Joseph Shabalala, Gründer von Ladysmith Black Mambazo, ist tot

Joseph Shabalala gründete die südafrikanische A-Cappella-Gruppe Ladysmith Black Mambazo. Er starb heute im Alter von 78 Jahren.

Joseph Shabalala

Joseph Shabalala, der Gründer und Bandleader der südafrikanischen A-cappella-Gruppe Ladysmith Black Mambazo, ist tot. Er starb am 11. Februar im Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus in Pretoria. Bereits als Teenager war Shabalala als Sänger aktiv. Mit 18 Jahren gründete er den Männerchor Ezimnyama, der sich später in Ladysmith Black Mambazo umbenannte. Obwohl sie jahrelang als Gesangstruppe unterwegs waren, erschien ihr Debütalbum „Amabutho“ erst im Jahr 1973.

Mitte der 1980er-Jahre wurden Ladysmith Black Mambazo durch die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Musiker Paul Simon auf „Graceland“ weltweit bekannt. Auch wenn die Gruppe vor allem mit diesem Album in Verbindung gebracht wird, war es bei weitem nicht ihr einziger internationaler Erfolg. So gewannen Ladysmith Black Mambazo fünf Grammy Awards und hatten weitere Kollaborationen mit einer Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern. Unter anderem wirkten sie bei Michael Jacksons‘ Film „Moonwalker“ oder auf Dolly Partons Album „Treasures“ mit.

Joseph Shabalalas Todestag fällt mit einem wichtigen Jahrestag der südafrikanischen Geschichte zusammen. Am 11. Februar 1990 wurde Nelson Mandela nach 27 Jahren politischer Haft auf freien Fuß gesetzt. Wie Mandela galt auch Shabalala als Botschafter der Anti-Apartheidsbewegung. So begleiteten sie Mandela zum Beispiel nach Oslo zur Verleihung des Friedensnobelpreises, sangen bei seiner Amtseinführung und anlässlich seiner Geburtstagsfeiern.

Bild mit Text: Förderverein „Freunde von ByteFM“

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