Artists


Herrenmagazin

Herrenmagazin ist eine Rock- und Punkband aus Hamburg, die 2004 gegründet wurde. Seit 2009 besteht sie aus Deniz Jaspersen (Gesang und Gitarre), König Wilhelmsburg (Gitarre), Paul Konopacka (E-Bass und Gesang) und Rasmus Engler (Schlagzeug).

Laut eigenen Angaben gründeten sich Herrenmagazin „in den Wirren des Winters 2004“ unter anderem, um tödlicher Langeweile, Herzbruch und ungerechtfertigtem Alkoholkonsum entgegenzuwirken. 2008 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Atzelgift“. Auf späteren Alben wie dem 2015 erschienenen„Sippenhaft“ fing das Klavier an, in der zuvor sehr gitarrenlastigen Musik von Herrenmagazin, Einzug zu halten. Ein Jahr nach Veröffentlichung kündigte die Band an, auf unbestimmte zu pausieren. Herrenmagazin meldeten sich 2019, zwar zunächst ohne neue Musik aber mit einer Tour zum elfjährigen Jubiläum ihres Debütalbums wieder zurück.

2015 waren Herrenmagazin im ByteFM Magazin zu Gast und haben ihren Song „Ehrenwort“ live gespielt.

 


Judee Sill

Judee Sill war eine US-amerikanische Folk-Sängerin, Songwriterin, Pianistin, Gitarristin, Bassistin und Orgelspielerin, die 1944 in Los Angeles geboren wurde. Sie war die erste Künstlerin, die einen Vertrag bei Asylum Records unterzeichnete – ein US-amerikanisches Plattenlabel, das später durch die Veröffentlichung der Musik von unter anderem Joni Mitchell, Bob Dylan und Tom Waits bekannt wurde. Sills selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1971.

Judee Sill führte von Kindheit an ein turbulentes Leben: Aufgewachsen in einem von Gewalt und Alkoholmissbrauch geprägten familiären Umfeld, heiratete sie bereits als Jugendliche, um aus ihrem Elternhaus zu entkommen. Als Teenagerin war sie an einigen bewaffneten Raubüberfällen beteiligt und verbrachte neun Monate in einer Jugendstrafanstalt, wo sie als Orgelspielerin in der Kirche eingesetzt wurde. Nach eigener Aussage lernte sie dort viel Musik kennen, die sie später in ihrem eigenen Songwriting beeinflusste. Sills textlastige Folk-Rock-Songs beinhalten häufig christliche Referenzen und Halleluja-Gesänge, thematisieren aber auch ihre zahlreichen gescheiterten Beziehungen und ihre Drogenabhängigkeit. Sie trat einige Zeit im Vorprogramm von Graham Nash und David Crosby auf. Nach nur zwei Alben verschwand Sill aus der Musikszene und verstarb 1979 an einer Überdosis verschiedener Drogen.

Obwohl Judee Sills Musik kommerziell nie erfolgreich war, gilt sie als einflussreiche Songwriterin. Ihr Song „Jesus Was A Cross Maker“ wurde unter anderem von The Hollies, Judy Tzuke und Warren Zevon gecovert. Bonnie „Prince“ Billy veröfflichte ein Cover von Sills Song „The Kiss“ und Fruit Bats eines von „My Man On Love“.

 


Lloyd Cole

Lloyd Cole ist ein britischer Sänger und Gitarrist und wurde am 31. Januar 1961 in Buxton in den englischen West-Midlands geboren. In den frühen 1980ern studierte er an der Universität von Glasgow Philosophie und englische Literatur. Während dieser Zeit gründete er dort die Band Lloyd Cole & The Commotions, deren erste LP „Rattlesnakes“ 1984 erschien. Die Texte waren voller literarischer Referenzen und die Musik war countryinspirierter Gitarrenpop – in der Musiklandschaft von 1984 eher ungewöhnlich.

Das zweite Album „Easy Pieces“, produziert von Alan Winstanley und Clive Langer, schaffte es nicht, den Reiz der Band einzufangen, warf aber mit „Brand New Friend“ und insbesondere „Lost Weekend“ zwei beachtliche Hits ab. Nach einem weiteren Album löste sich die Band 1989 auf und Lloyd Cole zog nach New York. Wo er in der ersten Hälfte der 1990er vier Soloalben aufnahm.

Nach mehreren Jahren ohne Plattenvertrag begann er um die Jahrtausendwende wieder Platten zu veröffentlichen und hat sich einen Ruf als Elder Statesman des intelligenten Gitarrenpop erarbeitet. Neben seinen Songwriterplatten veröffentlicht er unregelmäßig Alben mit experimenteller elektronischer Musik.

 


Anna Meredith

Anna Meredith ist eine britische Musikerinund Komponistin, die am 12. Januar 1978 in London geboren wurde und mit ihrer Familie zwei Jahre später in die Nähe von Edinburgh an der schottischen Ostküste zog. An der Universität von York studierte sie Musikwissenschaften und bekam 2008 von der BBC den Auftrag Musik für „Last Night Of The Proms“ zu komponieren. Für ihre Arbeit als klassische Musikerin und Komponistin erhielt Anna Meredith mehrere Preise.

2016 veröffentlichte Anna Meredith nach einigen EPs „Varmints“, ihre erste LP mit elektronischer Musik auf dem Label Moshi Moshi. Das Album wurde mit dem „Scottish Album Of The Year“-Preis ausgezeichnet und war in den Jahrescharts von unter anderem Pitchfork und The Wire vertreten.

2018 schrieb Anna Meredith den Soundtrack zu dem Film „Eighth Grade“ des US-amerikanischen Regisseurs Bo Burnham. Ihr zweites Studioalbum „Fibs“ (2019) führt die Musik ihres Debüts nahtlos weiter, öffnet sich dabei aber stärker dem Pop.

 


Sudan Archives

Sudan Archives ist das Soloprojekt der Sängerin, Produzentin und autodidaktischen Violinistin Brittney Parks. Sie veröffentlicht experimentelle Musik mit elektrischen und elektronischen Instrumenten auf dem HipHop-Label Stones Throw.

Die in Los Angeles ansässige Künstlerin wurde in Cincinnati geboren und begann im Alter von acht Jahren, Geige zu spielen. Da sie keine Noten lesen konnte, spielte sie nach Gehör und begann relativ früh, eigene Melodien zu komponieren. Parks' Vater versuchte, Brittany und ihre Schwester als Pop-Duo zu vermarkten, bevor Sudan Archives entstand. Die Künstlerin begann, auf einem Tablet eigene experimentell-elektronische Tracks zu produzieren. Statt eine kommerzielle Pop-Karriere zu anzustreben, feilte sie an einem wiedererkennbaren idiosynkratischen Klangbild.

Die selbstbetitelte Debüt-EP von Sudan Archives, die im Juli 2017 auf Stones Throw erschien, kombiniert Elemente aus zeitgenössischem R&B, westafrikanischen Rhythmen und sudanesischer Folklore. Alleinstellungsmerkmal ist die Verwendung einer elektrischen Geige in den meisten Stücken. Zehn Monate später folgte die EP „Sink“, ebenfalls auf Stones Throw. „Athena“ ist 2019 Parks' erstes Album.

 


Robyn Hitchcock

Robyn Hitchcock (*3. März 1953) ist ein englischer Sänger und Songschreiber. Er ist im Londoner Stadtteil Paddington aufgewachsen und gründete 1976 während seines Studiums in Cambridge die Neo-Psychedelic-Band The Soft Boys, die 1979 ihr erstes Album „Can Of Bees“ veröffentlichte. Nach dem zweiten Album „Underwater Moonlight“ (1980) löste sich die Band auf und Hitchcock konzentrierte sich auf seine Solokarriere.

Lyrisch ist Robyn Hitchcock deutlich vom Surrealismus beeinflusst, aber auch von Songschreibern wie Bob Dylan oder Syd Barrett. Er hat seit 1981 über 20 Soloalben veröffentlicht, die ihm zwar keinen großen kommerziellen Erfolg einbrachten, aber immerhin den Status eines Kritikerlieblings mit einer treuen Fangemeinde.

Dem Genre des jangly Gitarrenpop blieb Robyn Hitchcock immer treu; innerhalb dieser Grenzen hat er sich aber kaum je wiederholt. 2019 veröffentlichte er zusammen mit Andy Partridge von der Band XTC die EP „Planet England“. Zusammen mit seiner Partnerin, der australischen Country-Sängerin Emma Swift, lebt Hitchcock inzwischen in Nashville.

