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Cosmos Interkontinentaler Drift

ByteFM: Cosmos vom 09.06.2022

Ausgabe vom 09.06.2022: Interkontinentaler Drift

Jenseits der Limitierungen, der Begrenzungen im Kopf, der Fantasie und des sich nicht vorstellen können, was wohl hier und/oder andernorts, gar nach der Zeit, die die eigene Lebenszeit umspannt, ist und sein könnte und wie eine Welt doch, nicht zuletzt via der modernen Medien, die in die bisher verborgensten Winkel drängen und bisher Unbekanntes ins Gegenteil verkehrt, sich uns erschließen lässt, dann im besten Fall damit auch vertrauter erscheinen lässt und uns vergewissert sein lässt, dass wir uns näher, im menschlichen Verhalten und der Gewohnheiten sind, als wir es im Moment annehmen möchten.
Natürlich, es gibt Unterschiede, in der Kultur, den Gewohnheiten, dem Alltag, dem Wetter, der Moden etc., doch unterm Strich, come on, sind wir alle eben doch auch nur Bestandteil einer Species, Menschen eben. Manchmal erscheint es einer/einem, dass in der Entwicklung, der Entfaltung dahin doch noch ne Menge Strecke getätigt werden muss, in anderen Fällen erstaunt es ebenso, zumindest diesen Autor, wie weit, wie gelungen anders es anderen gelingt, schon an einem, hier noch weit entferntem, Ziel angekommen zu sein.

Dann wiederum sind mal wir, in unserer Hemisphäre, mit anderem etwas voraus und so geht es hin und her, mal mehr, mal weniger. Das Geheimnis ist vielleicht, das eine(r) selbst es nie bestimmen kann, ob es richtig oder doch anders ist und dass die Welt danach es besser erkennen kann, ob der/die Propheten richtig gelegen haben, oder ob alles nur kollektiver Unsinn gewesen ist. Im Ansatz ist es vielleicht einfach nur gut und richtig, sein Ego zu Lebzeiten halbwegs in den Griff bekommen zu haben und möglichst wenig zu hinterlassen, was andere dann zu bereinigen hätten, bzw. zu bereinigen haben.

Worte, nur Worte. Die Musik macht keine Versprechungen, sie erfüllt sie, ohne sie versprochen zu haben. Auch bedarf es keiner Sprachkenntnisse. Meisterlich, dieses zu vermögen, ich staune, immer und immer wieder, aufs Neue. Welch glücklicher Trost, welch inniges Trösten, wenn wir es nicht mal uns erklären können, nicht einmal auch zu wollen. Wir können einfach nur die Gedanken ausschließen, die Augenlider senken, den Sinnen Platz bereiten, schweigen, lauschen, dem Wunder Raum geben, nicht fragen, warum? Des Herz, die “Seele“ weiß es doch eh besser, als unsere Erklärungen es noch deutlicher machen könnte. Und plötzlich fliegen wir, sind mitten in einem Bazar, auf einem Meer, stehen auf irgendwelchen Gipfeln, blicken auf ein Meer aus Sand, sind miteinander unter Menschen, die anders gekleidet, einer fremden Sprache sich bedienen, um sich zu verständigen, sind irgendwo anders, wo nichts uns bekannt erscheint und doch alles uns irgendwie vertraut ist. Dann sind wir mal an einem richtigen Ort, an dem mit allen wir uns ein Zuhause geben. Weil wir zuhören, uns öffnen, dem, was vorher nicht bedacht, erklärt, nicht erst unsere Gewohnheit befriedigt, wenn es schon tausendmal wir es uns ausgesucht, es besucht haben. All dieses, wie in einem wachen Traum.

Orte der Reise, Sehnsuchtsorte, die wir in der Stunde heute ansteuern sind Indien, genauer vielleicht das Indien, das Bollywood uns offeriert. Ägypten und das auf der Vulkankette im Atlantischem Ozean liegende Sao Tomé. Afrika, genauer Nigeria und das Frankreich, welches sich in der Vielfalt gestaltend offenbart, mit seinen Bürgern, die aus der Karibik stammen (und die selbst eine weite Reise, nicht immer freiwillig machten, um dort eine Heimat, eine weitere gefunden zu haben) und nicht zuletzt auch aus vertrautem Terrain, aus der Hansestadt Hamburg, die letztlich Eurem Sender hier und auch diesem Moderator Heimat bietet. Also, Augen zu, Ohren gespitzt und durch ...

Kommentare

tomwaits vor 5 Monaten
lieber douglas, vereinsamen sollst aber wirklich nicht ;-)! danke für diesen famosen, wohl choreografierten ritt->drift durch die kontinente und jahrzehnte. hat (wie immer) spass beschert, glücklich gemacht und körper und geist in bewegung gehalten. mehr davon! love and peace, frank
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tomwaits vor 5 Monaten
lieber douglas, vereinsamen sollst aber wirklich nicht ;-)! danke für diesen famosen, wohl choreografierten ritt->drift durch die kontinente und jahrzehnte. hat (wie immer) spass beschert, glücklich gemacht und körper und geist in bewegung gehalten. mehr davon! love and peace, frank
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Playlist

1.  Lata Mangeshkar / Rasik Balma
From Lata With Love – Her Twelve Golden Hits / Odeon
2.  Abdel Halim Hafez / Ne Me Crois Pas (Glaube Mir Nicht)
Le Youhou Des Amants / Disky
3.  Marvin Gaye / Wie Schön Das Ist (How Sweet It Is)
V.A./German Nights - 12inch - / Boutique
4.  Prince / Welcome 2 America
Welcome 2 America / NPG Records
5.  Tyler, The Creator / Sweet / I Thought You Wanted To Dance
Call Me If You Get Lost / Columbia
6.  David Walters / Manyé
Soleil Kréyol / Heavenly Sweetness
7.  Africa Negra / Carambola
Antologia Vol.1 / Les Disques Bongo Joe
8.  Dizzy K. Felola / Ife Love
Sweet Music Volume 1 / Sticky Buttons Records
9.  Diazpora / Timbuktu
Step Up / Minor Music
10.  Lata Mangeshkar / Thandi Hawaen
From Lata With Love – Her Twelve Golden Hits / Odeon