Kommunikationsschwierigkeiten – 1000 Robota auf der Bühne des Kampnagel


Letzten Samstag standen 1000 Robota beim Kampnagel Sommerfestival in Hamburg auf der Bühne. Begleitet wurden sie vom Kammerensemble Hamburg.

Merklich nervös waren die drei Jungs am Anfang, angesichts der Erwartungshaltung, die ihnen im Vorhinein entgegengebracht wurde. Durch ihre kühle Distanz gelang es zunächst gut, das Lampenfieber zu überspielen. Dann versuchte Sänger Anton Spielmann den Kontakt zum Publikum herzustellen, erzählte ein paar Anekdoten und kommentierte die Bewegungslosigkeit der Zuschauer. Getanzt wurde erst bei der Zugabennummer. Ansonsten saß der Großteil des Publikums – und zwar nicht nur auf den Rängen. Vorne auf der Tanzfläche war die Menge merkwürdig zweigeteilt. Auf der einen Seite setzten sich die Leute am Boden, auf der anderen standen sie und wippten im Takt der Musik. Irgendwie lief die Kommunikation schief.

Es war nicht ganz klar, was 1000 Robota sein wollten. Eine optisch-akustische Inszenierung, die man betrachtet wie ein Gemälde im Museum, oder eine Post-Punk Band, die das Haus rockt. Das Licht erzeugte eine gespenstische Stimmung, die aber wieder relativiert wurde durch das Orchester im Hintergrund, deren Mitglieder sich sichtlich an der Band belustigten und sich zwischendrin auch mal eine Zigarette gönnten.

Musikalisch war das Konzert aber einwandfrei, angesichts dessen ist es schade, dass die Bühnenshow nicht authentisch wirkte und zum theatralischen Schnöselpunk verkam.

Das könnte Dich auch interessieren:



Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.