Artists


Daft Punk

Daft Punk waren ein französischer House-Music-Act. Das Duo bestand aus den Produzenten Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter. Zu ihren größten Hits gehören „Around The World“, „One More Time“ (feat. Romanthony) und „Get Lucky“ (feat. Pharrell Williams & Nile Rodgers).

Im Jahr 1997 veröffentlichten Daft Punk ihr Debütalbum „Homework“. Musikalisch war der Longplayer noch klar der Club-Musik zuzuordnen. Mithilfe ungewöhnlicher Videos schafften es trotzdem, klanglich weit vom Mainstream entfernte Tracks wie „Revolution 909“, „Around The World“ und „Da Funk“ zu Hits zu machen. In der Öffentlichkeit traten Daft Punk stets durch Roboter-Helme maskiert auf. Durch ihre visuelle Ästhetik setzten sich Daft Punk von den Acts des French-House-Booms gegen Ende der 90er-Jahre ab. Mit dem 2001er Album „Discovery“ wurden die Stücke von Bangalter und de Homem-Christo poppiger. Unter den Hits aus dem Album waren „One More Time“ mit dem Sänger Romanthony und das später von Kanye West gesamplete „Harder, Better, Faster, Stronger“. „Discovery“ fungierte zugleich als Soundtrack zu dem Anime-Films „Interstella 5555: The 5tory Of The 5ecret 5tar 5ystem“. Das 2013er Album „Random Access Memories“ fügte dem Daft-Punk-Sound nostalgische Funk- und Disco-Elemente hinzu.

Am 22. Februar 2021 gab das Duo nach 28 Jahren Bandgeschichte seine Trennung bekannt.


Raf Rundell

Raf Rundell ist ein britischer Sänger, Songwriter, Produzent und DJ, der 1974 in London, England geboren wurde. Seine Debüt-EP „The Adventures Of Selfie Boy Pt. 1” ist im Jahr 2016 über 1965 Records/Pias erschienen. „Stop Lying”, sein erster Longplayer, folgte 2018.

Raf Rundell blickt auf eine lange Karriere im Musikgeschäft zurück: Bevor er als Musiker durchstartete, war er unter anderem als Pressesprecher für ein Plattenlabel sowie als Club-Promoter tätig. Einem größeren Publikum wurde Raf Rundell als Teil des Dance-Pop-Duos The 2 Bears bekannt, welches er im Jahr 2009 zusammen mit Joe Goddard von der Band Hot Chip gründete. Als Solomusiker steht Raf Rundell für eine Mischung aus Genres wie Soul, Disco, Funk, HipHop, Synth-Pop und Electro. Die Inspirationen des Künstlers reichen dabei von Ian Dury bis Kraftwerk.

Im September 2020 war Raf Rundells Song „Monsterpiece” Track des Tages bei ByteFM. In dem Club-Track verpackte der Musiker Einflüsse aus House, Funk, Dub und Electro. Sein 2021er Slow-Jam „Always Fly“ hatte die Sängerin Terri Walker als Feature-Gast und war ebenfalls ByteFM Track des Tages.


Deep Tan

Deep Tan sind ein britisches Post-Punk-Trio aus London, England. Es besteht aus Wafah Dafour (Gesang, Gitarre), Celeste Guinness (Bass) und Mélia Beaudoin (Schlagzeug). Ihre Debütsingle „Air“ ist im Jahr 2019 über das Londoner Indie-Label Practise Music (Squid, Woman’s Hour, Peakes) erschienen. 

In ihrer Post-Pop-Variante experimentieren die Musikerinnen von Deep Tan mit eingängigen Alt-Pop-Melodien, treibenden Post-Punk-Bässen, hypnotischen Rhythmen und Cold-Wave-Synthies. Ihre atmosphärischen Songs kommen düster daher und brachten dem Trio Vergleiche mit Gruppen wie Post-Punk-Pionier*innen wie Television, The Slits und Joy Division ein. Die zumeist kryptischen Texte trägt Sängerin und Gitarristin Wafah Dafour sowohl auf Englisch als auf Französisch vor. Die Band beschäftigt sich darin beispielsweise mit gefälschten pornographischen Inhalten, die ins Netz gestellt werden, um Frauen zu demütigen. Ihre Songs handeln des Weiteren vom Lügen und weiteren menschlichen Abgründen. Das Trio gründete sich 2018 im Londoner Stadtteil Hackney. Seitdem haben sich die Musikerinnen die Bühne mit Acts wie Squid, Sons Of Raphael, Madonnatron und Claw Marks geteilt. Wafah Dafour hat zuvor unter anderem mit der US-amerikanischen Garage-Rock-Band Black Lips kollaboriert. Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen Deep Tan Bands wie Foals, Warpaint, The Cure, Mogwai und Warmduscher. 

Deep Tan veröffentlichten ihre Single „Deepfake“ im Jahr 2020 über Practise Music. Der Song war wie auch „Camelot“ (2021) ByteFM Track des Tages.


Altin Gün

Altin Gün sind eine Psychedelic-Pop-Band aus Amsterdam mit Einflüssen türkischer Melodik. Bassist Jasper Verhulst castete via Inserat eine Band, bestehend aus Erdinc Yildiz Ecevit (Saz, Keyboard, Gesang), Sängerin Merve Dasdemir, Gino Groeneveld (Percussion), Ben Rider (Gitarre) und Nic Mauskovic (Schlagzeug).

