Artists


The Clash

The Clash waren eine britische Punkband, die 1976 in London gegründet wurde. Die Gruppe bestand in ihrer Hauptwirkungszeit aus Joe Strummer (Gesang, Gitarre), Mick Jones (Gitarre), Paul Simonon (Bass) und Nicky „Topper“ Headon (Schlagzeug, Percussion). Neben Ramones und Sex Pistols zählt sie zu den einflussreichsten und bekanntesten Punkbands aller Zeiten. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1977.

Die späteren Mitglieder von The Clash lernten sich im Umfeld der aufkeimenden Londoner Punk-Szene kennen. Joe Strummer war zuvor Teil der Pub-Rock-Band The 101ers, in deren Vorprogramm unter anderem die damals noch unbekannten Sex Pistols gespielt hatten. Mick Jones war der Gitarrist der erfolgslosen Protopunkband London SS. The Clash hatten ihren Durchbruch bereits mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums. Als besonders einflussreich gilt ihr drittes Album „London Calling“ auf dem sie mit einer Mischung aus unter anderem Punk, Reggae, Rockabilly und Ska für Innovation sorgten. Das Album führte zu ihrem Durchbruch in den USA und enthält mit „London Calling“, „Guns Of Brixton“ und „Lost In The Supermarket“ einige ihrer bekanntesten Songs. The Clash gelten als Pioniere im Bereich des politischen Punk Rock. Sie engagierten sich aktiv für linke Anliegen und behandelten in ihren Songs Themen wie den spanischen Bürgerkrieg, die Aufstände der Black Panthers und US-amerikanische Militäroperationen.

Im Jahr 1985 lösten sich The Clash aufgrund interner Konflikte auf. Mick Jones trat später als Produzent für unter anderem The Libertines in Erscheinung. Joe Strummer war als Solomusiker tätig und coverte unter anderem zusammen mit Johnny Cash den Bob-Marley-Klassiker „Redemption Song“. Er verstarb 2002.


Roxy Music

Roxy Music waren eine britische Rockband, die 1970 gegründet wurde. Zu den Langzeitmitgliedern zählten der Sänger Bryan Ferry, Phil Manzanera (Gitarre), Andy Mackay (Saxofon, Oboe) und Paul Thompson (Schlagzeug, Percussion). Von 1970 bis 1973 war zudem der einflussreiche Produzent, Musiker und Musiktheoretiker Brian Eno Teil der Band. Roxy Music veröffentlichten im Jahr 1972 ihr selbstbetiteltes Debütalbum.

Mit ihrer Mischung aus Glamrock, Progressive Rock, Artrock bzw. -pop gelten Roxy Music als wichtiger Einfluss für später aufkommende Genres wie New Wave und New Romantic. Als besonders typisch gilt neben dem eigenwilligen Sound der Band und Bryan Ferrys opulentem Gesang, der Umstand, dass Roxy Music viel Wert auf Ästhetik legten: Auch ihre extravaganten Bühnenoutfits und die zum Teil provokante Gestaltung ihrer Plattencover gilt als wegweisend für die New-Wave-Ära. So wurde die Band von vielen Größen des Genres, darunter Blondie und The Human League, als wichtige Inspiration bezeichnet. Obwohl Roxy Music bereits mit ihrem Debütalbum sehr erfolgreich waren, gelang ihnen im Jahr 1981 mit „Jealous Guy“, einem John Lennon-Cover, das sie anlässlich dessen Ermordung veröffentlichten, der einzige Nummer-1-Hit ihrer Bandgeschichte.

Im Jahr 2019 wurden Roxy Music in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Anlässlich dessen spielten sie bei der Aufnahmezeremonie einige Songs.


Hinds

Hinds sind ein spanisches Garage-Pop-Quartett, das im Jahr 2011 unter dem Namen „Deers“ in Madrid gegründet wurde. Die Gruppe besteht aus Carlotta Cosials (Gesang, Gitarre), Ana Perrote (Gesang, Gitarre), Ade Martín (Bass, Background-Gesang) und Amber Grimbergen (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Leave Me Alone“ erschien 2016 über Mom + Pop Music.

