„Wer gibt hier den Ton an?“ – Diese Frage stellt sich Rike van Kleef, Autorin, Kulturarbeiterin und Aktivistin, immer wieder, wenn es um Repräsentation und Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Musikszene geht.
Nun hat sie ihre Erfahrungen und Beobachtungen in ihrem ersten Buch verarbeitet: „Billige Plätze. Gender, Macht und Diskriminierung in der Musikbranche“. Darin verwebt sie persönliche Einblicke aus ihrer Arbeit als Bookerin und Stage-Managerin mit Gesprächen mit FLINTA*-Personen, die auf, hinter und neben den Bühnen des Musikbetriebs agieren. Die Botschaft, die sich durchzieht, ist eindeutig: Auch wenn Begriffe wie Gleichstellung und Diversität längst in aller Munde sind – an echter Veränderung fehlt es vielerorts noch immer.
Beim diesjährigen Reeperbahn Festival, das vom 17. bis 20. September stattfindet, wird Rike van Kleef ihr Buch vorstellen. Außerdem leitet sie eine besondere Gesprächsrunde unter dem Titel „Das wird Mann ja wohl noch fragen dürfen“ – eine Session ausschließlich für Cis-Männer, die in einem geschützten Rahmen ohne Kameras, ohne Mitschnitte und ohne Bloßstellung offen Fragen stellen und ins Gespräch kommen können. Denn: Nur wer einander wirklich zuhört, kann etwas bewegen.
In der aktuellen Ausgabe Ruhestörung sprechen wir mit Rike über ihr Buch, über Machtstrukturen in der Musikbranche – und stellen außerdem einige frische Highlights aus dem aktuellen Line-up des Festivals vor.
