29.01.: Digital durch's Leben

„Life In A Day“ heißt nicht nur ein grandioser I Am Kloot-Song, sondern nun auch der erste Film bestehend aus YouTube-Videos. Es handelt sich dabei um eine Film-Zusammenstellung, welche nur aus Nutzerbeiträgen besteht. Diese wurden Anfang Juli von YouTube aufgerufen, Szenen aus ihrem Leben auf die Video-Plattform hochzuladen. Rund 4500 Stunden Videomaterial wurden daraufhin zur Verfügung gestellt, welche Lebensbegebenheiten aus der ganzen Welt zeigten. Entstanden ist dabei ein Film, welcher sich rund um den 24. Juli 2010 dreht. Regie führte der Oscar-Preisträger Kevin Macdonald, der den Film auf 400 Beiträge komprimierte. Unter den verschiedenen mehr oder weniger qualitativ hochwertigen, Videoausschnitten befinden sich auch Szenen der Love Parade-Tragödie. „Es sind Menschen aus dem wahren Leben.“, so die Zeit Online. Den Teaser zum Film könnt Ihr Euch hier ansehen.

Die Wikileaks-Debatte uns noch in den Ohren hallend, veröffentlicht Suhrkamp nun ein Essayband zum Thema. In diesem Band kommen Autoren verschiedenster Art zu Wort. Diskutiert werden interessante Standpunkte, wie dieser des Internetkritikers Jaron Laniers, der in den Achtzigern den Begriff der „virtuellen Realität“ erfand: „Wikileaks stehe für eine ‚Blockwartmentalität‘, beklagt er. Assange vertrete eine ‚digitale Ideologie‘. Hinter seiner Idee totaler Transparenz stecke ‚ein Bekenntnis zu Maschinen, nicht zu Menschen‘.“ Wie die digitale Revolution beginnt, ihre politischen Auswirkungen zu zeigen, lest Ihr in der Zeit Online.

Die digitale Revolution schwappt auch auf den alltäglichen Bürger über. Im taz-Interview stellt Peter Weibel Rede und Antwort dazu, inwiefern die technische Kommunikation die sozialen Verhältnisse und die politische Ordnung beeinflusst. „Die Erfahrung des Bürgers ist also, dass er in allen Bereichen des Lebens auf einen Knopf drückt, eine Reaktion kommt und sich etwas verändert; nur in der Politik kommt nichts.“, sagt Weibel. Der Bürger habe Anspruch auf Performativität, wobei die Inhalte ihrer Forderungen eher konservativ ist.

Weniger digital, dafür aber spektakulär wird es vom 25. Februar bis zum 13. März: Das Kurt-Weill-Festival in Dessau-Roßlau soll in diesem Jahr verlängert werden. Drei Lebensstationen Weills werden demzufolge nachgezeichnet werden. Zum Auftakt des Festivals soll das Schaffen des Komponisten in der deutschen Hauptstadt beleuchtet werden. Verschiedene Künstler, darunter der Jazzmusiker Nils Landgren, werden an der Veranstaltung teilnehmen. Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

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