
Tornado Wallace macht Musik für das, was nach dem Höhepunkt kommt (Foto: CaptureCharles)
„Asahi Ga Yondeiru“ heißt ein neuer Elektropop-Tune von Tornado Wallace. Oder, um ein wenig spezifischer zu werden, ein technoider bis housiger Track. Man könnte auch faul sein und „Tech House“ sagen, was aber letztlich alles und nichts bedeutet. Man könnte eine Brücke schlagen bis in die 80er in Chicago und Detroit, eine Zeit, als die Genres ohnehin nicht so recht auseinanderdividiert waren. Damit einen das Stück seine klangliche Unbehauenheit und die rhythmische Funkiness des Maschinensound-Arrangements. Diesem gibt der in Berlin ansässige Australier fast acht Minuten Zeit, seinen psychedelischen Schleier auszubreiten. Ebenfalls in Berlin wohnt Courtney Bailey, DJ und Produzentin aus Japan. Zu unserem Track des Tages steuert sie in ihrer Muttersprache das titelgebende Mantra bei, das so viel bedeutet wie „die Morgensonne ruft“. Seine Liner-Notes verorten den Track „irgendwo zwischen Late-Night-House und morgendlicher Besinnung. Es geht nicht um den Höhepunkt. Sondern darum, was danach kommt. Diese stille Euphorie, wenn man sich bewusst wird, dass man aus dieser Nacht etwas in den Alltag mitnehmen kann.“
Die EP „Left At Sunset“ von Tornado Wallace ist auf dem Label Running Back erschienen. Der Song „Asahi Ga Yondeiru“ (feat. Courtney Bailey) daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: