Artists


Jacob Collier

Jacob Collier (*2. August 1994 als Jacob Moriarty) ist ein britischer Musiker, Komponist und Arrangeur aus London, England. Sein Debütalbum „In My Room“, das er im Alleingang arrangiert, eingespielt, aufgenommen und produziert hat, ist im Jahr 2017 über das Hamburger Label Membran erschienen. 

Jacob Collier, der sich autodidaktisch zahlreiche Instrumente beigebracht hat, vereint in seiner Musik Stilmittel aus Jazz, Pop, A capella und Klassik. Bekannt wurde der Musiker durch das Internet. Seit 2011 lädt er selbstproduzierte Videos hoch, beispielsweise multiinstrumentale Coverversionen von Stevie Wonders „Don’t You Worry ‘Bout A Thing“ oder dem von George und Ira Gershwins verfassten Klassiker „Fascinating Rhythm“. Seine Musik zeichnet sich durch komplexe Vokal- und Instrumentalarrangements aus. Colliers Songs erregten die Aufmerksamkeit von Quincy Jones, der den damals 20-jährigen 2014 zum renommierten Montreux Jazz Festival einfliegen ließ. Seine Karriere entwickelt sich seitdem rasant: Jacob Collier zählt Größen wie Herbie Hancock, Jamie Cullum und Chick Corea zu seinen Fans, hat mehrere Grammys gewonnen und mit Musiker*innen wie Hans Zimmer, Pharrell Williams und Coldplay zusammengearbeitet. ByteFM-Moderator Volker Rebell hat Jacob Collier 2016 eine Ausgabe seiner Sendung Kramladen gewidmet. 2019 war er Thema bei ByteFM Klassik mit Juliane Reil

Nach seinem erfolgreichen Debütalbum kündigte Jacob Collier ein vierteiliges 50-Song-Projekt namens „Djesse“ an. „Djesse Vol. 1“, das der Künstler in Zusammenarbeit mit dem Metropol Orchestra aufgenommen hat, ist 2018 erschienen. 2019 veröffentlichte Collier den zweiten, 2020 den dritten Teil der Serie.


Post Malone

Post Malone (Austin Richard Post, *4. Juli 1995, Syracuse NY, USA) ist ein US-amerikanischer Rapper, Songschreiber und Produzent. Er bedient sich musikalisch vor allem bei R&B, Pop und HipHop, hat aber auch mit anderen Genres keine Berührungsängste. Seine erste Single „White Iverson” (2015) brachte ihm einen Plattenvertrag bei Republic ein.

Post Malones erstes Album „Stoney” (2016) enthielt die Hitsinge „Congratulations”, die auf Platz acht der Billboard Hot 100 landete. Sein zweites Album „Beerbongs & Bentleys” (2018) war noch erfolgreicher: Die Singles „Rockstar” und „Psycho” erreichten die Spitze der Charts, das Album erhielt eine Grammy-Nominierung. Im gleichen Jahr nahm er mit Swae Lee den Track  „Sunflower” für den Film „Spider-Man: Into The Spider-Verse” auf.

Mit „Hollywood's Bleeding” bewegte sich Post Malone weiter in Richtung Pop. Kommerziell konnte er zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas falsch machen: Das Album und die Single „Circles” toppten erneut die Billboard-Charts. Kritiker legen ihm seine stilistische Offenheit zum Teil als Wahllosigkeit aus und Rapper wie Lil B kritisieren seinen Umgang mit seinen Inspirationsquellen. Seinem kommerziellen Erfolg tut das jedoch keinen Abbruch.


Sault

Sault ist das Pseudonym eines britischen Musikacts, dessen personelle Zusammensetzung unbekannt ist. „5“, das Debütalbum von Sault, erschien 2019 über Forever Living Originals.

Sault verarbeiten in ihrer Musik Einflüsse aus Genres wie Soul, Funk, Afrobeat, Gospel, Disco, R&B, HipHop und Dub. Ihr Debüt „5“ wurde im Mai 2019 ohne große Vorankündigung veröffentlicht, im September desselben Jahres folgte „7“. Über die Mitglieder ist wenig bekannt; es wird gemutmaßt, dass es sich dabei um die englische Soul-Sängerin Cleo Sol, die US-amerikanische Rapperin Kid Sister und den Londoner Produzenten Dean Josiah Cover handelt, der für seine Kollaborationen mit Michael Kiwanuka, Jungle und Little Simz bekannt ist. 

2020, kurz nach der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch einen US-Polizisten, veröffentlichten Sault ihre dritte Platte „Untitled (Black Is)“, deren Cover die geballte Faust der Black-Rights-Bewegung zierte. Auf dem Album beschäftigen sich die Musiker*innen mit Themen wie schwarzer Identität, Rassismus und dessen Bekämpfung. Die allesamt hochpolitischen Stücke tragen explizite Titel wie „Sorry Ain’t Enough“, „Black Is“, „Don’t Shoot Guns Down“ oder schlicht „Black“. Der Track „X“ ist beispielsweise eine Hommage an den umstrittenen Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X. Als Gäste waren der englische Soul-/Rockmusiker Michael Kiwanuka und die Dichterin Laurette Josiah vertreten. Das Album stellten Sault zum kostenlosen Download zur Verfügung. Der Track „Hard Life“ von ihm war ByteFM Track des Tages. Schon im September 2020 veröffentlichte die Band das Nachfolge-Album „Untitled (Rise)“.


