
Widowspeak veränderten ihren Sound nie radikal, aber über die Jahre deutlich (Foto: Michael Stasiak)
„If You Change“ heißt ein neues Stück der US-amerikanischen Band Widowspeak. Erschienen ist es auf „Roses“, dem siebten Album des New Yorker Duos. Darauf bildet es so etwas wie das Herzstück; gar nicht notwendigerweise bezüglich der Dramaturgie der LP, aber es ist ihr eindeutiger Hit. Was das Songwriting angeht, ist „Roses“ das klassischste, traditionellste Album von Molly Hamilton und Robert Earl Thomas. In ihrer Rohform entstanden die Aufnahmen auf der griechischen Insel Hydra, doch vor allem klingt „Roses“ nach den USA. Und zwar den ganz klassischen Singer-Songwriter-USA. Country-Rock und Americana haben den Indie-Sound früher Tage weitgehend verdrängt. Dennoch umhüllt das klassische Songwriting eine Widowspeak eigene unwirkliche oder zumindest uneindeutige Atmosphäre. In Kombination mit 90s-Jangle-Pop-Gitarren führt all das unseren Track des Tages in ein Americana-Dreampop-Territorium. Also ungefähr genau zwischen Mazzy Star und einer jungen Sheryl Crow, wo ein sehr fruchtbarer Acker liegt. Die Veränderung des Band-Sounds erfolgte nicht abrupt, sondern sehr behutsam und organisch über sieben LPs. Auch in unserem Track des Tages wünscht sich die Protagonistin keinen zu radikalen Neuanfang ihres Gegenübers: „If you change, don’t change too much / ’Cause I really loved this one“.
Das Album „Roses“ von Widowspeak erscheint am 5. Juni 2026 auf dem Label Captured Tracks. Im November und Dezember kommt die Band damit für einige Konzerte in die DACH-Region, präsentiert von ByteFM:
23.11.26 Zürich – Bogen F
24.11.26 München – Milla
25.11.26 Salzburg – Rockhouse
01.12.26 Berlin – Frannz Club
02.12.26 Hamburg – Hebebühne
Der Song „If You Change“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: