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Yves Tumor

Yves Tumor ist das Alias von Sean Bowie, einem US-amerikanischen Experimental-Elektronik-Musiker, der in Miami geboren wurde und mittlerweile in Turin, Italien ansässig ist. Sein Debütalbum „When Man Fails You“ veröffentlichte er im Jahr 2015 selbst.

Der Musiker, der in Knoxville, Tennessee aufwuchs, beschreibt die Umstände unter denen er seine Jugend verbrachte, als langweilig und konservativ. Als Ventil brachte er sich selbst Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug bei und begann im Alter von 17 Jahren, eigene Musik zu produzieren. Inspiriert von dem britischen Industrial-Act Throbbing Gristle veröffentlicht Sean Bowie experimentelle Elektronik-Tracks, zunächst mit dem Chillwave-Act Teams und ab dem Jahr 2015 als Yves Tumor. Es folgt eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Label Janus. Seine Percussion-Loop-basierten Tracks, die er häufig mit Field Recordings untermalt, werden häufig mit der Musik von James Ferraro und Dean Blunt verglichen. Tumor arbeitet häufig mit dem US-amerikanischen Rapper und Performance-Künstler Mykki Blanco zusammen.

Yves Tumors viertes Album „Heaven To A Tortured Mind“ erschien 2020 – wie bereits der Vorgänger „Safe In The Hands Of Love“ – über Warp Records (Aphex Twin, Boards Of Canada, Flying Lotus).

 


Q-Tip

Q-Tip (* 7. April 1970 in New York City als Jonathan William Davis) ist ein einflussreicher US-amerikanischer Rapper und HipHop-Produzent, der sowohl als Gründungsmitglied der Gruppe A Tribe Called Quest als auch als Solokünstler bekannt ist. Sein erstes Soloalbum „Amplified“ erschien 1999.

Q-Tip begann im Alter von zwölf Jahren, inspiriert von der umfangreichen Jazz-Platten-Kollektion seines Vaters, erste Beats zu produzieren. Seinen Durchbruch feierte er als Rapper und hauptsächlicher Produzent der Alternative-HipHop-Pioniere A Tribe Called Quest. Hier wurde er vor allem für seine komplexen, philisophischen Texte gefeiert sowie für seine innovativen, auf Jazz-, R&B- und Rock-Samples basierenden Beats, die den HipHop-Sound der 90er grundlegend prägten. Nach der Auflösung der Gruppe widmete sich Q-Tip einer Solokarriere, wobei sein Debüt „Ampliflied“ deutlich poppiger daherkam als sein Werk mit A Tribe Called Quest. Mit späteren Veröffentlichungen, wie seinem von J-Dilla produzierten Zweitlingswerk „The Renaissance“ aus dem Jahr 2008 knüpfte der Musiker wieder an den jazzigen Sound seiner ehemaligen Crew an. Im Laufe seiner Karriere hat Q-Tip mit zahlreichen namhaften Musiker*innen zusammengearbeitet, darunter Jay-Z, Kanye West und The Chemical Brothers.

In den Jahren 2019 und 2020 kollaborierte Q-Tip zudem mit Danny Brown, Eminem und LL Cool J. Ebenfalls 2019 war er beim Album „Uknowhatimsayin¿“ von Danny Brown Ecxecutive Producer.

 


De La Soul

De La Soul sind ein US-amerikanisches Hip-Hop-Trio, das 1988 in New York gegründet wurde. Es besteht aus den Rappern Kelvin Mercer, David Jude Jolicœur und Vincent Mason. Ihr mittlerweile als Genreklassiker geltendes Debüt „3 Feet High And Rising“ erschien 1989.

De La Soul begannen ihre musikalische Karriere im Umfeld des HipHop-Kollektivs Native Tongues Posse, dem neben ihnen auch Künstler*innen wie Queen Latifah und A Tribe Called Quest angehörten. Ihr Debütalbum machte sie über Nacht zu Stars. „3 Feet High And Rising“ gilt mit seiner charakteristisch positiven Attitüde, die dem Trio den Ruf einer Hippie-Gruppe einbrachte sowie den ungewöhnlichen Samples (u. a. Johnny Cash und Steely Dan) als Pionierwerk des sogenannten „Alternative HipHop“. Im Laufe ihrer Karriere haben De La Soul mit zahlreichen namhaften Musiker*innen kollaboriert, darunter MF Doom, Ghostface Killah und Snoop Dogg. Die Beteiligung an dem Gorillaz-Hit „Feel Good Inc.“ brachte ihnen einen Grammy ein.

"And The Anonymous Nobody...", das neunte Album von De La Soul, erschien 2016. Es enthält Gastauftritte von unter anderem Little Dragon und Talking-Heads-Sänger David Byrne. 
 


Yaeji

Yaeji (*6. August 1993 als Kathy Yaeji Lee in New York City) ist eine US-amerikanisch-koreanische Produzentin, Sängerin und DJ aus Brooklyn, New York. Ihre selbstbetitelte Debüt-EP sowie den Nachfolger „EP2“ veröffentlichte sie 2017 als digitale Downloads.

Yaeji, die ihre Kindheit in den USA und in Südkorea verbrachte, studierte in Pittsburgh Ostasienwissenschaften, Konzeptkunst und Grafikdesign. Ihre musikalische Karriere begann sie als DJ auf College-Parties, bevor sie etwas später begann, mithilfe einer digitalen Audio-Workstation eigene Musik zu produzieren. Nach ihrem Umzug nach New York konnte sie in der dortigen Electronic-Szene Fuß fassen. Yaejis Tracks sind beeinflusst von Genres wie House, Trap, Footwork, Elektro-Pop und HipHop, dazu singt sie sowohl in englischer als auch in koreanischer Sprache. Weitreichende mediale Aufmerksamkeit erlangte die Musikerin 2017 mit einem genreübergreifenden DJ-Set in der „Boiler-Room“-Reihe.

What We Drew 우리가 그려왔던“ aus dem Jahr 2020 ist das dritte Mixtape von Yaeji. Laut der Künstlerin spiegelt es all die Freundschaft, Liebe, Dankbarkeit und Unterstützung, die sie erfahren hat. Es war ByteFM Album der Woche.

 


Deutsch Amerikanische Freundschaft

Deutsch Amerikanische Freundschaft, besser bekannt unter dem Akronym DAF, ist eine 1978 gegründete deutsche Experimentalband aus Wuppertal. Die als Quintett gegründete Gruppe schrumpfte 1981 zu einem aus Gabi Delgado-López (Gesang) und Robert Görl (Schlagzeug, Elektronik) bestehenden Duo und wurde in dieser Zeit zu einem der erfolgreichsten Acts der Neuen Deutschen Welle. Ihr wird zudem eine Pionierrolle in den Bereichen des Elektropunk und des Techno zugeschrieben. 

DAF entstanden im Umfeld der aufkeimenden deutschen Punkbewegung und waren eine der ersten Bands bei Warning Records, dem Vorgänger des einflussreichen NDW-Labels Ata Tak. Mit dem Streben, international erfolgreich zu werden, siedelten die Musiker 1981 nach London um, wo sie sich vom Stil der Skinheads inspirieren ließen und fortan mit Glatze und im Militär-Look auftraten. Die Kombination dieser Ästhetik mit Marschrhythmen und deutschsprachigen Texten mit NS-Anspielungen brachte der Band Faschismus-Vorwürfe ein. Nach einer Aussage Delgados ging es dabei jedoch darum, möglichst „straight“ zu wirken, um sich noch mehr von der sanften Ästhetik der Hippies abzugrenzen. Ihren kommerziellen Durchbruch feierten DAF mit dem Album „Alles ist gut“ im Jahr 1981, auf dem sich mit „Der Mussolini“ ihr bekanntester Song befindet. 

Gabi Delgado-López starb 2020 überraschend. Robert Görl versprach seinem Kollegen und Freund in den sozialen Medien, weiterhin „die DAF-Fahne nach ganz oben zu halten“.
 