 


The Düsseldorf Düsterboys

The Düsseldorf Düsterboys sind eine deutsche Band, die von Peter Rubel (Gesang) und Pedro Goncalves Crescenti (Gitarre) gegründet wurde. Mit Edis Ludwig (Schlagzeug) und Fabian Neubauer (Orgel und Klavier) wurde aus dem Duo mittlerweile ein Quartett. Die Gründungsmitglieder der Band sind außerdem auch Teil des Projekts „International Music“.

Den Bandnamen soll Peter Rubel eines Nachts geträumt haben. Dem Namen entgegen gründeten sich The Düsseldorf Düsterboys nicht in Düsseldorf, sondern in Essen. Nachdem sie bereits 2017 ihre erste Single „Teneriffa“ veröffentlichten, passierte in der Öffentlichkeit lange nichts. 2018 traten sie in der Fernsehsendung „Neo Magazin Royale“ auf, veröffentlichten aber erst 2019 die Single „Oh, Mama“ als Vorankündigung ihres Debütalbums „Nenn mich Musik“.

Die Musik von The Düsseldorf Düsterboys klingt düster, melancholisch und nostalgisch. Mehrstimmiger, verhallter Gesang, ein leicht verstimmter Synthesizer und der Ruf nach Mama prägen zum Beispiel die Single zum Debütalbum. Mit wenigen Worten und unaufgeregten Arrangements lässt die Band ihre stimmungsvollen Chansons entstehen.

 


Madness

Madness sind eine 1976 gegründete Ska-Band aus dem britischen London. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs bestand sie aus Graham „Suggs“ McPherson (Gesang), Mike „Monsieur Barson“ Barson (Keyboard), Chris „Chrissy Boy“ Foreman (Gitarre), Mark „Bedders“ Bedford (Bass), Lee „Kix“ Thompson (Saxophon, Gesang) und Dan „Woody“ Woodgate (Schlagzeug). Die Gruppe war mit 15 Songs, darunter „One Step Beyond“, „Our House“ und „House Of Fun“, in den UK-Top-10-Charts vertreten.

Madness sind neben The Specials die prominentesten Vertreter des sogenannten Two-Tone-Ska, einem britischen Musikgenre das Einflüsse aus Ska, Punk Rock und New Wave vereint und in den 1970er-80er-Jahren insbesondere unter Skinheads und Mods populär war. In den frühen 80ern veränderten Madness ihren Sound stark und veröffentlichten zunehmend pop-orientierte Nummern. Im Jahr 1986 löste sich die Band aufgrund von musikalischen Differenzen auf. Als jedoch 1992 das Greatest-Hits-Album „Divine Madness“ erschien und Platz eins der britischen Charts erreichte, beschlossen die Mitglieder, sich wiederzuvereinigen. Ihr Reunion-Konzert fand im August 1992 im Finsbury Park in London statt.

Madness' 2016 erschienenes Album „Can't Touch Us Now“ konnte Platz fünf der UK-Album-Charts erreichen.


Robert Glasper

Robert Glasper ist ein mehrfach ausgezeichneter Jazz-Pianist aus Houston, Texas. Sein Debütalbum „Mood“ erschien im jahr 2002.

Aufgewachsen als Sohn einer Jazz- und Blues-Sängerin, wurde Glasper bereits an früh an Musik herangeführt. Seine ersten Auftritte absolvierte er in Kirchen. Später kombinierte er die dort erlernten Gospel-Harmonien mit Jazz-Einflüssen. In der New Yorker New School For Jazz And Contemporary Music“ traf er auf den Neo-Soul-Sänger Bilal, der ihn mit diversen KünstlerInnen aus der HipHop-Szene bekannt machte. Glasper kollaboriert seither mit zahlreichen namhaften MusikerInnen des Genres, darunter Mos Def, Kendrick Lamar, Jay-Z, Kanye West und Talib Kweli. Er war zudem als Produzent, Komponist und Arrangeur an dem 2015 erschienen Miles Davis-Biopic „Miles Ahead“ beteiligt. Neben Neuinterpretationen von Jazz-Stücken hat Glasper auch Rocksongs wie beispielsweise von Nirvana, Radiohead und David Bowie gecovert.