Ein Konzert mit Jacco Gardner in Istanbul begeisterte Jasper Verhulst derart für den türkischen Rock-, Psychedelic- und Funksound der 1970er-Jahre, dass er sich auf die Suche nach musikalischen MitstreiterInnen machte. 2017 erschien die Single „Tath Diller Güler Yüze“, Ende März 2018 folgte Altin Güns Debütalbum „On“. Visuell spielt die Gruppe mit Versatzstücken türkischer Tradition und 1970er-Jahre-Bildästhetik. Klanglich beziehen Altin Gün sich auf Groove-Musik und türkischen Pop der 70er-Jahre; der Gesang ist in türkischer Sprache.

Die Band berschreibt sich als „türkische Psych-Folk-Band aus Amsterdam“, erweiterte ihren Klang aber nach dem Debüt um Synthesizer, 80er-Disco-Elemente und 80er-Reggae der Ausprägung „Lovers Rock“. 2019 brachte sie die Non-Album-Single „Gelin Halayı / Dıv Dıv“ und das Album Gece heraus. Im März 2021 war Altin Güns drittes Album „Yol“ ByteFM Album der Woche.


Paul Kantner

Paul Kantner (Paul Lorin Kantner, *27. März 1941, San Francisco, USA) war ein US-amerikanischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber. Er ist vor allem als Gründungsmitglied der psychedelischen Folk- und Rockband Jefferson Airplane und deren Nachfolgeprojekten Jefferson Starship und Starship bekannt. Kantner war das beständigste Mitglied im „Jefferson Airplane/Jefferson Starship/Starship”-Universum und zeitweise das einzige Gründungsmitglied in der Besetzung.

Paul Kantner wurde in Los Angeles geboren, seine Eltern waren deutscher bzw. französischer Herkunft. Seine Mutter starb, als er acht Jahre alt war. Während des Studiums lernte er Jorma Kaukonen kennen, den er später zu Jefferson Starship holte. Er schmiss die Uni und lebte eine Zeit lang in einer Künstler-WG mit anderen Musikern, die später zu Größen der West-Coast-Szene aufsteigen sollten, wie David Crosby oder David Freiberg, der später ebenfalls zum „Jefferson”-Musiker werden sollte. 1965 wurde er von Marty Balin gefragt, ob er bei seiner neuen Band mitmachen wolle. Das war der Gründungsmoment von Jefferson Airplane.

Jefferson Airplane hatten mehrere fähige Songwriter, aber Kantner hatte das größte Ego und wurde so mit der Zeit zur bestimmenden kreativen Kraft, die die Geschicke der Band bestimmte. Mit seiner damaligen Lebensgefährtin, der Jefferson-Airplane-Sängerin Grace Slick, veröffentlichte er 1971 das Album „Sunfighter”. 1984 stieg Kantner bei Jefferson Starship aus, weil die Band ihm zu kommerziell wurde. Kantner veröffentlichte 1985 mit Marty Balin und Jack Casady ein Album als KBC Band, dem allerdings nur mäßiger Erfolg beschert war. Im gleichen Jahr hatte seine Ex-Band unter dem verkürzten Namen Starship einen Welthit mit dem Mainstream-Rock-Song „We Built This City". Kantner spielte bis zu seinem Tod am 28. Januar 2016 in Nachfolgeprojekten von Jefferson Airplane.


Jefferson Airplane

Jefferson Airplane waren eine US-amerikanische Psychedelic-Rock-Band aus Los Angeles. Sie wurde 1965 gegründet und mit dem Song „White Rabbit” (1967) schnell zu einer der stilistisch prägenden Bands der kalifornischen Gegenkultur. Die beständigste Besetzung bestand aus Paul Kantner (Gitarre, Gesang), Grace Slick (Gesang), Marty Balin (Gesang), Jorma Kaukonen (Gitarre, Gesang), Jack Casady (Bass) und Spencer Dryden (Schlagzeug). Kantner und Slick machten mit anderen Musiker*innen 1974 als Jefferson Starship weiter und ab 1984 als Starship. Letztere Formation hatte 1985 einen Hit mit dem Mainstream-Rock-Song „We Built This City”. Starship und Jefferson Starship existieren parallel weiter, allerdings ohne die wichtigsten Mitglieder Kantner und Slick.

Marty Balin veröffentlichte 1962 zwei erfolglose Folk-Singles und begann danach, Musiker*innen für eine Band zu suchen. Einen ersten Mitstreiter fand er in dem Gitarristen Paul Kantner, der seinen Freund Jorma Kaukonen dazuholte. Als Sängerin engagierten sie Signe Toly Anderson, vervollständigt wurde die Urbesetzung durch Jerry Peloquin (Schlagzeug) und Bob Harvey (Bass). Peloquin wurde schon nach einigen Wochen durch Skip Spence ersetzt, der später Moby Grape gründen sollte. Wenig später flog Harvey wegen Unfähigkeit und wurde durch Casady ersetzt. In dieser Besetzung machte sich die Band 1965 und 1966 in der Bay Area einen Namen. In dieser Zeit nahm Jefferson Airplane das erste Album „Jefferson Airplane Takes Off” auf. Noch während der Aufnahmen wurde Spence durch Spencer Dryden ersetzt.

