
Foxwarren klingen auf ihrem zweiten Album subtil, aber substanziell anders (Foto: Landon Johnson)
Unser heutiger Track des Tages „Deadhead“ ist einer der schönsten Songs auf dem neuen Album der kanadischen Band Foxwarren. Nach der selbstbetitelten LP von 2018 ist mit „2“ nun der zweite Longplayer des Quintetts erschienen. Zumindest, wenn man der offiziellen Diskografie folgt. Die Unterschiede zwischen den Alben sind so subtil wie substanziell. Subtil insofern, als die Band um den Sänger Andy Shauf ihre zurückgenommene Indie-Singer-Songwriter-Ästhetik beibehält. Wiederkehrende Ähnlichkeiten zu The Beatles oder 60er-/70er-US-Westcoast-Bands wie The Byrds oder Buffalo Springfield prägen weiterhin das Bild. Doch das betrifft vor allem das Songwriting und das Arrangement. Das Rohmaterial, das Was. Doch dann ist da noch das Wie, also die Umsetzung der Grundideen.
In diesem Wie liegt dann der substanzielle Unterschied. Schon immer wollten Foxwarren nicht nur die Musik reproduzieren, die sie lieben, sondern suchten zugleich nach neuen Varianten klassischer Muster. Für „2“ haben sie nun aus Fragmenten klassisch anmutende Rocksongs am Sampler zusammengestückelt. Unser Track des Tages ist eine direkte Hommage an die Band Grateful Dead. Deren Fans, die „Deadheads“, fordern sie auf, nicht aufzuhören, zu tanzen. Die Bitte untermalen sie mit einem scheinbar souligen Country-Rock-Song. Während dessen Groove klassisch anmutet, liefert die Synth-Bass-Unterfütterung eine Extradosis Bounce. Auf diesem rhythmischen Trampolin hüpft eine Hook aus Flöten-Samples. Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer, Andy Shaufs Ansage zu folgen: „Don’t stop dancing with me.“
Das Album „2“ von Foxwarren ist auf dem Label Anti– erschienen. Der Song „Deadhead“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: