Zum 40. Todestag von Cass „Mama Cass“ Elliot

Foto Cass

Cass „Mama Cass“ Elliot (Foto: RCA Records / Public Domain)

Vor etwas mehr als einem Monat haben wir hier Michelle Philips, Sängerin von The Mamas And The Papas, zu ihrem 70. Geburtstag gratuliert. Gerne würden wir auch den anderen Mitgliedern der bahnbrechenden Flower-Power-Truppe zu ihren Geburtstagen gratulieren, aber leider ist Michelle Philips das letzte verbliebene lebende Gründungsmitglied der Band. Trotzdem wollen wir die anderen Mitglieder in Ehren halten, so auch Cass Elliot mit der sensationellen Stimme, die vor 40 Jahren im Alter von nur 32 Jahren starb.

Cass „Mama Cass“ Elliot wurde am 19. September 1941 als Ellen Naomi Cohen in Baltimore, Maryland, geboren. Das Singen war zunächst nicht ihre größte Leidenschaft, Elliot wollte eigentlich Schauspielerin werden. Sie brach die Highschool ab, zog nach New York und schaffte es tatsächlich, eine Rolle bei den Musicals „The Music Man“ und „I Can Get It For You Wholesale“ zu ergattern, verlor die letztere allerdings bald wieder an Barbra Streisand. Mit der Schauspielkarriere sah es nicht mehr so gut aus, „Mama Cass“ begann zu singen und gründete mit dem Banjo-Spieler Tim Rose und Jim Hendricks The Big 3, mit denen sie auch ihre ersten Erfolge feiern konnte.

Nachdem Rose die Band verlassen hatte, schlossen sich Elliot und Hendricks 1965 The Mugwumps an – ein bedeutender Moment für die Popgeschichte. The Mugwumps selbst hatten zwar keine nennenswerten Erfolge, der Split der Gruppe führte allerdings zu zwei der wichtigsten Acts der 60er-Jahre: The Lovin Spoonful mit den Mugwumps-Mitgliedern Zen Yanovsky und Jim Hendricks und The Mamas And The Papas mit Cass Elliot und Denny Doherty, die sich dem Ehepaar Michelle und John Philips anschlossen.

Flower-Power, Exzesse & Beziehungs-Chaos

Zunächst hießen The Mamas And The Papas allerdings noch New Journeymen und wollten Cass Elliot gar nicht dabei haben – hartnäckig halten sich bis heute die Gerüchte, dass Bandleader John Philips die sehr früh sehr übergewichtige Cass Elliot zu „fett“ fand. Ein anderes Argument für die lange Zurückweisung war, dass er Elliots stimme als zu tief befand, als dass sie im Zusammenklang mit Michelle gut geklungen hätte.

Letztendlich – und auch um die Gründe darüber gibt es etliche Gerüchte – stimmte Philips zu. Was sein Glück war: Cass Elliot wird von vielen als das wohl charismatischste und stimmlich beeindruckendste Mitglied der Gruppe betrachtet. Was folgte, ist Geschichte: California Dreamin’, Flower-Power, Drogen, Exzesse, Beziehungs-Chaos innerhalb der Band; schließlich der Split 1968 nach nur drei, wenn auch sehr erfolgreichen Jahren.

Doch Cass Elliot hatte sich ihren Namen ersungen und veröffentlichte in den sechs Jahren bis zu ihrem Tod noch sieben Soloalben. Dream A Little Dream war ihr größter Hit, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere starb sie nach einem Konzert in ihrem Bett an Herzversagen – schuld daran waren mutmaßlich die Schockdiäten, mit denen sie über Jahre hinweg immer wieder versucht hatte, ihr Übergewicht zu reduzieren.

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Diskussionen

Ein Kommentar
  1. posted by
    P.
    Sep 4, 2017 Reply

    Als Kind fand ich Ihre Stimme schon schön und vielleicht war auch ein gewisser Mama-Komplex dabei;……sie war und ist wunderbar! Das sehe ich bis heute so……..und ich bin mittlerweile über 50 Jahre alt……..

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