Städel Mixtape Gustave Courbet, Die Woge (21.02.2026)
Der Wind schlägt ins Gesicht, fährt in die Haare und reißt sie nach hinten, als wolle er einen hinausziehen auf die offene See. Jeder Atemzug trägt Salz auf der Zunge, schmeckt nach Gischt und aufgewühltem Wasser. Die Böen stemmen sich gegen den Körper, lassen Stoffe peitschen und treiben die feuchte Kälte bis tief in die Haut. Ein feiner Sprühregen legt sich wie ein kühler Schleier auf Gesicht und Lippen, brennt in den Augen. Das Meer brüllt unaufhörlich. Wellen türmen sich auf, wachsen zu dunklen Bergen, brechen mit donnerndem Krachen und schleudern weißen Schaum in die Luft. Man steht fest auf dem Boden und spürt doch, wie die rohe, ungezähmte Kraft der See an einem zerrt: zugleich verlockend und bedrohlich, anziehend und abstoßend.
Genau dieses Naturschauspiel bannt der französische Maler Gustave Courbet im 19. Jahrhundert immer wieder auf die Leinwand. Rund sechzig Mal widmet er sich Wellen und Wogen. Nicht als bloße Landschaft, sondern als eigenständigem Akteur. Einer dieser Darstellungen gilt unsere Aufmerksamkeit in dieser Ausgabe: „Die Woge“, entstanden zwischen 1869 und 1870.
Eine einzige, tosende Welle rollt direkt auf die Betrachtenden zu. So nah, so unmittelbar, dass sie den Bildraum zu sprengen scheint. Als würde sie im nächsten Augenblick über den Rahmen hinausbrechen und uns mit sich reißen. Doch was macht gerade diese Welle so besonders? Wie unterscheidet sie sich von anderen Meeresdarstellungen ihrer Zeit? Wofür steht sie – Naturstudie, Sinnbild, Provokation? Und was verbindet sie mit Claude Debussy oder sogar Billy Joel
Visual: Die Woge, Städel Museum, Frankfurt am Main. Mehr über das Werk erfahrt Ihr auch in der Digitalen Sammlung des Städel Museums.
Weitere Ausgaben von Städel Mixtape
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Playlist
| 1. |
M83 / Waves, Waves, Waves Digital Shades, Vol. 1 / M83 Recording |
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| 2. |
Matt Sweeney, Bonnie Prine Billy / My Home Is The Sea Superwolf / Drag City |
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| 3. |
Frédéric Chopin, Maurizio Pollini / Chopin: 12 Études, Op.12: No. 12 in C Minor "Ocean" Chopin: Etudes Opp.10 & 25 / Deutsche Grammophon |
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| 4. |
Franz von Suppé, Tonkünstler-Orchester, Ola Rudner / Des Matrosen Heimkehr: Prelude Suppé: Fantasia symphonicy, Orchestral Overtures & Preludes / Naxos Rights |
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| 5. |
Antoine Bitran, Arnaud Marzorati, Le Choer Des Révolution / Le Des Ouvriers Revolutions / Paraty |
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| 6. |
Peter Doherty, Frédéric Lo / The Fantasy Life Of Poetry & Crime The Fantasy Life Of Poetry & Crime (Single) / Strap Originals & Water Music |
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| 7. |
James Blake / Waves Know Shores The Colour In Anything / Polydor Ltd |
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| 8. |
Quadeca / Monday Vanishing, Horizon Scraper / X8 Music |
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| 9. |
Moses Yoofee Trio / Ocean Ocean / Leiter |
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| 10. |
Rob Grant, Lana Del Rey / Lost At Sea Lost At Sea / Rob Grant / Universal |
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| 11. |
Cecil Taylor / Port Of Call The Wolrd Of Cecil Taylor / Candid Records |
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| 12. |
Claude Debussy, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan / Debussy: La Mer, CD 111: III. De L'aube A Midi Sur La Mer Debussy: La Mer / Prélude à L'après-midi / Ravel: Pavane |
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| 13. |
Billy Joel / Storm Front Storm Front / Sony |
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| 14. |
Billy Bragg / The Internationale The Internationale / Cooking Vinyl |
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| 15. |
Molly Lewis / Oceanic Feeling The Forgotten Edge / Jagjaguwar |
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| 16. |
Robert Wyatt / Sea Song Rock Bottom / Domino Recordings |
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