Hinds spielen eingängige, verspielte Lo-Fi-Popsongs mit Anleihen aus 60s-Garage-Rock und Surf. Erste Aufmerksamkeit erlangten sie 2014 durch die Singles „Bamboo“ und „Trippy Gum“, die ihnen den Titel „new band of the week“ der britischen Tageszeitung The Guardian einbrachten. Die ersten internationalen Auftritte folgten noch im selben Jahr, unter anderem als Support von Black Lips, The Vaccines und The Libertines. In einschlägigen Medien werden Hinds häufig mit Gruppen wie The Velvet Underground und The Pastels verglichen, geben aber selbst unter anderem Black Lips, The Strokes, Ty Segall und Mac DeMarco als ihre hauptsächlichen Einflüsse an. Sie veröffentlichten zudem Coverversionen von Songs von Thee Headcoats und Kevin Ayers.

„I Don't Run“, das zweite Studioalbum von Hinds, erschien 2018. KritikerInnen betonten insbesondere die Weiterentwicklung der Band seit deren erstem Album und bewerteten „I Don't Run“ durchwegs positiv.


Sleater-Kinney

Sleater-Kinney sind eine US-amerikanische Rockband, die 1994 in Olympia, Washington gegründet wurde und ihre Wurzeln in der Riot-Grrrl-Bewegung der 1990er-Jahre hat. Ihre Mitglieder sind Corin Tucker (Gesang, Gitarre) und Carrie Brownstein (Gesang, Gitarre). Das selbstbetitelte Debüt der Band erschien 1995 über Chainsaw Records – ein US-amerikanisches Indie-Label, das Musik von queeren und feministischen KünstlerInnen veröffentlicht.

Auch Sleater-Kinney zeichnen sich seit ihren Anfängen durch eine radikale feministische und linke Attitüde aus. In ihren persönlichen bis extrospektiven Lyrics zeigen sie sich kritisch gegenüber traditionellen Geschlechterrollen, Konsumzwang und konservativem Gedankengut. Waren ihre Songs in ihren Ursprüngen noch punkig-roh und schrammelig, so wandten sie sich ab ihrem dritten Album „Dig Me Out“ (1997) einem klassischeren Rock-Sound zu, lehnten Angebote von großen Labels jedoch aufgrund ihrer Verwurzelung in der DIY-Szene weiterhin ab. 2006 gab die Band bekannt, eine Pause auf unbestimmte Zeit einzulegen. Ihr Comeback feierten sie im Jahr 2015 mit dem Album „No Cities To Love“.

The Center Won't Hold“, das neunte Studioalbum von Sleater-Kinney, erschien 2019 über Mom + Pop Music. Es war das letzte Album mit Drummerin Janet Weiss, die im selben Jahr ihren Ausstieg bekannt gab.

 

 


John Grant

Zwar kam der in Michigan geborene John Grant schon früh mit Musik in Berührung, jedoch wollte er zunächst in Deutschland Dolmetscher für Russisch und Deutsch werden. Nach dem frühen Tod seiner Mutter kehrte er in die USA zurück und gründete die Band The Czars. Als Solokünstler veröffentlichte John Grant 2010 sein Debüt „Queen of Denmark“ und arbeitete schon mit den unterschiedlichsten Künstlern von Robbie Williams bis Amanda Palmer zusammen. Die Diskographie spiegelt seinen nomadenhaften Lebensstil wider. Der Amerikaner spricht fünf Sprachen und lebte in New York, London, Berlin und Reykjavik. In seinen Songs thematisiert er mitunter seine Homosexualität oder seine durchlittene Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Mit dem Album „Love Is Magic“ hat er im Oktober 2018 zum ersten Mal eine fast ausschließlich elektronische Platte produziert.

