Talk Talk – „April 5th“

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Talk Talk (Foto: Parlophone/Warner)

Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor.

Die Musik von Talk Talk kann man relativ leicht in zwei Hälften teilen: Vor und nach „The Colour Of Spring“. Das dritte Album der britischen Band ist eine klassische Übergangsplatte, nicht mehr so strahlend poppig wie die ersten beiden und auch nicht so sakral abstrakt wie die letzten beiden. Auf „The Colour Of Spring“ aus dem Jahr 1986 verklärten Mark Hollis und seine Band zum ersten Mal ihren Synth-Pop-Sound mit jazzigen Holzbläsern und Streichern, gaben der Musik Raum zum Atmen – ohne dabei die Melodien zu vernachlässigen. So etwa in „April 5th“: Die Percussions stammen noch aus synthetischen Drumcomputern, die Struktur läuft noch nach dem altbewährten Schema Strophe-Refrain-Strophe-Refrain – doch die Musik um dieses Pop-Gerüst schwebt erhaben, während Hollis im Outro wie ein Gospel-Preacher in den Äther heult. Hier begannen Talk Talk, die Zeit anzuhalten.

Mark Hollis ist im Februar im Alter von 64 Jahren gestorben. Heute – am 5. April 2019 – ist „April 5th“ unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

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Diskussionen

Ein Kommentar
  1. posted by
    AnnA
    Apr 28, 2019 Reply

    Danke. D 5. April ist der Geburtstag von Marks Frau (mittlerweile, leider Gottes, Witwe) Flick, mit der er wenigstens 40 Jahre zusammen war; das verleiht dem Song eine besondere Bedeutung: der Frühling wird ihr gleichgestellt, dezent erotisch angehaucht.

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