Nick Lowe

Nick Lowe (*24. März 1949) ist ein in Walton-on-Thames geborener Musiker und Songwriter aus England. Berühmtheit erlangte der Sänger und Gitarrist mit Pub-Rock und New-Wave-Songs und wandte sich später verstärkt dem Country-Genre zu. Lowes erfolgreichste Aufnahme ist „Cruel To Be Kind“ aus dem Jahr 1979, das in diversen Ländern die Top 20 erreichte, darunter Großbritannien und die USA.

Mitte der 1970er-Jahre spielte Nick Lowe Bass in der Band Rockpile und veröffentlichte 1976 seine Debüt-Solo-Single „So It Goes“ als erste Veröffentlichung des Labels Stiff Records. Dort erschien 1977 auch die EP „Bowi“ – als Antwort auf David Bowies Album „Low“ – von der auch Nick Lowes größter Hit in der Heimat stammt: Das vom Titel und Songwriting ebenfalls auf Bowie anspielende „I Love The Sound Of Breaking Glass“ erreichte Platz 7 in den britischen Charts. 1979 veröffentlichte Lowe nicht nur das international erfolgreiche „Cruel To Be Kind“, sondern heiratete auch Carlene Carter, die Tochter von Johnny Cash und June Carter. Die Ehe wurde 1990 geschieden, Lowe blieb aber Carlene und der Carter-Familie freundschaftlich verbunden; seine Hinwendung zu einem von Country geprägten Akustik-Pop lässt auch einen musikalischen Einfluss des Carter-Umfeldes plausibel erscheinen.

Das Lied  „(What's So Funny 'Bout) Peace, Love, And Understanding“ von Lowes erster Band Brinsley Schwarz wurde 1978 gecovert von Elvis Costello und 1990 von Curtis Stigers für den Soundtrack des Films „Bodyguard“.


Elvis Costello

Elvis Costello (geboren am 25. August 1954 als Declan Patrick McManus in London) ist ein englischer Sänger und Songschreiber. Er begann seine Karriere in der Pub-Rock-Szene Londons in den frühen Tagen des Punk. Die Direktheit und Aggressivität des Punk beeindruckten Costello nachhaltig. Seine erste LP „My Aim Is True“, produziert von Nick Lowe, erschien 1977 auf dessen Label Stiff Records. Begleitet wurde Costello auf seinem Debüt von der amerikanischen Country-Rock-Band Clover, bei der damals der spätere Weltstar Huey Lewis Mundharmonika spielte. Das zweite Album „This Year's Model“ war das erste Album, das er mit seiner künftigen Begleitband The Attractions einspielte. Der Sound war direkter, rhythmischer und stärker vom Reggae beeinflusst, als der des Debüts.

Je weiter seine Karriere fortschritt, desto mehr experimentierte Costello mit verschiedenen musikalischen Stilen und Formaten. Dazu arbeitete er immer wieder mit unterschiedlichen Künstler, vom Brodsky Quartet über Burt Bacharach und Allen Toussaint bis zu The Roots zusammen. Manche dieser Experimente waren kommerziell und künstlerisch äußerst erfolgreich – insbesondere das Album „Painted From Memory“ (1998) mit Burt Bacharach –, andere weniger.

2018 erschien Costellos 24. Solo-Studioalbum „Look Now“. Dazu kommen noch elf mit anderen Musikern gemeinschaftlich aufgenommene Alben, bei denen Costello mehr oder weniger stark im Mittelpunkt steht.


John Lennon

John Lennon (9. Oktober 1940, Liverpool, Großbritannien, als John Winston Lennon – 8. Dezember 1980, New York City, USA) war ein englischer Musiker und neben Paul McCartney Hauptsongschreiber und -sänger von The Beatles. Nach dem Ende der „Fab Four“ machte er als Friedensaktivist ebenso viel von sich reden wie als Musiker. Sein Song „Imagine“ vom gleichnamigen Album (1971) wurde zur bestverkauften Single seiner Solokarriere und erfreut sich bis heute großer Popularität. Andererseits wird der Text auch als nebulös bis heuchlerisch empfunden. So fragte Elvis Costello 1991 in seinem Song  „The Other Side Of Summer“: „Was it a millionaire who said ‚imagine no posessions?‘“. Neben „Imagine” waren „Give Peace A Chance”, „Instant Karma” und „Woman” seine größten Solo-Hits.

Lennons Vater Jack war ein irischstämmiger Seemann, der selten zugegen war. Seine Mutter Julia (geborene Stanley) war eine willensstarke Frau, zu deren Stärken die Kindererziehung nicht zählte. Nach zahlreichen Beschwerden, die ihre eigenen Verwandten an das Jugendamt richteten, bekam ihre Schwester Mimi 1946 das Sorgerecht übertragen. Lennon äußerte sich noch kurz vor seinem Tod mit großer Bewunderung über seine Mutter und deren Schwestern. 1956 gründete er die Schulband The Quarrymen, aus der 1960 die Beatles hervorgingen.

Lennons erstes Album außerhalb der Beatles war „Two Virgins”, ein experimentelles Album, das er im Mai 1968 mit der Plastic Ono Band aufnahm. Wenige Tage, bevor die Beatles mit den Arbeiten am sogenannten „White Album” begannen, nahmen Lennon, Yoko Ono und Pete Shotton zwei LP-Seiten mit Tape-Loops, und improvisierten Klängen auf. Shotton war ein langjähriger Freund Lennons und Mitglied der Quarrymen, Ono und Lennon hatten bereits Erfahrungen mit Avantgarde-Musik. Dennoch fand „Two Virgins” weder in der Avantgarde- noch in der Rockszene Anklang. Dieses Schicksal teilten auch seine weiteren experimentellen Alben „Life With The Lions” und „Wedding Album” (beide 1969) – zu unstrukturiert und ohne erkennbares Ziel war das Durcheinander der Geräusche. Ob gerade diese Nichtunterscheidbarkeit vom Zufall einen eigenen künstlerischen Wert hat, darüber wird bis heute gestritten. Für die meisten Hörer*innen war das Bemerkenswerteste an den Alben das Cover von „Two Virgins”, auf dem Lennon und Ono nackt abgebildet waren.

John Lennons erstes Song-Album war 1970, ein halbes Jahr nach dem Erscheinen des letzten Beatles Albums „Let It Be”, „John Lennon/Plastic Ono Band”. Das Album und die beiden Singles „Mother” und „Working Class Hero” kamen bei Kritik und Publikum deutlich besser an als die vorangegangenen Experimente. Auch das Album „Imagine” (1971) mit der gleichnamigen Single sowie „Mind Games” (1973) und „Walls And Bridges” (1974) mit der Auskopplung „Whatever Gets You Thru The Night” waren Publikumserfolge. Die Single war sein einziger Nummer-Eins-Erfaolg in den USA oder Großbritannien zu Lebzeiten. Nach dem Covers-Album „Rock ’n’ Roll” (1975) zog Lennon sich für einige Jahre aus dem Geschäft zurück.

1980 kehrten Lennon und Ono mit dem Album „Double Fantasy” zurück. Es wurde von der Kritik als selbstverliebt, klebrig und zum Teil auch frauenfeindlich empfunden. Drei Wochen nach Veröffentlichung der Platte wurde Lennon am 8. Dezember 1980 von dem psychisch instabilen Autogrammjäger Mark Chapman erschossen. Einige Stunden zuvor hatte Lennon ihm zwischen Tür und Angel ein Autogramm gegeben, das Chapman als lieblos empfand.

Bereits zu Beatles-Zeiten war Lennon der politisch Aktivste der vier. Dieses Engagement verstärkte sich in den 1970ern noch. 1973 zog Lennon nach New York, wo er den Rest seines Lebens verbringen sollte. US-Präsident Nixon wollte Lennon wegen dessen Engagement gegen den Vietnamkrieg ausweisen. Auch vom FBI wurde Lennon über Jahre beobachtet.

Von 1962 bis 1968 war Lennon mit der englischen Künstlerin Cynthia Powell verheiratet, die 1963 Lennons ersten Sohn Julian zur Welt brachte. Lennons Ehe mit der japanischen Multimedia-Künstlerin Yoko Ono hielt bis zu seinem Tod. Der gemeinsame Sohn Sean ist – wie sein Halbbruder – Musiker.

 

Diskografie:

„Unfinished Music No. 1: Two Virgins” (1968)

„Unfinished Music No. 2: Life With The Lions” (1969)

„Wedding Album” (1969)

„John Lennon/Plastic Ono Band” (1970)

„Imagine” (1971)

„Some Time In New York City” (1972)

„Mind Games” (1973)

„Walls And Bridges” (1974)

„Rock 'n' Roll” (1975)

„Double Fantasy” (1980)


Farhot

Farhot ist das Alias von Farhad Samadzada, einem erfolgreichen afghanisch-deutschen HipHop- und Rap-Produzenten aus Hamburg. Er bildet zusammen mit Bazzazian das Produzenten-Duo Die Achse. 

Farhot gehört mit seinen Beats, in denen er warme, analoge Live-Instrumentierung mit modernen, elektronischen Synthesizer-Sounds kombiniert, zu den gefragtesten Producern Deutschlands. Sein Fokus liegt dabei im Bereich des HipHop. Die Liste der deutschen und internationalen Rap-Acts, für die der Künstler bereits Beats produziert hat ist lang: Haftbefehl, Talib Kweli, Kano, Die Fantastischen Vier, Haiyti, Nas und Kool Savas sind nur einige der namhaften HipHop-Musiker*innen mit denen der Künstler kollaboriert hat. Er hat des Weiteren für Interpret*innen anderer Genres produziert, beispielsweise Selah Sue, Max Herre und Patrice. Bekanntheit erlangte Farhot Anfang der Nullerjahre als Stammproduzent der nigerianisch-deutschen Soul-Sängerin Nnneka. Geboren wurde der Musiker in Afghanistan; als er ein Baby war, emigrierte seine Familie mit ihm nach Deutschland. Samadzada fing später ein Studium der Musikwissenschaft an der Universität Hamburg an, brach dieses jedoch zugunsten seiner Musikkarriere ab. Sein erstes Soloalbum veröffentlichte Farhot 2013: „Kabul Fire Vol. 1“ vereint Einflüsse aus HipHop, Reggae und afghanischer Volksmusik. Kabul Fire ist zudem der Name seines eigenen Labels, wo er aufstrebende Nachwuchs-Producer wie Bawer und Jimmy Torrio unter Vertrag hat. Im Jahr 2016 wurde er vom Komitee des Hamburger Musikpreises „Hans“ zum Musiker des Jahres gekürt. Zu seinen Lieblingsmusiker*innen zählt Farhot RZA, Dr. Dre und Beth Gibbons.

Im Jahr 2016 hat Norman Müller Farhot im Rahmen eines ByteFM Containers interviewt. „Kabul Fire Vol. 2“ aus dem Jahr 2021 ist das zweite Soloalbum von Farhot.


Idles

Idles sind eine britische Rockband aus Bristol, England. Ihre Mitglieder sind Joe Talbot (Gesang), Mark Bowen (Gitarre), Lee Kiernan (Gitarre), Adam Devonshire (Bass) und Jon Beavis (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Brutalism“ ist 2017 über Partisan Records (Fontaines D.C., The Black Angels, Femi Kuti) erschienen. 

Idles stehen für einen rohen und präzisen Post-Punk-Sound, der mal mehr, mal weniger melodisch daherkommt. In ihren Texten thematisieren sie gesellschaftliche Missstände wie Rassismus, toxische Männlichkeit und Homophobie. Gegründet wurde die Band im Jahr 2009 von den beiden College-Freunden Joe Talbot und Adam Devonshire. Aufgrund fehlender musikalischer Erfahrung, dauerte es eine Weile bis zur ersten Veröffentlichung. Mit „Welcome“ erschien im Jahr 2012 die Debüt-EP, der in der Zwischenzeit zum Quintett herangewachsenen, Gruppe. Bis zum ersten Album vergingen weitere fünf Jahre. „Brutalism“ erschien schließlich 2009 und erhielt begeisterte Kritiken. Mindestens ebenso positiv wurde der Nachfolger „Joy As An Act Of Resistance“ bewertet. Er wurde 2018 über Partisan veröffentlicht und machte die Band zu einer der international gefeiertsten zeitgenössischen Post-Punk-Bands.

„Ultra Mono“ aus dem Jahr 2020 ist dritte LP von Idles. Sie enthielt Gastbeiträge von erfolgreichen Musiker*innen wie Jenny Beth (Savages), Jamie Cullum, Warren Ellis (Nick Cave and the Bad Seeds) und David Yow (The Jesus Lizard). Die Single „Mr. Motivator“ daraus war im Mai 2020 ByteFM Track des Tages. Später im Jahr waren Idles auf dem The-Streets-Song „None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive“ vertreten.


The Primitives

The Primitives sind eine 1984 gegründete britische Indie-Rock-Band aus Coventry, England. Konstante Mitglieder der Gruppe sind Tracy Louise Cattel alias Tracy Tracy (Gesang), Paul Court (Gitarre, Gesang) und Tig Williams (Schlagzeug). Ihr erfolgreiches Debütalbum „Lovely“ mit der internationalen Hit-Single „Crash“ erschien im Jahr 1988.

The Primitives spielen eingängigen Indie-Pop bzw. -Rock mit Einflüssen aus Power Pop, New Wave und Shoegaze. Ihren Durchbruch feierte die Gruppe mit ihrem Debütalbum „Lovely“, welches 1988 über RCA Records erschien und Platz sechs der britischen Charts erreichte. Der 1989 veröffentlichte Nachfolger „Pure“, der neben Eigenkompositionen auch ein Cover des The-Velvet-Underground-Songs „I’ll Be Your Mirror“ enthielt, fiel weniger erfolgreich aus und schaffte es lediglich auf Platz 36. Nachdem sich „Galore“, das 1991 erschienene dritte Album der Band, als kommerzieller Misserfolg entpuppte, lösten sich The Primitives 1992 auf.

2009 kam es zu einer Wiedervereinigung der Band, die seitdem regelmäßig Alben/EPs veröffentlicht und ihrem melodischen Indie-Pop-Sound im Wesentlichen treu geblieben ist.


Simple Minds

Simple Minds sind eine britische Pop-Band aus Glasgow. Sie ging in den späten 1970ern aus der Postpunk- und Kunstszene der Stadt hervor, hatte ihre größten Erfolge aber Mitte der 1980er-Jahre mit pathosbeladenem Stadionrock. Ihr bekanntester Song ist „Don't You (Forget About Me)” (1985) aus dem Film „Breakfast Club”. Den Kern der Band bilden Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill, die heute die einzigen verbliebenen Gründungsmitglieder sind.

Kerr und Burchill spielten 1977 in der kurzlebigen Punk-Band Johnny & The Self-Abusers. Die Band spielte einige Konzerte und nahm die Single „Saints And Sinners” auf, die sang- und klanglos unterging. Daraufhin rekrutierten Kerr und Burchill neue Musiker und riefen die Simple Minds ins Leben. Das erste Album „Life In A Day” (1979) war noch stark am Glam Rock früher David-Bowie- und Roxy-Music-Alben orientiert und überführte diesen in eine New-Wave-Spielart. Die folgenden Alben „Real To Real Cacophony” (1979), „Empires And Dance” (1980) und „Sons And Fascination/Sister Feelings Call” (1981) gerieten experimenteller und interessanter, blieben aber weiter lediglich ein Thema für Spezialist*innen. Das 1982er Album „New Gold Dream (81/82/83/84)” lieferte mit der Single „Promised You A Miracle” einen ersten Chartserfolg. Einen Trend, den das nächste Album „Sparkle In The Rain” (1983) mit den Singles „Waterfront” und „Up On The Catwalk” fortsetzen konnte. Musikalisch kündigte sich hier bereits eine Hinwendung zum Stadionpop an.

1985 kam dann mit „Don't You (Forget About Me)” aus dem Soundtrack des Films „Breakfast Club” der große Welterfolg. Der Wermutstropfen für die Band war, dass nicht sie diesen Song geschrieben hatte, sondern der Produzent des Soundtracks Keith Forsey und der Musiker Steve Schiff. Doch das im gleichen Jahr erschienene Album „Once Upon A Time” konnte an den Erfolg anschließen und brachte die erfolgreichen Singles „Alive And Kicking” und „Sanctify Yourself” hervor. Mit dem Nachfolger „Street Fighting Years” ließ die Band sich bis 1989 Zeit. Das Album bescherte ihr mit „Mandela Day” noch einmal einen größeren Hit.

Mit dem Ende der 1980er war auch die große Zeit der Simple Minds vorbei. Stadionrock wurde vom Grunge auf den Altenteil verwiesen und die Simple MInds konnten trotz einiger kreativer Wandlungen nicht mehr den Anschluss an den Massengeschmack finden. Dennoch haben die Simple Minds nach wie vor eine treue Fangemeinde und sind immer noch eine funktionierende Band, die nicht auf Veteran*innentreffen auftreten muss.


Rats On Rafts

Rats On Rafts sind ein niederländisches Post-Punk-Quartett aus Rotterdam. Es besteht aus David Fagan (Gesang, Gitarre), Arnoud Verhoul (Gesang, Gitarre), Natasha van Waardenburg (Bass) und Mathijs Burgler (Drums). Ihr Debütalbum „The Moon Is Big” ist im Jahr 2011 über das niederländische Indie-Label Subroutine Records erschienen.

Der Post-Punk-Entwurf von Rats On Rafts klingt von Release zu Release unterschiedlich: Mal kommen ihre im rohen Lo-Fi-Gewand präsentierten Songs nervös-zappelig und noisig daher, mal groovend und tanzbar. Seit 2015 ist die Band bei dem britischen Indie-Label Fire Records (Black Lips, Half Japanese, Las Kellies) unter Vertrag, wo sie im selben Jahr ihr positiv bewertetes zweites Album „Tape Hiss” veröffentlichte. Ein Jahr später folgte mit „Rats On Rafts / De Kift” eine Kollaboration mit der seit 1988 bestehenden niederländischen Underground-Punk-Band De Kift. Im selben Jahr veröffentlichten Rats On Rafts mit „Some Velvet Morning” eine Post-Punk-Interpretation des gleichnamigen Hits von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood aus dem Jahr 1967. Im Laufe ihrer Karriere teilte die Band die Bühne mit renommierten Acts wie Pere Ubu und Mission Of Burma. 2019 begleiteten sie zudem die erfolgreiche schottische Indie-Rock-Combo Franz Ferdinand auf deren Japan-Tour.

Die Single „Tokyo Music Experience” von Rats On Rafts drittem Album „Excerpts From Chapter 3: The Mind Runs A Net Of Rabbit Paths” (2021) war im September 2020 ByteFM Track des Tages.


Townes Van Zandt

Townes Van Zandt (*7. März 1944 in Fort Worth, Texas – 1. Januar 1997) war ein einflussreicher US-amerikanischer Singer-Songwriter, der als Wegbereiter des Alternative Country gilt. Sein Debütalbum „For The Sake Of The Song“ erschien 1968.

Van Zandt, der als Kind einer wohlhabenden Familie in Texas aufwuchs, begann seine musikalische Karriere Mitte der 60er-Jahre als Sänger in diversen Cafés. Zu seinem Repertoire zählten vor allem Stücke von Lightnin‘ Hopkins und Bob Dylan. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts begann er, eigene Songs zu schreiben. Mit seinen bewegenden Außenseiter*innen-Geschichten und den düsteren Themen, über die er sang, erarbeitete er sich bald einen Ruf als ausgezeichneter Songwriter. Sein Debütalbum enthält mit „Tecumseh Valley“ und „Waitin‘ Around To Die“ einige seiner bekanntesten Stücke und läutete den Höhepunkt seiner Karriere ein, der bis etwa 1973 andauerte. Weitere bekannte Songs, die zu dieser Zeit entstanden, sind „If I Needed You“ und „Poncho & Lefty“. Letzterer wurde unter anderem von Merle Haggard und Willie Nelson interpretiert. Gleichzeitig begann Van Zandt, zunehmend unter seiner bipolaren Störung sowie seiner Abhängigkeit von Alkohol und Drogen zu leiden. Er verstarb 1997 im Alter von nur 52 Jahren an Herzversagen.

Townes Van Zandt wird häufig als „Songwriter’s Songwriter“ bezeichnet. Namhafte Musiker*innen wie Bob Dylan, John Prine, Chelsea Wolfe und Devendra Banhart beziehen sich auf ihn. Im Jahr 2004 feierte ein Dokumentarfilm über sein Leben mit dem Titel „Be Here To Love Me“ in Toronto Premiere.