 


Klaus Johann Grobe

2013 machten Klaus Johann Grobe mit ihrer ersten EP auf sich aufmerksam: Die beiden Schweizer landeten anscheinend einen Volltreffer, denn beim „Liverpool International Festival Of Psychedelia“ im September 2013 überrollte sie eine Welle der Sympathien. Unter anderen gehörten Temples zu den Fans der ersten Stunde. Ein Jahr später veröffentlichten Daniel Bachmann und Sevi Landolt ihr Debütalbum „Im Sinne Der Zeit“, auf dem sich Krautrock mit Post-Punk-Elementen mischt und sich aus Bass, Drums, Orgel und post-adoleszentem Gesang ein tanzbares Gesamtbild ergibt.
Im Mai 2016 war „Spagat der Liebe“, das zweite Album von Klaus Johann Grobe, Album der Woche bei ByteFM.

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Webseite von Klaus Johann Grobe: http://klausjohanngrobe.ch
 
Bilder bei Instagram: https://www.instagram.com/klausjohanngrobe/ 

Lauryn Hill

Lauryn Hill ist eine 1975 geborene US-amerikanische R&B-Sängerin, Rapperin und Schauspielerin aus New Jersey, die in den 1990er-Jahren als Teil der HipHop-Gruppe Fugees Bekanntheit erlangte. Ihr bislang einziges Soloalbum „The Miseducation Of Lauryn Hill“ erschien 1998 und brachte ihr fünf Grammy-Awards ein, unter anderem als „Album des Jahres“ und „beste Newcomerin“.

Lauryn Hill, die in eine musikalische Familie hineingeboren wurde, zählt insbesondere Soul-MusikerInnen wie Marvin Gaye, Curtis Mayfield und Aretha Franklin zu ihren frühen Einflüssen. Beeinflusst von Rappern wie Ice Cube widmete sie sich später zusätzlich dem Sprechgesang. 1992 gründete sie zusammen mit den haitianisch-US-amerikanischen Rappern Pras Michael und Wyclef Jean das Trio Fugees, benannt nach einer Bezeichnung für Geflüchtete aus Haiti. Während ihr Debütalbum „Blunted On Reality“ eher zurückhaltende Kritiken erhielt, erreichte ihr zweites Album „The Score“ aus dem Jahr 1998, welches unter anderem die Hit-Single „Killing Me Softly“ enthält, die Spitze der US-Charts. Für ihr gefeiertes Solodebüt konnte Lauryn Hill im selben Jahr namhafte Acts wie Santana und Mary J. Blige gewinnen. Im Jahr 2000 zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich dem Studium der Bibel. Später begann sie erneut Musik aufzunehmen und steuerte unter anderem Songs zu den Filmen „Surf’s Up“ und die Nina-Simone-Doku „What Happendes, Miss Simone?“ bei. Sie tourte zudem unter anderem mit Outkast und Nas.

Von 2018 bis 2020 tourte Lauryn Hill anlässlich des zwanzigsten Jubiläums von „The Miseducation Of Lauryn Hill“ durch die ganze Welt.


Kimya Dawson

Kimya Dawson ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin, die 1972 in New York geboren wurde. Bevor im Jahr 2002 ihr Solo-Debütalbum „I'm Sorry That Sometimes I'm Mean“ über Rough Trade erschien, trat sie als Sängerin und Gitarristin der von ihr und Adam Green gegründeten Anti-Folk-Band The Moldy Peaches in Erscheinung.

Dawson erzählt in ihren Lo-Fi-Akustiksongs persönliche Geschichten. Häufig berichtet sie darin von ihrer von Substanzenmissbrauch und Selbstverstümmelung geprägten Vergangenheit oder von ihrem neuen Leben als Mutter einer Tochter namens Panda, die auch häufig Beiträge zu den Songs ihrer Mutter leistet. Einige ihre Lieder sind zudem ein Appell an mehr Güte und Nächstenliebe. Kimya Dawson kollaboriert häufig mit verschiedenen Musiker-KollegInnen, darunter Anti-Folk-WegbegleiterInnen wie Jeffrey Lewis, Diane Cluck und Regina Spektor, aber auch Bands wie The Mountain Goats, They Might Be Giants und dem Rapper Aesop Rock.

Ihr siebtes Soloalbum „Thunder Thighs“ erschien im Jahr 2011. Kimya Dawson ist auf diversen Social-Media-Plattformen sehr aktiv, wo sie engen Kontakt zu ihren Fans hält.


