Artists


Faces On TV

Faces On TV ist die Band um den belgischen Musiker Jasper Maekelberg. Die Musik kann als Noise-Pop beschrieben werden, dunkel und abenteuerlich. Maekelberg legt bei seinen Songs gerne Wert aufs Detail, so wie in „Run Against the Stream". Da ertönt, sehr wirkungsvoll, ein hölzernes Schrapinstrument und hallt noch geisterhaft nach. Das Album von Faces On TV „Night Funeral“ ist das Resultat von Maekelbergs Kunst als Songwriter, Produzent und Soundmixer.


Gabriel Garzón-Montano

Gabriel Garzón-Montano (*27. Juni 1989 in New York City) ist ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter französisch-kolumbianischer Herkunft. Sein Debütalbum „Jardín” ist 2017 über Stones Throw Records erschienen.

In seinen – mal Gitarren- mal Synthesizer-lastigen – Songs kombiniert Gabriel Garzón-Montano Einflüsse aus Funk, R&B und Soul, eingekleidet in ein ein modernes, sorgfältig produziertes Soundgewand, das ihm Vergleiche mit Pharrell Williams eingebracht hat. Zu seinen Vorbildern zählt der in New York City aufgewachsene Sohn französisch-kolumbianischer Einwander*innen unter anderem Prince, Sly & The Family Stone, The Notorious B.I.G. und The Beatles. Mit Musik kam der Künstler früh in Berührung: Seine Mutter war als Sängerin, Gitarristin, Cellistin und Pianistin im Ensemble der Minimal-Music-Größe Philip Glass beschäftigt und nahm ihren Sohn regelmäßig zu Proben und Konzerten mit. Gabriel Garzón-Montano selbst spielt Gitarre, Bass, Piano und Schlagzeug. Seine Debüt-EP „Bishouné: Alma Del Huila” erschien 2014. Kurze Zeit später spielte der Musiker auf renommierten Festivals und als Support für Lenny Kravitz. Im Jahr 2015 samplte der erfolgreiche kanadische Rapper Drake die Vocals aus Garzón-Montanos Song „6 8” für seinen eigenen Track „Jungle”.

„Agüita” aus dem Jahr 2020 ist das zweite Album von Gabriel Garzón-Montano.


Working Men's Club

Working Men's Club sind ein britisches Post-Punk-Quartett aus Manchester, England. Es besteht aus Sydney Minsky-Sargeant (Gesang, Gitarre, Drum-Machine, Synthesizer), Mairead O'Connor (Gitarre, Keyboard, Gesang), Liam Ogburn (Bass) und Rob Graham (Gitarre, Synthesizer). Im Jahr 2020 veröffentlichte die Gruppe ihr selbstbetiteltes Debütalbum über Heavenly Recordings (Baxter Dury, Pip Blom, Stealing Sheep).

Was ursprünglich als – von Bands wie The Velvet Underground inspirierte – gitarrenbasierte Musik begann, entwickelte sich mit der Zeit zu dem, wofür Working Men's Club heute stehen: Stark Synthesizer-lastiger Post-Punk-Sound mit tanzbarem Beat und kühler, dystopischer Grundstimmung. Eine größere Fangemeinde erspielte sich die junge Band vor allem durch ihre als höchst energisch geltenden Live-Gigs, die ihr auch schnell die Aufmerksamkeit der Presse einbrachten. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum wurde von Ross Orton produziert, der durch seine Arbeit mit renommierten Acts wie The Fall, The Arctic Monkeys und M.I.A. bekannt ist.

Im März 2020 war „A.A.A.A.“ von Working Men's Club ByteFM Track des Tages.


Peter Gabriel

Peter Gabriel wurde am 13. Februar 1950 in Chobham geboren, in der Grafschaft Surrey in Südengland. Er ist ein einflussreicher britischer Sänger, Songwriter, Produzent und Aktivist, der zunächst in den frühen 1970er-Jahren als Sänger und Mitbegründer der Progressive-Rock-Band Genesis bekannt wurde. Nach seiner Trennung von der Gruppe veröffentlichte Peter Gabriel 1977 sein selbstbetiteltes Solodebüt, das mit der Folk-Pop-Nummer „Solsbury Hill” einen seiner nach wie vor bekanntesten Songs enthält.

