Janis Joplin, 27

Foto: David Gahr
Foto: David Gahr

„Some people die, some people survive. I belong to those who survive.“
Das soll Janis Joplin einst gesagt haben. Janis, die große Stimme der 1960er-Jahre, die „Queen of Psychedelic Soul“ und „Queen of Rock’n’Roll“. Die Sängerin mit den vielen Ringen, vielen Armbändern und Ketten, mit Federboas in den Haaren und Glitzeroutfits, aber vor allem die Sängerin mit der legendär-kratzigen Stimme und dieser elektrisierenden Bühnenpräsenz. Wenn sie sprach, beendete sie ihre Sätze oft mit „,man“, vieles war „groovy“. In ihrer Limousine saß sie lieber auf dem Beifahrersitz und sie hatte ein ziemlich klischeehaft psychedelisch angemaltes Auto. Immerhin: Es war ein Porsche!

Über Janis Joplin wurde viel geschrieben, sie gilt als eine der großen Ikonen der Rockmusik der 1960er, ihre Fans liebten sie, lieben sie noch immer. „Little Piece Of My Heart“ ist noch immer ein großer Ohrwurm. Ihre Stimme und ihr Lebensstil verkörperten so ziemlich alles, was die Woodstock-Generation ausmachte. Sie war noch nicht mal 18, als sie von zu Hause auszog. Das College brach sie mehrfach ab, sie kellnerte, sang in Kneipen. Richtig rund ging es, als sie 1966 nach San Francisco zog. Dort lernte sie das Hippie-sein kennen und die freie Liebe. Ein Jahr später trat sie beim Monterey Pop Festival auf – das Konzert gilt als ihr Durchbruch.

Oh, Janis.
Sie wurde für Polizistenbeleidigung verklagt, trank viel Alkohol, wurde heroinabhängig. Gleichzeitig begeisterte sie immer mehr Menschen. 1969 trat sie mit ihrer Band Kozmic Blues Band auf dem Woodstock Festival auf, sie tourten durch Europa, nahmen eine zweite LP auf. Am erfolgreichsten wurde Joplin jedoch noch später, mit ihrer Band Full Tilt Boogie. „Cry Baby“, „Mercedes Benz“ und besonders „Me & Bobby McGee“ wurden alle 1970 aufgenommen und zählen zu den größten Hits der jungen Musikerin. Da war sie 27 Jahre alt.

„Some people die, some people survive…“
Im Oktober desselben Jahres wartete ihr Bandmanager John Cooke am Aufnahmestudio auf Janis, aber sie kam nicht. Den besagten bunten Porsche fand Cooke vor ihrem Hotel. Janis Joplin war in ihrem Hotelzimmer an einer Überdosis gestorben.

„I belong to those who survive.“
Janis Joplin hatte letztendlich recht. Das Album „Pearls“ wurde posthum veröffentlicht. Inzwischen ist Janis eine Legende. Und das nicht nur, weil sie Mitglied im mindestens ebenso berühmten wie berüchtigten Club 27 ist. Noch immer wird Janis Joplin bewundert; für ihre aufmüpfige Art, für die Federboas und Glitzeroberteile, für diese Stimme, für all den Rock’n’Roll. 1995 wurde Janis Joplin in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen. Am 19. Januar wäre Joplin 70 Jahre alt geworden.

Über Janis Joplin wurde viel geschrieben. Der Kramladen mit Volker Rebell am 17. Januar 2013 beschäftigte sich ausführlich mit der Sängerin und den vielen Publikationen, die sich mit ihr befasst haben. Freunde von ByteFM können die Sendung im ByteFM Archiv nachhören.

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