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Was ist Musik Makossa Boma ye

ByteFM: Was ist Musik vom 25.06.2017

Ausgabe vom 25.06.2017: Makossa Boma ye

“Makossa, which means "(I) dance" in the Douala language,[1] originated from a Douala dance called the kossa.” (Wiki) Daraus wird ein Tanzstil. “Makossa hatte die Macht, Kamerun lange vor Fussball zu vereinigen.” Schreibt Samy Ben Redjeb vom Frankfurter Label Analog Africa. Dort bringt er soeben eine Compilation zum Thema raus: „Pop Makossa – The Invasive Dance Beat Of Cameroon 1976-1984“. Boma ye heißt so viel wie „Töte ihn“. Die Worte wurden einem größeren Personenkreis bekannt, als Muhammad Ali 1974 beim Rumble In The Jungle von seinen Fans mit dem – hier ist das Wort mal angebracht: Schlachtruf „Ali boma ye“ angefeuert wurde. Beim Rumble kämpfte der eleganteste Schwergewichtsboxer ever, der die besten Jahre seiner Laufbahn im Knast verbringen musste, weil er öffentlich verkündete, dass kein Vietcong ihn je einen Nigger genannt hatte, gegen den gefräßigsten Schwergewichtsboxer ever, der es für eine gute Idee hielt, in der ehemaligen belgischen Kolonie Zaire mit einem Deutschen Schäferhund aufzukreuzen. Mit solchen Tieren pflegte die Kolonialpolizei sich unliebsame Eingeborene vom Leib zu halten. Muhammad Ali vs. George Foreman in Kinshasa, zwei Afroamerikaner kämpfen um den Titel des stärksten Mannes der Welt auf dem Kontinent ihrer Ahnen. 1974 ist das ein afrozentrischer Symbol-Coup, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Er wird flankiert von „Zaire 74“, dem dreitägigen Festival, von dem wir halbinformierten Erstweltler im Zweifel aus Leon Gasts Film „When We Were Kings“ wissen, dass Leute wie James Brown und B.B. King im Dschungel performten, während wir 43 Jahre später zur Kenntnis nehmen, dass auch kongolesische Musiker auftraten, deren Namen wir zum ersten Mal hören: Tabu Ley Rocherau. Alumba Masikini. Franco And T.P.O.K. Jazz Orchestra (weiter im Text in der brandneuen SPEX, Gegenwartskunde). Das Album dazu eben rausgekommen: “Zaire 74 – The African Artists”. Ali boma ye – auch zu hören auf dem neuen Album von Vince Staples, Sommer 2017.

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Playlist

1.  Nkodo Si-Tony / Mininga Meyong Mese
Pop Makossa – The Invasive Dance Beat Of Cameroon 1976-1984 / Analog Africa
2.  Pembe Dance Troup / Pembe Dance Song
Zaire 74 The African Artists / Wrasse
3.  Tabu Ley Rochereau And Afrisa / Celicia
Zaire 74 The African Artists / Wrasse
4.  Tabu Ley Rochereau And Afrisa / Celicia
Zaire 74 The African Artists / Wrasse
5.  The Spinners / I´m coming home
When we were Kings / Mercury
6.  The Game / Ali Bomaye
The Jesus Piece / Universal
7.  Vince Staples / Rain Come Down
Big Fish Theory / Universal
8.  Dream Stars / Pop Makossa Invasion
Pop Makossa – The Invasive Dance Beat Of Cameroon 1976-1984 / Analog Africa
9.  Pat Ndoye / More Love
Pop Makossa – The Invasive Dance Beat Of Cameroon 1976-1984 / Analog Africa
10.  Manu Dibango / Soul Makossa
Soul Makossa / Verve
11.  Songhoy Blues / Soul Makossa
12.  Mulatu Astatke / Mulatu
Mulatu Of Ethiopia / Strut