11.01.: Die einzige Rockband, die sich noch lohnt

Good news, everyone! Das „Konterfei der Queen wird weiterhin britische Briefmarken zieren.“ Wieso das überhaupt zur Debatte stand? In der ersten Fassung eines Gesetzes zur Privatisierung der britischen Post war „nicht ausdrücklich festgelegt worden, dass das Konterfei des britischen Oberhauptes weiterhin die Briefmarken im Königreich zieren muss.“ Das wurde nun kurzerhand behoben. Wir freuen uns. Der Stern sich auch.

Schon sehr bald eine Briefmarken in irgendeinem Land zieren wird sicher auch das liebliche Konterfei von Dave Grohl. Zumindest wird der vom NME schon mal zum „Godlike Genius“ ernannt. Was Dave Grohl dazu sagt: „I don’t think I’m godlike or a genius.“ Eine gesunde Einstellung. Man weiß ja, was passieren kann, wenn man sich mit Gott oder dessen Sohn vergleicht.

Der Mörder von John Lennon wurde gefasst, ein anderes Attentat auf einen Musiker ist bis heute ungeklärt – das soll aber nicht mehr lange so bleiben. Der Mord auf Notorious B.I.G. wird erneut untersucht. Laut NME sind neue Beweise in dem Fall aufgetaucht, über die bislang allerdings noch nichts bekannt ist. Für die Polizei von Los Angeles und das FBI sind sie aber Grund genug, das Ganze nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der amerikanischen Westküste geht es an die Ostküste. Dahin, wo Christopher George Latore Wallace alias Notorious B.I.G. geboren wurde – nach Brooklyn. Dort nimmt die Gentrifizierung neue Ausmaße an, wie die taz in einem Essay zum Thema feststellt. In New York kehrt sich das Prinzip von Ursache und Wirkung der Gentrifizierung nämlich gerade um: „Erst kommt die Yogastudiokette, dann werden gezielt Studenten als Mieter angeworben.“ Den sehr lesenswerten Artikel „Gentrifizierung aus der Kiste“ findet Ihr hier.

Ein sehr sehenswerter Film ist „Bullitt“ aus dem Jahr 1968, der durch seine spektakuläre 10-minütige Verfolgungsjagd durch San Francisco in die Kinogeschichte einging. Am 09. Januar ist Peter Yates, der Regisseur des Film, im Alter von 82 Jahren in London gestorben. Im Guardian findet Ihr einen Artikel über den britischen Filmemacher, der insgesamt vier Mal für den Oscar nominiert war.

Und es gibt einen weiteren Todesfall zu beklagen – den unseres guten Freundes Rock’n’Roll. „[…] today, after years of struggle, came evidence to support the fearsome claim: rock’n’roll is dead“, schreibt der Guardian und bezieht sich dabei auf knallharte Fakten. Im Jahr 2010 waren nur 3% der Singles in den britischen Charts Rocksongs – der niedrigste Wert seit einem halben Jahrhundert (2009 waren es immerhin noch 13%). Aber Paul Stokes vom NME weiß: „Music is a cyclical business. We’ve been told rock was dead before, in the late 80s, late 90s, but it came back.“ Außerdem sei das schlechte ökonomische Klima vielleicht ganz hilfreich, meint Martin Talbot, der Vorstizende der Official Charts Company. „Most interesting and challenging rock music comes out of periods of austerity“. Bis die Zeiten allerdings schlecht genug sind, ist die einzige Rockband, mit der sich noch richtig Geld verdienen lässt, genau: Bon Jovi. Die verkauften 2010 Tickets im Wert von 201.100.000 $ und hatten bei ihren 69 Shows 1.591.154 Besucher.

Mehr über den gottgleichen Dave Grohl, Notorious B.I.G., Peter Yates und alle weiteren aktuellen Neuigkeiten aus der Welt des Pop’n’Roll gibt es ab 15 Uhr im ByteFM Magazin mit Klaus Walter.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    12.01.: Faul, verantwortungslos und sexbesessen : ByteFM Magazin
    Jan 12, 2011 Reply

    […] bleibt es uns also erspart, nach dem Rock’n'Roll in der gestrigen Presseschau auch noch die sexualliberale Traumgesellschaft Schweden beerdigen zu müssen. Und für alle, die […]

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