Adam Green

Adam Green ist ein US-amerikanischer Indie-Musiker, der 1981 in New York geboren wurde. Im Alter von zwölf Jahren gründete er zusammen mit Kimya Dawson die Anti-Folk-Band The Moldy Peaches, deren einziges, selbstbetiteltes Album innerhalb der Indie-Szene Kultstatus genießt. Greens Solodebüt „Garfield“ erschien 2002.

Während „Garfield“ vornehmlich Lo-Fi-Akustiksongs enthielt, veränderte Green seinen Stil ab seinem zweiten, 2003 erschienenen Album „Friends Of Mine“ grundlegend und setzte vermehrt auf einen klareren Sound und aufwändigere Arrangements mit Streichinstrumenten und Piano. Er vermischt dabei Genres wie Folk, Rock ’n’ Roll und Country. Seine Lyrics zeichnen sich insbesondere durch kryptische, oftmals anrüchige Wortspielereien aus. Im Jahr 2008 erhielt seine alte Band The Moldy Peaches durch die Beteiligung am Soundtrack des Indie-Films „Juno“ erneute Aufmerksamkeit. Im Jahr 2013 veröffentlichte Green ein Kollaborations-Album mit der kalifornischen Indie-Musikerin Binki Shapiro, auf dem sich die beiden KünstlerInnen unter anderem mit romantischer Dysfunktionalität auseinandersetzten. 2016 erschien sein achtes Soloalbum „Aladdin“, welches den Soundtrack zu seinem gleichnamigen Spielfilm enthält.

Mit „Engine Of Paradise“ veröffentlichte Adam Green im September 2019 sein neuntes Album sowie den dazugehörigen Comic „War On Paradise“.


Dexter

Dexter ist ein deutscher HipHop-Produzent und Rapper, der 1983 als Felix Göppel in Heilbronn geboren wurde. Die meisten seiner Alben sind reine Instrumentals. Rap-Beiträge steuerte er beispielsweise zu „Schelle“ (2008 erschienene Kollaborations-Platte mit Jaques Shure) und „Yo, Picasso“ (2017 erschienene Kollabo mit Fatoni) bei. Sein Solo-Rap-Debüt „Palmen und Freunde“ wurde 2014 veröffentlicht und versammelte zahlreiche namhafte Rapper, darunter Sonne Ra, Chefket und Audio88 & Yassin.

Göppel begann als Jugendlicher in den 1990er-Jahren zusammen mit befreundeten Rappern, eigene Tapes zu produzieren. Als Teil der Heilbronner Crew Wortsport bastelte er, inspiriert von kalifornischen Producern wie Madlib und Flying Lotus, auf Jazz-Samples basierende Boom-Bap-Beats für befreundete Rapper. Seit 2008 veröffentlicht Dexter regelmäßig Alben über das aus Wortsport hervorgegangene Label WPS Records. Er gilt als einer der meistversprechenden HipHop-Produzenten des Landes und produzierte Beats für unter anderem Retrogott, Morlockk Dilemma, Casper und Cro. Remixes erschienen zudem für Haftbefehl und Sylabil Spill. Zusammen mit Suff Daddy und Brenk Sinatra bildet er das Producer-Trio Betty Ford Boys.

Dexter veröffentlichte 2017 mit „Haare nice, Socken fly“ ein weiteres Album, auf dem eigene Rap-Parts performte. 2019 fungierte er als Produzent des Fatoni-Albums „Andorra“. 2019 Lief auf ByteFM eine Sendung von Conor Körber zu Dexters Schaffen in der Reihe Container.


Courtney Barnett

Courtney Barnett ist eine australische Rockmusikerin, die 1988 in Sydney geboren wurde. Ihre Debüt-EP „I've Got A Friend Called Emily Ferris“ aus dem Jahr 2012 veröffentlichte sie, genau wie sämtliche ihrer weiteren Tonträger, über ihr eigenes Label Milk! Records. Ihr erstes reguläres Album „Sometimes I Sit and Think, And Sometimes I Just Sit“ war im März 2015 Album der Woche bei ByteFM.

Courtney Barnetts Songs sind geprägt von Garage-Rock-, Grunge- und Folk-beeinflussten Gitarrenriffs. Dazu singt sie auf häufig humoristische Art von kleinen Alltagsbeobachtungen und persönlichen Erlebnissen. Zu ihren Einflüssen zählt die Sängerin, Gitarristin und Pianistin unter anderem Patti Smith und Nirvana. In Australien konnte Barnett bereits mit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP einige Aufmerksamkeit erzielen; internationales Medieninteresse erweckte sie mit „The Double EP: A Sea of Split Peas“ im Jahr 2013. Die Platte erhielt, ebenso wie ihr Debütalbum, sehr positive Kritiken und brachte zahlreiche KritikerInnen dazu, Barnett zur neuen Hoffnung des Rock 'n' Roll zu deklarieren. Auch „Lotta Sea Lice“, ihr Kollaborationsalbum mit dem US-amerikanischen Indie-Musiker Kurt Vile, wurde vielfach gelobt.

Mit „Tell Me How You Really Feel“ veröffentlichte Courtney Barnett 2018 ein Album, das etwas ernster daherkam als seine Vorgänger und auf dem sie sich mit Themen wie Sexismus und Hass im Netz befasste.


The Velvet Underground

The Velvet Underground waren eine Artrock-Band, die 1964 in New York gegründet wurde. In ihrer Hauptschaffenszeit bestand sie aus Lou Reed (Gesang, Gitarre), John Cale (Bass, Keyboard, Bratsche, Gesang), Sterling Morrison (Gitarre, Bass) und Maureen Tucker (Percussion). Trotz des Umstandes, dass die Gruppe während ihrer Existenz zwischen 1964 und 1973 nie wirklich erfolgreich war, gilt sie als eine der einflussreichsten Rockbands aller Zeiten.

The Velvet Underground zeichneten sich insbesondere durch ihre musikalische Experimentierbereitschaft aus. Bereits auf ihrem mittlerweile ikonischen, 1967 erschienenen und von Andy Warhol in die Wege geleiteten Debütalbum „The Velvet Underground & Nico“, das sie zusammen mit der deutschen Sängerin Christa Päffgen alias Nico aufnahmen, nutzen sie für diese Zeit in der Rockmusik unübliche Ausdrucksformen wie disharmonische Instrumentierungen, Störgeräusche und  minimalistische Songstrukturen. Zudem beschäftigten sie sich mit Tabuthemen wie Sado-Masochismus und Heroinkonsum, was die später aufkommende Punk-Bewegung stark beeinflussen sollte. Auf ihr Debüt folgte im Jahr 1968 „White Light/White Heat“ – das letzte Album mit John Cale. Auf dem selbstbetitelten dritten Album aus dem Jahr 1969 zeigte sich die Band von einer softeren, folkigen Seite. „Loaded“ – das letzte Album mit Lou Reed – wurde ein straightes Rock'n'Roll-Album, das kaum mehr Ähnlichkeiten mit der experimentellen Frühphase der Band aufwies.

The Velvet Underground lösten sich schließlich 1973 auf. Lou Reed und John Cale wurden in den 1970er-Jahren als Solomusiker erfolgreich. Reed verstarb im Jahr 2013 an einer Krebserkrankung.


The Smiths

The Smiths waren eine englische Indie-Rock-Band, die trotz der Tatsache, dass sie lediglich fünf Jahre lang existierte, als einer der einflussreichsten Acts der 1980er-Jahre gilt. Die Gruppe wurde 1982 von Morrissey (Gesang) und Johnny Marr (Gitarre, Piano, Keyboard) in Manchester gegründet. Etwas später stießen Mike Joyce (Schlagzeug) und Andy Rourke (Bass) hinzu, die bis zu ihrer Auflösung  im Jahr 1987 Teil der Band waren. Das selbstbetitelte Debüt der Band erschien 1984 und erreichte Platz zwei der britischen Album-Charts.

