Die Geister der Rave-Kultur: „Chemz“ von Burial

 Screenshot aus dem Visualizer zu unserem Track des Tages „Chemz“ von Burial.

Screenshot aus dem Visualizer zu Burials Track „Chemz“

Ein gut zwölf Minuten langer melancholischer Spuk ist die neue Single „Chemz“ von dem britischen Produzenten Burial. Das Geisterhafte und Verrätselte haftet dem zuletzt ungewöhnlich aktiven Musiker seit jeher an. Und auch, seitdem William Emmanuel Bevan, der Mensch hinter der Musik, seine Identität preisgegeben hat, ist das Mysterium kaum kleiner geworden. Im Mark der Tracks von Burial steckt immer eine tiefe Sehnsucht. Sie spielen mit Spuren der Vergänglichkeit wie zum Beispiel den Plattenknacksern, die unseren heutigen Track des Tages durchziehen. Burial klingt häufig wie die Kehrseite der Rave-Kultur, eine ferne Erinnerung an Tage unschuldiger Euphorie, die schon lange abgeklungen ist.

Von verschleierter oder eingekapselter Euphorie sprachen schon vor Jahren in einem Interview Bevan und der Theoretiker Mark Fisher, der zu den größten Fans von Burial gehörte. Und dieses Element zeigt sich auch in seinem neuesten Tune. Die hochgepitchten Stimmen und die Breakbeats erinnern an die ganz frühen Tage von Jungle und Drum & Bass oder auch an 2-Step Garage. Aber die Freuden der Rave-Kultur bleiben eben immer haarscharf außer Reichweite.

Die Single „Chemz / Dolphinz“ von Burial erscheint am 2. April 2021 auf dem Label Hyperdub. „Chemz“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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