14.12.: "…reichlich abgenudelte Heuler…"

„Seine Stimme ist eigentlich zu viel. Zu viel Gefühl, zu viel Leid, zu viel Verletzlichkeit. Manche ertragen das nicht. Doch genau deshalb ist Antony Hegarty auch einer der größten Sänger, die der Pop gegenwärtig im Angebot hat“, schreibt Tim Casper Boehme in der taz über Anthony And The Johnsons. Vom Gothic-Rock zum Kammerpop. So lässt die sich die Karriere des Ausnahmekünstlers kurz umreissen. Ohne viel an dieser Grundkonstellation zu ändern, hat Antony seinen Ansatz über die Jahre verfeinert und bietet auf „Swanlights“ neben maximal reduziertem Kammerpop auch ausladendere orchestrale Arrangements. Mr. Hegarty kann „praktisch alles singen […] was er will, und es [gelingt] ihm sogar […] einem mehr als reichlich abgenudelten Heuler wie John Lennons „Imagine“ zu neuer Würde zu verhelfen.“

Weniger gut gesonnen steht es heute um Silvio Berlusconi. Heute muss sich Italiens Ministerpräsident drei Misstrauensanträgen stellen. Der geschwächte Regierungschef konnte die erste Abstimmung im Senat für sich entscheiden. Die Parlamentskammer sprach der Regierung mit 162 von 308 Stimmen das Vertrauen aus. Dennoch könnte nach zwei Jahren die dritte Amtszeit von Italiens Ministerpräsident enden. Denn nun folgt die entscheidende Abstimmung über einen Misstrauensantrag der Opposition gegen seine Mitte-Rechts-Regierung im Abgeordnetenhaus. Sollte der Medienunternehmer und Milliardär diese Abstimmung verlieren, muss er abtreten. Nachzu lesen auf ZEIT Online.

Ja Rule muss hinter schwedische Gardinen. Der US-Rapper hat sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes strafbar gemacht und muss für 2 Jahre ins Gefängnis. Ja Rule war 2007 nach einem Konzert von Lil Wayne in Manhattan mit einer geladenen halbautomatischen Waffe im Auto erwischt worden, als ihn die Polizei wegen Geschwindigkeitsübertretung anhielt. Die FR berichtet.

Das sich Theaterhäuser einer Verjüngungskur unterziehen müssen, um mehr Generationen anzusprechen, ist nicht neues. Mit dem Einzug der Pop-Diskurs-Performance ins Theater unternehmen sie ein Versuch jüngeres Publikum zu binden. Das ist den Münchner Kammerspielen nun mehr als geglückt. Den Auftakt bietet die neue Schorsch-Kamerun-Reihe „Holt mich hier raus (Ich bin hier vor der Wand)“. Mit sogenannten „Erfindungsabenden“, erklärte der Regisseur und Sänger der Goldenen Zitronen, wolle er in lockerer Zusammenarbeit mit Alexander Kluge die Sujets, Schlagwörter und Behauptungen des Theaters überprüfen. „Was kostet die Liebe?“ lautete das Motto des ersten Abends. Die taz hat die Antworten.

Laut den australischen Medien soll Paul Simonon, Ex-Clash Mitglied und Bassist von den Gorillaz, einen Hirnschlag erlitten haben und ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Die Meldung wurde nun seitens den Gorillaz dementiert. Der Pressesprecher der Comicband erklärte gegenüber dem NME: „The reports were false and Simonon was fine“. Freut uns.

Eine gute Nachricht für Reggae Fans: Im September 1980 spielte Bob Marley seine letzte Show – die mitgeschnitten wurde – im Stanley Theatre in Pittsburgh. Die Aufnahme erscheint am 01. Februar 2011 als Doppel-CD bzw.Triple LP, umfasst das gesamte Konzert und trägt den „Uprising, Live Forever“. Die Meldung inkl. der Tracklist könnt ihr hier nachlesen.

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