Steven Patrick Morrissey und Johnny Marr trafen zum ersten mal 1978 auf einem Patti-Smith-Konzert aufeinander. Vier Jahre später gründeten sie, verbunden durch einen ähnlichen Musikgeschmack, eine Band und nannten sie – aufgrund des Umstandes, dass dies der gewöhnlichste Name war, der ihnen einfiel – The Smiths. Bereits nach ihrem zweiten Gig konnten sie den einflussreichen Radio-DJ John Peel von ihrer Musik überzeugen, der über die junge Band sagte: „Ich war beeindruckt davon, dass man bei ihnen nicht sofort hören konnte, welche Platten sie hörten. Das ist äußerst ungewöhnlich und selten“. Die Songs von The Smiths waren geprägt von Morrisseys depressiven bis schwarzhumorigen Lyrics, seinem charakteristischen traurig klingenden Gesang sowie Marrs Jangle-Pop-Gitarrenklang. Auf ihrem zweiten Album „Meat Is Murder“ zeigte sich die Gruppe von einer politischen Seite und kritisierte die Thatcher-Regierung, das britische Königshaus und Fleischkonsum. Es erreichte den ersten Platz der britischen Charts.

The Smiths lösten sich nach zwei weiteren Alben (The Queen Is Dead, 1986 und Strangeways, Here We Come, 1987) aufgrund interner Konflikte auf. Morrissey und Johnny Marr sind weiterhin als Solomusiker aktiv.


Devendra Banhart

Devendra Banhart ist ein venezolanisch-US-amerikanischer Singer-Songwriter, Gitarrist, Pianist und bildender Künstler, der 1981 in Houston, Texas geboren wurde und in Venezuela aufwuchs. Sein Debütalbum „The Charles C. Leary“ erschien im Jahr 2002.

In seiner Musik vermischt Banhart Einflüsse aus Psychedelic, Folk, Rock und diversen lateinamerikanischen Stilen.  Er wird häufig mit dem „Freak Folk“ in Verbindung gebracht – einem Genrebegriff bzw. Subgenre des Psychedelic Folk zu dem neben Banhart KünstlerInnen wie Vashti Bunyan und CocoRosie gezählt werden. Banhart schreibt sowohl spanische als auch englische Lyrics. Als Vorbilder bezeichnet er unter anderem den einflussreichen brasilianischen Singer-Songwriter Caetano Veloso sowie die englische Folkmusikerin Vashti Bunyan, mit der er die Duette „Rejoicing In The Hands“ und „Will I See You Tonight“ sang. Banhart kooperierte zudem mit zahlreichen anderen namhaften MusikerInnen, darunter CocoRosie, Beck und Oasis.

„Ma“, das zehnte Studioalbum von Devendra Banhart, erschien 2019 über Nonesuch. Die Single „Kantori Ongaku“ (Japanisch für Country Musik) ist eine Hommage an den einflussreichen japanischen Musiker Haruomi Hosono. Der Song „Taking A Page“ aus dem Album war 2019 Track des Tages bei ByteFM.


Stephen Malkmus

Stephen Malkmus ist ein US-amerikanischer Musiker aus Santa Monica, Kalifornien. Bekannt wurde er als Sänger und Gitarrist der 1989 gegründeten Indie-Rockband Pavement. Seit 2000 singt und spielt er bei Stephen Malkmus & The Jicks. Er gilt als eine der einflussreichsten Figuren der Indie-Szene der 1990er-Jahre.

Als Malkmus in den 1990er-Jahren einige Erfolge mit seiner Band Pavement feierte, assoziierte man ihn vor allem mit gitarrenlastigen Lo-Fi-Rocksongs mit ironischen Lyrics und unaufgeregter Slacker-Attitüde. Die Gruppe wurde von einigen MusikkritikerInnen als die beste Band der Dekade bezeichnet. Während Malkmus mit seiner Band Stephen Malkmus & The Jicks musikalisch an den Indie-Rock-Sound von Pavement anknüpft, widmet er sich als Solokünstler auch experimentelleren Musikprojekten: So performte er im Jahr 2012 zusammen mit der deutschen Band Von Spar das Can-Album „Ege Bamyasi“. Seit 2019 veröffentlicht er zudem elektronische Musik.

