„Patterns“: Post-Garage vom Jungnostalgiker Nate Brazier

Pressebild des britischen Musikers Nate Brazier, dessen Song „Patterns“ heute unser Track des Tages ist.

Bricht eine Lanze für die Nostalgie: Nate Brazier (Foto: Wasserman Music)

Unser heutiger Track des Tages „Patterns“ ist eines von sechs Stücken auf der Debüt-EP von Nate Brazier. Auf „YSK“ gibt der junge britische Producer und Sänger einen erstaunlich reifen Einstand. Der in Bristol ansässige Südlondoner ist als als „frischer Wind der alternativen Tanzmusik“ bezeichnet worden. Zwar stimmt die Sache mit der Frischheit zweifelsohne, doch wenn man die Wind-Metapher mit der Musik abgleicht, nimmt sie sich etwas schief aus. Viel eher mutet diese nämlich wie ein ganz zarter Hauch an, wenn Braziers elektronische verfremdete Stimme melancholisch über den dünn, beinahe zerbrechlich klackernden Beat glimmt wie die Glut unter dem Knacken eines ersterbenden Lagerfeuers. Da zu passend ist Braziers Debüt sowohl ein Sich-Vorstellen (als neuer Künstler) als auch ein Abschied (von einer Lebensphase).

Während die klöppelnden UK-Garage-Beats und gepitchten Vocal-Samples in melancholischer Atmosphäre etwas vom Post-Dubstep von Burial haben, wirkt Braziers Sehnsucht persönlicher wie pointierter. Das könnte mit der Entstehungsgeschichte von „YSK“ zusammenhängen. Denn die Songs darauf hat Brazier als Teenager geschrieben: „Ich glaube, dass dieser Zeit eine gewisse Schönheit innewohnt – in seiner eigenen Welt zu leben, mit seinen Freunden aufzuwachsen … und diese EP verkörpert all das. Ich möchte für diese Nostalgie eine Lanze brechen – für die Schönheit im Alltäglichen und für die Erwachsenwerdensängste meiner Generation.“

Die EP „YSK“ hat Nate Brazier im Selbstverlag herausgebracht. Der Song „Patterns“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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