Dem Debüt wurde zu einem Achtungserfolg. Signe Toly Anderson stieg kurz darauf aus, um sich um ihre neugeborene Tochter zu kümmern und wurde durch Grace Slick ersetzt. Slick brachte einige Songs mit, die sie für ihre vorige Band The Great Society geschrieben hatte, darunter „White Rabbit” einen von „Alice im Wunderland” inspirierten Stück, das sich auch als Drogenallegorie lesen ließ und „Somebedy To Love”. Beide Songs bescherten der Band bis dato unbekannte Erfolge. 1967 erschien das zweite Album „Surrealistic Pillow”, bei dem Jerry Garcia von The Grateful Dead im Hintergrund als Mentor involviert war. Bis 1973 nahm die Band neun erfolgreiche Alben auf, die sich vom psychedelischen Folk zunehmend in Richtung Heavy-Rock entwickelten. Ab 1974 konzentrierten Kaukonen und Casady sich auf ihr Projekt Hot Tuna, Slick und Kantner machten mit anderen Musiker*innen als Jefferson Starship weiter. 1989 kam es zu einer kurzen Wiedervereinigung und dem wenig erfolgreichen Album „Jefferson Airplane”. Paul Kantner und Signe Anderson starben beide am 28. Januar 2016, Marty Balin am 27. September 2018.


Tyler, The Creator

Tyler, The Creator (*6. März 1991 als Tyler Gregory Okonma in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler. Der Rapper, Songschreiber und Produzent zählt zu den einflussreichsten Genre-Vertretern der 2010er-Jahre. Er ist zudem einer der Gründer*innen des HipHop-Kollektivs Odd Future Wolf Gang Kill Them All, zu dem auch Frank Ocean, Earl Sweatshirt und The Internet gehören oder gehörten.

Mit dem Mixtape „Bastard“ (2009) und dem Album „Goblin“ (2011) etablierte Tyler, The Creator ein Image als Enfant terrible. Die Kreativität und die technisch brillant umgesetzten, oft geschmacklosen sprachlichen Bilder verschafften dem Rapper schnell eine große Öffentlichkeit. Homophobe Zeilen verteidigte Okonma unter Berufung auf Battlerap-Traditionen und unterstützte öffentlich LGBT-Künstler*innen. 2017 deutete er an, selbst Teil dieser Community zu sein. Seit dem Album „Flower Boy“ im selben Jahr ist die Musik zugänglicher und die Texte weniger konfrontativ. Okonma erreichte mit allen Alben die Top 5 der Billboard-Charts; „Igor“ stieg 2019 als erstes selbst produziertes Album eines Rappers an Platz 1 ein.

Auf den meisten Veröffentlichungen von Odd Future ist Tyler, The Creator musikalisch beteiligt und entwarf alle Alben-Cover, Kleidung und anderes Merchandise.


Don Covay

Don Covay (24. März 1936 in Orangeburg, South Carolina – 31. Januar 2015) war ein einflussreicher US-amerikanischer Sänger und Songwriter. Sein Debütalbum „Mercy!“ ist im Jahr 1964 über Atlantic Records (Aretha Franklin, Wilson Pickett, Otis Redding) erschienen. 

Don Covays Werk umfasst viele verschiedene Musikstile, darunter R&B, Soul, Rock ’n’ Roll, Blues und Funk. Seine Kompositionen im Bereich des R&B und Soul gelten als äußerst stilprägend und sollen beispielsweise Mick Jagger in seinem Gesangsstil beeinflusst haben. Don Covay schrieb zudem Hits für erfolgreiche Musiker*innen wie Aretha Franklin, Otis Redding, Etta James und Little Richard. Seine Songs wurden zudem unter anderem von Gene Vincent, The Rolling Stones und Wilson Pickett interpretiert. Don Covay selbst feierte seinen größten Hit 1964 mit der Soul-Nummer „Mercy, Mercy“, bei der der damals noch unbekannte Jimi Hendrix an der Gitarre zu hören ist. Seine ersten Lebensjahre verbrachte Covay in South Carolina. Anfang der 50er siedelte die Familie nach Washington D.C. um, wo Covay und seine Geschwister eine Gospel-Gruppe gründeten. Etwas später wandte sich der Künstler der säkularen Musik zu und wurde Teil der Gesangsband The Rainbows. In dieser Zeit bekam er einen Job als Chauffeur seines Idols Little Richard. Dieser produzierte Covays erste Solosingle „Bip Bop Bip“ (1957). Den Höhepunkt seines Erfolgs erreichte Covay in den 1960er-Jahren, in denen es einige seiner Singles in die Billboard-Charts schafften. Auch nach den 60ern veröffentlichte der Musiker Alben, darunter „Adlib“, erschienen im Jahr 2000 mit Gastauftritten von namhaften Künstler*innen wie Wilson Pickett, Huey Lewis und Ann Peebles . An einem Tributealbum für Covay beteiligten sich außerdem unter anderem Iggy Pop, Ben E. King und Ron Wood. 

Don Covay starb am 31. Januar 2015 an den Folgen eines Schlaganfalls. Etta James‘ Version seines Songs „Sookie Sookie“ war anlässlich Covays Todestages im Januar 2020 ByteFM Track des Tages.


Astor Piazzolla

Astor Piazzolla (11. März 1921 – 4. Juli 1992) war ein einflussreicher Komponist und Bandoneon-Spieler aus Mar del Plata, Argentinien. Er gilt als Pionier des Nuevo tango, einer Mischung aus klassischem Tango und Einflüssen aus Jazz und Klassik. 

