30 Jahre „Run-D.M.C.“

Run DMC

Mit freundlicher Unterstützung von NAD.

Im Jahr 1981 fanden sich Joseph „Run“ Simmons, Darryl „D.M.C.“ McDaniels und Jason „Jam Master Jay“ Mizell zusammen, um eine der wichtigstens HipHop-Gruppen aller Zeiten zu gründen – Run-D.M.C. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum holte ihnen Gold und eine Grammy-Nominierung. Run-D.M.C. waren die ersten, denen diese Ehrungen im HipHop zuteilwurden.

1984 war HipHop nicht mehr neu, das Label Sugar Hill Records hatte bereits fünf Jahre zuvor mit „Rappers Delight“ den ersten HipHop-Hit der Geschichte. Neu aber war der Sound von Run-D.M.C. Russell Simmons, der Bruder von Joseph Simmons und Mitbegründer des Labels Def Jam, war nicht nur Manager von Run-D.M.C. – als Produzent ihrer ersten Aufnahmen sorgte er für die entscheidende Innovation.

Russell Simmons mochte die Produktionen von Sugar Hill Records, und ihren Disco-Sound überhaupt nicht. Er wollte keine Instrumente, nur einen harten Beat und zwei Typen, die darüber rappen. Das gab es bis dahin nicht. Das Debütalbum von Run-D.M.C. erreichte Gold-Status. Bis dahin hatten die meisten Radiosender HipHop komplett ignoriert. Spätestens mit „Walk This Way“, ihrer Zusammenarbeit mit Aerosmith zwei Jahre später, waren Run-D.M.C. – und mit ihnen der HipHop – endgültig auch im weißen Mainstream angekommen.

Ihre Alben erreichten Platin- und Mehrfach-Platin-Status. Die Gruppe war als erster Rap-Act auf dem Cover des Rolling Stone, und die erste HipHop-Gruppe, die einen Grammy bekam. Run-D.M.C. haben HipHop-Geschichte geschrieben wie kaum eine andere Band. Mit ihrem Sound, aber auch mit ihrem Style – man denke nur an die Turnschuhe vom Hersteller mit den drei Streifen. Ein Markenzeichen, das die Gruppe bei jeder Gelegenheit in Szene setzte.

Als Run-D.M.C. 2009 in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen wurden, war ihr DJ nicht mehr am Leben: 2002 wurde Jason Mizell alias Jam Master Jay vor seinem Studio in Queens erschossen. Run-D.M.C. in der Rock’n’Roll Hall Of Fame – das hätte ihm sicher gefallen, meint Darryl McDaniels. Er hätte das als endgültige Wertschätzung für eine afro-amerikanische Musikkultur empfunden, die sich ihren Respekt damals erst noch erkämpfen musste.

Ein Audiobeitrag über Run-D.M.C. von Oliver Stangl ist heute im ByteFM Magazin am Morgen und im ByteFM Magazin am Nachmittag zu hören. Mit freundlicher Unterstützung von NAD.

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