Zum 30. Todestag von Marvin Gaye

Marvin Gaye

Der Soulsänger mit der tiefen Stimme und viel Sexappeal – so haben viele Menschen Marvin Gaye in Erinnerung. Der Song, der diesen Ruf manifestierte, erschien nur zwei Jahre vor dem Tod des charismatischen Musikers. Und es war sein größter Hit: „Sexual Healing“ verhalf Marvin Gaye 1982 zu seinen ersten beiden Grammys und blieb wochenlang in den US-amerikanischen Charts.

Als Teenager verließ Gaye sein Zuhause wegen Problemen mit seinem strengen Vater. Er wollte als Pilot bei der US-Armee anheuern, doch kam nicht weit. Daraufhin zog er zurück in seine Heimatstadt Washington, D.C. und gründete die Doo-Wop-Gruppe The Marquees. Der Erfolg blieb aus, mit 21 zog Marvin Gaye nach Detroit. Hier nahm seine Karriere ihren Lauf.

Bald machte der Sänger die Bekanntschaft von Motown-Gründer Berry Gordy, Jr. Marvin Gaye sollte zu einem der größten Stars des Labels werden und zum Ehemann von Gordys Schwester Anna. In den 60er Jahren wurde er für seine Duette bekannt, zum Beispiel mit Tammi Terrell, mit der er den Hit „Ain’t No Mountain High Enough“ einsang. Doch ihre gemeinsame Arbeit fand ein trauriges Ende – Terrell brach 1967 bei einem gemeinsamen Auftritt zusammen. Ein Hirntumor wurde bei ihr diagnostiziert und sie starb drei Jahre später. Nach ihrem Tod wurde Gaye von Depressionen geplagt.

„What’s Going On“ markierte sein Comeback. Berry Gordy wollte den Song erst nicht veröffentlichen, da der Text zu ernst war – er spielt auf Gewalt und Krieg an. Doch „What’s Going On“ stand 1971 auf Platz 1 der Charts. Das gleichnamige Album von Gaye wurde millionenfach verkauft. Ende der 70er legte sich ein Schatten auf die Beziehung von Marvin Gaye und Motown und auch auf seine Ehe. Er verließ schließlich die USA und nahm eine Auszeit in Belgien. Die tat ihm gut. Im Jahr 1982 unterschrieb der Musiker bei CBS und kurz darauf erschien sein größter Hit: „Sexual Healing“.

Nur zwei Jahre blieben Gaye danach noch, sein neu gewonnenen Erfolg zu genießen. Im April 1984 lebte er bei seinen Eltern. Das Verhältnis zu seinem Vater war jedoch wie schon in seiner Jugend sehr angespannt. Am 1. April 1984 saß Gaye am Bett seiner Mutter, als sein Vater eine Pistole auf ihn richtete und abdrückte. Er starb nach dem ersten Schuss.

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