„Groove Denied“, Malkmus' erstes Soloalbum, an dem seine Band The Jicks nicht beteiligt war, erschien im März 2019. Es ist zudem das erste rein elektronische Album des Musikers.


The Pretenders

The Pretenders sind eine britisch-US-amerikanische Rockband, die 1976 in London gegründet wurde. Das ursprüngliche Line-Up der Gruppe bestand aus Chrissie Hynde (Gesang, Gitarre), James Honeyman-Scott (Gitarre, Keyboard, Background-Gesang), Pete Farndon (Bass, Background-Gesang) und Martin Chambers (Schlagzeug, Background-Gesang).

Der kommerzielle Durchbruch gelang der Band im Jahr 1979 mit der Single „Brass In Pocket“, die Platz 1 der UK-Charts erreichte. Auf ihrem 1980 erschienen, selbstbetitelten Debütalbum vereinten The Pretenders eingängige Pop-Melodien mit teilweise roughen Gitarrenriffs, die den Rock- und Punk-Hintergrund einzelner Bandmitglieder zum Ausdruck brachten. So war Chrissie Hynde beispielsweise Teil früher Inkarnationen von The Clash und The Damned. James Honeyman-Scott spielte vor seinem Beitritt zu The Pretenders unter anderem mit Robert John Godfrey zusammen, dem späteren Gründer der erfolgreichen Progressive-Rock-Band The Enid. Nach dem Tod Honeyman-Scotts spielte Johnny Marr, Gründungsmitglied von The Smiths, zeitweise bei The Pretenders. Nach einigen Unterbrechungen und Personalwechseln ist Chrissie Hynde das einzige konstante Bandmitglied. Zu ihren größten Hits zählen die 1982 erschienene Jangle-Pop-Nummer „Back On The Chain Gang“ sowie die Powerballade „I'll Stand By You“.

The Pretenders veröffentlichten im Jahr 2016 ihr zehntes Studioalbum „Alone“. Hynde spielte das Album mit mehreren Session-MusikerInnen ein.


Hunney Pimp

Hunney Pimp ist eine Rapperin und Sängerin, die in Oberösterreich aufwuchs und seit einigen Jahren in Wien ansässig ist. Mit „Schmetterlinge“ veröffentlichte sie im Jahr 2017 ihr Debütalbum.

Hunney Pimp vermischt in ihren Songs Mundart-Rap im oberösterreichischen Dialekt mit virtuos gesungenen Passagen, die ihr seitens der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ den Beinamen „Hildegard Knef des Dialekt-Rap“ einbrachten. Ihre Texte, in denen sie Themen wie Depression, Schlaflosigkeit, Weltschmerz, aber auch Liebe und Erotik behandelt, rappt und singt sie über verträumte – stets von ihrem Hausproduzenten Melonoid produzierte – Synthie-Beats. Im Jahr 2017 nahm sie zusammen mit den deutschen Rappern Dexter und Ahzumjot den Track „Frag mich nicht“ auf, der auf Dexters Album „Haare Nice, Socken Fly“ erschien. Zu ihren Einflüssen zählt die Musikerin Sängerinnen wie Lauryn Hill, Erykah Badu, Amy Winehouse und Ella Fitzgerald.

Im Jahr 2019 veröffentlichte Hunney Pimp ihr zweites Album „Chicago Baby“. Darauf erzählt sie die Geschichte einer Frau, die im Drogenrausch im Chicago der 1960er-Jahre ein Liebesabenteuer mit einem Ganoven erlebt. Zu den Singles „Bugaboo“, „Britney“ und „Olles in Ollem“ wurden cineastische Musikvideos im klassischen Hollywood-Stil veröffentlicht.


Patrik Fitzgerald

Patrik Fitzgerald ist ein 1956 geborener Singer-Songwriter aus London, der als Wegbereiter des Folk-Punk gilt. Sein erstes Album „Grubby Stories“ erschien 1979 über Polydor Records.

