10.12.: 500 Millionen Mitglieder, ein freigehaltener Platz

500.000.000 Mitglieder hat Facebook inzwischen. 250 Millionen loggen sich dabei täglich ein. Die Spanne der Mitteilungsarten reicht dabei von völlig banal bis zu grundlegend existenziell. Die Präsenz und die damit verbundene Bereitschaft persönliche Daten zu teilen, ist viel Geld wert. Besonders wenn sich eine derart große Gruppe darauf einigt, dies an einem Ort zu tun. So kommen regelmäßig Meldungen die davon berichten wie Firmen Daten entgeltlich an Werbekunden weitergeben. Viele Firmen nutzen einen Account um am sozialen Treiben teilzunehmen und wie im echten Leben präsent zu sein. Die meistgeklickten Facebook-Seiten sind die großer Firmen. Das gesamte Ausmaß des Treibens lässt sich auf taz.de nachvollziehen.

Heute wird der Friedensnobelpreis an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo vergeben. Dieser wird den Preis allerdings nicht selbst entgegennehmen können. Letztes Jahr am 24.12 war Xiaobo in einem Pekinger Gericht infolge seiner bürgerrechtlichen Aktivitäten, die als „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ bewertet wurden, zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Bei der Verleihung in Oslo soll aufgrund seiner Abwesenheit ein Platz symbolisch freigehalten werden. Während die Bürgerrechtler Chinas sich durch die Preisvergabe an Xiaobo in ihrer Position bestärkt fühlen, wertet die Regierung Chinas diese als westlichen Angriff. In aller Ausführlichkeit berichtet faz.de

Über den Mangel an funktionierender Demokratie in weiten Teilen Afrikas berichtet ebenfalls der Freitag. Nachdem 17 afrikanische Länder in diesem Jahr das Bestehen von 50 Jahren Unabhängigkeit feiern konnten, stellt sich die Frage, wie groß der Effekt des kurzzeitigen, westlichen Kolonialismus war. Die künstlichen Grenzen zwischen den afrikanischen Kolonien haben es schwer gemacht, die Bevölkerungen zu echten Nationen zusammenzuführen. Große Teile des Kontinents befinden sich nach wie vor in einem prä-demokratischen Zustand. Scheinwahlen sind leider keine Seltenheit. So wird sich wahrscheinlich nur auf sehr lange Sicht in den Staaten eine tatsächliche Demokratie geben.

Die einen in der Startphase, die anderen in den letzten Zügen. Lemmy Kilmister geht in Rente. 35 Jahre Motörhead. Das heißt 35 Jahre Saufen, Rauchen & Rock’n’Roll. Heute erscheint das inzwischen zwanzigste und letzte Album der Band. Um es sich im Ruhestand gut gehen zu lassen, gibt Lemmy seine Titel für diverse Firmen der Werbung halber frei. Des weiteren soll demnächst eine Dokumentation mit dem Titel „Lemmy“ in ausgewählten Kinos und später auf DVD erscheinen. Ob Motörhead auf ihrem letzten Album dem Tempo der Zeit standhalten können, lässt sich bei der Frankfurter Rundschau nachlesen.

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