Gabriel begann seine musikalische Karriere im Teenageralter als Sänger und Schlagzeuger diverser Schulbands. 1965 gründete er zusammen mit seinen Mitschülern Tony Banks (Piano, Keyboard) und Chris Stewart (Schlagzeug) die Gruppe Garden Wall, aus der zwei Jahre später Genesis wurden.  Während deren folk-poppiges Debüt-Album „From Genesis To Revelation” (1969) zum Zeitpunkt seines Erscheinens wenig Beachtung fand, konnte sich die Gruppe mit den Progressive-Rock-orientierten Nachfolgern „Trespass” (1970) und  „Nursery Cryme” (1971) eine internationale Fangemeinde erspielen. Kritiker*innen interessierte insbesondere Gabriels theatralische Bühnenperformance, bei der er häufig in Fantasy-Kostüme schlüpfte oder kleine Geschichten erzählte. Im Jahr 1975 verließ Peter Gabriel – nach eigenen Angaben desillusioniert von der Musikindustrie – die Gruppe Genesis, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Drummer Phil Collins übernahm von da an bei Genesis den Gesang und mit Hits wie „Invisible Touch”, „Land Of Confusion” und „I Can’t Dance” konnte die Band ihren Erfolg weiter ausbauen. Peter Gabriel meldete sich 1977 mit seinem Solodebüt zurück. Das Album zeichnet sich durch seinen üppigen und sorgfältig arrangierten Art-Rock-Sound aus und trägt wie seine drei Nachfolger, die 1978, 1980 und 1982 erschienen, keinen Titel. Sein bislang erfolgreichstes Album veröffentlichte Peter Gabriel 1986: „So” verkaufte sich weltweit über sieben Millionen mal. Das Album enthält eine Mischung aus Soul, Pop, Rock und verschiedenen traditionell afrikanischen bzw. brasilianischen Stilen und einige von Gabriels größten Hits. Der von den Machern von „Wallace und Gromit” animierte Clip zu dem Stück „Sledgehammer” wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und gilt als eines der bekanntesten Musikvideos der 1980er-Jahre. Das düstere „Mercy Street” ist inspiriert von Werken der US-amerikanischen Dichterin Anne Sexton. Als Gastmusikerin ist auf „So” unter anderem die gefeierte Avant-Pop-Künstlerin Kate Bush vertreten, die zusammen mit Gabriel die Ballade „Don’t Give Up” einsang. Im Laufe seiner Karriere arbeitere Peter Gabriel mehrfach mit Kate Bush zusammen. Das Stück „In Your Eyes” befindet sich ebenfalls auf dem Album „So“. Der Song ist ein Duett mit dem senegalesischen Musiker Youssou N’Dour.

Im Jahr 1988 komponierte Peter Gabriel seinen ersten Soundtrack zu Martin Scorseses Drama „The Last Temptation Of Christ”. Als Instrumentalist*innen fungierten unter anderem Musiker*innen aus Gabriels Projekt WOMAD (World Of Music, Arts And Dance), das er 1980 ins Leben gerufen hatte, um Künstler*innen aus aller Welt eine eigene Plattform zu bieten. Viele weitere Soundtracks sollten folgen. 1992 erschien mit „Us” ein ausgesprochen persönliches Album, auf dem Gabriel unter anderem seine Scheidung sowie die zunehmende Distanz zu seiner Tochter thematisierte. 2010 veröffentlichte er mit „Scratch My Back” ein Album mit Coversongs, das Interpretationen von Stücken verschiedener Künstler*innen enthält, darunter David Bowies „Heroes”, „My Body Is A Cage“ von Arcade Fire und „the Book Of Love“ von The Magnetic Fields.

Im Jahr 2019 erschien „Rated PG”. Eine Sammlung von Peter-Gabriel-Songs, die in Filmsoundtracks verarbeitet wurden, beispielsweise in „Wall-E”, „Schweinchen Babe in der großen Stadt” und in „Natural Born Killers”. 

Peter Gabriel lebt mit seiner Ehefrau in Wiltshire in England. Er ist Vater von vier Kindern. Peter Gabriel war schon häufig Thema von Sendungen bei ByteFM, zum Beispiel in der Sendung Disorder von Dennis Witjes oder in Volker Rebels Kramladen.


Stevie Nicks

Stevie Nicks ist eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin, die als Mitglied der Band Fleetwood Mac weltberühmt wurde. Sie wurde am 26. Mai 1948 in Phoenix, Arizona als Stephanie Lynn Nicks geboren. Ihren späteren Partner Lindsey Buckingham traf sie in ihrem letzten Jahr an der Menlo-Atherton High School 1966, bei einem Konzert von Buckinghams Psychedelic-Band Fritz. 1967 stieg sie dort als Sängerin ein. In dieser Besetzung spielten Fritz unter anderem im Vorprogramm von Jimi Hendrix und Janis Joplin. Nicks und Buckingham studierten beide an der San José State University Kommunikationswissenschaften.

