Dick Halligan (Blood, Sweat & Tears) ist tot

Foto der Band Blood, Sweat & Tears, deren Gründungsmitglied Dick Halligan im Alter von 78 Jahren gestorben ist.

Spielte von 1967 bis 1971 bei Blood, Sweat & Tears: Dick Halligan (Dritter von rechts)

Der US-amerikanische Musiker und Songwriter Dick Halligan, Gründungsmitglied von Blood, Sweat & Tears, ist gestorben. Er spielte Posaune, Flöte und Keyboard in der Jazz-Rock-Band und schrieb einige ihrer Songs. Wie nun bekannt wurde, starb der bereits am 18. Januar 2022 78-jährig in Rom.

Aufgewachsen im US-Bundesstaat Michigan kam Richard Bernard „Dick“ Halligan schon früh mit Musik in Berührung und war unter anderem beeinflusst von der Big-Band-Musik von Stan Kenton, Tommy Dorsey und Glenn Miller. Seinen ersten bezahlten Auftritt hatte er bereits im Alter von 13 Jahren. Er spielte in verschiedenen Tanzbands die Posaune, bevor er ein Studium der Musiktheorie aufnahm, welches er 1967 in New York City abschloss.

Erfolge mit Blood, Sweat & Tears

In jenem Jahr holte ihn sein Freund Fred Lipsius in die Band Blood, Sweat & Tears, auf deren Album „Child Is Father To The Man“ er erstmals an der Posaune zu hören ist. Später wechselte er dann an Keyboard und Flöte und gewann mit seiner Performance im Stück „Variations On A Theme By Erik Satie“ 1969 einen Grammy. Das zweite Studioalbum von Blood, Sweat & Tears erschien 1968, verbrachte 1969 sieben Wochen auf Platz 1 der Billboard-Charts und gewann 1970 einen Grammy für das „Album des Jahres“. Die insgesamt vier Platten, an denen Halligan mitwirkte, waren außerordentlich erfolgreich: alle vier wurden mit Gold und eines sogar vierfach mit Platin ausgezeichnet.

Halligan schrieb diverse Songs für die Formation, darunter auch die Stücke „Redemption“ und „Lisa Listen To Me“, bevor er die Band 1971 verließ. In der Folge tat er sich als Komponist für Film- und Fernsehproduktionen hervor, darunter die Chuck-Norris-Filme „A Force Of One“ (1979) und „The Octagon“ (1980).

Seit 1981 leitete Halligan als Pianist verschiedene Jazzensembles in Los Angeles. Mit „Cat’s Dream“ (2007) und „Slow Food Forum“ (2007) veröffentlichte er zuletzt eigene Alben und spielte und tourte unter dem Namen Musical Being.

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