
Edwin van der Sars Unbezwingbarkeit inspirierte die Band Dackelblut zu einem Refrain (Foto: Austin Osuide, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)
„Edwin van der Sar“ heißt ein deutscher Punk-Klassiker aus der Feder von Jens Rachut. Nach Ausbildung zum Konditor und abgeleistetem Wehrdienst trat in den 1970ern Punk in das Leben der heutigen Schlüsselfigur der Hamburger Szene. Eine seinen frühen Bands hieß Fickfehler; zu seinen bekanntesten Projekten gehören Angeschissen, Blumen am Arsch der Hölle, Dackelblut, Oma Hans und Kommando Sonne-nmilch. Dackelblut veröffentlichten in den 90ern zwei Longplayer, damals ausschließlich auf Vinyl. Vielleicht auch, weil Rachut immer bewusst versucht, die Vermarktungslogik zu umgehen. In seinen Texten ist Rachut ein Storyteller, oft ein zorniger, aber auch ein Träumer. In jedem Falle jemand, der musikalisch wie textlich nicht machen möchte, was man von ihm erwartet. Auf dem von Frankie Stubbs (Leatherface) produzierten 1997er Dackelblut-Album „Fluten und Tauchen“ findet sich unser Track des Tages. Darin reißt Rachuts Geduldsfaden: „Es reicht jetzt, sie werden zu beknackt.“ Da es hierzulande keinen Vulkan gibt, der kotzen muss wie er, wünscht er sich vom Wetterfrosch „eine Naturkatastrophe nur für Deutschland […] Eine Naturkatastrophe wie die Mauer oder so / Oder 0:8 gegen Holland“. Dort stand im Tor der Fußballnationalmannschaft nämlich der unbezwingbare Titelheld des Songs.
Der Song „Edwin van der Sar“ erschien 1997 auf dem Album „Fluten und Tauchen“ von Dackelblut. Im Rahmen unserer Punk-Themenwoche ist der Song heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: