Neue Alben in dieser Woche (KW 44) – eine Auswahl

Emily Jane White – „Ode to Sentience“
VÖ: 05.11.2010
Web: myspace
Label: Talitres Records
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Eine „Ode an die Empfindsamkeit“ – wer könnte das besser in Musik verpacken als Emily Jane White, Sängerin und Songschreiberin aus Kalifornien. Dem Sunshine State scheint sie allerdings nicht sehr viel abgewinnen zu können; oder sagen wir es so: In ihrer Musik lebt sie ihre dunkle Seite aus. Ihre Songs kennzeichnet eine düstere Schwermut und eine beinahe gespenstische Stimmung, die einen schnell in den Bann zu ziehen vermag. Titel wie „Black Silk“, „The Black Oak“ und „Requiem Waltz“ sind da wohl die besten Beispiele. Dabei beweist Emily, wieviel Kraft in einfacher Instrumentierung wie (Slide)Gitarre, Streichern und Klavier stecken kann, und bestätigt die musikalische Verwandtschaft mit Cat Power oder PJ Harvey, ihre Stimme ist nämlich ihre stärkste „Waffe“. Am Mittwoch ist Emily live zu Gast im ByteFM Magazin, wir freuen uns!

Zion I – „Atomic Clock“
VÖ: 05.11.2010
Web: myspace
Label: Gold Dust
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Zion I aus Oakland, Kalifornien veröffentlicht mit “Atomic Clock“ sein inzwischen siebtes Album. Das Hip-Hop-Duo setzt sich aus MC Zumbi und dem Produzenten & DJ Amp Live zusammen. Die Beats auf “Atomic Clock“ basieren neben elektronischen Anteilen hauptsächlich auf Samples akustischer Instrumente. Doch hat man das dazu verwendete Material nicht von anderen Tonträgern geklaut, sondern in Zusammenarbeit mit einigen Gastmusikern selbst eingespielt. Dabei harmonisiert der Flow von MC Zumbi mit den toll produzierten Tracks angenehm gut. Die Titel haben in sich einen schönen Fluss, ein smoothes Fortschreiten und wirken auch in ihrer Gesamtheit geschlossen. Versuche zu experimentieren gibt es dabei nicht. Da gute Hip-Hop-Alben derweil übersichtlich präsent sind, sollte man, falls man dem Genre nicht kategorisch abgeneigt ist, “Atomic Clock“ einen Versuch geben.

Shugo Tokumaru – „Port Entropy“
VÖ: 05.11.2010
Web: myspace
Label: Souterrain Transmissions
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Shugo Tokumaru ist der netteste Mensch der Welt. Das denkt man jedenfalls, wenn man die bezaubernd-süße und unschuldige Musik des Japaners hört. Sein mittlerweile viertes Album „Port Entropy“ ist ein Album wie die fröhliche Zauberwelt aus einem Kinderbuch, mit singenden Vögeln und sprechenden Eichhörnchen. Tokumarus Gitarrenspiel wird manchmal von einer Heerschar an Instrumente begleitet – von Spielzeugklavieren über Glockenspiel und Akkordeon bis hin zu Flöten. Wenn dann im Hintergrund noch ein Vogel zwitschert, kann das alles manchmal schon ein wenig zu niedlich werden. Trotz dieser augenscheinlichen Überladenheit bleibt „Port Entropy“ allerdings angenehm unaufdringlich und zart. Fast undenkbar, dass Shugo Tokumaru seine ersten musikalischen Gehversuche in einer Punkband unternommen hat. Wer auf zauberhafte Klanglandschaften steht, dem sei „Port Entropy“ wärmstens empfohlen.

Nina Kinert – „Red Leader Dream“
VÖ: 05.11.2010
Web: myspace
Label: Ninkina Records
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Angeblich gab die Country-Musik die Initialzündung für Nina Kinert aus Stockholm, um Musikerin zu werden. Hören tut man diesen Einfluss auf ihrem mittlerweile 4. Studioalbum allerdings nicht mehr, ihren Weg weg vom Folkpop kündigte sich schon mit dem letzten Album („Pets & Friends“, 2008) an, auf „Red Leader Dream“ führt sie ihn fort. Inspiriert von der Star Wars Saga, probiert Nina viel herum auf diesem Album, kombiniert elektronische Elemente mit Piano, streut Handclaps, Streicher und Weltraumgeräusche ein oder verliert sich kurzzeitig in Afro-Rythmen. Dennoch ist „Red Leader Dream“ eine eingängige, atmosphärische und zeitweise sogar „catchy“ Pop-Platte geworden, was vor allem Ninas Gespür für gute Melodien und ihrer kraftvollen und glasklaren Stimme zu verdanken ist.

The Grand Opening – „In The Midst Of Your Drama“
VÖ: 05.11.2010
Web: myspace
Label: Tapete
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„The Grand Opening“ ist das Bandprojekt des Schweden John Roger Olsson, der für sein drittes Album die „Band“ mehr in den Vordergrund treten ließ. Bisher war es vornehmlich John selbst, der die Songs schrieb und instrumentierte, nun gesellen sich weitere Musiker hinzu. Trotzdem ist es unbestritten Johns Stimme und sein Gitarrenspiel, das durchweg im Mittelpunkt steht. Dabei singt John noch nicht mal besonders gut oder schlecht, er kratzt mit ihr immer nur haarscharf an der Befindlichkeitsgrenze. Gemeinsam mit den leicht vorhersehbaren Melodien klingt das ganze ein wenig arg nach konstruiertem Herbst-Blues.

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  1. posted by
    16.11: Von Schwermut und Angriffen : ByteFM Magazin
    Nov 16, 2010 Reply

    […] Töne gießt." Die vollständige Artikel findet Ihr hier. Außerdem könnt Ihr auf der ByteFM Magazin Seite unsere Rezension zum Album […]

  2. posted by
    25.11.: It smells like…. : ByteFM Magazin
    Nov 25, 2010 Reply

    […] Auch wir haben Nina Kinerts aktuelles Album besprochen. Die Rezension könnt Ihr unserer Rubrik Neuerscheinungen auf der ByteFM Magazin Seite […]

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