Astor Piazzollas Spielart unterscheidet sich vom klassischen Tango unter anderem durch die Einbeziehung von typischen Jazz- und Klassik-Elementen wie Improvisation und Kontrapunkt. Durch seine unorthodoxe Tango-Spielart, die nicht in erster Linie auf Tanzbarkeit abzielte, entwickelte er sich in seinem Heimatland in den 1950er-Jahren zu einer kontroversen Figur. Seine Musik fand zunächst eher in Europa und den USA Anklang sowie unter einem progressiveren argentinischen Publikum. Piazzolla wurde als Sohn italienischstämmiger Eltern in Mar del Plata geboren, wo er seine ersten Jahre verbrachte. 1925 emigrierte die Familie nach New York, wo Piazzollas Vater aufgrund seiner Sehnsucht nach Argentinien häufig Tango-Platten hörte und seinem Sohn ein Bandoneon kaufte, das dieser bereits als Kind beherrschte. Astor Piazzolla selbst bevorzugte Jazz und klassische Musik. Erst im Jugendalter weckten die moderneren Kompositionen von Elvino Vardaro sein Interesse am Tango. Ende der 30er zog Piazzolla nach Buenos Aires, wo er im Alter von 17 Jahren Teil eines renommierten Tango-Orchesters wurde. Später nahm er Musikunterricht bei dem anerkannten argentinischen Klassik-Komponisten Alberto Ginastera, der ihm unter anderem die Musik von Stravinsky und Bartók näher brachte. Nach einem Studium der klassischen Komposition in Paris, gründete der Künstler sein erstes eigenes Orchester sowie weitere Formationen in Buenos Aires, mit denen er regelmäßig in Lateinamerika, den USA und Europa performte. Während der argentinischen Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 lebte Piazzolla in Italien. Es folgten weitere große Konzerte auf der ganzen Welt, unter anderem mit dem prestigeträchtigen Philharmonischen Orchester Buenos Aires  sowie auf zahlreichen renommierten Jazz Festivals. 1990 erlitt Piazzolla eine Hirnblutung und fiel in der Folge in ein Koma. Er starb am 4. Juli 1992 in Buenos Aires. Der Flughafen in seiner Heimatstadt Mar del Plata trägt heute seinen Namen. 

Astor Piazzolla war Thema bei ByteFM Klassik und Keep It Real.


Craig Mack

Craig Mack (10. Mai 1970, New York City, USA  - 12. März 2018 in Walterboro, USA) war ein US-amerikanischer Rapper und Musikproduzent. Mack war einer der ersten Künstler auf Puff Daddys Label Bad Boy, auf dem er 1994 auch seinen größten Erfolg „Flava In Ya Ear” veröffentlichte. Außerdem war er als Produzent maßgeblich für den Aufstieg des Labels verantwortlich, das zu einem der einflussreichsten Unternehmen im HipHop avancierte. 

In der New Yorker Bronx geboren, wurde Mack schon als Teenager in der HipHop-Szene aktiv und wurde im Umfeld der legendären Crew EPMD („Strictly Business”) groß. Er ging mit dem Act als Roadie auf Tour, aber seine eigene Karriere trat auf der Stelle. Seine erste Single als MC EZ „Get Retarded/Just Rhymin” (1988) wurde zwar wahrgenommen, aber kein großer Erfolg. 1994 erschienen dann „Flava In Ya Ear” und „Get Down” – beides US-Top-40-Hits – sowie das sich hervorragend verkaufende Album „Project: Funk Da World”. Ein Remix von „Flava In Ya Ear” verschaffte zudem sowohl The Notorious B.I.G. als auch Busta Rhymes entscheidende Durchbrüche.

Das Nachfolgealbum „Operation: Get Down” erschien erst 1997, ein zu großer Abstand: Der mit dem Debüt aufgebaute Schwung konnte nicht genutzt werden. Das Album wurde zwar gut gekauft, aber gemessen an den Erwartungen war es ein Misserfolg. Mack arbeitete weiterhin an Tracks, aber zu einer weiteren Albumveröffentlichung kam es erst einmal nicht. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und schloss sich der obskuren christlichen Sekte „Overcomer Ministry” an. 2017 erschien das Album „The Mack World Sessions” mit unveröffentlichten Aufnahmen. Craig Mack starb am 12. März 2018 an Herzversagen.


Liza Minnelli

Liza Minnelli (Liza May Minnelli, *12. März 1946, Los Angeles USA) ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin. Sie ist vor allem durch ihre Auftritte in Musicals und ihre Interpretationen von Klassikern bekannt. Die Rolle, die für immer mit ihr verbunden bleiben wird, ist die der Sally Bowles in Bob Fosses Film-Musical „Cabaret” von 1972.

Die Eltern von Liza Minnelli – die Schauspielerin Judy Garland und der Regisseur Vincente Minnelli – ließen sich 1951 scheiden und erzogen ihre Tochter im halbjährlichen Wechsel. Bereits als Kind hatte Liza Minnelli kurze Leinwandauftritte, meist in Filmen ihrer Mutter und interessierte sich früh für den Tanz. 1962 zog sie nach New York und begann ihre Schauspielausbildung. 1963 nahm sie ihre erste Single mit den Stücken „What Do You Think I Am?” und „You Are For Loving” aus dem Musical „Best Foot Forward” auf, ihr Debütalbum „Liza! Liza!” erschien 1964. In der zweiten Hälfte der 1960er hatte Minnelli ihren Durchbruch am Broadway und einen ersten Filmerfolg mit der Hauptrolle in „Pookie”. Der auf sie zugeschnittene Musical-Film „Cabaret”, den sie 1972 mit dem Regisseur Bob Fosse drehte, wurde weltweit ein durchschlagender Erfolg.

Nach „Cabaret” blieben weitere große Filmerfolge aus, Minnelli blieb aber weiterhin als Sängerin im Rampenlicht. Auch die Klatschspalten füllte sie mit ihren Liebschaften und ihren Alkohol- und Drogenproblemen. Wie ihre Mutter hatte Minnelli eine ausgeprägte Suchtanfälligkeit, gegen die sie sich in der Betty-Ford-Klinik behandeln ließ. 1987 feierte sie ein umjubeltes Comeback mit einer dreiwöchigen Konzertreihe in der New Yorker Carnegie Hall. Ab 2003 hatte Liza Minnelli eine wiederkehrende Rolle als Lucille Austero in der erfolgreichen Sitcom „Arrested Development”.