Fitzgerald, der als Sohn irischer ImmigrantInnen in London zur Welt kam, erlangte mit seinen schrammeligen, sozialkritischen Akustikgitarrensongs erste Aufmerksamkeit innerhalb des Londoner Undergrounds, wo er bald als der „neue Bob Dylan“ galt. Nach einigen Jahren als erfolgloser Schauspieler fand er Ende der 1970er-Jahre in der aufkommenden englischen Punk-Szene ein neues Zuhause. Seine ersten drei EPs veröffentlichte er über das zum damaligen Zeitpunkt neue Label Small Wonder, welches später durch Acts wie Bauhaus, Crass und The Cure bekannt werden sollte. Diese frühen Veröffentlichungen brachten Fitzgerald die Aufmerksamkeit von Polydor Records ein, die im Jahr 1979 seinen Debütlangspieler „Grubby Stories“ veröffentlichten, ein Album, welches er mithilfe von etablierten Punk-Musikern wie John Maher (Buzzcocks) und Robert Blamire (Penetration) aufnahm. Mitte der 80er-Jahre wandte sich Fitzgerald einem poppigeren Sound zu, thematisierte in seinen Songs jedoch weiterhin heikle Themen wie das politische Klima unter Margaret Thatcher.

„All The Years Of Trying“, ein Dokumentarfilm über Patrik Fitzgerald, feierte im Oktober 2009 seine Premiere auf dem Raindance Film Festival. Im Jahr 2012 veröffentlichte Fitzgerald sein neuntes Album „Subliminal Alienation“.


Black Pumas

Black Pumas sind ein 2017 gegründetes Soul-Duo aus Austin, Texas, das aus den beiden Musikern Eric Burton (Gesang) und Adrian Quesada (Gitarre) besteht. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien im Juni 2019 über ATO Records. Es wurde von Adrian Quesada selbst produziert.

Bevor Quesada im Jahr 2017 Black Pumas gründete, war er Mitglied von Grupa Fantasma – einer Latin-Funk-Combo, die 2009 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Er hatte zudem bereits mit Größen wie Prince und Daniel Johnston zusammengespielt. Als ihm ein gemeinsamer Bekannter Eric Burton vorstellte, der zuvor in Musicals gesungen und Straßenmusik gemacht hatte, trafen sich die beiden im Studio, nahmen noch am gleichen Tag die beiden Stücke „Black Moon Rising“ und „Fire“ auf und gründeten schließlich Black Pumas. Mit ihrer Mischung aus Soul, Funk, Psychedelic Rock und Latin Music konnte das Duo 2019 die Jury des Austin Music Award überzeugen und gewann eine Trophäe als bester Newcomer.

Black Pumas wurden im Rahmen der 2020 stattfindenden Grammy-Verleihung für einen Preis in der Kategorie „Best New Artist“ nominiert.


Janet Jackson

Janet Jackson ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin, die 1966 in Gary, Indiana geboren wurde. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien im Jahr 1982. Sie ist das jüngste Mitglied der sogenannten „Jackson Family“, zu der auch ihr Bruder Michael Jackson gehörte.

Während ihre ersten beiden Alben „Janet Jackson“ und „Dream Street“ vornehmlich aus eingängigen Popsongs bestanden, fokussierte sich Jackson ab ihrem dritten Album „Control“ aus dem Jahr 1986 auf einen – von einschlägigen Medien als innovativ gelobten – Sound, der Pop und R&B mit Einflüssen aus Industrial und HipHop kombinierte. Ihr viertes Album „Rythm Nation 1814“ war das meistverkaufte des Jahres 1990 und die dazugehörige Albumtour die erfolgreichste Debüttour aller Zeiten. Ab „Rythm Nation 1814“ begann Jackson, vermehrt soziale Themen wie Rassismus und soziale Ungleichheit zu behandeln, was bis heute eines ihres Markenzeichen ist. Viele MusikerInnen, darunter Beyoncé, Christina Aguilera, Rihanna und Kelly Rowland, zählen Janet Jackson zu ihren wichtigsten Vorbildern. Jackson selbst nennt unter anderem Joni Mitchell, The Ronettes, Stevie Wonder, Prince und Parliament bzw. Funkadelic als musikalische Einflüsse.

Janet Jacksons elftes Studioalbum „Unbreakable“ erschien im Jahr 2015 und erreichte Platz 1 der US-Albumcharts.


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