„Pur“: Sababa 5 surfen durch die Wüste

Pressebild der israelischen Band Sababa 5, deren Song „Pur“ heute unser Track des Tages ist.

Mischen israelisch-arabische Klänge mit Einflüssen aus der US-Subkultur der 1960er-Jahre: Sababa 5

„Pur“ ist ein sonderbares Biest. Orientalische Klänge des nahen Ostens treffen auf Psychedelic und Surf-Sound. Beschwingtes Wellenbrettreiten durch die Sahara. Von Oase zu Oase. Und dabei Dinge sehen, von denen man nicht weiß, ob es Illusionen sind oder Fata Morganen. Der Instrumentaltrack „Pur” kommt in bester Dick-Dale-Manier daher – wie die besten Stücke des Surf-Pioniers beschwört auch der Jangle-Pop von „Pur” mit einfachsten Mitteln eine ausgelassene Stimmung herauf. Und Ausgelassenheit funktioniert in Tel Aviv genau so wie am Biondi Beach oder in Marrakesch. Die musikalische Sprache ist die gleiche, auch wenn der Dialekt ein anderer sein mag.

Sababa 5 wurde 2016 in Tel Aviv von Ilan Smilan (Gitarre) und Amir Sadot (Bass) gegründet. Von Beginn an mischten sie israelisch-arabische Klänge mit Einflüssen aus der US-Subkultur der 1960er-Jahre. Zwischenzeitlich gehörte auch die japanische Sängerin und Bauchtänzerin Yurika zur Band, die auch die japanischen Texte für Songs wie „Tokyo Midnight“ oder „Crossroad Of Love“, ihrer ersten Single von 2019, beisteuerte. Die Musik von Sababa 5 ist so gesehen multikultureller Overkill. Sie funktioniert aber, weil sie nicht klingt, als sei sie das Resultat eines verstiegenen Konzepts, sondern so, wie sich die Schmelztiegel-Millionenstädte in aller Welt anfühlen: Einflüsse, Vorstellungen und Ideen kommen zusammen und passen sich aneinander an.

„Pur“ von Sababa 5 ist auf Batov Records erschienen und heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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Diskussionen

1 Kommentar
  1. posted by
    Waltraut Siemann
    Jul 26, 2021 Reply

    Ihr seid eine echte Bereicherung 😊

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