Edie Brickell

Edie Brickell (geboren am 10. März 1966 in Dallas, Texas) ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin. Sie ist sowohl als Solomusikerin als auch als Sängerin und Gitarristin der Folk-Rock-Band Edie Brickell & New Bohemians bekannt. Ihr Solodebüt „Picture Perfect Morning“ ist im Jahr 1994 über Geffen Records (Eagles, Aimee Mann, Jacob Collier) erschienen. 

Edie Brickell spielt eingängigen Pop-Rock mit melodischen Jangle-Gitarren und Anleihen aus unter anderem Folk, Blues und Funk. Mit ihrer Mitte der 80er in Dallas gegründeten Band Edie Brickell & New Bohemians konnte die Musikerin 1988 mit dem Lied „What I Am“ einen internationalen Hit erzielen. Der Song war auf dem im selben Jahr erschienenen „Shooting Rubberbands At The Stars“, dem erfolgreichen Debütalbum der Gruppe, das in den USA Doppel-Platin-Status erreicht hat. Nach der vorläufigen Auflösung der Band Anfang der 90er, veröffentlichte Brickell einige Soloalben. Seit 1997 sind Edie Brickell & New Bohemians wieder aktiv. 2010 gründete die Musikerin zudem die Folk-Rock-Band The Gaddabouts, die neben ihr unter anderem aus den gefragten Studiomusikern Steve Gadd (Schlagzeug; Simon & Garfunkel, Steely Dan), Andrew Fairweather Low (Gitarre; Eric Clapton, Roger Waters) und Pino Palladino (Bass; The Who, Jeff Beck) besteht. Im Jahr 2013 erschien mit „Love Has Come For You“ ein gemeinsames Album von Edie Brickell und dem erfolgreichen Schauspieler und Bluegrass-Musiker Steve Martin. Geboren und aufgewachsen ist Brickell in Dallas, wo sie eine Kunsthochschule besucht hat. Seit 1992 ist sie mit Paul Simon verheiratet. 

„Hunter And The Dog Stars“ aus dem Jahr 2021 ist das fünfte Studioalbum von Edie Brickell & New Bohemians.


Walter Trout

Walter Trout (geboren am 6. März 1951 in Ocean City, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist. Von 1981 bis 1988 war er der Lead-Gitarrist der einflussreichen Blues-Rock-Band Canned Heat. Er hat überdies einige Alben als Leader der Blues-Combo Walter Trout Band veröffentlicht, darunter das 1990 erschienene „Life In The Jungle“. 

Walter Trouts Werk oszilliert zwischen akustischen Blues-Nummern und elektrisch verstärktem Blues-Rock. Als Begleitmusiker war er in den 1970er-Jahren für Genre-Größen wie John Lee Hooker, Joe Tex, Lowell Fulson und Percy Mayfield tätig. Anfang der 80er-Jahre ersetzte er den 1981 verstorbenen Bob Hite bei Canned Heat. Von 1984 bis 1989 spielte er bei der britischen Blues-Rock-Band John Mayall & The Bluesbreakers, zu deren früheren Mitgliedern auch berühmte Musiker wie Eric Clapton, Peter Green (Fleetwood Mac) und Mick Taylor (The Rolling Stones) gehört hatten. Danach veröffentlichte Trout einige Soloalben, darunter das kritisch und kommerziell erfolgreiche „Tellin Stories“ im Jahr 1994. Geboren und aufgewachsen ist der Musiker in New Jersey, wo er in seinen frühen Teenagerjahren begann, Gitarre zu spielen. Anfang der 70er siedelte er nach Los Angeles um und fasste in der dortigen Blues- und R&B-Szene Fuß. 

Das Album „Ordinary Madness“ von Walter Trout ist 2020 über Provogue Records (Joe Bonamassa, Beth Hart, Warren Haynes) erschienen. Knut Benzner hat Trout in seiner Sendung Urban Landmusik porträtiert. Der Musiker war zudem Thema in Heinz-Jürgen Maaßens Rock-Ola.


Timbaland

Timbaland (geboren am 10. März 1972 als Timothy Zachary Mosley  in Norfolk, Virginia) ist ein US-amerikanischer Produzent, DJ, Rapper und Sänger. Er zählt zu den einfluss- und erfolgreichsten zeitgenössischen HipHop- und R&B-Producern. 

Timbalands Beats haben HipHop-, R&B- und Pop-Produktionen seit Ende der 90er maßgeblich beeinflusst. Sein Signature-Sound ist geprägt von einem modernen Bass-lastigen Sound und komplexen Beats, die zum Teil so getaktet sind, dass größere Pausen entstehen, die den Vocals mehr Raum geben – Charakteristika, die im bis dahin von sogenannten „Kopfnicker-Beats“ dominierten HipHop eher untypisch waren. Mosley begann seine Musikkarriere als DJ unter dem Alias DJ Tim bzw. Timmy Tim. 1989 gründete er das HipHop-Duo Timbaland & Magoo. Seinen Durchbruch als Produzent feierte er mit „One In A Million“ (1996), dem zweiten Album der R&B-Sängerin Aaliyah. Anschließend produzierte er „Supa Dupa Fly“ (1997), das erfolgreiche Debütalbum seiner Kindheitsfreundin Missy Elliott, woraufhin erfolgreiche Rapper*innen wie Jay-Z und Lil‘ Kim auf ihn aufmerksam wurden, für die er ebenfalls produziert hat. Timbaland hat seither mit einigen der erfolgreichsten zeitgenössischen Pop- und R&B-Künstler*innen kollaboriert, darunter Beyoncé, Justin Timberlake, Madonna und Shakira. Er hat zudem mit einigen namhaften Musiker*innen aus dem Alternative-Music-Bereich zusammengearbeitet, etwa Björk und M.I.A. Gelegentlich ist Timbaland auch als Rapper und Sänger zu hören. Sein Debüt „Tim’s Bio: Life From Da Bassment“ ist 1998 erschienen. 