Nach der Auflösung von Fritz im Jahr 1972 machten Stevie Nicks und Lindsey Buckingham als Duo weiter und bekamen auch gleich einen Deal mit dem Major-Label Polydor. Das im Folgejahr erschienene Album „Buckingham Nicks” floppte jedoch gründlich. Das kreative Potential der Partnerschaft wurde hier aber schon sehr deutlich. Speziell das von Nicks geschriebene „Crying In The Night” klang wie ein Vorläufer späterer Fleetwood-Mac-Stücke. „Crystal”, ein weiteres Stück von Nicks, wurde für das erste Fleetwood-Mac-Album, an dem das Duo beteiligt war, neu eingespielt. Trotz seiner unbestreitbaren Qualität wurde das Album nie auf CD veröffentlicht.

Trotz des kommerziellen Fehlschlags gelangte das Album zu Mick Fleetwood, Schlagzeuger und Gründer von Fleetwood Mac. Fleetwood war gerade auf der Suche nach neuen Musiker*innen und lud das Paar ein, bei seiner Band einzusteigen. In dieser Besetzung feierte die Band ihre größten Erfolge. Die Alben „Fleetwood Mac” (1975), „Rumours” (1977), „Tusk” (1979), „Mirage” (1982) und „Tango In The Night” (1987) gehören bis zum heutigen Tage zu den bestverkauften Schallplatten. Mit Hits wie den von Stevie Nicks geschriebenen Songs „Rhiannon”, „Dreams”, „Sarah”, „Gypsy” oder „Seven Wonders” prägten Fleetwood Mac das Radioprogramm der 1970er- und 1980er-Jahre.

Zum Klassiker wurde auch der Song „Landslide” vom 1975er Album. Dieser wurde damals zwar nicht als Single veröffentlicht, ist aber ein Standard bei Konzerten von Fleetwood Mac und Stevie Nicks solo. Er wurde zudem von The Smashing Pumpkins und (Dixie) Chicks gecovert und fand Verwendung in den populären TV-Serien „Glee” und „Southpark”.

Das Album „Rumours” hat einen besonderen Status, da sich während der Aufnahmen beide beide bandinternen Paare trennten. Christine und John McVie, die seit 1968 verheiratet waren, befanden sich in der Scheidung. Auch Stevie Nicks und Lindsey Buckingham – zwar nie verheiratet, aber auch seit rund 10 Jahren ein Paar – waren am Ende ihrer Beziehung angelangt. Diese internen Spannungen fanden – mehr oder weniger deutlich – ihren Weg auf die Platte. Später war Nicks noch mit den beiden Eagles-Mitgliedern Don Henley (1977-1978) und Joe Walsh (1983-1986) liiert. Verheiratet war Stevie Nicks nur für wenige Monate des Jahres 1983 mit Kim Anderson.

Neben ihrer Karriere bei Fleetwood Mac verfolgte Nicks seit 1981 auch eine erfolgreiche Solokarriere. Ihr Solo-Debüt „Bella Donna” (1981) enthielt die Hitsingle „Edge Of Seventeen” und „Leather And Lace”, ein Duett mit Don Henley. Das Nachfolgealbum „The Wild Heart” (1983) brachte den weltweiten Hit „Stand Back” hervor. Stevie Nicks hat bis 2014 acht Alben veröffentlicht, die sich allesamt gut verkauften, aber nicht mehr in den Dimensionen wie in den 1980ern. In der dritten und achten Staffel der erfolgreichen Serie „American Horror Story” spielte sie eine fiktionalisierte Version ihrer selbst, die über Zauberkräfte verfügt. In der Serie spielte sie einige eigene Songs wie „Gypsy” und „Rhiannon”.

Im Herbst 2020 erscheint der Konzertfilm „Stevie Nicks 24 Karat Gold The Concert”, der zunächst weltweit am 21. und 25. Oktober gezeigt wird.

 

Diskografie:

„Bella Donna” (1981)

„The Wild Heart” (1983)

„Rock A Little” (1985)

„The Other Side Of The Mirror” (1989)

„Street Angel” (1994)

„Trouble In Shangri-La” (2001)

„In Your Dreams” (2011)

„24 Carat Gold: Songs From The Vault” (2014)


Metronomy

Metronomy ist eine britische Elektropop-Band um den Sänger, Keyboarder und Gitarristen Joseph Mount. Die ursprünglich als Soloprojekt ins Leben gerufene Gruppe besteht aus Oscar Cash (Saxofon, Gitarre, Keyboard), Olugbenga Adelekan (Gesang, Bass), Michael Lovett (Keyboard, Gitarre) und Anna Prior (Gesang, Schlagzeug). Metronomys erstes Album „Pip Paine (Pay The £5000 You Owe)“ erschien 2006.

Beeinflusst von Elektronik-Acts wie Autechre und Funkstörung, begann Joseph Mount bereits in seinem Kinderzimmer unter dem Namen Metronomy Musik zu produzieren. Seine ersten Auftritte absolvierte er als Laptop-/DJ-Act. Das Debütalbum von Metronomy sowie den Nachfolger „Nights Out“ aus dem Jahr 2008 produzierte Mount im Alleingang. „The English Riviera“, Metronomys gefeiertes drittes Studioalbum, ist die erste gemeinsame Veröffentlichung als Band. Das Album beinhaltet Einflüsse aus New Wave und Elektropop und wird der Stilrichtung des Indietronic zugerechnet. Metronomy tourten bereits mit zahlreichen namhaften Bands, darunter Bloc Party, Justice, Coldplay und Two Door Cinema Club. Joseph Mount veröffentlicht zudem unter dem Namen Metronomy Remixe für andere KünstlerInnen, darunter Gorillaz, Kate Nash, Roots Manuva und Lykke Li.

Metronomy Forever“, das sechste Sudioalbum von Metronomy, erschien 2019.


Ebow

Ebow ist der Künstlername von Ebru Düzgün, einer in München aufgewachsenen türkischstämmigen Rapperin, die auf dem Label Disko B im Jahr 2013 ihr erstes Studioalbum veröffentlichte und seitdem größere mediale Aufmerksamkeit erfährt. Unter dem Namen Blaqtea ist sie zudem Mitglied des HipHop-Trios Gaddafi Gals.

In Ebows Musik spielt Düzgüns Migrationshintergrund eine wichtige Rolle. Zum einen spiegelt er sich in den von ihr verwendeten Beats wieder, die oftmals traditionell türkisch Klänge beinhalten; zum anderen ist er häufig Thema ihrer Texte, in denen sie vom Aufwachsen als Deutsch-Türkin berichtet, sich mit Geschlechterrollen in türkischen Gesellschaften auseinandersetzt oder Rassismuserfahrungen verarbeitet. Diese politischen Inhalte transportiert Ebow in zumeist konfrontativen Texten, die stilistisch stark vom klassischen Battle-Rap beeinflusst sind.

Mit der Single „K4L“ – kurz für „Kanak4Life“ – veröffentlichte Ebow 2019 einen Song, der einerseits eine Empowerment-Hymne für Menschen mit Migrationshintergrund darstellt und andererseits individuellen und strukturellen Rassismus kritisiert. Ein gleichnamiges Album erschien im März desselben Jahres bei dem Independent-Label Problembär Records aus ihrer Wahlheimat Wien. 2020 veröffentlichte Ebow gemeinsam mit der Sängerin Douniah den 2-Step-Garage-Song „Friends“.


Zebra Katz

Zebra Katz ist der Künstlername von Ojay Morgan, einem US-amerikanischen Rapper und Produzent aus New York City, der im Jahr 2012 seine erste EP „Winter Titty“ veröffentlichte.

Morgan, der vor seiner musikalischen Karriere Teil des Performance-Kollektivs „Moor Contradictions“ war, kreierte den Charakter Zebra Katz während seines Kunststudiums. Seit 2012 veröffentlicht der Musiker unter diesem Pseudonym experimentelle Hip-Hop-Tracks mit Einflüssen aus unter anderem Minimal und Darkwave. Über Zebra Katz sagt er, er habe „einen starken, schwarzen, queeren und männlichen Charakter erschaffen und das musste passieren, denn das sieht man nicht sehr oft, besonders im Hip-Hop“. Sein Song „Ima Read“ – eine Hommage an die queere New Yorker Drag-Ballroom-Szene – wurde zu einem Hit, nachdem der erfolgreiche Modedesigner Rick Owens ihn 2012 für seine Show bei der Paris Fashion Week nutzte. Der Track wurde seither mehrfach geremixt, unter anderem von Tricky, Busta Rhymes und Azealia Banks.

2017 nahm Zebra Katz zusammen mit Gorillaz und dem House-Pionier Jamie Principle den Track „Sex Murder Party“ auf, der auf „Humanz“, dem fünften Studioalbum von Gorillaz, erschien.


La Dispute

La Dispute ist eine amerikanische Post-Hardcore-Band aus Grand Rapids, Michigan, die 2004 gegründet wurde. Die aktuelle Bandbesetzung besteht aus den Gründungsmitgliedern Jordan Dreyer (Gesang) und Brad Vander Lugt (Schlagzeug) sowie Chad Morgan Sterenberg, Corey Stoffolino (beide Gitarre) und Adam Vass (Bass).

Das Markenzeichen der Band sind die Texte ihres Frontmanns Jordan Dreyer. Seine Geschichten beschreiben zwischenmenschliche Dramen und Tragödien, die oft das Thema Tod umkreisen. Diese trägt Dreyer im Spoken-Word-Duktus vor, der sich oft mit Screaming-Parts abwechselt. Schon La Disputes Debüt „Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair”, das 2008 auf No Sleep Records erschien, ist von diesem Stil gekennzeichnet.

La Dispute gehören zu einer Gruppe von Post-Hardcore-Bands, die um das Jahr 2011 wegweisende Alben für das Genre und die eigene Karriere veröffentlichten. Diese Veröffentlichungswelle wurde unter Szene-ExpertInnen als „The Wave“ bekannt. Dazu zählen neben La Dispute Bands wie Touché Amoré und Defeater. La Disputes Beitrag zu dieser Bewegung ist ihr zweites Album „Wildlife“ (2011).


John Grant

Zwar kam der in Michigan geborene John Grant schon früh mit Musik in Berührung, jedoch wollte er zunächst in Deutschland Dolmetscher für Russisch und Deutsch werden. Nach dem frühen Tod seiner Mutter kehrte er in die USA zurück und gründete die Band The Czars. Als Solokünstler veröffentlichte John Grant 2010 sein Debüt „Queen of Denmark“ und arbeitete schon mit den unterschiedlichsten Künstlern von Robbie Williams bis Amanda Palmer zusammen. Die Diskographie spiegelt seinen nomadenhaften Lebensstil wider. Der Amerikaner spricht fünf Sprachen und lebte in New York, London, Berlin und Reykjavik. In seinen Songs thematisiert er mitunter seine Homosexualität oder seine durchlittene Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Mit dem Album „Love Is Magic“ hat er im Oktober 2018 zum ersten Mal eine fast ausschließlich elektronische Platte produziert.


Rhye

Rhye war zu Beginn das Projekt des dänischen Produzenten Robin Hannibal und des US-Amerikaners Mike Milosh. Nach der Veröffentlichung des ersten Albums „Woman“ stieg Robin Hannibal bald aus und Milosh führt Rhye alleine weiter.

Anfang 2017 erschien das zweite Album von Rhye: „Blood“, das auch Album der Woche bei ByteFM war.
Darauf wurden alle Instrumente live eingespielt und sind nicht am Computer entstanden.

Mike Milosh ist als Milosh auch solo aktiv und arbeitete unter anderem mit DJ Koze an dessen Album „Amygdala“ am Titeltrack mit.


Stereo Total

Stereo Total sind eine international erfolgreiche deutsche Synth-Pop-Band, die 1993 in Berlin gegründet wurde. Sie besteht aus Françoise Cactus (Gesang, Schlagzeug) und Brezel Göring (u. a. Synthesizer, Gitarre, Gesang). Von 1998 bis 2001 waren zudem Angie Reed (Bass) und San Reimo (Orgel) Teil der Band. Ihr Debütalbum „Oh Ah” ist 1995 über das Münchner Indie-Label Little Teddy Recordings (The Go-Betweens, Daniel Johnston, The Wave Pictures) erschienen.

Die Songs von Stereo Total zeichnen sich insbesondere durch ihre humorvollen Texte, den betont französischen Akzent von Sängerin Françoise Cactus und ihren eingängigen Sound aus, der sich aus Einflüssen aus unter anderem Punk, Neue Deutsche Welle, Synth-Pop, Yéyé und Chanson zusammensetzt. Gesungen wird dabei auf Deutsch, Französisch und Englisch. Bevor sie Stereo Total gründeten, waren sowohl Cactus als auch Brezel Göring in anderen Underground-Bands aktiv gewesen. So war Cactus die Sängerin und Drummerin der West-Berliner Garage-Rock-Band Lolitas und Göring Teil der Kasseler Noise-Rock-Combo Sigmund Freud Experience. Als Stereo Total tourten sie bereits Mitte/Ende der 90er-Jahre durch Europa, Japan und die USA. Ihre bekanntesten Songs „Liebe zu Dritt” und „Wir tanzen im 4-Eck” enthielt jedoch ihre 2001 erschienene Platte „Musique Automatique” – die erste von Stereo Total als Duo.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres 16. Albums „Ah! Quel Cinema!” waren Stereo Total im Juli 2019 im ByteFM Magazin zu Gast.


Omar Apollo

Omar Apollo ist ein mexikanisch-US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist, der 1997 in Hobart, Indiana geboren wurde. Seine Debüt-EP „Stereo” veröffentlichte er im Jahr 2018 selbst.

Auf „Stereo” kombinierte Omar Apollo eine Vielzahl an Einflüssen, darunter Soul, Funk, R&B sowie verträumt daherkommenden Bedroom-Pop. Dabei singt der in Hobart aufgewachsene Sohn mexikanischer Einwanderer*innen abwechselnd auf Englisch und Spanisch. Zu singen begann Omar Apollo bereits im Kindesalter in einem katholischen Kirchenchor. Im Alter von zwölf Jahren brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn lud er seine Songs im Internet hoch, wodurch er sich schnell eine Fangemeinde aufbaute. Seine Debüt-EP erhielt vornehmlich positive Kritiken und brachte ihm zahlreiche Auftritte auf renommierten Festivals ein. 2019 veröffentlichte Apollo seine zweite EP „Friends”, die soundtechnisch einheitlicher ausfiel als der Vorgänger und von Funk-Einflüssen geprägt war. Zu seinen Vorbildern zählt er Musiker, die so unterschiedlich sind wie Neil Young, Prince, Paul Simon und John Mayer.

Omar Apollos Soul-Nummer „Stayback” war im August 2020 ByteFM Track des Tages.


Benee

Benee (*30. Januar 2000 als Stelle Rose Bennett) ist eine neuseeländische Sängerin und Songwriterin aus Auckland. Ihre Debüt-EP „Fire On Marzz” ist im Jahr 2019 über das US-Label Republic erschienen (James Blake, Florence + The Machine, Kid Cudi).

In ihrer Musik vereint Benee Stilelemente aus R&B und beatlastigem Indie-Pop. Ihre Karriere begann die Künstlerin, die in einer musikalischen Familie aufwuchs und bereits im Kindesalter Gitarre und Saxofon spielte, indem sie Coverversionen verschiedener Songs im Internet hochlud. Ihre Musik erregte im Jahr 2017 die Aufmerksamkeit des gefragten neuseeländischen Produzenten Josh Fountain, der mit Benee ihre ersten Singles „Tough Guy” und „Soaked” aufnahm. Letztere erreichte in Neuseeland Doppel-Platin-Status. Der internationale Durchbruch gelang Benee mit dem Song „Supalonely”, den sie zusammen mit dem New Yorker Indie-Pop-Musiker Gus Dapperton aufnahm. Ästhetisch setzt die Musikerin häufig auf kunstvoll gestaltete Zeichentrickfiguren und Animationen, wie beispielsweise im Musikvideo zu ihrem Song „Glitter".

Snail” von Benee war im August 2020 ByteFM Track des Tages. In dem Song verarbeitet die Künstlerin ihr Interesse für Schnecken, das sie infolge der Corona-bedingten Isolation entwickelt hatte.


Raf Rundell

Raf Rundell ist ein britischer Sänger, Songwriter, Produzent und DJ, der 1974 in London, England geboren wurde. Seine Debüt-EP „The Adventures Of Selfie Boy Pt. 1” ist im Jahr 2016 über 1965 Records/Pias erschienen. „Stop Lying”, sein erster Longplayer, folgte 2018.

Raf Rundell blickt auf eine lange Karriere im Musikgeschäft zurück: Bevor er als Musiker durchstartete, war er unter anderem als Pressesprecher für ein Plattenlabel sowie als Club-Promoter tätig. Einem größeren Publikum wurde Raf Rundell als Teil des Dance-Pop-Duos The 2 Bears bekannt, welches er im Jahr 2009 zusammen mit Joe Goddard von der Band Hot Chip gründete. Als Solomusiker steht Raf Rundell für eine Mischung aus Genres wie Soul, Disco, Funk, HipHop, Synth-Pop und Electro. Die Inspirationen des Künstlers reichen dabei von Ian Dury bis Kraftwerk.

Im September 2020 war Raf Rundells Song „Monsterpiece” Track des Tages bei ByteFM. Darin verpackte der Musiker Einflüsse aus House, Funk, Dub und Electro.


Thundercat

Thundercat (*19. Oktober 1984 als Stephen Lee Bruner) ist ein Bassist aus Los Angeles. Er ist ein begehrter Studiomusiker und veröffentlicht seit 2011 auf Flying Lotus' Plattenfirma Brainfeeder Fusion-Alben, die sich neben Funk und Jazz auch zahleicher anderer Stilistiken bedienen.

Als Spross einer Musikerfamilie (Vater Ronald Bruner spielte Schlagzeug unter anderem bei Diana Ross und The Temptations, Bruder Ronald Bruner junior trommelte unter anderem für Erykah Badu und Stevie Wonder) fand Thundercat früh zur Musik und ist neben Flying Lotus und seinem ehemaligen Bandkollegen Kamasi Washington einer der Angelpunkte der West-Coast-Musikerszene. Dieses Umfeld prägt den Sound vieler HipHop-, R&B- und Jazz-Produktionen. Bruners professionelle Musikkarriere begann noch in Highschool-Tagen, als er bei der Hardcore-Punk-Band Suicidal Tendencies einstieg.

Als Produzent war Bruner unter anderem bei Kendrick Lamars Erfolgsalbum „To Pimp A Butterfly“ involviert, als Session-Musiker bei Kali Uchis und Childish Gambino und anderen. Prägend für Thundercats Sound ist sein sechssaitiger Bass, eine MIDI-kompatible Sonderanfertigung.


Die Sterne

Die Sterne sind eine Popgruppe aus Hamburg. Die Band, die man später der „Hamburger Schule“ um das Label L'Age d'Or zurechnen sollte, wurde 1992 von Frank Spilker (Gitarre, Gesang), Christoph Leich (Schlagzeug), Thomas Wenzel (Bass) und Frank Will (Orgel) gegründet.

Wie viele Protagonist*innen der „Hamburger Schule“ haben Die Sterne ihre Wurzeln in Bad Salzuflen, woher Spilker stammt. Vor der Bandgründung spielte Christoph Leich bei Kolossale Jugend, während Thomas Wenzel als Julius Block Bassist der Goldenen Zitronen war. Was Die Sterne am Anfang ihrer Karriere von vielen zeitgenössischen Acts unterschied, waren der oft assoziative Gesang in deutscher Sprache und die Bezüge auf Funk in Lo-Fi-Ästhetik. Die erste EP „Fickt Das System“ (1992) und das Album „Wichtig“ (1993) wurden vor allem im Underground positiv aufgenommen. Von der Zeitschrift „Musikexpress/Sounds“ als „Feierabend-Funk“ abgetan, verschaffte „In Echt“ von 1994 der Band einen Major-Deal mit Epic, wodurch „Posen“ 1996 für Die Sterne zum kommerziellen Durchbruchsalbum werden konnte.

Von 2000 bis 2009 wurde Frank Will durch Richard von der Schulenburg ersetzt. Die Sterne gelten als eine der einflussreichsten deutschprachigen Bands der 1990er Jahre.


Fehler Kuti

Fehler Kuti ist der Künstlername des in München ansässigen deutschen Experimentalmusikers Julian Warner. Sein Debütalbum „Schland Is The Place For Me” ist im Jahr 2019 über Alien Transistor erschienen, ein von Mitgliedern der bayerischen Band The Notwist betriebenes Indie-Label.

Fehler Kuti ist ein politischer Künstler: Auf seinem Debütalbum „Schland Is The Place For Me” beschäftigt er sich unter anderem mit rassistischer Migrationspolitik und persönlichen Rassismuserfahrungen. Dabei lässt der studierte Kulturanthropologe, dessen Schwerpunkte Black Diaspora Studies, Rassismus- und Popkulturforschung sind, auch Erkenntnisse aus der Wissenschaft mit einfließen. Soundtechnisch ist die Musik von Fehler Kuti gleichzeitig experimentell und poppig: Klassische Songstrukturen meidet Fehler Kuti; insgesamt sind seine Songs jedoch melodisch und von einem warmen Klangbild geprägt, bei dem Elektronik-Sounds mit organischen Instrumenten kombiniert werden. Vor seiner Karriere als Fehler Kuti war Julian Warner Teil des Münchner Elektronik-Duos 1115. Er ist zudem als Dramaturg und Kurator tätig.