1000 Robota

Drei junge Männer Anfang 20: Schlagzeuger und Sänger Jonas Hinnerkort, Bassist Sebastian Muxfeldt und Sänger und Gitarrist Anton Spielmann, das sind 1000 Robota. Mit ihrer ersten EP „Hamburg brennt“ machten sie 2008 mit ungestümen Post-Punk auf sich aufmerksam. Im August 2010 war „Ufo", das Nachfolgealbum zu ihrem Debüt „Du nicht, er nicht, sie nicht", unser Album der Woche.

Im Film Utopia Ltd." dokumentiert Regisseurin Sandra Trostel Leben und Schaffen von 1000 Robota über einen Zeitraum von zwei Jahren. 2011 wurde der Film auf der Berlinale vorgestellt und in mehreren deutschen Kinos gezeigt. Die Bandmitglieder widmen sich mittlerweile anderen Projekten, so lebt Anton Spielmann zum Beispiel als Musikproduzent und Komponist für Theater und Film in Wien.

 

 


Tindersticks

Tindersticks sind eine britische Band aus dem englischen Nottingham, die 1993 ihr selbstbetiteltes Debüt-Album veröffentlichte. Das Sextett stach damals in der von Britpop und Spätgrunge dominierten Musikwelt mit den orchestralen Arrangements des Multiinstrumentalisten Dickon Hinchliffe und der nasalen Stimme von Stuart A. Staples hervor. Die Texte drehten sich um Stadtmüdigkeit und herbstliche Seelenzustände.

Im Laufe der Jahre entwickelten Tindersticks sich langsam aber stetig. Die Eleganz blieb, aber das musikalische und textliche Setting bewegte sich weg vom rein Geistigen und Ländlichen zu mehr Körperlichkeit und Soul. 2005 lösten sich Tindersticks vorübergehend auf und Sänger Stuart A. Staples widmete sich Solo-Projekten. Drei Jahre später veröffentlichte die zum Trio geschrumpfte Band mit „The Hungry Saw“ ihr Comeback-Album. Die Songs waren weiterhin üppig instrumentiert, klangen jetzt aber direkter und weniger ziseliert.

Ihre elfte LP „No Treasure But Hope“ (2019) setzt die Erkundung innerer und äußerer Landschaften fort. Die Stücke sind sparsamer als in der Vergangenheit, aber dennoch warm instrumentiert.


The Düsseldorf Düsterboys

The Düsseldorf Düsterboys sind eine deutsche Band, die von Peter Rubel (Gesang) und Pedro Goncalves Crescenti (Gitarre) gegründet wurde. Mit Edis Ludwig (Schlagzeug) und Fabian Neubauer (Orgel und Klavier) wurde aus dem Duo mittlerweile ein Quartett. Die Gründungsmitglieder der Band sind außerdem auch Teil des Projekts „International Music“.

Den Bandnamen soll Peter Rubel eines Nachts geträumt haben. Dem Namen entgegen gründeten sich The Düsseldorf Düsterboys nicht in Düsseldorf, sondern in Essen. Nachdem sie bereits 2017 ihre erste Single „Teneriffa“ veröffentlichten, passierte in der Öffentlichkeit lange nichts. 2018 traten sie in der Fernsehsendung „Neo Magazin Royale“ auf, veröffentlichten aber erst 2019 die Single „Oh, Mama“ als Vorankündigung ihres Debütalbums „Nenn mich Musik“, das im Oktober des Jahres Album der Woche bei ByteFM war.

Die Musik von The Düsseldorf Düsterboys klingt düster, melancholisch und nostalgisch. Mehrstimmiger, verhallter Gesang, ein leicht verstimmter Synthesizer und der Ruf nach Mama prägen zum Beispiel die Single zum Debütalbum. Mit wenigen Worten und unaufgeregten Arrangements lässt die Band ihre stimmungsvollen Chansons entstehen.


Hundreds

Das Hamburger Elektopop-Duo Hundreds ist das musikalische Familienprojekt von Eva und Philipp Milner. Die Aufgaben der Geschwister sind dabei klar verteilt: Eva kümmert sich um Texte und Gesang, während Philip die Synthesizer und das Piano bedient. Das selbstbetitelte Debütalbum von Hundreds erschien 2010 und schlug große Wellen in musikliebhabenden Kreisen, genau wie "Aftermath" aus dem Jahr 2014. "Wilderness" - das dritte Album der Band - erschien 2016, ist ebenfalls komplex arrangiert, jedoch düsterer als seine Vorgänger, da sich Eva Milner in ihren Texten mit bedrückenden Themen der Jetzt-Zeit, wie z.B. der Zerstörung der Natur durch den Menschen, auseinandersetzt.


Darjeeling

Darjeeling sind eine Kraut-Rock-Band aus Wuppertal. Sie wurde 2014 von Markus Kresin (Bass), Fabian Till Reinkenhoff (Keyboard) und Jan Szalankiewicz (Gitarre) gegründet. Sie werden mittlerweile ergänzt durch den Schlagzeuger Thorben Doege, der zunächst nur als Live-Drummer fungiert hatte.

Die drei Gründungsmitglieder von Darjeeling kennen sich seit Schulzeiten. Ihre gemeinsame Geschichte begann klassisch: 2010 lud Szalankiewicz Reinkenhoff zu einer Probe im Keller des Elternhauses des damaligen Drummers ein. Daraus wurde ein Bandprojekt, dessen Name mehrfach wechselte, ehe 2014 Kresin dazustieß und sie sich Darjeeling nannten. 2015 stieß der zehn Jahre ältere Doege dazu.

Mit „Life Is An Intriguing Mosaïque Of Revealing Secrets“ erschien 2017 ihr Debütalbum in Eigenregie, darauf sind von den 1960er-Jahren beeinflusste Kraut-Songs mit Pop-Appeal. Darjeeling selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Kraut. 2019 erschien mit „Hokus Pokus“ ihre zweite LP.


Thundercat

Thundercat (*19. Oktober 1984 als Stephen Lee Bruner) ist ein Bassist aus Los Angeles. Er ist ein begehrter Studiomusiker und veröffentlicht seit 2011 auf Flying Lotus' Plattenfirma Brainfeeder Fusion-Alben, die sich neben Funk und Jazz auch zahleicher anderer Stilistiken bedienen.

Als Spross einer Musikerfamilie (Vater Ronald Bruner spielte Schlagzeug unter anderem bei Diana Ross und The Temptations, Bruder Ronald Bruner junior trommelte unter anderem für Erykah Badu und Stevie Wonder) fand Thundercat früh zur Musik und ist neben Flying Lotus und seinem ehemaligen Bandkollegen Kamasi Washington einer der Angelpunkte der West-Coast-Musikerszene. Dieses Umfeld prägt den Sound vieler HipHop-, R&B- und Jazz-Produktionen. Bruners professionelle Musikkarriere begann noch in Highschool-Tagen, als er bei der Hardcore-Punk-Band Suicidal Tendencies einstieg.

Als Produzent war Bruner unter anderem bei Kendrick Lamars Erfolgsalbum „To Pimp A Butterfly“ involviert, als Session-Musiker bei Kali Uchis und Childish Gambino und anderen. Prägend für Thundercats Sound ist sein sechssaitiger Bass, eine MIDI-kompatible Sonderanfertigung.


Jay Som

Jay Som ist eine US-amerikanische Lo-Fi-Pop-Sängerin, -musikerin, und -songwriterin aus Los Angeles, die am 25. März 1994 im kalifornischen Walnut Creek als Melina Mae Duterte geboren wurde. Ihr erstes Album „Turn Into“ erschien 2015 auf dem US-Indie-Label Double Denim.

Bereits als Kind hatte Melina Duterte angefangen, Trompete zu spielen und hatte ursprünglich den Plan, am Konservatorium Jazz zu studieren. Nach einem Volkshochschulkurs für Musikproduktion änderte die Künstlerin ihre Pläne, da ihre Prioritäten nun bei Komposition und Heimaufnahmen lagen. Mithilfe des gleichen Wu-Tang-Clan-Namensgenerators, aus dem Donald Glovers Pseudonym Childish Gambino stammt, entstand der Name Jay Som, unter dem Duterte 2015 eine Sammlung ihrer Homerecordings als erstes Album veröffentlichte.