Timbaland wurde 2015 in gleich zwei ByteFM-Sendungen porträtiert: Im September in Tachchen Popmusik mit Mike Herbstreuth und im Oktober in Juliane Reils Keep It Real
 


Florian Schneider

Florian Schneider (Florian Scheider Esleben, 7. April 1947 – 21. April 2020, Düsseldorf) war ein deutscher Musiker und Komponist. Bekannt ist er als Mitbegründer und – zusammen mit Ralf Hütter – prägendes Mitglied der Elektronik-Pioniere Kraftwerk. Auch wenn Hütter der Hauptkomponist von Kraftwerk war, war Schneider doch an einigen der bekanntesten Tracks wie „Autobahn” (1974), „Die Roboter” (1978) und „Heimcomputer” (1981) beteiligt. Zudem war Florian Schneider ein besessener Soundtüftler, der viele der von Kraftwerk benutzten Klänge kreierte und entscheidend die Weiterentwicklung des Vocoders vorantrieb.

Geboren wurde Florian Schneider-Esleben vermutlich im badischen Öhningen-Kattenhorn am Bodensee (andere Quellen geben Düsseldorf an), auf jeden Fall aber als Sohn des bekannten Architekten Paul Schneider-Esleben und seiner Frau, der jüdischen Schriftstellerin Evamaria (geb. van Diemen-Meyerhof). Er studierte Querflöte und Musikwissenschaft und gründete 1967 mit dem Künstler Eberhard Kranemann die Band Pissoff. 1968 gründete er mit seinem Kommilitonen Ralf Hütter die experimentelle Krautrockband Organisation, deren Platte „Tone Float” aber nur wenig Erfolg beschieden war.

1970 machten Hütter und Schneider unter dem Namen „Kraftwerk” weiter. Die Musik ähnelte zunächst noch den halbelektronischen Improvisationen von Organisation; erst mit dem dritten Album „Autobahn” (1974) fanden sie zu ihrem klassischen Stil, der weltweit Generationen von Musiker*innen beeinflussen sollte. Anfang der 1970er machte Florian Schneider auch seinen Namen schnittiger, indem er auf den Zusatz „Esleben” verzichtete. Der Instrumentaltrack „V2-Schneider” auf dem Album „Heroes” von David Bowie ist eine Hommage an Florian Schneider, der bis 2008 bei Kraftwerk blieb und sich danach weitgehend von der aktiven Musik zurückzog. 2020 starb er nach einem kurzen Krebsleiden in Düsseldorf.


Bryan Ferry

Bryan Ferry (26. September 1945, Washington, Durham, England) ist ein britischer Sänger, Musiker und bildender Künstler. Er begann seine Karriere 1972 mit der Band Roxy Music, deren Sänger und Songschreiber er bis zu deren Ende 1982 war. Nach dem Ende der Band konzentrierte er sich auf seine Solokarriere, die er bereits parallel zu Roxy Music begonnen hatte. Zu seinen bekanntesten Solo-Aufnahmen zählen „Slave To Love”, „Let's Stick Together” und „The Price Of Love”.

Bryan Ferry war immer stark am visuellen Aspekt der Kunst interessiert, die einzelnen Phasen von Roxy Music lassen sich daher auch immer gut an den Outfits der Band ablesen – vom paradiesvogelartigen Auftreten der experimentellen frühen Jahre mit Brian Eno bis zu seinem späteren Image als Dandy par excellence, das er seit dem letzten Roxy-Music-Album „Avalon" (1982) kultiviert hat. Während Ferry bei Roxy Music sehr stark dominierte, ließ er seinen Mitmusiker*innen auf den Soloalben wesentlich mehr Freiräume und interpretierte vor allem auf seinen frühen Platten, die neben Roxy Music entstanden, gerne klassische Popsongs. Insbesondere auf seinen ersten beiden LPs, „These Foolish Things” (1973) und „Another Time, Another Place” (1974) wird seine Leidenschaft für Songs der 1920er und 1930er deutlich. Ein Thema, zu dem er 1999 mit „As Time Goes By” zurückkehrte, für das er Stücke der Ära mit zeittypischen Arrangements aufnahm. 2017 trat Ferry dazu passend als Kabarett-Sänger in der Serie „Babylon Berlin” auf, die im Berlin der 1930er Jahre spielt.

Sein drittes Album „Let's Stick Together” (1976) bestand wieder ausschließlich aus Coverversionen, mit der Besonderheit, dass knapp die Hälfte der Songs Covers von eigenen Stücken waren, die er bereits mit Roxy Music veröffentlicht hatte. Besonders erfolgreich waren „Boys And Girls” (1985) und „Bête Noire” (1987), seiner ersten beiden Alben nach Auflösung der Band. Bryan Ferry hat in späteren Jahren ein eher entspanntes Arbeitstempo angewöhnt, aber trotzdem mit regelmäßig Albumveröffentlichungen, die seinem Image als geschmackssicherer Lounge Lizard gerecht werden und die immer wieder auch seine Roxy-Kollegen Andy Mackay, Phil Manzanera und Brian Eno featuren.


Bernard Edwards

Bernard Edwards (31. Oktober 1952 – 18. April 1996) war ein US-amerikanischer Bassist, Produzent, Songwriter und Sänger, der vor allem mit der Band Chic bekannt geworden ist, die er in den 1970ern zusammen mit dem Gitarristen Nile Rodgers gründete. Sein Einfluss als Bassist ist gewaltig, seinem einzigen Soloalbum „Glad To Be Here” (1983) war jedoch kein großer Erfolg beschieden. Ein bleibender Beitrag zur Popgeschichte ist der Basslauf des Chic-Songs „Good Times” (1979), der mehrfach von anderen Künstler*innen recycelt wurde.

Bernard Edwards wurde in Greenville im US-Bundestaat North Carolina geboren und wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf, wo er auch Nile Rodgers traf. Ihre musikalische Partnerschaft war nicht nur im Rahmen der Band Chic erfolgreich, sondern das Gespann fungierte auch als Songlieferanten und Musiker für andere Künstler*innen wie Diana Ross und Sister Sledge. Auf Madonnas von Rodgers produziertem Debütalbum „Like A Virgin” (1984) spielte Edwards Bass, 1985 war er am Album der Supergroup Power Station beteiligt, die aus Andy und John Taylor von Duran Duran, dem Sänger Robert Palmer und dem Chic-Drummer Tony Thompson bestand. Zudem produzierte Edwards das Album „Alphabet City” (1987) der britischen Band ABC, auf dem die Hits „When Smokey Sings”, „King Without A Crown” und „The Night You Murdered Love” enthalten waren. 

Am 17. April 1996 spielte Edwards mit Chic einen Gig in der Budokan-Arena in Tokyo, obwohl er sich im Vorfeld nicht fit fühlte. Während des Konzert hatte er mehrfach Aussetzer, auf die die Band aber professionell improvisierend reagieren konnte. Nach der Show zog er sich auf sein Hotelzimmer zurück, wo er am nächsten Morgen von Rodgers tot aufgefunden wurde. Als Todesursache wurde eine Lungenentzündung festgestellt. Ein Mitschnitt seines letzten Konzerts mit Chic erschien 1999 als „Live At Budokan”.


Chic

Chic war eine US-amerikanische Funk- und Disco-Band, die 1972 von Nile Rodgers (Gitarre, Gesang) und Bernard Edwards (Bass, Gesang) in New York gegründet wurde. Sie war eine der prägenden Bands der Disco-Ära, zum einen mit den eigenen Veröffentlichungen, zum anderen als Begleitband und Songlieferanten für andere Künstler*innen wie Sister Sledge oder Diana Ross. Die größten eigenen Hits waren 1978 „Le Freak” und „I Want Your Love” sowie 1979 „My Forbidden Lover” und „Good Times”.

Edwards und Rodgers trafen sich 1970 als Session-Musiker und begannen, zusammen zu arbeiten, zunächst aber ohne nennenswerten Erfolg. Beeindruckt von der Einheit von Musik und Image der britischen Artpop-Band Roxy Music, ersann Rodgers ein vergleichbares Konzept. Rodgers und Edwards rekrutierten den Schlagzeuger Tony Thompson, die Sängerinnen Norma Jean Wright und Luci Martin sowie den Keyboarder Tom Coppola. 1977 hatten sie mit ihrer ersten Single „Dance, Dance, Dance (Yowsah, Yowsah, Yowsah)” gleich einen Top-Ten-Erfolg in den USA. Wenig später folgte „Everybody Dance”, immerhin ein Top-40-Erfolg. Diese beiden Songs waren mit treibendem Bass, funky Gitarre, Streichern und Gesang, der sich weitgehend auf Aufrufe zum Tanzen beschränkte, die Blaupause für die Karriere der Band.

Die Jahre 1978 und 1979 waren mit den Alben „C'est Chic” und „Risqué” die erfolgreichsten für Chic. Zu der Zeit schrieben und produzierten Rodgers und Edwards auch die äußerst erfolgreichen Alben „We Are Family” (1979) und „Love Somebody Today” für Sister Sledge und „Diana” (1980) für Diana Ross. Außerdem produzierten sie 1981 das Solodebüt „KooKoo” von Debbie Harry, der Sängerin der Band Blondie. Der einprägsame Basslauf von „Good Times” entwickelte ein Eigenleben als Grundlage von „Rapper's Delight” (1979), einem der ersten HipHop-Tracks von der Sugarhill Gang, sowie von „Another One Bites The Dust” (1980), einer Single von Queen. 1997 tauchte er in „Around The World” von Daft Punk wieder auf.

Nach Abklingen der Disco-Welle löste die Band sich in den frühen 1980ern auf. Insbesondere Nile Rodgers tat sich in der Folge als erfolgreicher Produzent – unter anderem für David Bowies Album „Let's Dance” (1983) und „Notorious” (1986) von Duran Duran – hervor. Rodgers produzierte übrigens auch mit Simon Le Bon und Nick Rhodes von Duran Duran 1985 die Platte „So Red The Rose” von deren Seitenprojekt Arcadia, während Edwards mit den anderen Mitgliedern von Duran Duran, dem Sänger Robert Palmer und Chic-Drummer Thompson in deren Projekt Power Station involviert war. Während des House-Booms der frühen 1990ern stieg das Interesse an Chic wieder und die Band nahm 1992 das Album „Chic-ism” sowie die erfolgreiche Single „Chic Mystique” auf. Bernard Edwards starb 1996 im Alter von 43 Jahren an einer Lungenentzündung. Nile Rodgers führt die Band seitdem alleine weiter. 2018 veröffentlichte er mit neuen Musiker*innen und vielen Gaststars das Album „It's About Time”.


