The Beatles

The Beatles The Beatles (Foto: Apple Corps LTD)

The Beatles waren eine von 1960 bis 1970 aktive britische Rockband aus Liverpool, England, die zu den einflussreichsten Gruppen der Popmusikgeschichte zählt. Mit über 600 Millionen verkauften Tonträgern gelten sie zudem als der erfolgreichste Musikact aller Zeiten. Ihre Mitglieder waren John Lennon (Gesang, Gitarre), Paul McCartney (Gesang, Bass, Gitarre), George Harrison (Gitarre, Gesang) und Ringo Starr (Schlagzeug, Gesang). „Please Please Me“, das erste von insgesamt zwölf Alben des Quartetts, erschien 1963.

Beeinflusst von US-amerikanischen Rock-’n’-Roll-Größen wie Buddy Holly und Eddie Cochran, gründete der damals 16-jährige John Lennon in den späten 50er-Jahren The Quarrymen – die Gruppe, aus denen später The Beatles wurde. Ihren ersten Auftritt unter dem neuen Namen absolvierten die jungen Musiker in Hamburg, wo sie sich 1960 über drei Monate lang aufhielten und sich schnell einen Ruf als die beste Band der Stadt erarbeiteten. Nach ihrer Rückkehr nach Liverpool feierte die Gruppe mit ihrer ersten offiziellen Single „Love Me Do“ im Jahr 1962 ihren ersten Top-10-Hit im UK. Ihr Debütalbum „Please Please Me“ schaffte es – wie alle ihre Alben mit Ausnahme von Yellow Submarine (1969) – an die Spitze der britischen Charts und führte zu einer landesweiten Hysterie, die bald als „Beatlemania“ bekannt wurde. Ihre erste US-Tour 1964 ebnete den Weg für das Phänomen, das bald als „British Invasion“ bezeichnet wurde – die hohe Präsenz von britischen Acts in den US-Charts. Die Bandgeschichte von The Beatles wird zumeist in eine straighte, Rock-’n’-Roll-lastige Früh- und eine Spätphase gegliedert, in der die Songs der Gruppe zunehmend politischer und abstrakter wurden. Sie gelten als Pioniere in den Bereichen des Psychedelic- und des Hard Rock. 

Aufgrund interner Konflikte lösten sich The Beatles im Jahr 1970 auf. Ihr letztes Konzert, das als „Rooftop Concert“ in die Geschichte einging, spielten sie 1969 ohne Vorankündigung auf dem Dach des Sitzes ihres Unternehmens Apple. Nach der Trennung waren alle vier Mitglieder als Solomusiker aktiv.



The Beatles im Programm von ByteFM:

Was ist Musik

Black Beatles, Female Beatles, Normal Beatles, Rattle The Jewels Beatles

(13.04.2020 / 21:00 Uhr)
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Wußte Paul McCartney, als er 1970 das Ende der Beatles bekanntgab, dass der 50.Todestag im Jahr 2020 auf einen Karfreitag fallen würde? Waren die Beatles doch größer als Jesus? Am 10.April 1970 verkündet Paul McCartney die Auflösung der Fab Four. Nur eine Woche später stehts Pauls erste Solo-LP in den Läden. 50 Jahre ohne Beatles und dennoch vergeht keine Sekunde, in der nicht irgendwo auf dieser Erde ein Song der Beatles im Radio läuft. Nicht so heute in Was ist Musik. Eine Stunde ohne Beatles. Dafür mit Black Beatles, Female Beatles, Normal Beatles, Black Beatles, Female Beatles, Normal Beatles, Rattle The Jewels Beatles, Indian Beatles, Jamaican Beatles

The Beatles

Von ByteFM Redaktion
(04.06.2017)
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The Beatles
the Beatles: Paul, George, John und Ringo - vier Namen, die die Popwelt für immer veränderten The Beatles bei ByteFM // Zum 50-jährigen Jubiläum der Beatles-Hymne des „Summer Of Love“ 1967 „All You Need Is Love“ erzählt der Kramladengastgeber die Geschichte des Songs - mit vielen Musikbeispielen und Coverversionen. // Am 27. Juni 2012 machte der Beauftrage für Alkohol und Drogen aus dem russischen Gesundheitsministerium Yevgeny Bryun die Beatles für einen Anstieg des Drogenkonsums in seinem Lande verantwortlich. Wie das? Mit ihrer Indienreise und der damit einhergehenden Idee der "Bewusstseinserweiterung" hätten die vier Briten die russische Bevölkerung regelrecht zum Ausprobieren von Drogen verführt. // Außerdem wurde gestern, am Sonntag, einer der erfolgreichsten Komponisten und Interpreten aller Zeiten ein Dreivierteljahrhundert alt: Paul McCartney. Auch nach 46 Alben nach dem Ende der Beatles bleibt er wohl ein ewiger Beatle. Wir hören Musik aus 50 Jahren. Dazu gibt es Musik von unserem neuen Album der Woche und ein paar Ausblicke auf das ByteFM Programm der neuen Woche. // „Your song will fill the air“, sang er 1968 in seinem Beatles-Song „I Will“ aus dem Weißen Album – damals geschrieben als Liebeslied für seine spätere Frau Linda. Paul McCartneys Songs erfüllen noch immer die Klangwelt der Popmusik. Und sie füllen nach wie vor Stadien, Radioprogramme, Bücher und nicht zuletzt auch sein Bankkonto. Er ist der erfolgreichste Songschreiber der Popgeschichte, einer der letzten Giganten aus den sechziger Jahren, die die Entwicklung der Popkultur kreativ prägten wie kein anderes Jahrzehnt und er blieb bis heute einer der vielseitigsten Künstler des Planeten Pop. [...] // Unruhestifter mit Wobwobwob. Linda Gerner hört es klackern, schnarren und piepen: Das neue Album des Berliner Kollektivs Käptn Peng und die Tentakel von Delphi ist literarischer als der authentizitätsfixierte Mainstream-HipHop. Riesenviecher mit Rhythmusgefühl. Das Münchner Elektronikduo Schlachthofbronx drosselt auf seinem Album „Haul & Pull Up“ das Tempo und lädt prominente Gäste ein. Aufreizend gemächlich, meint Elias Kreuzmair. Eine großartige Zeit für alle! Julian Weber feiert den 50.Geburtstag des Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles. Mehr Flash, mehr Farbe, mehr Tand musste helfen, um die Gegenwart erträglich zu machen. Luft ablassen mit Donald. [...] // Beatles-Produzent George Martin schrieb in seinen Memoiren „Es geschah in der Abbey Road“: „Für mich bedeutete das Werk einen Schnitt in der Karriere der Gruppe, denn es kennzeichnete den Übergang von einer „normalen“ Rock’n’Roll-Band zu Künstlern, die einen nennenswerten Beitrag zur modernen Musikgeschichte leisteten. Es war ein Wendepunkt - der Wendepunkt. Durch Sgt. Pepper wandelte sich die Kunst der Aufnahme von der reinen Aufzeichnung netter Klänge zu einem Medium, das die Zeit als gültige Kunstform überdauert - und eine Art Skulptur der Musik erschafft.“ Höhepunkt des Albums ist zweifellos, der grandiose Abschluss-Song „A Day In The Life“. [...] // An zwei Alben kommen wir heute nicht vorbei: Vor 50 Jahren wurde aus den Beatles die "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band". Das Album ist heute ein Meilenstein in der Popgeschichte und beschäftigt uns auch in diesem Magazin. Und von seinem späteren Sound noch weit entfernt, aber schon bald ein gefeierter Star: Am 1. Juni veröffentlicht David Bowie sein Debüt. Dies ging im Sgt.-Pepper-Trubel ziemlich unter, aber nur wenige Jahre später sollte sich zeigen, dass ihm die Zukunft gehörte. // Für all diejenigen, denen die musikalische Exegese zu müßig ist, bietet das Album aber auch auf vielen anderen Eben einen hohen Unterhaltungswert. Stichwort: „Paul Is Dead“ − eine der wahnwitzigsten Verschwörungstheorien der Popgeschichte, die ihren Anfang 1969 nahm, als ein Hörer beim Detroiter Lokalsender WKNR anrief, um zu verkünden, dass Paul McCartney tot sei. Er wäre bereits 1966 bei einem Autounfall ums Leben gekommen und werde seit „Sgt. Pepper“ von einem Doppelgänger vertreten, den die Beatles auf Druck ihres Managements bei einem McCartney-Lookalike-Wettbewerb casteten. Der Verschwörungstheorie nach versuchten die drei verbliebenen Beatles seitdem mit geheimen Zeichen und Anspielungen auf den Tod Pauls aufmerksam zu machen: So wurden beispielsweise die vielen Persönlichkeiten und Blumen auf dem Cover von „Sgt. Pepper“ als Hinweise auf eine geheime Beerdigung McCartneys interpretiert. [...] // Wie oft hat man das schon gehört und gelesen, als besondere Auszeichnung, als höchstes Lob, wenn ein spezielles Album in der Geschichte einer Band oder eines Solisten herausgestellt wurde mit dem Adelstitel: Das ist das "Sgt.-Pepper-Album von XY". Ein größeres Kompliment konnte man einer LP-Veröffentlichung nicht machen, als sie zu vergleichen mit dem berühmtesten Meilenstein-Album der Beatles "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", das vor 50 Jahren veröffentlicht wurde. Offiziell sollte das Album am 30. Mai 1967 in West-Deutschland erscheinen, am 1. Juni 1967 in UK und am 2. Juni in den USA. Aber da bereits Raubpressungen kursierten, entschloss sich die Plattenfirma der Beatles, das Album bereits am 26. Mai auf den Markt zu bringen. Der Kramladen feiert das 50-jährige Jubiläum des epochalen Sgt.-Pepper-Albums in zwei Teilen – am 18. Mai und am 1. Juni. [...] // Ob-La-Di Madiba Ob-La-Da. Drake, Beatles, kulturelle Aneignung Cultural Appropriation betrieben die Beatles – guten Willens, mutmaßlich – als sie in einem ihrer meist gehassten Songs einen gewissen Desmond auftreten ließen: "Paul McCartney wrote the song around the time that highlife and reggae were beginning to become popular in Britain. The starting lyric, "Desmond has a barrow in the market-place", was a reference to the first internationally renowned Jamaican ska and reggae performer Desmond Dekker who had just had a successful tour of the UK. The tag line "ob-la-di, ob-la-da, life goes on, brah" was an expression used by Nigerian conga player Jimmy Scott-Emuakpor, an acquaintance of McCartney." [...] // Springt man von 2017 aus um ein halbes Jahrhundert zurück in die Vergangenheit, dann kommt man 1967 wieder heraus, und damit in einem für die Popmusik generell und für das Genre Psychedelic Rock im Speziellen äußerst ergiebigen Jahr. Neben den Debütalben von The Doors, The Jimi Hendrix Experience, Pink Floyd, Captain Beefheart, The Velvet Underground und David Bowie erschien 1967 nämlich auch Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles, ein Werk, das viele für nicht weniger als für das beste Pop-Album aller Zeiten halten. Beginnen wir das neue Jahr also mit einem Blick zurück – sämtliche Songs in der heutigen Ausgabe feiern im Jahr 2017 ihren 50. Geburtstag. // Es ist eins der sonderbarsten Instrumente in der Geschichte der populären Musik: Ursprünglich konstruiert, um ein ganzes Orchester zu ersetzen, gehörte das Mellotron bald zum guten Ton in der Rockmusik – spätestens als es die Beatles mit „Strawberry Fields Forever“ salonfähig gemacht hatten. In Circles zeichnet Ernst Hofacker eine Stunde lang den Weg des Mellotron durch die Popgeschichte nach und stellt fest: Ein cooler Sound bleibt ein cooler Sound – egal ob analog oder digital. // Family Five, Revolution, Renner, Beatles, Preis für Popkultur Weg mit den Schlössern am Geländer. Sven Sakowitz feiert „Was zählt“, das Comeback-Album der Düsseldorfer Soulpunk-Veteranen Family Five. Peter Hein giftet, ätzt und analysiert und die Bläser blasen dazu. Jetzt auf Tour. Immer weiter, weiter im magischen Bus. Julian Weber besucht in London die Ausstellung „You Say You Want A Revolution? Records and Rebels 1966–1970“. Subkulturen, Politics, Drogen und die flashigen Seiten der Sixties. „Wir müssen vermeiden, das Gefühl aufkommen zu lassen, da versuchen sich irgendwelche Handtaschen-Castorfs.“ Andreas Fanizadeh und Jens Uthoff sprechen vor der Berliner Wahl mit dem Kultur-Staatssekretär Tim Renner. Nach dem Film verspürt man den starken Wunsch, wieder einmal ausführlich die Beatles zu hören. [...] // Vor 50 Jahren, am 2. August 1966, erscheint das Album „Revolver“, bei dem die Beatles ihre Lust am Experiment eindrucksvoll unter Beweis stellen. Airto Moreira gilt als einer der einflussreichsten Perkussionisten des Jazz. Mehr als 120 Schlaginstrumente aus aller Welt spielt er und hat auf diese Weise den Jazz bereichert. Heute wird der Brasilianer 75 Jahre alt. Außerdem gibt es Musik aus dem aktuellen Album der Woche von Wild Beasts und von der britischen Künstlerin Gemma Ray. // Vor 50 Jahren (genau am 5. August 1966) erschien das grandiose Beatles-Album „Revolver“. Der Albumtitel mit dem etwas müden Wortspiel war vielleicht der einzige Schwachpunkt dieses überragenden Albums, das viele Kritiker noch höher bewerten als das „Sgt. Pepper“-Meisterwerk, das ein Jahr später erschien. Vom innovativen Cover angefangen, das Klaus Voormann als Montage aus Zeichnung und Foto-Collage entworfen hatte, bis zur kreativ überbordenden Musik mit einer Fülle von Soundfinessen und Klangexperimenten, die man bis dahin noch nicht gehört hatte, setzte „Revolver“ Maßstäbe im Sommer 1966, die für niemanden damals im Pop erreichbar waren.[...] // Ich habe die Beatles gesehen Im Juni vor 50 Jahren waren die Beatles auf ihrer einzigen Deutschlandtournee und gaben sechs Konzerte in drei Städten: München am 24.06., Essen am 25.06. und Hamburg am 26.06.1966. Und so geschah es also am 25. Juni vor 50 Jahren, dass in der Essener Grugahalle ein großes Geschrei anhob, der Hallenboden zu vibrieren begann und etliche Teenager in Ohnmacht fielen, als die Fab Four die Bühne enterten und mit Chuck Berrys „Rock’n’Roll Music“ loslegten. Und der Schreiber dieser Zeilen war bei diesem denkwürdigen Ereignis dabei. Nicht als Fall für die Sanitäter, auch nicht als hysterischer Schreihals, sondern als glühender Beatles-Fan, der von seinen Idolen gerne mehr gesehen und vor allem mehr gehört hätte. [...]

Kramladen

Neue Beatles-Coverversionen

(27.10.2011 / 23:00 Uhr)
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It was fifty years ago today – neue Beatles-Coverversionen Die allererste Platte, auf denen die Beatles zu hören waren, erschien vor 50 Jahren. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und der damalige Schlagzeuger Pete Best fungierten allerdings nur als Begleitgruppe von Tony Sheridan und wurden zudem auch noch als The Beat Brothers tituliert. Im Juni 1961 hatte der Produzent Bert Kaempfert mit dem Sänger Tony Sheridan und den Beatles als Begleitband mehrere Songs in Hamburg aufgenommen, darunter auch den von John Lennon und George Harrison geschriebenen Instrumentaltitel „Cry For A Shadow“, der musikalisch dem Gitarren-Stil der Shadows nachempfunden war. Doch dieser Titel verschwand zunächst in der Schublade, genauso wie die von John Lennon gesungene Neufassung des Rock’n’Roll-Klassikers „Ain’t She Sweet“. Als Single veröffentlicht wurde der Gassenhauer „My Bonnie (Lies Over The Ocean)“, bearbeitet in einer Mischung aus Rock’n’Roll und Twist, gespielt von den Beatles und gesungen von Tony Sheridan. Weil dem Produzenten Kaempfert und der Plattenfirma Polydor der Name The Beatles nicht gefiel, wurde das Quartett kurzerhand in The Beat Brothers umbenannt. Die Single „My Bonnie“ erschien in West-Deutschland im August 1961 (andere Quellen sprechen vom Oktober 1961) und erreichte in der deutschen Hitparade Platz Nr. 5, was Bert Kaempfert veranlasste, mit Tony Sheridan weitere Aufnahmen zu produzieren, an denen die Beatles allerdings nicht mehr beteiligt waren. Kaempfert glaubte an das Erfolgspotential von Tony Sheridan, von einer großen Zukunft der Beatles war er allerdings nicht überzeugt. In einem späteren Interview äußerte sich Bert Kaempfert über diese eklatante Fehleinschätzung: „Es war offensichtlich für mich, dass sie enorm talentiert waren. Aber niemand – sie selbst eingeschlossen – wusste, wie dieses Talent zu nutzen sei oder wo es hinführen würde.“ Im Oktober 1961 sollen zwei Liverpooler Teenager im Schallplattenladen von Brian Epstein nach der Single „My Bonnie“ mit den Beatles gefragt haben. Und diese Episode gilt gemeinhin als Initialzündung für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Brian Epstein und den Beatles. Epstein hatte angeblich 200 Singles „My Bonnie“ aus Hamburg importiert und in kürzester Frist in Liverpool verkauft, was für ihn der Auslöser war, die Beatles zu managen. Am 13. Dezember 1961 wurde der Management-Vertrag unterschrieben, mit dem die Karriere der Beatles in Fahrt kommen sollte. Vor 50 Jahren begann also die Platten-Karriere der Beatles; vor 20 Jahren tat Paul McCartney den etwas großspurig klingenden Ausspruch: „In hundert Jahren wird man die Musik der Beatles mit dem gleichen Interesse hören, das wir heute Mozart entgegenbringen.“ Mancheiner hat diesen unbescheidenen McCartney-Satz für genauso überzogen oder gar blasphemisch gehalten wie weiland John Lennons Behauptung, die Beatles seien populärer als Jesus. Doch die bis heute anhaltende Verbreitung von Beatles-Originalsongs und die nicht abreißende Zahl von Beatles-Coverversionen scheint zu belegen, dass Pauls aufgeblasen wirkender Satz nicht größenwahnsinnig war, sondern realistisch sein könnte. Der Kramladen zum 50. Jubiläum der ersten Beatles-Platte versammelt neue Beatles-Coverversionen, so etwa von Pat Metheny, Vanderlinde, Leslie West und Paul Vincent. Letzterer, der renommierte Musiker und Produzent und ehemalige Begleitgitarrist von Udo Lindenberg, Peter Maffay, Freddy Mercury und anderen, erfüllte sich selbst einen langgehegten Wunschtraum. Er produzierte fast im Alleingang zehn Neufassungen von Beatles-Songklassikern für sein Album „My Beatles-Songbook“ (Veröffentlichung 15.09.2011), das stilgerecht im Londoner Abbey Road Studio gemastert wurde. Das „Songbook“ enthält einige höchst mutige bis ungewöhnliche Arrangements. So wird „Girl“ als Reggae interpretiert, „I Saw Her Standing There“ als Tango und „Norwegian Wood“ als Bluesrock. Highlights sind die kompositorisch wagemutig veränderten Songs „Daytripper“ und „Ticket To Ride“ – zu hören in dieser Ausgabe des Kramladens. Im Interview erzählt Paul Vincent, was ihn bis heute an den Songs der Beatles begeistert.

Kramladen

60 Jahre „With The Beatles

(23.11.2023 / 23:00 Uhr)
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Am Tag, als John F. Kennedy in Dallas erschossen wurde, am 22. November 1963, erschien in Großbritannien das zweite Beatles-Album „With The Beatles“. Die danach einsetzende Woge der Beatlemania-Euphorie erfasste wenige Wochen später auch die USA. Der überwältigende Erfolg der unbekümmert fröhlich klingenden und rhythmisch mitreißenden Beatles-Single „Want To Hold Your Hand“, die am 26. Dezember 1963 auch in den USA veröffentlicht wurde und rasch Platz 1 erreichte, sorgte dank der positiven Ausstrahlung des Quartetts für eine Begeisterungswelle in den USA, die alles bis dahin Bekannte in den Schatten stellte. Als die Beatles schließlich am 9. Februar 1964 in der populären „Ed Sullivan Show“ vor 73 Millionen Fernsehzuschauern auftraten, der bis dato größten Zuschauerzahl in der Geschichte des US-Fernsehens, schien die kollektive Depression nach Kennedys Ermordung überwunden zu sein. Die verletzten Seelen der jungen Generation Amerikas fanden Trost und einen neuen Aufbruch in ihrer Hingabe an die ansteckende Lebensfreude, die das Beatles-Quartett verkörperte. Womöglich ist der immense Erfolg der jüngsten Beatles-Single „Now And Then“ ähnlich zu erklären. Was die beiden überlebenden Beatles Paul und Ringo aus Lennons Songtorso mit großem studiotechnischem Aufwand, auch mit KI-Unterstützung, letztlich hervorgezaubert haben, weist Charme auf und jene starke Emotion, die den großen hymnischen Songs der Beatles schon immer eigen war. Und wieder steht die große, alles und jeden umarmende Botschaft von der Macht der Liebe im Mittelpunkt – gesungen von jener Stimme, die sich ins kollektive Bewusstsein wie kaum eine andere eingeprägt hat und untrennbar verbunden ist mit Hymnen wie „All You Need Is Love“, „Give Peace A Chance“ und „Imagine all the people sharing all the world“. Und jetzt hört man ihn, 43 Jahre nach seinem Tod, ein schlichtes aber inniges Liebeslied singen: „I know it’s true / it’s all because of you / and if I make it through / it’s all because of you.“ Er singt von der Vergewisserung, dass die Liebe das alles Entscheidende ist. // In den letzten 60 Jahren entwickelte sich das Phänomen Beatles weltweit zu einer universalen kulturellen Vereinbarung. In einer Art globaler Übereinkunft – „fast so gültig wie die Uno-Charta“ (Der Spiegel) – findet man kollektiv Rückhalt in der Ausstrahlung der großen Beatles-Songs. // Kein Weihnachtsgeschäft ohne ein neues Beatles-Produkt. Am 10. November erschien die „2023 Edition“ der beiden Kompilationsalben, die vor 50 Jahren zum ersten Mal auf den Markt kamen: „The Beatles 1962 – 1966“, das rote Doppelalbum (UK: Platz 3 der Album-Charts) und „The Beatles 1967 – 1970“, das blaue Doppelalbum (UK: Platz 2, DE: Platz 5 der Albumcharts), beide in deutlich erweitertem Umfang.   Nachdem die Single „She Loves You“ am 23. August 1963 die überbordende Beatles-Begeisterung in Großbritannien entfacht hatte, erreichte die Hysterie um die Beatles, genannt Beatlemania, in England am 22. November 1963 einen weiteren Zenitpunkt mit einem noch größeren Beben auf der nach oben offenen Beatlesfan-Begeisterungsskala, als das zweite Album „With The Beatles“ auf den Markt kam: ein erster Meilenstein in der Plattenkarriere der Beatles als Album-Künstler.

Kramladen

Beatlemania vor 50 Jahren. Im Februar 1964 eroberten die Beatles Amerika und die Welt

(13.02.2014 / 23:00 Uhr)
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„... the youngsters from Liverpool, who call themselves The Beatles” – so kündigte er sie an, der Starmoderator Ed Sullivan, der ein wenig nach Handelsvertreter aussah und anfänglich nicht gerade erbaut war von den lärmenden Youngsters aus Liverpool. Die Ed-Sullivan-Show war in den frühen sechziger Jahren die beliebteste und einflussreichste Unterhaltungssendung des amerikanischen Fernsehens. Und genau vor 50 Jahren schrieben die Beatles mit ihren Auftritten in der Ed-Sullivan-Show Fernseh- und Popgeschichte. Denn ihre Kurzauftritte am 9., 16. und 23. Februar 1964 schlugen alle Rekorde, was Einschaltquoten und Publikumsbegeisterung anging. Nach diesen drei Shows war die Welt des Pop in den USA eine andere. 74 Millionen amerikanische Fernsehzuschauer und einige weitere Millionen Kanadier hatten alleine den ersten Beatles-Auftritt gesehen, die Einschaltquoten der beiden übrigen Beatles-Shows waren für damalige Verhältnisse nicht weniger astronomisch. Nach John F. Kennedys Ermordung am 22. November 1963 und der darauf folgenden depressiven Stimmung in Amerika wurden diese vier unbekümmerten Youngsters aus Liverpool mit ihren anknipsenden Songs von vielen Amerikanern wie eine Erlösung empfunden. Die Beatlemania, die England bereits im Herbst 1963 erfasst hatte, überrollte nun auch Nordamerika und schließlich die übrige westliche Welt. Die US-Radiostationen spielten in der Folgezeit die Songs der Beatles beinahe non-stop, weil die US-Fans nicht genug von den Beatles-Songs bekommen konnten. Die Plattenverkäufe der Beatles-Singles schnellten in die Höhe. In den Billboard Hot 100 Singlecharts kam es zu der einmaligen Konstellation, dass am 5. April 1964 insgesamt zwölf Beatles-Songs in den US-Charts geführt wurden, wobei die ersten fünf Plätze allesamt von den Beatles okkupiert waren – ein Rekord für die Ewigkeit. Aus Anlass dieser pophistorischen Ereignisse vor 50 Jahren kam nun eine neu überarbeitete Beatles-Box mit 13 CDs auf den Markt: „The U.S. Albums“. Die Box umfasst alle US-Ausgaben der Beatles-Alben von „Meet The Beatles“ (1964) bis „Hey Jude“ (1970). Die amerikanische Plattenfirma der Beatles hatte abweichend von den englischen Original-LPs eigene, um nicht zu sagen willkürliche Song-Zusammenstellungen durchgesetzt und sogar eigenwillige Abmischungen erstellt. Vor allem wurde reichlich Hall dazugemischt. Und die Original-Monoaufnahmen verwandelte man in ein Pseudo-Stereo, mit dem Gesang auf dem einen und den Instrumenten auf dem anderen Kanal. Dieser tontechnische Unsinn wurde in den neuen Remaster-Wiederveröffentlichungen abgemildert. Die merkwürdigen Songkombinationen und auch die abweichenden Albumtitel und Covermotive hat man allerdings beibehalten. Der Kramladen zum 50-jährigen Beatlemania-Jubiläum spielt Songs aus den neu bearbeiteten US-Beatles-Alben und erinnert an die euphorische Hysterie im Februar vor 50 Jahren. Die frühen Beatles-Songs waren der Soundtrack für den Aufbruch einer Jugend-Generation, die mit einem Mal glauben konnte, sie könne die Welt verändern.

Kramladen

Vor 60 Jahren eroberten die Beatles Amerika in der Ed Sullivan-Show

(15.02.2024 / 23:00 Uhr)
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Der Wahnsinn um die Ed Sullivan Show am 9. Februar 1964 gehört zu den verrücktesten Geschichten der Pophistorie. 73 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten den Auftritt der Beatles. Während des Zeitraums der Beatles-Show sank die Kriminalitätsrate landesweit gegen Null. Es gab 50.000 Ticketanfragen für das Ed Sullivan-Theater, das 728 Stühle aufwies. Sogar Richard Nixon soll für seine Töchter keine Karten für die zweite Ed Sullivan-Show am 16.02. in Miami bekommen haben. // Nach John F. Kennedys Ermordung am 22. November 1963 und der darauffolgenden depressiven Stimmung in Amerika wurden diese vier unbekümmerten Youngsters aus Liverpool mit ihren anknipsenden Songs von vielen Amerikanern, vor allem der jungen Generation, wie eine Erlösung empfunden, als Heilung vom nationalen Trauma. Die Beatlemania, die England bereits im Herbst 1963 erfasst hatte, überrollte nun auch Nordamerika und schließlich die übrige westliche Welt. Die US-Radiostationen spielten in der Folgezeit die Songs der Beatles beinahe non-stop, weil die US-Fans nicht genug von den Beatles-Songs bekommen konnten. Die Plattenverkäufe der Beatles-Singles schnellten in die Höhe. In den Billboard Hot 100 Singlecharts kam es zu der einmaligen Konstellation, dass am 5. April 1964 insgesamt zwölf Beatles-Songs in den US-Charts geführt wurden, wobei die ersten fünf Plätze allesamt von den Beatles okkupiert waren – ein Rekord für die Ewigkeit. Wie die Beatles künftige US-Rockstar-Karrieren auslösten Etliche spätere Rockstars sahen als Jugendliche die Beatles in der Ed Sullivan Show und beschlossen daraufhin, selbst Musiker zu werden. Ihre Begeisterung für den Beatles-Auftritt in der Ed Sullivan-Show nannten als Initialzündung für ihre eigene Musikerkarriere, unter anderem: Tom Petty, Billy Joel, Gene Simmons (Kiss), Joe Perry (Aerosmith), Kenny Loggins (Loggins & Messina) und Nancy & Ann Wilson (Heart). In der Nachfolge des gigantischen Erfolgs der Beatles in USA, ausgelöst durch die Ed Sullivan-Show, setzte die „British Invasion“ in Amerika ein. Der triumphale Siegeszug der Beatles in USA öffnete die Türen für weitere britische Bands wie The Animals, The Rolling Stones, The Dave Clark Five, The Hollies, The Kinks, The Who u.a. „The Night That Changed America“ war die Überschrift einer CBS-TV-Dokumentation über den ersten Beatles-Auftritt in der Ed Sullivan-Show. Tenor: „Man sollte nicht unterschätzen, welche Auswirkungen dieser Beatles-Auftritt auf Amerika hatte.“

Kramladen

The Beatles Rediscovered

(03.09.2009 / 23:00 Uhr)
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Here, There And Everywhere: The Beatles- Rediscovered Vierzehn LP-Klassiker auf einen Streich! Dies ist der geballte Angriff der Pop-Historie (zu ihrer Blütezeit) auf den künstlerisch wie kommerziell darbenden Gegenwartspop. Niemand wird in den nächsten Wochen so viele CDs mit großartigem Musikinhalt verkaufen wie die Fab Four, die sich rund 40 Jahre nach ihrem Auseinanderbrechen machtvoll zurückmelden. Sämtliche LPs der Beatles von 1963 bis 1970 werden am 09.09.09 in digitaler Überarbeitung („remastered & rediscovered“) neu veröffentlicht. Und das bedeutet aller Voraussicht nach: Der Herbst und das Weihnachtsgeschäft 2009 gehören den Beatles. Warum ist die schöpferischste Band der Sixties auch vier Jahrzehnte später noch in aller Ohren und in aller Munde? Ganz einfach: weil ihre Songs brillant und zeitlos sind. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht irgendwer eine Coverversion eines Songklassikers der Beatles veröffentlicht. Mal ist es der Rock-Keyboarder und Stones-Sideman Chuck Leavell, mal die junge Popsängerin Katie Melua. Mal bringt der italienische Blues-Gitarrist Rudy Rotta gleich ein ganzes Album mit Bluesbearbeitungen von Beatles-Songs heraus. Oder die Londoner Acid-Jazzgruppe Ben From Corduroy veröffentlicht unter dem Albumtitel „Fab Guiro“ zwölf Beatles-Klassiker im Latin-Stil. // So gelten die Beatles und niemand sonst zu recht als Ahnherrn des Art-Pop. Ihre genialische Klangfantasie und wagemutige Kreativität setzten gestalterische Energien frei, die alles bisher Dagewesene über den Haufen werfen und Form und Inhalt der Popmusik völlig verändern sollten. Den Startschuss für die Entwicklung des Art-Pop und aller verwandter progressiver Stilrichtungen lieferte Revolver, das erste psychedelische Album der Beatles vom August 1966. Oder: das kakophonische Crescendo von A Day In The Life – Schluss- und Höhepunkt des epochalen Sgt. Pepper-Albums – eröffnete vielen progressiv eingestellten Musikern eine neue Klangwelt. Danach schien im Pop alles möglich. Im Mittelpunkt dieser Kramladenstunde stehen erste brandneue Beispiele von digital überarbeiteten Beatles-Original-Songs, wie sie am 9. September weltweit auf den Markt kommen, daneben sind ein paar originelle Coverversionen zu hören und außerdem einige aktuelle Songs aus den Stilbereichen Art-Pop und Progrock, bei denen der Beatles-Einfluss unverkennbar ist.

Kramladen

The Beatles and India – eine neue, indische Perspektive

(03.02.2022 / 23:00 Uhr)
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Die Beatles waren es, die den Pilgerzug der Hippies und Teilzeitaussteiger nach Indien auslösten. Als das Quartett im Februar 1968 nach Indien aufbrach, um der Beatles-Hybris zu entkommen und im Ashram des Gurus Maharishi Mahesh Yogi in Rishikesh die Transzendentale Meditation zu erlernen, in der Hoffnung, Seelenfrieden und einen neuen Lebenssinn zu finden, interessierte sich plötzlich die halbe Popwelt für indische Philosophie und Musik. Zuvor hatte schon jeder zweite Amateurgitarrist im Westen mit dem Gedanken gespielt, sich eine Sitar zu kaufen – nur weil George Harrison im Lennon-Song „Norwegian Wood“ 1965 den Sound der Sitar in die Popmusik eingeführt hatte und im „Sgt. Pepper“-Album (1967) seinen Song „Within You Without You“ ausschließlich mit der Sitar und anderen indischen Instrumenten arrangierte. Als die Fotos aus Rishikesh um die Welt gingen, auf denen man bärtige, freundlich dreinschauende Beatles und ihre Frauen in weißen, luftigen Gewändern unter schattigen Bäumen flanieren und – mit Blumenketten geschmückt – an der Seite des Hippie-Heilands Maharishi meditieren sah, schien sich der Mittelpunkt der Popwelt für ein paar Wochen nach Indien verlagert zu haben. Danach war Rishikesh im Besonderen und Indien im Allgemeinen ein Sehnsuchtsort, der vor allem in den siebziger Jahren Tausende von Popjüngern auf der Suche nach Erleuchtung wie magisch anzog. Nun wird dieses Phänomen aus indischer Sicht neu interpretiert. Der Buchautor Ajoy Bose aus Delhi löste mit seiner Publikation „Across The Universe“ eine Filmdokumentation, ein Songalbum und eine Ausstellung zum Thema Beatles aus der indischen Perspektive aus. Unter der Überschrift „The Beatles and India“ ist zumindest das Album nun auch in Deutschland erschienen. Der Dokumentarfilm und die Ausstellung sollen bald auch hierzulande zu sehen sein – daran arbeitet die Expertin für indische Musik und Kultur Sigrid Pfeffer, die in dieser Sendung ausführlich zu Wort kommt. Als die Beatles aus Indien zurückkehrten, brachten sie rund 40 neue Songs bzw. Songskizzen mit nach Hause. Ein Großteil davon wurde für das „White Album“ ausgearbeitet. // Die überwiegend jungen indischen Musiker und Musikerinnen, die im Album „The Beatles and India“ viele der in Rishikesh entstandenen Beatles-Songs im Klanggewand der indischen Pop-Musiktradition neu interpretieren, geben den über 50 Jahre alten Beatles-Originalsongs eine neue Deutung aus der indischen Perspektive. In den Neufassungen von Anoushka Shankar, Karsh Kale, Kiss Nuka u.a. kann man Faszinierendes heraushören: spirituelle Reinheit, klangliches Raffinement und kreative Rekomposition. Lennons „Happy Rishikesh Song“ gehört nicht zum Repertoire des Albums „The Beatles in India“, das im Mittelpunkt dieser Kramladensendung steht.

Was ist Musik

Beatlemania ohne Beatles

(06.04.2014 / 20:00 Uhr)
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4.4.1964: Nach einem Auftritt in der Ed-Sullivan-Show vor 70 Millionen Fernsehzuschauern belegen die Anfang des Jahres noch nahezu unbekannten Beatles die ersten 5 Positionen der Billboard-Charts: // April 2014: Die Beatles in „The Story Of Pop“ von Karl Bruckmaier (Murmann Verlag) // Verfolgungswahn, während die revoltierenden Studenten an der Pariser Sorbonne von ihren Politkern beschuldigt werden, den Einflüsterungen Amerikas zu erliegen, die nur das Ziel haben, Charles de Gaulle zu Schwächen und zu stürzen. Dagegen vermutet man in den USA hinter der Beatlemania ein kommunistisches Komplott, worauf Lennon kontert, die Beatles seien »die größten Kapitalisten auf dieser Welt«. Timothy Leary und der Schriftsteller Ken Kesey würden am liebsten jedem Polizistenschwein einen Trip unterjubeln, denn was bei den Hells Angels einmal funktioniert hat, wird auch der Nationalgarde nicht schaden: »Turn on, tune in, drop out!« Beiderseits des Atlantiks werden Legitimität der Regierung, das Gewaltmonopol des Staates und Gültigkeit bestehender Gesetze in Frage gestellt, um die eigenen »revolutionären« Handlungen zu rechtfertigen. In der Bundesrepublik brennen Kaufhäuser und die Auslieferungsfahrzeuge // Der Erfolg der Beatles zeigt jedenfalls einer ganzen Generation, dass man es bloß mit ein paar selbst zusammengeschraubten Zeilen und Akkorden zu einem größeren Bekanntheitsgrad als Jesus bringen kann. Und Dylan zeigt den Beatles, dass von Brecht und Baudelaire lernen Unsterblichkeit… // intrinsischer Widerspruchsgeist lassen die Musik Fragen stellen ohne Ende, und diese Fragen werden auf der ganzen Welt gehört. Wenn der russische Musiker Sasha Lipnitsky schildert, dass die Beatles und Demokratie für junge Sowjetmenschen in den Sechzigern eine untrennbare Einheit darstellen, ahnt man die Kraft, die Pop freisetzen kann. Und als Pop die Welt nach außen faltet, als er die Masken ablegt, die Haare wachsen und die Welt bunt werden lässt und als er über die Boulevards selbst der entlegensten Diktaturen gockelt, wird er zum Lackmustest für politische Systeme: »Wer gegen die Beatles war in Russland, der hat sich selbst desavouiert. Die Autoritäten, unsere Lehrer, unsere Eltern, die Funktionäre, das waren plötzlich Idioten in unseren Augen.« April 2014: Die Beatles in „Über Pop-Musik“ von Diedrich Diederichsen (kiwi Verlag) // April 2014: Beatlemania ohne Beatles in „Was ist Musik“, starring: Blackstreet, Mary Wells, Booker T. & The MG´s, Three Normal Beatles, Todd Rundgren, Al Green, The Vernons Girls, Peter Sellers, Hüsker Dü, The Skatalites u.v.a.

Kramladen

Die Beatles vor 50 Jahren

(21.11.2013 / 23:00 Uhr)
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Die Beatlemania beginnt mit „With The Beatles“ Und: das neue Doppelalbum „The Beatles On Air - Live at the BBC, Vol. 2” ist gerade erschienen Ende 1963 schreiben die Beatles Geschichte – mit durchschlagendem kommerziellem Erfolg, unvergleichlicher Fanbegeisterung und mit Können von besonderer Klasse. Ihr zweites Album „With The Beatles“, das am 22. November 1963 erscheint, und die beiden Singles „She Loves You“ (23. August 1963) und „I Want To Hold Your Hand“ (29. November 1963) brechen alle damaligen Rekorde und lösen ein Beben in der Popszene aus, dessen Nachhall noch heute nachwirkt. // Der Eröffnungssong des Albums „With The Beatles“, der hauptsächlich von John geschriebene und gesungene Titel „It Won’t Be Long“ ist ähnlich mitreißend angelegt, wenn Vorsänger John im ständigen Ruf-Anwort-Wechsel von aufpeitschenden „Yeah“-Zwischenrufen in seinem Wunsch, es möge nicht mehr lange dauern, bis er endlich wieder mit ihr vereint ist, forciert unterstützt und angefeuert wird. Die Harmonik des Songs übersteigt alles, was damals in normalen Popsongs üblich war. Wer hätte damals in einem Song, der in der Tonart E-Dur steht, verblüffende Akkorde wie cis-Moll, Dis-Dur, Cis-Septime und fis-moll7 eingebaut. Und dann der akkordische Abgang zum Abschluss im Ritardando über G6, Fis7, F7+ zu E7+ - so etwas machten vielleicht gewiefte Jazzer, aber doch keine normalen Beatmusiker. Und genau das ist der Punkt: Lennon-McCartney hatten sich bereits Ende 1963 zu originellen Songschreibern mit ambitionierten und raffinierten kompositorischen Ideen entwickelt. // Dieser allgemein unterbewertete Song „This Boy“ findet sich als Live-Fassung auch auf dem gerade veröffentlichten Doppel-Album „The Beatles On Air Live at the BBC, Volume 2“. Auch die überragenden, schon genannten Klassiker jener Zeit „I Want To Hold Your Hand“ und „She Loves You“ sind hier enthalten und es überrascht, wie nah diese Live-Aufnahmen für das BBC-Radio in ihrer klanglichen, spiel- und gesangstechnischen Ausformung an die Studioaufnahmen herankommen. Die meisten dieser Einspielungen belegen, dass die Beatles eine außergewöhnlich gute Liveband waren. // Der Kramladen feiert in dieser Stunde die packende und ansteckende frühe Phase der Beatles vor 50 Jahren.

„It‘s great, it sold, it‘s the bloody ‚White Album‘!“ – „The Beatles“ wird 50 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(22.11.2018)
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„It‘s great, it sold, it‘s the bloody ‚White Album‘!“ – „The Beatles“ wird 50 Jahre alt
John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr aka The Beatles Das Album „The Beatles“ markiert den Moment, in dem aus der möglicherweise größten Band aller Zeiten ein Kollektiv wurde. Paul McCartney, John Lennon, George Harrison und Ringo Starr eroberten die Welt als unaufhaltsames Quartett. Vier Lads aus Liverpool, jeder mit seinen eigenen Charakteristika gesegnet, „der Süße“, „der Witzige“, etc. – und trotzdem eine unverwüstliche Einheit. Doch ihr neunter Langspieler zeichnete ein anderes Bild: vier Superstars, die sich gegenseitig nicht mehr ausstehen konnten. Das Cover ist schmucklos weiß, nur mit dem Bandnamen verziert. Der produktivste Songwriting-Think-Tank der 60er-Jahre schrieb nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander. Und presste seine disparaten Geniestreiche auf ein gigantisches, überwältigendes 90-Minuten-Album. Am 22. November 2018 wird dieses klobige Mammutwerk 50 Jahre alt. Ein Jahr zuvor waren The Beatles auf dem Zenit: Mit „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ läuteten sie das Zeitalter des kunstvollen Konzeptalbums ein – und perfektionierten dabei das Medium. Man schaue sich die Superlative an: Der Psychologe und Autor Timothy Leary nannte die vier Musiker die „weisesten, heiligsten, produktivsten Avatare, die die Menschheit je hervorgebracht hat.“ Das Time Magazine nannte das Album einen „historischen Aufbruch im Fortschritt der Musik“ – nicht nur der Pop-Musik, sondern der Musik im Allgemeinen. // Anfang 1968 reisten The Beatles nach Rishikesh, Indien, um dem Schatten dieses Albums und seines Ruhmes zu entfliehen. Während der Guru Maharishi Mahesh Yogi sie in seine transzendentale Meditationskunst einwies, fingen die Lads wieder an zu schreiben. Ende Mai fanden sie sich in den Abbey Road Studios ein, mit etwa 40 Songs im Gepäck. Doch die Stimmung war nicht gut: Der Provokateur Lennon nannte McCartneys Kompositionen „widerlich süß und fade“, während Melodien-König McCartney Lennons Songs „schroff, unmelodiös und gewollt kontrovers“ fand. McCartney war außerdem mit Starrs Schlagzeugspiel unzufrieden, im Falle von „Dear Prudence“ spielte er den Part einfach selber ein. Stammproduzent George Martin, der den Sound der vorangegangenen Alben essentiell mit beeinflusste, verließ aus Frustration die Aufnahmesessions für mehrere Wochen, Starr und Harrison taten es ihm gleich. Und dann war da auch noch Yoko Ono, Lennons neue private und kreative Partnerin, die – obwohl Freundinnen und Ehefrauen bisher bei The Beatles hartes Studioverbot hatten – durch ihre Omnipräsenz die zwischenmenschliche Anspannung in die Höhe trieb. 30 Songs landeten auf „The Beatles“ – nur auf 16 davon sind alle vier Bandmitglieder zu hören. Trotz der Konflikte, die die Band im Inneren zerrissen, und der gigantischen Menge an Songs ein perfektes Album abzuliefern – das konnten selbst The Beatles nicht schaffen. Die pseudo-avantgardistische Sound-Collage „Revolution 9“ ist auch nach 50 Jahren immer noch quasi unhörbar. Alberne Vignetten wie „Wild Honey Pie“ oder „Piggies“ wären auf fokussierteren Platten wie „Revolver“ oder „Sgt. Pepper's“ gnadenlos gestrichen worden. Und das klebrige „Ob-La-Di Ob-La-Da“ darf zu den Tiefpunkten des Beatles-Œuvres gezählt werden – der Journalist Chris DeVille fasst den Song kürzlich perfekt mit den Worten „catchy like the black plague“ zusammen.

Kramladen

Beatles For Sale - The Art Of McCartney

(04.12.2014 / 23:00 Uhr)
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Das sind aneinandergereiht die Titelzeilen der auffälligsten Songs des Albums „Beatles For Sale”, das am 4. Dezember 1964, also genau vor 50 Jahren veröffentlicht wurde und deshalb in dieser Stunde gewürdigt wird. Beatles for Sale, so heißt es ja im Grunde vor jedem Weihnachtsfest, und deshalb gibt es auch für dieses aktuelle Weihnachtsgeschäft Beatles-Produkte zum Kaufen für den Gabentisch: zwei neue Beatles-Bücher, zum einen ein dickes Song-Kompendium mit dem Titel „Beatles Total - die Geschichten hinter den Songs” und zum anderen ein weniger dickes, aber großformatiges und reich bebildertes Buch über die Fernsehauftritte der Fab Four mit dem Titel „Ladies and Gentlemen: The Beatles”. Beide Bücher werden in dieser Stunde vorgestellt. Und außerdem erschien gerade ein aufwändiges Audio-Projekt zu Ehren von Paul McCartney als Doppel- oder Dreifach-CD, oder als Deluxe-Box mit 5 Silberlingen, oder als Vinyl-Box mit 4 LPs, oder alles komprimiert auf einem USB-Stick, gestaltet in Form einer Mini-Höfner-Bassgitarre, Pauls instrumentalem Markenzeichen, Titel: „The Art of McCartney“ - Untertitel: „The Songs of Paul McCartney sung by the World’s Greatest Artists“. - Ob da nun alle Sänger dieses Tribute-Samplers zu den größten Künstlern der Welt zu zählen sind, das dürfte bei etlichen Namen zu bezweifeln sein, speziell bei Namen wie Harry Connick junior, Corinne Bailey Rae, Joe Elliott, Owl City, Perry Farrell, Dion, The Airborne Toxic Event und anderen. Aber schließlich sind auch echte Topstars dabei, wie etwa Bob Dylan, Billy Joel, Yusuf alias Cat Stevens, The Cure, Kiss, Alice Cooper, Roger Daltrey von The Who, Barry Gibb, B.B. King und andere. Zu den anderen und zu jenen, die ihre Sache der Interpretation gut gemacht haben, zählt auch Brian Wilson, der Paul McCartneys Song „Wanderlust“ aus dessen 1982er Album „Tug Of War“ im Stile der Beach Boys neu bearbeitet hat. Schade nur, dass zu viele andere Neubearbeitungen nicht über bloße Nachspielungen hinauskommen. Hier wurde leider eine Chance vertan. Neben Brian Wilson wird auch Billy Joel und Dr. John zu hören sein - und natürlich die wichtigsten Songs aus dem Jubiläumsalbum „Beatles For Sale“.

Kramladen

Ich habe die Beatles gesehen

(16.06.2016 / 23:00 Uhr)
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Im Juni vor 50 Jahren waren die Beatles auf ihrer einzigen Deutschlandtournee und gaben sechs Konzerte in drei Städten: München am 24.06., Essen am 25.06. und Hamburg am 26.06.1966. Und so geschah es also am 25. Juni vor 50 Jahren, dass in der Essener Grugahalle ein großes Geschrei anhob, der Hallenboden zu vibrieren begann und etliche Teenager in Ohnmacht fielen, als die Fab Four die Bühne enterten und mit Chuck Berry’s „Rock’n’Roll Music“ loslegten. Und der Schreiber dieser Zeilen war bei diesem denkwürdigen Ereignis dabei. Nicht als Fall für die Sanitäter, auch nicht als hysterischer Schreihals, sondern als glühender Beatles-Fan, der von seinen Idolen gerne mehr gesehen und vor allem mehr gehört hätte. Dass daraus nichts werden sollte, deutete sich schon beim Umbau nach den Vorgruppen an. In dem Augenblick, als Ringo’s Bass-Drum mit dem Beatles-Logo aufs Podest gestellt wurde, setzte das Geschrei der Fans ein. Das Kreischen steigerte sich später ins Infernalische, jedes Mal, wenn Paul und George ins gleiche Mikrophon ihre „Uuhs“ und „Yeahs“ schmetterten und dazu grinsend mit den Köpfen wackelten. Oder wenn sich alle Vier nach jedem Titel tief verbeugten. Aber eigentlich schrien die Fans ständig. War das „She’s A Woman“ oder „Day Tripper“? Welchen Song die Beatles gerade spielten, das war nur schwerlich zu identifizieren, so arg wurde die größte Band aller Zeiten mit ihren kleinen 100-Watt-Vox-Verstärkern von den Fans niedergebrüllt, oder besser frenetisch jubelnd übertönt. Auch wenn das Konzert der Überhelden nach einer halben Stunde schon vorbei war und auch wenn kaum etwas von der Live-Musik der vier Giganten in der Grugahalle zu hören war, auch nicht vom Schlusstitel „I’m Down“ – „down“ war keiner der 8000 Beatles-Fans in der ausverkauften Halle. Im Gegenteil. Für mich war der Kurz-Auftritt der Beatles in Essen vor 50 Jahren das aufregendste Konzert meines Lebens. Und darüber muss doch mal was erzählt werden: Anekdoten eines Zeitzeugen. Das ist das Thema des Kramladens. Yeah!

17.11.: Beatles, iTunes und Pumuckl

Von ByteFM Redaktion
(17.11.2010)
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Wie Zeit Online berichtet, darf Steve Jobs nun die Songs der Beatles in seinem Download-Store iTunes anbieten. Apple und Beatles, das passte noch nie so richtig zusammen: Auch der Beatles-eigene Verlag trägt den Namen Apple. Nun sind die Fronten geklärt: EMI lizenziert die Beatles-Songs exklusiv an iTunes. Warum eigentlich nur an iTunes, fragt, berechtigterweise, der britische Guardian. Gleiche Zeitung schreibt heute morgen: "Beatles storm iTunes charts on first day of sale". Apropos Beatles, Popmatters schreibt heute über John Lennons "Imagine".

Burghard Rausch

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Burghard Rausch
Geboren in Berlin-West (aufgewachsen in Sichtweite des Bühneneingangs des legendären Titania-Palastes in Steglitz, als die Lords dort im Vorprogramm zur Premiere des Beatles-Films „A Hard Days Night“ auftraten)

Michael Gehrig

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Michael Gehrig
Aufgewachsen in der schwäbischen Kleinstadt zwischen Beatles-Platten und Queen-CDs, durchlebte Michael Gehrig erst zahlreiche Subkulturen von deutschem HipHop bis Hardcore, um dann in München zuerst die Liebe zur musikalischen Vielfalt und dann zum Radio zu entdecken.

Paula Bühler

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Paula Bühler
Schon von klein auf musikbegeistert mit einer, bis heute anhaltenden Vorliebe für 80er-New-Wave-Platten und die Beatles war ihr erster Berufswunsch: Radiomoderatorin.

Arne Schumacher

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Arne Schumacher
Musik als große Leidenschaft und als emotionale Heimat – das begleitet ihn seit der Kindheit. Aufgewachsen ist Arne Schumacher in Bremen. Früh hatte er (auch dank des Radios) das große Glück, ganz unterschiedliche Musik für sich entdecken zu können. Von den Beatles zum zeitgenössischen Jazz aller Couleur, von progressiv wuchernden Rock-Spielarten zu Folk, Blues, Soul und dem Schaffen so vieler großartiger Singer/Songwriter*innen: Das wurde zur Basis für alles, was folgte.

Ingo Scheel

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Ingo Scheel
Seine Pop-Sozialisation im Schnelldurchlauf: Beatles und The Who. Sex Pistols und The Jam. The Smiths und Hüsker Dü. Soundgarden und Mudhoney. Swervedriver und The Cult. Heute steht so ziemlich alles von Percy Faith und Jacques Dutronc bis Hot Snakes und Kvelertak in seinem Plattenregal. Ingo hört aber nicht nur Musik, seit einem Schulprojekt in grauer Vorzeit ist er auch in Bands aktiv, darunter The Empire Freak Shop, Armstrong und aktuell Panicburg City.