Robert Glasper veröffentlichte mit „Fuck Yo Feelings“ im Jahr 2019 sein zehntes Studioalbum. Darauf befinden sich Gastauftritte von unter anderem Herbie Hancock, Denzel Curry und Mos Def. Gemeinsam mit dem Rapper Common und dem Produzenten Karriem Riggins bildet Glasper das Trip August Greene.


Gaddafi Gals

Gaddafi Gals sind ein 2016 gegründetes, HipHop- und R&B-Trio aus Wien und Berlin. Es besteht aus der Rapperin Blaqtea, der Sängerin Slimgirl Fat und dem Produzenten Walter P99 Arke$tra.

Nachdem sie 2017 zunächst mit einer EP für Aufmerksamkeit sorgten, veröffentlichten Gaddafi Gals 2019 ihr Debütalbum „Temple“. In ihren zumeist politischen Songs behandelt die Gruppe Themen wie Diskriminierung und patriarchale Strukturen. Dies motivierte auch den Titel ihrer ersten EP „The Death Of Papi“.

Blaqtea veröffentlichte mit ihrem Solo-Projekt Ebow bereits drei deutschsprachige Rap-Alben. Slimgirl Fat war zuvor auch als Nalan381 im R&B-Bereich aktiv. Gemischt mit den Instrumentals von Walter P99 Arke$tra ergeben sich daraus englischsprachige Songs, die den Fokus mehr auf Gesang als auf Rap legen, durch die Instrumentals aber auch klare HipHop-Anleihen beinhalten.

Der Song „Hit On Me“ aus „Temples“, dem Debütalbum von Gaddafi Gals, war Track des Tages bei ByteFM.


Cate Le Bon

Cate Le Bon ist eine walisische Sängerin, Songwriterin, Gitarristin und Produzentin, die mit „Edrych Yn Llygaid Ceffyl Benthyg“ (walisisch für: „In die Augen eines geliehenen Pferdes blicken“) 2008 ihre erste EP veröffentlichte. Ihr erstes Album „Me Oh My“ folgte 2009.

Cate Le Bons musikalisches Spektrum reicht von ruhigen Folk-Songs bis hin zu verspielten Art-Rock-Nummern. Besonders markant ist dabei ihre Gesangsstimme, die in der Musikpresse häufig mit der von Nico verglichen wird sowie ihre charakteristisches Gitarrenspiel, über das Jeff Tweedy von Wilco einst Folgendes sagte: „Es ist mittlerweile wirklich selten geworden, dass MusikerInnen ihren eigenen Style haben, aber wenn ich Cate Le Bon Gitarre spielen höre, kann ich immer erkennen, dass sie das ist“. Neben ihrer Solokarriere ist Le Bon zusammen mit Tim Presley aka White Fence in der Gruppe Drinks aktiv. Sie kollaborierte zudem mit Kevin Morby und absolvierte einen Live-Auftritt mit John Cale.

2019 erschien Cate Le Bons fünftes Studioalbum „Reward“. Es wurde sowohl von KritikerInnen als auch von Fans sehr positiv aufgenommen und war unter anderem Album der Woche bei ByteFM.


Lewsberg

Während der Großteil der zeitgenössischen Post-Punk-Bands den verhallten Sound von Joy Division und The Cure nachahmen, beziehen Lewsberg sich eher auf den kunstvollen, trockenen Sound der späten 70er-Jahre: Die Songs des niederländischen Quartetts klingen, als wäre man direkt ins vollgerauchte CBGB in den späten 70er-Jahren gestolpert, die Zeit, als Bands wie Television oder Talking Heads den engen Rahmen des Punk-Rock sprengten. Im April 2018 veröffentlichten Lewsberg ihr selbstbetiteltes Debütalbum.


Stephen Duffy

Stephen Duffy (*30. Mai 1960) ist ein britischer Sänger und Songschreiber aus Birmingham. in den späten 1970ern war er Sänger der Band Duran Duran, stieg aber aus, bevor diese ihren ersten Plattenvertrag erhielt. 1985 kam er als Stephen „Tin Tin“ Duffy mit seiner bereits drei Jahre alten Single „Kiss Me“ auf Platz vier der britischen Charts. Auch die Folgesingle „Icing On The Cake“ war recht erfolgreich.

Nach zwei Alben als „Tin Tin“ zog Stephen Duffy sich aufs Land zurück und gründete mit seinem Bruder Nick die Folkpop-Band The Lilac Time, von Kritikern hoch geschätzt, vom breiteren Publikum weitgehend ignoriert. Mitte der 1990er veröffentlichte er noch einmal drei Alben unter seinem bürgerlichen Namen, aber auch denen blieb der große Erfolg versagt.

2005 engagierte Robbie Williams Stephen Duffy als Songschreiber für sein Album „Intensive Care“, das eines der bestverkauften Alben des Jahrzehnts wurde. Nach der anschließenden Welttournee widmete sich Duffy wieder seiner Nischenexistenz als Sänger der Band The Lilac Time.

 


Darjeeling

Darjeeling sind eine Kraut-Rock-Band aus Wuppertal. Sie wurde 2014 von Markus Kresin (Bass), Fabian Till Reinkenhoff (Keyboard) und Jan Szalankiewicz (Gitarre) gegründet. Sie werden mittlerweile ergänzt durch den Schlagzeuger Thorben Doege, der zunächst nur als Live-Drummer fungiert hatte.

Die drei Gründungsmitglieder von Darjeeling kennen sich seit Schulzeiten. Ihre gemeinsame Geschichte begann klassisch: 2010 lud Szalankiewicz Reinkenhoff zu einer Probe im Keller des Elternhauses des damaligen Drummers ein. Daraus wurde ein Bandprojekt, dessen Name mehrfach wechselte, ehe 2014 Kresin dazustieß und sie sich Darjeeling nannten. 2015 stieß der zehn Jahre ältere Doege dazu.

Mit „Life Is An Intriguing Mosaïque Of Revealing Secrets“ erschien 2017 ihr Debütalbum in Eigenregie, darauf sind von den 1960er-Jahren beeinflusste Kraut-Songs mit Pop-Appeal. Darjeeling selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Kraut. 2019 erschien mit „Hokus Pokus“ ihre zweite LP.


Caribou

Caribou ist neben Daphni und einst Manitoba einer der Künsternamen des Kanadiers Daniel Victor Snaith, der 1979 geboren wurde und in Dundas nahe Toronto aufwuchs. Als Caribou macht er seit etwa 2005 psychedelischen Electro und erlaubt sich nur noch weniger elektronische Spielereien als mit Manitoba, dessen Namen er gezwungermaßen ablegen musste.

Mit der Zeit und weiteren Alben nach seinem Debüt „The Milk Of Human Kindness" wurde Caribous Musik immer tanzbarer. Vor allem mit dem 2014 erschienenen „Our Love" hat der kanadischer Musiker auch Fans außerhalb der House-, Club- und Elektronic-Szene für sich gewonnen. Caribou scheut sich nicht, sich über Genre-Grenzen hinwegzusetzen - im Gegenteil, er lässt sie harmonisch miteinander verschmelzen. So treffen Hip-Hop-Beats auf elektronischen Soul und Minimalism, darüber legt Caribou noch eine melancholische, poppige Melodie und fertig ist ein der Caribou-Sound.

 

 

 

 

 


Princess Nokia

Spätestens seit ihrem Debütalbum „1992 Deluxe“  (2017) ist Princess Nokia eine der wichtigsten Persönlichkeiten des US-ameirkanischen HipHops. Mit ihrem Mix aus klassischem East-Coast- und Cloud-Rap erspielte sich die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Destiny Nicole Frasqueri heißt, im Internet eine treue Fan-Gemeinde. Außerdem sorgte Princess Nokia mit ihrem politischen Engagement für Schlagzeilen, als sie zum Beispiel einem sich rassistisch äußernden Mann in einer New Yorker U-Bahn Suppe in Gesicht schüttete.


Algiers

Der durchdringende Gospel von Algiers erinnert mit seiner fauchenden Wucht an den Prostest-Soul der 60er-Jahre, der damals zum Symbol unterdrückter Minderheiten wurde. Algiers vermischen diesen urgewaltigen Sound mit Post-Punk-, Industrial- und No-Wave-Einflüssen und verleihen so ihrem ganz persönlichen Soul eine neue Dringlichkeit. Die Musik der ursprünglich aus Atlanta stammenden Band erinnert dabei an The Birthday Party oder The Gun Club und unterwirft sich keinem aktuellen Zeitgeist. „The Underside Of Power“, das zweite Werk von Algiers, ist ein Feuerwerk an Wut, Mut und der Lust, etwas kaputtzumachen.