Nick Drake

Nick Drake (19. Juni 1948 – 25. November 1974) war ein britischer Sänger, Songwriter und Gitarrist aus Tanworth-in-Arden, England. Sein Debütalbum „Five Leaves Left“ ist 1969 über Island Records (John Cale, Cat Stevens, Jethro Tull) erschienen. 

Nick Drakes ruhige, gefühlvolle Folk-Nummern brachten ihm vor allem nach seinem frühen Tod im Jahr 1974 Anerkennung ein. Namhafte Musiker*innen wie Kate Bush, Beck und Robert Smith beziehen sich seine intimen, zumeist auf akustischen Gitarren basierenden Kompositionen. Aufgewachsen ist Drake in Tanworth-in-Arden, in der Nähe von Birmingham, wo er bereits im Kindesalter lernte, diverse Instrumente zu spielen. In seinen Jugendjahren kam Drake mit der Musik von Folk-Interpret*innen wie Bob Dylan, Donovan und Van Morrison in Berührung, die fortan zu seinen wichtigsten Inspirationen zählten. Sein Debütalbum brachte ihm zwar die Aufmerksamkeit des Radio-DJs John Peel ein, erwies sich jedoch als kommerzieller Misserfolg. Auch der etwas poppiger arrangierte Nachfolger „Bryter Later“ (1971) verkaufte sich, trotz der Beteiligung prominenter Musiker wie John Cale und The-Beach-Boys-Drummer Mike Kowalski, schlecht. Drake spielte sein drittes und letztes Album „Pink Moon“ (1973) im Alleingang ein. Die melancholisch daherkommende Platte wird häufig als Drakes Meilenstein gehandelt, fiel aber zur Zeit ihres Erscheinens ebenfalls nicht erfolgreich aus. Nach der Veröffentlichung von „Pink Moon“ verschlimmerten sich die Depressionen, die Drake bereits seit einigen Jahre quälten. Freund*innen und Familienmitglieder berichten, dass er sich zu dieser Zeit zunehmend isolierte und wenig sprach. 1972 zog er schließlich aufgrund seiner psychischen Probleme zurück zu seinen Eltern. Er starb am 25. November 1974 an einer Überdosis eines Antidepressivums. Ob es sich dabei um Suizid handelte oder nicht, ist bis heute ungeklärt. 

Anlässlich seines 50. Jubiläums war „Five Leaves Left“ im Dezember 2019 ByteFM Album der Woche.

Wenn Du Dich in einer akuten psychischen Krise befindest, gibt es Hilfe: Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800-1110111 oder 0800-1110222. Auf der Seite www.telefonseelsorge.de bekommst Du jederzeit Hilfe per Mail oder im Chat.
Depressionen sind behandelbar: Wenn Du Probleme hast, scheue Dich nicht, Deine*n Hausärzt*in darauf anzusprechen.


David Gilmour

David Gilmour (geboren am 6. März 1946 in Cambrigde, England) ist ein einfluss- und erfolgreicher britischer Rockmusiker. Bekanntheit erlangte er als Gitarrist und Sänger von Pink Floyd, an deren internationalem Erfolg er maßgeblich beteiligt war. Sein selbstbetiteltes Solodebüt ist im Jahr 1978 über Harvest Records (Pink Floyd, Syd Barrett, Deep Purple) erschienen.  

Mit seinem monumentalen Psych-/Prog-Rock-Gitarrenspiel prägte David Gilmour den Sound von Pink Floyd während deren einflussreichster Phase in den 1970er-Jahren, in der die Gruppe mit „The Dark Side Of The Moon“ und „The Wall“ Alben veröffentlichte, die mittlerweile Klassikerstatus erreicht haben. Auch Gilmours Solowerk bewegt sich zwischen Prog- und Blues-Rock sowie Baroque-Pop und New Wave. Seine aktuelleren Alben enthalten zudem Ambient- und Jazz-Einflüsse. Aufgewachsen ist Gilmour als Sohn einer Lehrerin und eines Universitätsprofessors in Cambridge, wo er sich – inspiriert von Rock ’n’ Roll à la Elvis Presley und Bill Haley – selbst beibrachte, Gitarre zu spielen. In der Schule lernte er seinen späteren Bandkollegen Roger Waters sowie Syd Barrett kennen, den er Ende der 60er als Leadgitarrist bei Pink Floyd ablöste, nachdem dieser aufgrund psychischer Probleme kaum mehr arbeitsfähig war. Nachdem auch Roger Waters 1985 die Band verlassen hatte, wurde Gilmour zu deren Lead-Sänger und primärem Songwriter. David Gilmour ist des Weiteren als Produzent tätig und war immer wieder als Gastmusiker auf den Platten prominenter Kolleg*innen vertreten, darunter The Who, Paul McCartney, Grace Jones, Bryan Ferry und Elton John. Er gilt zudem als Entdecker der einflussreichen Art-Rock-Musikerin Kate Bush, deren erste Demo-Tapes er finanziert hat. 

„Rattle That Lock“, das vierte Soloalbum von David Gilmour, ist im Jahr 2015 erschienen. Mit „Yes, I Have Ghosts“ veröffentlichte er 2020 zudem seinen ersten neuen Song seit fünf Jahren. Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 2016 widmete Volker Rebell ihm eine Ausgabe seiner Sendung Kramladen.


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