Presseschau 10.02.: Neue Opfer

Auf geht’s in die zweite Runde, Spiegel online bespricht Lena Meyer Landruts zweiten Auftritt in Stephan Raabs Show mit dem gruseligen Namen „Unser Song für Deutschland“. Wie bereits die Kritik davor kommt die Perfomerin mit milder Mahnung, ihr Talent nicht zu vergeuden, davon Raab wird gescholten, mit der Sendung einzig und allein das eue Album „Good News“ der Eurovisionskontest-Gewinnerin vermarkten zu wollen. Die am Dienstag erschienene Platte bekam sodenn auch nur mittlere Bewertung, am wenigsten gefällt die „Souleinheitssuppe“, die besonders in den von Raab komponierten Stücken vorherrsche. Lena ist ja schließlich nicht Max!

Nach so viel Mittelmäßigkeit freuen wir uns zusammen mit ByteFM Moderator Matthias Schönebäumer über die Rückkehr der Disco, einmal in Form von Wiederveröffentlichungen alter Clubhits der Remix-Größen Tom Moulton und Walter Gibbons und noch einmal über die Früchte eben jener Rückbesinnung auf Glitzer und Glamour. Das Münchner Compost Label hat als Reaktion auf die verstärkte Nachfrage der letzten Jahre das Unterlabel Compost Disco ins Leben gerufen, um dem Trend gerecht werden zu können. So werden hier ausschließlich Neo-Disco-Tracks veröffentlicht.

Vielleicht ist die Reinkarnation der Disco auch ein Hoffnungsbote für das vom Aussterben bedrohte Tapedeck im Auto. Denn wie der Guardian berichtet, rollen die Neuwagen in den USA in Zukunft erstmal ohne Kassettenplayer vom Band. Freunde von Ausflügen mit akkustischer Untermalung eines einst selbstbespielten Mixtapes bliebe nur noch übrig, sich einen Gebrauchtwagen zu kaufen, so der Guardian. Die Zukunft mit Hard-Drive anstelle eines Radios lehnt der Autor darüber hinaus ab, lieber würde er im Auto von morgen beim Fliegen eine alte 7″ hören – und zwar nicht digitaliseirt, sondern direkt vom Plattenteller.

Der taz gibt Max Raabe ein Interview: Der immer sehr adrett zurechtgemachte Sänger unterhält sich mit David Denk über seinen Werdegang, die Kunstfigur Max Raabe, die Zusammenarbeit mit Annette Humpe und das Gebahren deutscher Prominenz.

Die 61. Berlinale eröffnet heute abend der neue Western „True Grit“ der Cohen Brüder, der in der Welt schon vorab als bestmöglicher Opener gehandelt wird. Die Jury bestehe dieses Jahr vornehmlich aus mit hohem ästhetischen Anspruch an die Filmkunst geprägten Personen, die aus den vorgestellten Filmen den Gewinner küren. Die Berlinale läuft noch bis zum 20. Februar und auch Madonna stellt zum zweiten mal hier einen Film vor: In drei Minuten erzählt dieser zwei Liebesgeschichten aus verschiedenen Jahrhunderten und hört auf den Namen W.E.. Wir sind gespannt.

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