2017 erschien das Album „Everybody Works“, das immer noch aus Heimaufnahmen bestand, die aber hörbar mit mehr Erfahrung und besserer Ausrüstung entstanden waren. Im selben Jahr zog Jay Som nach Los Angeles, wo sie 2018 eine EP mit dem Musiker Justus Proffit aufnahm. 2019 war Jay Soms Album Anak Ko bei ByteFM Album der Woche.


Cigarettes After Sex

Cigarettes After Sex sind eine US-amerikanische Ambient-Pop-Band, die 2008 in El Paso, Texas gegründet wurde. Ihre Mitglieder sind Greg Gonzalez (Gesang, Gitarre, Bass), Randall Miller (Bass), Josh Marcus (Keyboard) und Jacob Tomsky (Schlagzeug). Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien 2017 über das Indie-Label Partisan Records aus Los Angeles.

Die Musik von Cigarettes After Sex kann man dem Genre des Ambient- oder Dream-Pop zuordnen, das poppige Songstrukturen und Harmonien mit den hypnotischen, meditativen Elementen des Ambient vereint. Über den Bandnamen sagte Sänger Greg Gonzalez einst, er solle gleichzeitig ans Im-Bett-Liegen erinnern als auch hervorheben, dass man trotz der Ambient-Elemente in ihrer Musik dazu tanzen könne. Cigarettes After Sex zeichnen sich insbesondere durch einen ätherischen Sound sowie durch Gonzalez' androgyne Gesangsstimme aus. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählt die Band Miles Davis, Françoise Hardy, Julee Cruise und Cocteau Twins.

Cry“, das zweite Album von Cigarettes After Sex, erschien 2019 über Partisan Records.


Swutscher

Die Hamburger Jungs von Swutscher machen Musik irgendwo zwischen goldenem Schlager der 50er Jahre, hysterischem Garage-Sound, lässigem Postpunk, Chanson und Country verbunden mit humorvollen Texten. Der Bandname Swutscher bezeichnet auf Plattdeutsch einen "liederlich lebenden Menschen". Diese Lebenseinstellung verkörpert Swutscher auch in ihren Texten, die oft inspiriert sind von durchzechten Nächten und dunklen Spelunken. Ihr ersten Album "Wilde Deutsche Prärie" (nach der EP "Wahnwitz") haben sie in einem Bauwagen in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein innerhalb von sechs Tagen aufgezeichnet.


Acht Eimer Hühnerherzen

Acht Eimer Hühnerherzen ist eine Band aus Berlin-Kreuzberg. Das Trio bilden die Sängerin Apocalypse Vega sowie Sen Bottrop am Bass und Bene Diktator am Schlagzeug. Ihr Debütalbum erschien 2018 unter dem Titel „Acht Eimer Hühnerherzen“.

Acht Eimer Hühnerherzen sind zwar in klassischer Punk-Rock-Besetzung unterwegs, spielen ihre gewitzten Berliner-Schnauze-Hymnen aber mit Akustik-Gitarre und -Bass (mit ein wenig Fuzz) sowie minimalistischem Rock’n’Roll-Schlagzeug. Die Musik der Band strahlt auch ohne elektrische Instrumente eine euphorische und rauschhafte Energie aus, was nicht zuletzt an der markanten Stimme der Frontfrau liegt. Ihre pointierten Songtexte bewegen sich zwischen ironischer Aggressivität, Melancholie und Manie. Die treibende Musik und die rotzigen Songtexte ergänzen sich hervorragend und ergeben einen eingängigen wie anarchischen Sound, den Acht Eimer Hühnerherzen selbst gerne als Nylon-Punk oder auch Power-Violence-Folk bezeichnen.


Johnny Rakete

Johnny Rakete ist ein deutscher Rapper aus Fürth, Bayern. Seine Debüt-EP „Broke aber dope“ veröffentlichte er 2014.