The Lounge Society

The Lounge Society sind ein britisches Post-Punk-Quartett aus dem nordenglischen Hebden Bridge. Es besteht aus Cameron Davey (Gesang, Bass), Herbie May (Gitarre), Hani Paskin-Hussain (Gitarre) und Archie Dewis (Schlagzeug). Ihre erste Single „Generation Game“ ist im Jahr 2020 über Speedy Wunderground (Squid, Lazarus Kane, Sinead O’Brien) erschienen – das Label des Produzenten Dan Carey, der bereits mit Acts wie Fontaines D.C., Black Midi und Sophie Hunger zusammengearbeitet hat. 

The Lounge Society spielen nihilistisch anmutenden Post-Punk mit Elementen aus Funk und Disco und wütenden politischen Texten, in denen sie sich beispielsweise mit öffentlicher Videoüberwachung und sozialer Ungleichheit beschäftigen oder mit der britischen Medienlandschaft abrechnen. Zu ihren Einflüssen zählen sie klassische Post-Punk- und New-Wave-Acts wie The Fall, Joy Division und Suicide, aber auch zeitgenössische Genre-Vertreter wie Fat White Family, Fontaines D.C. und Lazarus Kane. Kennengelernt haben sich die Mitglieder von The Lounge Society in der Schule. Verbunden durch eine gemeinsame Vorliebe für Post-Punk, beschlossen sie, eine Band zu gründen. Das Quartett hat sich seither mit Bands wie Warmduscher, U-Bahn, Blanketman und W.H. Lung die Bühne geteilt. 

The Lounge Society veröffentlichten ihre zweite Single „Burn The Heather“ 2020 über Speedy Wunderground. Der Song war im November 2020 ByteFM Track des Tages.


Boulevards

Boulevards ist der Künstlername von Jamil Rashad, einem US-amerikanischen Funk-Sänger und Songwriter aus Raleigh, North Carolina. Seine selbstbetitelte Debüt-EP veröffentlichte er im Jahr 2015 selbst. Seine erste LP „Groove!“ folgte 2016 über Captured Tracks (Drahla, Chris Cohen, Mac DeMarco). 

Boulevards verpasst Genres wie Funk, Disco und Soul durch moderne Produktionen einen neuen Anstrich. Sein Sound ist energisch, tanzbar und dreckig. Mit seiner Musik verbeugt er sich vor klassischen Genre-Größen wie James Brown, Prince, Rick James und Earth, Wind And Fire, liebäugelt dabei aber auch mit experimentierfreudigen Funk-Interpret*innen wie Grace Jones und Talking Heads. Aufgewachsen ist Rashad als Sohn eines Jazz-Radio-DJs in North Carolina, wo er schon früh mit den Jazz-, Funk-, R&B- und Blues-Platten seines Vaters in Berührung kam. Als Teenager bewegte er sich in Punk-, Metal- und Hardcore-Kreisen. Der Musiker gibt an, dass ihn diese Genres nach wie vor im Hinblick auf ihre Energie und ihre technische Präzision beeinflussen. Boulevards Debüt-EP wurde, ebenso wie sein erstes Album, von der Kritik positiv bewertet. „Hurtown, USA“, Boulevards zweites Album, ist im Jahr 2017 über Omnion Music Group (Homeshake, Molly Burch, Wild Nothing) erschienen. 2019 folgte die LP „Yadig!“ als Self-Release. 

2020 kündigte die von Psychedelic Funk beeinflusste Single „Brother!“ das Erscheinen einer gleichnamigen EP von Boulevards an. Inspiration für die EP holte sich der Musiker unter anderem bei Sly Stone und Funkadelic.


Grandmaster Flash

Grandmaster Flash (*1. Januar 1958 als Joseph Saddler in Bridgetown, Barbados) ist ein einflussreicher US-amerikanischer HipHop-Musiker aus New York, der zu den Pionier*innen des Genres zählt. Sein Debütalbum „The Message“, mitsamt dem berühmten Titeltrack, erschien 1982 über Sugar Hill Records (The Sugarhill Gang, The Treacherous Three, Funky Four Plus One). 

Grandmaster Flash war in den 1970er-Jahren maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Etablierung diverser Techniken, die heute  als Standardrepertoire von DJs gelten. Dazu zählt etwa das Scratchen und der Backspin. Als Teil der Gruppe Grandmaster Flash & The Furious Five gehörte er zudem zu einem der ersten HipHop-Acts, die sozialkritische Songs über Armut und gesellschaftliche Missverständnisse veröffentlichten. Einige der bekanntesten HipHop-Musiker*innen, darunter Public Enemy, Run-DMC, Wu-Tang Clan und 2Pac, haben sich auf Grandmaster Flash & The Furious Five bezogen. Aufgewachsen ist Joseph Saddler im New Yorker Stadtteil Bronx. Hier begann er im Teenageralter, inspiriert von der umfangreichen Plattensammlung seines Vaters, mit DJ-Equipment zu experimentieren. Seine ersten Auftritte als DJ absolvierte er nach seiner Schulzeit, auf Partys, die von weiteren HipHop-Pionieren wie DJ Kool Herc organsiert wurden. Ende der 70er-Jahre gründete er Grandmaster Flash & The Furious Five, die schnell zu einer lokalen Größe heranwuchsen. Ihren internationalen Durchbruch feierte die Gruppe mit der 1982 veröffentlichten Single „The Message“, ein Song über das Leben im Slum. 

