology sich auf Persistentes, Repetitives oder Präfiguratives bezieht. Und es gibt mehr oder weniger gutartige Varianten von Hauntology. Das vorliegende Buch wird sich zwischen diesen verschiedenen Bedeutungen bewegen.

Heute: Nomadalgie: So This Is Goodbye von den Junior Boys
„Wenn Sinatras beste Songs, wie Hoppers Gemälde, sich damit beschäftigen, wie die Erfahrung der Metropole neue Formen der Isolation und Einsamkeit hervorbringt (und auch: wie die massenmediale Privatheit die einzige Art affektiver Beziehung begründet, die uns in einer fragmentierten Welt bleibt), so ist So This Is Goodbye eine Reaktion auf den im Zeitalter des Cyberspace recht banalen Gemeinplatz, dass mit dem Internet selbst zu den entlegensten Orte eine Verbindung hergestellt werden kann (und auch: dass solche Verbindungen häufig Gemeinschaften einsamer Seelen stiften). Sinatras »When No One Cares«, so der Eindruck, erzählt von einem nie erfolgten Anruf aus dem herzlosen Herzen des Big Apple, während in der Version der Junior Boys niemand die digitale Verbindung vom Ufer des Lake Ontario nutzt. (Und ist es ein Zufall, dass der Ausdruck »Cyberspace« von einem Kanadier geprägt wurde?) Das Album So This Is Goodbye ist in einem bestimmten Sinn reisekrank. Es drückt etwas aus, das wir vielleicht Nomadalgie nennen können. Nomadalgie ist Fernweh, die Schwäche für das Reisen, das Komplement, nicht das Gegenteil zu Heimweh oder Nostalgie, der Sehnsucht nach Zuhause. (Und welche Beziehung besteht zu Hauntology?)

Nomadalgie ist Fernweh: Nach Afrika? Nach Miami (Vice)? nach Lustmore? U never know.



1.  Hauntologists / Howl
Hauntologists / Hauntologists
2.  Hauntologists / Sustain
Hauntologists / Hauntologists
3.  Hauntologists / Hush
Hauntologists / Hauntologists
4.  Hauntologists / Suspend
Hauntologists / Hauntologists
5.  Junior Boys / In The Morning
So This Is Goodbye / Domino
6.  Hauntologists / Turned
Hauntologists / Hauntologists
7.  Junior Boys / When No One Cares
So This Is Goodbye / Domino
8.  Frank Sinatra / When No One Cares
When No One Cares / Rca
9.  Frank Sinatra / I Can’t Get Started
When No One Cares / Rca
10.  Junior Boys / Fm
So This Is Goodbye / Domino
11.  Joni Mitchell / A Case Of You
Blue / Asylum
12.  Junior Boys / So This Is Goodbye
So This Is Goodbye / Domino
13.  Brian Eno / By This River
By This River / Eg
14.  Hauntologists / Rain
Hauntologists / Hauntologists


sizou vor 2 Monaten
(zu Was ist Musik) so wunderbares und lustiges interview mit christiane rösinger. danke!

sizou vor 2 Monaten
(zu Was ist Musik) so wunderbares und lustiges interview mit christiane rösinger. danke!

karstenfrehe vor 3 Monaten
Coole Sendung vom 12.2.! Danke dafür :-)

KlausWalter vor 3 Monaten
ja, sebastian, du hast recht. wenn ich mal viel zeit habe, gibts eine ganze sendung bam bam. danke!

senest vor 3 Monaten
Statt Depression: Großes Danke fürs Ausspielen der Isaac-Hayes-Nummer! Und nicht vergessen sollte man hinsichtlich BAM BAM Biggie Smalls’ a.k.a. Notorious B.I.G.’s »Big Poppa Bam Bam« – und wahrscheinlich zahllose weitere Referenzen … Gruß Sebastian

KlausWalter vor 4 Monaten
danke, christian und ricardo...no depression!

Christian Fausten vor 4 Monaten
Mark Fisher tot und vergangenen Sonntag starb Jaki Liebezeit. Auch dieses Jahr kommt auf Touren (siehe 2016). It's getting cold in this hotel. Und nun? Depression? Gut möglich, aber ich nehm's nicht persönlich. Lieber Klaus, vielen Dank für diese Sendung. Gruß Christian

Ricardo vor 4 Monaten
Das war eine super spannende Sendung. Chapeau

KlausWalter vor 4 Monaten
Liebe Bettina, klar erinnere ich mich an die Wrangelconnection, schön, dass Du jetzt hier gelandet bist, viel Spass mit unserem Programm! Best, Klaus

Kopflos vor 4 Monaten
Liebe Bettina, Du warst nicht allein...

Bettina_Berlin vor 4 Monaten
Lieber Klaus Walter, Wer hätte das gedacht: "Status Quo Vadis" ...wie lange habe ich das nicht mehr gehört und dann diese Stimme des Moderators... Zwischen Zeit und Ewigkeit... Ein Lichtblick... Musik für eine andere Wirklichkeit.... Lieber Herr Walter. Ohne Übertreibung kann ich behaupten, nicht nur in den 80ern Ihr größter Fan gewesen zu sein. Damals habe ich ALLE "der Ball ist rund" Sendungen auf Kassette aufgenommen + gefühlte 100 mal gehört. Diese Kassetten habe ich immer noch! Können Sie sich noch an die "Wrangelstraßen Connection" erinnern? Herzliche Grüße, Bettina Hirsch

tazredaktion vor einem Jahr
stimmt, war mein fehler. tatsächlich wurden beide alben am todestag noch einmal bemustert, daher mein irrtum.

HoobsMcCan vor einem Jahr
Hit 'n Run Phase One und Hit 'n Run Phase Two sind beide letztes Jahr in relativ kurzen Abständen als Stream und Download erschienen.

Kopflos vor einem Jahr
Sehr sehr schöne Sendung. ... wie fast immer!

KlausWalter vor einem Jahr
danke für die blumen, freut mich.

senest vor einem Jahr
Wir haben eine ganz feine Sendung. Danke!

HoobsMcCan vor einem Jahr
Hallo Klaus, vielen Dank für die tolle Sendung, insbesondere für Take Five von Rico. Der Song ist mindestens so klasse wie die Tracks auf der Wareika Dub-LP, die ich vor einigen Jahren ergattern konnte.

KlausWalter vor einem Jahr
danke für die blumen, echt unterschätzte band.

bobstrummer vor einem Jahr
Danke, endlich wird diese große "vergessene" Band mal gewürdigt.
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