Angel Olsen

Angel Olsen ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin und Gitarristin, die 1987 in St.Louis geboren wurde. Im Jahr 2011 veröffentlichte sie ihre erste EP „Strange Cacti“. Ihr Debütalbum „Half Way Home“ erschien 2012. Seit 2014 veröffentlicht Olsen ihre Musik über das US-amerikanische Independent-Label Jagjaguwar.

Angel Olsen vermischt in ihrer Musik Einflüsse aus Folk, Country, Indie-Rock und Grunge. Als charakteristisch gelten dabei ihre dunkle, brüchige Stimme und ihre aufwändigen Arrangements, bei denen verhallte Gitarren, Streicher, Mellotron und Synthesizer zum Einsatz kommen. In ihren Lyrics befasst sie sich sowohl mit intimen Themen wie Liebeskummer und ihrer komplizierten Familiengeschichte – Olsen wuchs bei einer Pflegefamilie auf – als auch mit Gesellschaftlichem. So nahm sie auf ihrem dritten Album „My Woman“aus dem Jahr 2016 verschiedene Frauenrollen ein. Angel Olsen hat mit zahlreichen anderen Indie-MusikerInnen zusammengearbeitet, darunter Alex Cameron, Bonnie „Prince“ Billy, Marissa Nadler und Cass McCombs.

Im Oktober 2019 veröffentlichte Angel Olsen mit „All Mirrors“ ihr viertes Studioalbum. Es handelt davon, sich selbst als Gegenüber zu sehen und war Album der Woche bei ByteFM.


Bobby Oroza

Bobby Oroza ist ein finnischer Soul-Musiker. Er spielt zahlreiche Instrumente; sein Hauptaugenmerk liegt auf der Gitarre und Percussion.

Bobby Oroza begann seine professionelle Musikkarriere bereits in seiner Jugend. Noch vor Abschluss der High School ging er für mehrere Monate nach Kuba, um dort die für ihn einflussreichste Musik intensiv zu studieren. Kuba deshalb, weil Oroza in eine Familie von MusikerInnen und KünstlerInnen hineingeboren wurde: Sein Großvater spielte lateinamerikanische und kubanische Klassiker auf der Gitarre, seine Mutter ist Sängerin, sein Vater ist Jazz-Gitarrist. Die familiäre Plattensammlung umfasste maßgeblich Soul und Jazz aus aller Welt. So verwundert es nicht, dass Bobby Oroza sich in seinen Stücken trotz der Kindheit im kalten Finnland mühelos zwischen Soul-Spielarten aus wärmeren Gefilden bewegt.

Zusammen mit der Band Cold Diamond & Mink spielte Bobby Oroza sein Debütalbum „This Love“ ein, welches 2019 erschien. Der titelgebende Song erschien bereits im Jahr 2016 und wurde zu einem kleinen Hit, der es bis auf ein Mixtape von Earl Sweatshirt schaffte.


Sampa The Great

Sampa The Great ist eine in Botswana aufgewachsene und im australischen Sydney ansässige HipHop-Künstlerin. Die 1993 in Sambia geborene Sängerin und Produzentin steht bei dem britischen Label Ninja Tune unter Vertrag und hat bereits vor ihrer ersten Album-Veröffentlichung mit Genre-Stars wie Kendrick Lamar und Denzel Curry gespielt.

Sampa Tembo (so der bürgerliche Name von Sampa The Great) studierte, bevor sie nach Australien auswanderte, Tontechnik. 2015 begann sie, HipHop-Mixtapes und Singles zu veröffentlichen. Ihre erste Veröffentlichung war „The Great Mixtape"; der Nachfolger „The Birds And The BEE9" war 2017 ByteFM Album der Woche. Durch ihren hochfrequenten Output, ihren ungewöhnlichen Flow und oft dezidiert politische Texte etablierte sich Sampa The Great rasch in der internationalen Rap-Szene.

Der Song „OMG“ war im Juli 2019 Track des Tages bei ByteFM und ist eine Vorab-Single zum ersten regulären Album „The Return“ im selben Jahr.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z