Zeitgeister-Podcast #14: BTS und eine neue Fankultur

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Mit der südkoreanischen Boyband BTS hat der Teenie-Fankult eine neue Stufe erreicht (Foto: Universal Music)

Südkoreanische Pop-Musik aka K-Pop bricht derzeit alle Rekorde. Neben seiner globalen Wirkung und seinem Erfolg ist ihm noch etwas anderes zu eigen: Auch das Verhältnis von Star und Fan hat sich gewandelt. Waren die Idole bisher unerreichbar, sind sie nun zum Greifen nah – sozusagen auf Augenhöhe. Am Beispiel der K-Pop-Band BTS untersucht Ralf Schlüter in einer neuen Ausgabe des Podcasts Zeitgeister, wie die K-Pop-Industrie das Machtverhältnis verändert hat.

Fans werden zur „Army“

Die südkoreanische Boyband BTS ist längst ein weltweites Phänomen geworden. Ihre Fans haben sich als sogenannte „Army“ organisiert und unterstützen die Stars nicht nur mit Klicks und Videos, sondern auch mit realen Dingen wie Verpflegung am Filmset. An BTS lässt sich ein neues Verhältnis von Star und Fan ablesen, letzterer wird im Zeitalter von Social Media vom Jünger zum Teilhaber. Wir im Westen haben uns an einen zynischen Umgang mit unseren Stars gewöhnt – können wir vom K-Pop womöglich einen besseren Umgang mit ihnen lernen?

Mehr über die neue Ausgabe erfahrt Ihr auch am 16. November 2021 ab 14 Uhr im ByteFM Magazin mit Friederike Herr, die Ralf Schlüter zum Gespräch begrüßt. Zusammen mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie ByteFM nimmt Euch Kulturjournalist Ralf Schlüter einmal im Monat mit auf einen Trip in die Musik- und Kulturgeschichte. Hört Euch die 14. Ausgabe von Zeitgeister hier in voller Länge an:

Bild mit Text: „Ja ich will Radiokultur unterstützen“ / „Freunde von ByteFM“

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Diskussionen

3 Kommentare
  1. posted by
    Marie B.
    Nov 29, 2021 Reply

    Hi, interessanter Podcast! Leider ein paar falsche Informationen… Ich verfolge als Fan das Phänomen Kpop schon seit 2009 – es ist faktisch falsch zu sagen BTS sei am erfolgreichsten von allen geworden weil sie als Erste englische Textzeilen verwendet haben. Bereits die ersten „globalen“ Kpop Superhits (Gee -SNSD, Nobody – The Wondergirls) die damals durchaus auch in Deutschland über Youtube kleine Wellen schlugen, hatten englische Textzeilen. Tatsächlich sind englische Phrasen, Textzeilen und Wörter eine der absolut grundlegenden Zutaten der Kpop-Song-Formel. Daher etwas merkwürdige Behauptung! Und viele Kpop-Stars haben auch schon früher als BTS mit bedeutsamen westlichen Stars kooperiert: zum Beispiel Snoop Dog und Missy Elliot, um nur einige zu nennen.

    Etwas, das BTS hervorstechen lässt, ist das sie einen großen Teil ihrer eigenen Texte schreiben und ihre Musik zusammen mit einem hauseigenen Produzententeam selbst produzieren. Das macht sie sehr viel authentischer. Sie haben auch negative, politische Lieder (im großen Gegensatz zu den meisten Kpop-Gruppen). Ich bin mittlerweile schon lange kein Kpop-Fan mehr (Überangebot an Gruppen, zu einheitlich, zu künstlich für mich) Aber ich bin ein Army, also ein BTS-Fan.

    Schade, dass jemand der als Experte eingeladen wurde, selbst zugeben muss dass er nicht so wirklich Ahnung hat. Der Rest, vor allem zur Fankultur in Kpop allgemein, fand ich sehr interessant.

  2. posted by
    Marie B.
    Nov 29, 2021 Reply

    P.S.: Der Name Army als Fanclubname wurde nicht von den Fans selbst gewählt sondern von dem Label und BTS – in Anlehnung an den koreanischen Namen der Band: Bangtan Sonyeondan – übersetzt: Kugelsichere Pfadfinder. Army steht für den erheiternden Namen „Adorable Representatives MC for Youth“. Das Übersetzen lasse ich jetzt mal denn es klingt doch etwas albern 😂

  3. posted by
    Marie B.
    Nov 29, 2021 Reply

    So, zu Ende gehört. Vielen Dank für die (für deutsche Verhältnisse) sehr unvoreingenommene und sachliche Berichterstattung! Das mussten BTS-Fans leider oft anders erleben. Habe die Folge mit meiner Fan-Community geteilt.

    Sehr interessant, besonders der letzte Punkt zur Humanisierung der Stars.

    Danke, Herr Schlüter!

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