Forscher suchen „Erfolgsformel“ für Charthits

Foto von den EurythmicsDie Eurythmics – mit „Sweet Dreams (Are Made of This)“, 1983 26 Wochen in den US-amerikanischen Billboard-Charts
Foto von Elmar J. Lordemann, CC BY-SA 2.0 de

Popmusik unterliegt immer einer Standardisierung – zumindest wenn sie erfolgreich sein will. Die wichtigsten Merkmale dieser sind neben der Wiederholung sowohl von Melodien als auch Rhythmen, vor allem die oft unausgesprochenen Konventionen, sei es die charakteristische Clap-Snare im Hip-Hop, die verzerrte Gitarre im Rock oder die Überdosis Hall in gegenwärtigen Lofi-Pop-Produktionen.

Doch was bringt einen Song an die Spitze? Gibt es eine Formel für den Erfolg von Popmusik? Mit Blick auf die aktuellen „Singlecharts Germany Top 100“ lässt sich die Frage klar verneinen, lassen sich doch im teutonischen Schmalz-Rock von Unheilig (Platz 17 mit „Zeit zu gehen“), dem Kirmes-Techno Helene Fischers (Platz 23 mit „Atemlos durch die Nacht“) oder dem melancholischen Folk-Soul des Iren Hozier (Platz 2 mit „Take Me To The Church“) kaum Gemeinsamkeiten finden.

Im Rahmen einer Studie im Datenlabor des Streamingdienstes Spotifiy haben Forscher jetzt herausgefunden, dass gerade darin, also der Verschiedenheit von Songs, eine Art Erfolgsgarant liegt. Um an die Spitze der Charts zu gelangen, sollte ein Song ganz anders klingen als alles andere in den Charts, dabei jedoch nicht allzu ungewöhnlich sein.

Für die Studie analysierte das Forscherteam die Merkmale von 25.000 Songs aus den Top 100 Billboard Charts im Zeitraum zwischen 1985 und 2013. Besonders interessant: Gerade die Songs an den Spitzen sind fast immer unkonventioneller als die in den hinteren Rängen. In fast allen Jahrgängen der Top 20 befinden sich somit stets mehr ungewöhnliche Songs als in den nachfolgenden Nummern.

Dennoch sei es nahezu unmöglich, einen Hit wirklich vorauszusagen, denn jeder Song steht immer in einer abhängigen Beziehungen zu den anderen Songs, die in der gleichen Zeit produziert werden, heißt es in der offiziellen Erklärung des Forscherteams.

Eine Zusammenfassung der Studie lässt sich hier nachlesen.

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