Im Dezember 2019 hat sich Klaus Walter in einer Ausgabe seiner Sendung Was ist Musik mit Fehler Kuti beschäftigt. Anlässlich des Internationalen Tages des Fehlers war der Song „All My Friends” von Fehler Kuti im August 2020 ByteFM Track des Tages. Im selben Monat war der Künstler zu Gast im ByteFM Magazin.


Helena Deland

Helena Deland ist eine kanadische Singer-Songwriterin, die in Vancouver geboren wurde und mittlerweile in Montreal ansässig ist. Ihre Debüt-EP „Drawing Room” ist im Jahr 2016 über das kanadische Indie-Label Chivi Chivi erschienen.

In ihrer verträumt klingenden und häufig melancholisch daher kommenden Musik verarbeitet Helena Deland Einflüsse aus unter anderem Dream- und Synth-Pop, New Wave und Folk. Thematisch interessieren sie dabei insbesondere zwischenmenschliche Beziehungen unterschiedlicher Art. Zu ihren Vorbildern zählt die Künstlerin, die seit ihrer Kindheit Gitarre und Piano spielt, Folk-Musikerinnen wie Jessica Pratt und Joni Mitchell. Nach der Veröffentlichung ihrer von der Kritik gelobten vierteiligen EP-Reihe „Altogether Unaccompanied” im Jahr 2018, trat Helena Deland im Vorprogramm diverser renommierter Acts auf, darunter Iggy Pop, Connan Mockasin und Weyes Blood. Zudem war sie im Jahr 2019 als Gastmusikerin auf dem Song „Free The Frail” des Avantgarde-Rappers Jpegmafia vertreten. Dieser war im November 2019 Track des Tages bei ByteFM.

In einer Ausgabe ihrer Sendung Hertzflimmern beschäftigte sich ByteFM-Moderatorin Vanessa Wohlrath im November 2018 mit Helena Deland. „Someone New” aus dem Jahr 2020 ist das Debütalbum der Musikerin.


Fettes Brot

Fettes Brot sind eine Hamburger HipHop-Gruppe, die in Deutschland zu den Genre-Pionieren gehört. Bekannt wurden sie 1995 mit dem Stück „Nordisch By Nature“, bei dem zwei Strophen auf Plattdeutsch gerappt sind. Der Titel ist eine Anspielung auf die damals populäre US-Crew Naughty By Nature. 1997 hatten Fettes Brot mit „Jein“ einen weiteren großen Hit. Im Laufe der Jahre entfernte sich die Band ein wenig von ihren HipHop-Wurzeln und konnte ihren Erfolg mit Hits wie „Schwule Mädchen“ weiter ausbauen. Fettes Brot haben das Kunststück geschafft ein sehr breites Publikum anzusprechen, ohne ihre künstlerische Integrität aufzugeben.

Die Bandmitglieder stammen allesamt aus dem Hamburger Umland. Fettes Brot besteht aus den Rappern König Boris (Boris Lauterbach), Dokter Renz (Martin Vandreier) und Björn Beton (Björn Warns). In den Anfangstagen der Band, 1992, war auch Tobi Tobsen (Tobias Schmidt) mit von der Partie, der später mit Mirko Bogojević als Der Tobi und das Bo erfolgreich war. Bis zum Jahrtausendwechsel war DJ Rabauke (Thomas Jensen) viertes Mitglied der Band. 1999 produzierten die „Brote“ mit dem Unterhaltungsmusikproduzenten James Last den Track „Ruf Mich An“.

Zwischen 1995 und 2019 haben Fettes Brot neun Studioalben veröffentlicht, die alle in die Top 30 der Charts kamen. Am erfolgreichsten war 2005 „Am Wasser Gebaut“, das ebenso wie die Single „Emanuela“ mit einer goldenen Schallplatte für über 100.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet wurde. Ein Jahr zuvor spielte die Band im Hörspiel „Im Bann des Voodoo“ aus der „Die-drei-???“-Reihe mit. Im Jahr 2013 spielten sie als Brote Flora ein Konzert in der Roten Flora in Hamburg zur Unterstützung des alternativen Veranstaltungsortes.


10 - 11 Uhr
Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z