Johnny Rakete wird häufig als „Slacker-Rapper“ bezeichnet. Seine Texte kreisen um die Themen Cannabis-Konsum, Lethargie und Depression und beinhalten häufig Popkultur-Zitate. So benutze er für seine 2014 erschienene EP „Per Anhalter durch die Galaxis“  Ausschnitte aus der gleichnamigen Romanverfilmung. Die Beats auf seiner EP „Das Leben das Universum und der ganze Rest“ aus dem Jahr 2015 bestehen zum Teil aus Samples aus dem Soundtrack des Videospiels „The Legend Of Zelda“. Johnny Rakete rappt zumeist über sogenannte Boom-Bap-Beats – ein Produktionsstil, der vor allem im US-amerikanischen HipHop der 80er- und 90er-Jahre verbreitet war und sich durch die häufige Nutzung von Samples und den Verzicht auf digitale Synthesizer auszeichnet. Zu seinen Idolen zählt Johnny Rakete die Rapper Mos Def und Nas.

Mit „Trauriger Junge mit Rauch in der Lunge“ veröffentlichte der Rapper 2019 sein Debütalbum. Den roten Faden bilden Dialoge aus der Anime-Serie „Cowboy Bebop“.


Nubya Garcia

Nubya Garcia ist eine britische Jazz-Multiinstrumentalistin und -komponistin, die im Jahr 1991 im Nordwestlondoner Stadtteil Camden geboren wurde. Sie ist Teil der eng verwobenen jungen Jazz-Szene, die seit den späten 2010er-Jahren internationale mediale Aufmerksamkeit erfährt. Garcia ist Bandleaderin, Teil der Bands Maisha und Nérija und zudem eine gefragte Kollaborateurin.

Vor allem als Saxofonistin hat Nubya Garcia sich einen Namen erarbeitet, begann ihre musikalische Laufbahn allerdings als Violinistin und Bratschistin in einem Londoner SchülerInnenorchester. Aus einem musikalischen Elternhaus stammend, begann sie im Alter von zehn Jahren, Saxofon zu lernen und Jazz zu spielen. Als Teilnehmerin am „Tomorrow's Warriors“-Förderprogramm gehörte sie zu einer der Keimzellen dessen, was als „UK-Jazz-Explosion“ die Wahrnehmung der Szene verändern sollte. Wie bei vielen ProtagonistInnen dieses Kreises beeinflusst neben technischen Innovationen auch der elterliche (afro-karibische) Migrationshintergrund Garcias Musik.

Mit dem selbstbetitelten Album „Nubya's 5ive“ veröffentlichte Jazz Re:freshed 2017 Nubya Garcias Debüt als Leaderin; auf Gilles Petersons szenedefinierender Zusammenstellung „We Out Here“ (2018) ist sie als Musikerin bei fünf Stücken vertreten.

 


Faces On TV

Faces On TV ist die Band um den belgischen Musiker Jasper Maekelberg. Die Musik kann als Noise-Pop beschrieben werden, dunkel und abenteuerlich. Maekelberg legt bei seinen Songs gerne Wert aufs Detail, so wie in „Run Against the Stream". Da ertönt, sehr wirkungsvoll, ein hölzernes Schrapinstrument und hallt noch geisterhaft nach. Das Album von Faces On TV „Night Funeral“ ist das Resultat von Maekelbergs Kunst als Songwriter, Produzent und Soundmixer.


Odd Couple

Das erste, was einem bei Videos oder Liveperformances von Odd Couple auffällt, sind die langen fabulösen Haare der beiden Berliner. Aber nicht nur das Äußerliche verweist dezent auf Rock. Auch die Musik von Odd Couple reiht sich in eine lange Schlange mit The Black Keys, Die Nerven und Lenny Kravitz, also eine Mischung aus Garage- und Krautrock und einer Prise psychedelischem Raps. Zu Tammo Dehn und Jascha Kreft hat sich seit dem dritten Album „Yada Yada“ Dennis Schulze dazugesellt.


Lea Porcelain

Markus Nikolaus und Julien Bracht sind Lea Porcelain. Das Berliner Duo hat sich dem schwermütigen Post-Punk á la Joy Division und The Cure verschrieben. Im Sommer 2017 erschien „Hymns For The Night“, die zweite Platte von Lea Porcelain. Es war Album der Woche bei ByteFM.

 


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