Grandmaster Flash veröffentlichte sein siebtes Album „The Bridge (Concept Of A Culture) im Jahr 2009. „Jesse“ von Grandmaster Flash & The Furious Five war im Mai 2019 ByteFM Track des Tages.


Fiona Apple

Fiona Apple (*13. September 1977 als Fiona Apple McAfee-Maggart) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Pianistin aus New York City. Ihr gefeiertes Debütalbum „Tidal“ ist 1996 erschienen. 

Fiona Apple verweigert in ihrer Musik kurzlebige Trends und Genre-Zuschreibungen. Sie steht für unkonventionellen, emotionalen Art-Pop mit Fokus auf Piano und Percussion. In ihren wortstarken, introspektiven Texten beschreibt sie häufig persönliche Erfahrungen mit Depressionen und Angstzuständen. Aufgewachsen ist McAfee-Maggart als Tochter einer Sängerin und eines Schauspielers in New York. Dort begann sie bereits im Kindesalter Jazz-Standards von Musiker*innen wie Billie Holiday und Ella Fitzgerald nachzuspielen und eigene Stücke zu komponieren. Durch ein Demo-Tape wurde 1994 Das Label Sony auf sie aufmerksam. Ihr aus zahlreichen, dramatischen Trennungssongs bestehender Debüt-Longplayer „Tidal“ wurde mit einem Grammy ausgezeichnet und brachte ihr schnell den Ruf als eine der stärksten Songwriter*innen ihrer Zeit ein. Ihr zweites Album, das aufgrund seines langen Titels meist mit „When The Pawn …“  abgekürzt wird, folgte 1999 und fiel ähnlich erfolgreich aus. Fiona Apple hat seither mit zahlreichen renommierten Künstler*innen kollaboriert, darunter Johnny Cash, Jon Brion, Maragret Cho und Bob Dylan. Ihr größtes musikalisches Idol ist die britische Art-Pop-Musikerin Kate Bush. 

Fiona Apple veröffentlichte ihr fünftes Album „Fetch The Bolt Cutters“ im Jahr 2020 und erhielt dafür begeisterte Kritiken. Mediales Aufsehen erregten auch die ungewöhnlichen Umstände, unter denen es aufgenommen wurde: Sie und ihre Band hatten dafür ihr Haus am Venice Beach zweckentfremdet, um mit verschiedenen Gegenständen zu musizieren.


Jackson Browne

Jackson Browne (*9. Oktober 1948 in Heidelberg, Deutschland) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Rockmusiker aus Los Angeles. Sein selbstbetiteltes Debütalbum ist im Jahr 1972 über Asylum Records (Joni Mitchell, Tom Waits, Judee Sill) erschienen. 

Jackson Browne ist bekannt für gefühlvolle Folk- und Rock-Nummern. Die Spitze seines Erfolgs erreichte der Musiker in den 1970er- und 80er-Jahren, mit Songs wie „Doctor My Eyes“, „Running On Empty“, „The Pretender“ und „Somebody’s Baby“. Vor seinem großen Durchbruch war Browne als Songwriter für andere Künstler*innen tätig. So war er beispielsweise maßgeblich beteiligt an Nicos klassischem Album „Chelsea Girl“ (1967). Das darin enthaltene und mittlerweile als Klassiker geltende Stück „These Days“ hat Browne im Alter von 16 Jahren verfasst. Gemeinsam mit Glenn Frey hat er zudem den Song „Take It Easy“ geschrieben, der Freys Gruppe Eagles zum internationalen Durchbruch verhalf. Browne ist des Weiteren für seinen politischen Aktivismus bekannt. Er hat zahlreiche Anti-Kriegs-Songs veröffentlicht, Benefizkonzerte für NGOs wie Amnesty International veranstaltet und die Gruppe „Musicians United For Safe Energy“ mitbegründet, die sich gegen die Nutzung von nuklearer Energie einsetzt. 

Im März 2020 kündigte die Single „A Little Soon To Say“ die Veröffentlichung des 15. Studioalbums von Jackson Browne an. ByteFM Moderator Volker Rebell hat dem Musiker 2013 und 2015 jeweils eine Ausgabe seiner Sendung Kramladen gewidmet. „These Days“ war in der Version von Terry Melcher im Jahr 2019 ByteFM Track des Tages.


Gang Of Four

Gang Of Four waren eine 1976 gegründete britische Postpunk-Band aus Leeds, England. Ihre Originalmitglieder waren Jon King (Gesang, Melodica), Andy Gill (Gitarre, Gesang), Dave Allen (Bass, Gesang) Hugo Burnham (Schlagzeug). Ihr als Genre-Klassiker geltendes Debütalbum „Entertainment!“ ist im Jahr 1979 erschienen.

Gang Of Four zählten mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Punk, Funk, Reggae und Dub zu den Pionieren im Bereich des Post-Punk. In ihren Texten kritisierte die von der Frankfurter Schule beeinflusste Band beispielsweise soziale Ungleichheit, die Situation nordirischer Gefängnisinsassen und die mediale Darstellung lateinamerikanischer Guerillagruppen. Mit ihrer Debütsingle „Damaged Goods“ erspielten sich Gang Of Four 1978 eine große Fangemeinde, zu der auch John Peel zählte. Das einige Monate später über EMI Records erschienene „Entertainment!“ gilt heute als Post-Punk-Meilenstein und ist in zahlreichen Bestenlisten einschlägiger Medien enthalten. Der von der Kritik ebenfalls gelobte Nachfolger „Solid Gold“ erschien 1981 über Warner Records. Nach zwei weiteren Alben und einigen Besetzungswechseln trennte sich die Gruppe Mitte der 80er. Im Jahr 2004 kam es zu einer Reunion der originalen Bandmitglieder. Ihr 2011 über Herbert Grönemeyers Label Grönland Records veröffentlichtes siebtes Studioalbum „Content“ erntete erneut positive Kritiken. Es war das letzte Album mit Jon King als Sänger. Von 2012 bis 2020 war Andy Gill das letzte verbliebene Originalmitglied von Gang Of Four. Der Musiker starb am 1. Februar 2020 im Alter von 64 Jahren. 

Gang Of Four waren im Jahr 2018 zu Gast im ByteFM Magazin. Anlässlich der Veröffentlichung ihres zehnten und letzten Albums „Happy Now“ befasste sich zudem Juliane Reil in ihrer Sendung Keep It Real mit der Band.


Calexico

Calexico sind eine US-amerikanische Indierockband aus Tuscon, Arizona. Sie wurde 1996 von Joey Burns und John Convertino, beide ehemalige Mitglieder von Howie Gelbs Band Giant Sand. Calexico spielen Americana- und Tex-Mex-beeinflusste Musik, die sie weitgehend mit akustischen Instrumenten einspielen. Benannt sind sie nach der kalifornischen Grenzstadt Calexico. Ihren einzigen Chartserfolg hatten sie 2005 mit der EP „In The Reins”, die immerhin die Billboard 200 erreichte.

Das erste Album erschien 1997 noch unter dem Bandnamen „Spoke” auf dem deutschen Label Hausmusik. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten Burns und Convertino die Gruppe bereits in „Calexico” umbenannt. Künftige Pressungen des Albums erschienen dann unter dem neuen Namen. Eine wichtige Rolle spielt in der Musik der Band die Wüstenlandschaft der Grenzregion zwischen Kalifornien und Mexiko.

Calexico haben bis 2019 zehn Alben auf gleichbleibend hohem Niveau veröffentlicht. Die cinematischen Qualitäten der Musik führten 2010 dazu, dass sie den Sountrack zu der Dokumentation „Circo” schrieben. Auch an der Filmmusik zum Bob-Dylan-Biopic „I'm Not There” waren Calexico beteiligt. Zudem werden Songs der Band in Zahlreichen Filmen und Serien von „Herr Lehmann” bis „Breaking Bad” verwendet. Anlässlich der Veröffentlichung „Algiers“ widmete sich 2012 auf ByteFM eine Ausgabe von The Heinrich Manoehver Calexico.


Kool & The Gang

Kool & The Gang sind eine US-amerikanische Funk-Band aus New Jersey. Ihre größten Hits hatte sie in den späten 1970ern und frühen 1980ern mit Songs wie „Ladies' Night” (1979), „Celebration” (1980), „Get Down On It” (1981) und „Fresh” (1985). In der zweiten Hälfte der 1980er ließ das Interesse an der Mischung von Disco, Funk und Soul, das die Band zur Perfektion brachte langsam nach, dennoch können Kool & The Gang bis heute von ihrem Legendenstatus – und ihren über 80 Millionen verkauften Alben – gut leben.

1964 gründeten die Brüder Robert „Kool” Bell (*8. Oktober 1950) und Ronald Bell (1. November 1951 – 9. September 2020) die Schülerband Jazziacs. Bassist Robert und Sänger/Saxofonist Ronald rekrutierten ihre Mitschüler George Brown (Keyboards), Claydes Smith (Gitarre) und Dennis Thomas (Altsaxofon). Zunächst war die Musik, wie der Name nahelegt, stark jazzlastig, wandelte sich aber bald in Richtung Soul und Funk. Ab 1969 nannte sich die Band „Kool & The Gang”, ein Jahr später erschien ihr selbstbetiteltes Debütalbum.

Einen ersten Charterfolg feierte die Band 1973 mit der Single „Jungle Boogie” von ihrem vierten Album „Wild And Peaceful”. Die nächsten Alben konnten diesen Erfolg nicht fortsetzen, erst die Discowelle und die Zusammenarbeit mit der brasilianischen Produzentenlegende Eumir Deodato brachten Kool & The Gang zurück ins Rampenlicht. Das erste mit Deodato aufgenommene Album war „Ladies' Night” (1979), zugleich das Debüt des neuen Sängers James „J.T.” Taylor. Das Titelstück und die Folgesingle „Too Hot” erreichten die Billboard Top 10. Deodato produzierte bis 1982 vier Alben der Band. Danach war die große Zeit dieser Art von Musik und damit auch von Kool & The Gang langsam vorbei. Taylor stieg 1987 aus, Ronald Bell starb 2020 im Alter von 68 Jahren. Heute besteht die Band aus den Gründungsmitgliedern Robert Bell, Dennis Thomas und George Brown und wechselnden Mitspielern.


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