Volker Rebell

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Volker Rebell
Musik war schon immer mein Ding. Bereits als Dreikäsehoch stand ich vorm Radio und hab mit fuchtelnden Armen dirigiert oder mitgeplärrt. Ab 1970 saß ich dann im Radio vorm Mikro. Zuvor in den Sechzigern war ich Beat-Bubi und spielte an jedem Wochenende mit einer Beatband Songs von den Kinks, Who, Beatles, Byrds, Small Faces – auch mal Selbstverfasstes, was aber nicht ankam.

Kramladen

60 Jahre The Beatles

(03.09.2020 / 23:00 Uhr)
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Am 17.08.1960 traten John Paul, George, plus Stuart Sutcliff (b) und Pete Best (dr) zum ersten Mal unter dem Namen The Beatles auf – und zwar im Hamburger Rotlichtviertel. Im Club Indra, einer Striptease-Bar spielen sie 48 mal und tun sich schwer, nicht nur wegen der schäbigen Absteige, in der sie hausen müssen, sondern auch, weil sie beim Publikum nicht sonderlich gut ankommen. Der Grund: sie sind anfänglich zu schlecht, weil noch nicht eingespielt. Schlagzeuger Pete Best hat große Probleme, den Takt zu halten und Stu Sutcliff, dessen Talent die Malerei ist, kann im Grunde noch gar nicht richtig Bass spielen. Doch die täglichen Marathonauftritte lassen die Band allmählich zusammenwachsen. Und ihr anfänglich arg begrenztes Repertoire an US-amerikanischen Rock’n’Roll-Songs erweitert sich zusehends. Was damals alle englischen Bands, die in Clubs des Hamburger Vergnügungsviertels engagiert sind, im Repertoire haben, das spielen auch die Beatles: Songs von Chuck Berry, Little Richard, Gene Vincent, Carl Perkins und Buddy Holly. Eigene Songs hatten sie damals noch nicht, oder waren nicht gut genug. Doch als die Beatles vom Indra in den bekannteren Kaiserkeller wechseln, sind sie bereits eine gut funktionierende Live-Band, die auch neben der damaligen hoch professionellen Hausband des Kaiserkellers Rory Storm & The Hurricanes bestehen kann. Als Pete Best krank wird, springt der Drummer der Hurricanes für ihn ein, ein gewisser Ringo Starr. Für die spätere Zusammenarbeit mit Ringo wird also in Hamburg der Boden bereitet. Auch ihre später image-prägenden, unverkennbaren Pilzköpfe bekommen sie in Hamburg verpasst: von der Kunststudentenclique Astrid Kirchherr, Jürgen Vollmer und Klaus Voormann. Als John, Paul und George ihr außergewöhnliches Können als Sänger in ausgefeilten Satzgesängen zur Perfektion entwickeln und Paul vom ausgeschiedenen Stu Sutcliff den Bass übernimmt, ist der Grundstein für ihre außergewöhnliche Karriere gelegt. Mark Lewisohn, einer der wichtigsten Beatles-Experten weltweit, schrieb: „No Hamburg, no Beatles!“

Kramladen

Die erste Beatles-Platte & die endgültige Trennung

(24.06.2021 / 23:00 Uhr)
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Vor 60 Jahren wurde mit „My Bonnie“ die erste Single-Platte der Beatles aufgenommen. Damals waren sie bei der Platteneinspielung in Hamburg noch die Begleitband von Tony Sheridan und mussten sich auf dem Single-Cover The Beat Brothers nennen lassen. Doch der Grundstein für eine phänomenale Plattenkarriere war damit gelegt. Vor 50 Jahren beharkten sich die beiden Ober-Beatles John und Paul in aller Öffentlichkeit. Ihre offen ausgetragenen Feindseligkeiten, die sich in Songtexten und Interviews mal als Sticheleien, mal geradezu hasserfüllt äußerten, schienen die Trennung und den Bruch auf hässliche Weise zu bestätigen. Was im Sommer vor 50 Jahren geschah, war das die Besiegelung des endgültigen Zerwürfnisses zwischen John und Paul? Am 28. Mai 1971 erschien das zweite Solo-Album nach der Beatles-Trennung von Paul McCartney „Ram“. Es firmierte unter dem Duo-Namen Paul & Linda McCartney. In mehreren Songs finden sich Textzeilen, die als Seitenhiebe in Richtung John und Yoko verstanden wurden – und das nicht nur von John und Yoko. In späteren Interviews bestätigte Paul seine bewusst gesetzten textlichen Spitzen. Waren Pauls Sticheleien für John zwar schmerzlich, aber objektiv gesehen doch relativ harmlos, konterte John diese vermeintlichen Angriffe auf ihn und Yoko mit seiner massiven Attacke gegen Paul im Song „How Do You Sleep“, der im September 1971 innerhalb des Albums „Imagine“ veröffentlicht wurde. Der Kramladen erinnert an die erste kommerzielle Plattenaufnahme der Beatles vor 60 Jahren und an Paul McCartneys Soloalbum „Ram“, das er gemeinsam mit seiner Frau Linda produzierte und das vor 50 Jahren zu heftigen Anfeindungen zwischen John und Paul führte.

Kramladen

Beatles-Songs für die Ewigkeit – Paul McCartney zum 80. Geburtstag, Teil 1

(09.06.2022 / 23:00 Uhr)
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Er ist ja nicht nur der Repräsentant und Nachlassverwalter des vielleicht wichtigsten popmusikalischen Weltkulturerbes The Beatles, er ist auch einer letzten überlebenden Pop-Heroen der sechziger Jahre, der sich noch nicht aufs Altenteil zurückgezogen hat, statt dessen wie kaum ein anderer seiner Generation bis heute experimentierfreudig und innovativ kreativ geblieben ist. Und immer wieder gelang es ihm als Solist, mit außergewöhnlichen Alben und herausragenden Songs seinem Ruf gerecht zu werden, einer der musikalisch kompetentesten Songschreiber der Popgeschichte zu sein. Das bleibt tatsächlich unerreicht. Niemand hat so viele Songs für die Ewigkeit geschrieben wie er. Und nicht nur kommerziell erfolgreiche Hits, sondern musikalisch hochwertige Songs, ambitionierte, zeitlose Preziosen, die im besten Wortsinne „Evergreens“ sind und bleiben. Auch in seiner Solozeit schrieb er nicht wenige große Songs, die den Vergleich mit der Qualität seiner Beatles-Songklassiker bestehen und die Zeitläufte überdauern werden. // Teil 1 widmet sich wichtigen Songs seiner Beatles-Ära. Überschrift: Beatles-Songs für die Ewigkeit

Zimmer 4 36

Die Beatles, Entrückung,

(31.05.2015 / 14:00 Uhr)
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Gleich zweimal sind die Beatles heute im Zimmer 4 36 Orientierung für junge Bands: Die kanadischen Moon King möchten, dass ihre Musik nach Drogen klingt und haben sich bei ihrem Bandnamen an den Titel eines Beatles-Songs angelehnt. Die englische Band Novella hat Sounds aus einem alten Stück von den Beatles regelrecht nachgebaut. Außerdem: Shana Falana aus NYC koppeln 70er Schweinerock mit 80er New Wave und wir fragen uns: sind Best Coast noch gut oder komponieren sie inzwischen vor allem fürs Stadion?

Kramladen

Beatles AI, oder: Killt KI Kreativität?

(14.09.2023 / 23:00 Uhr)
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Täglich, stündlich, eigentlich fast schon im Minutentakt werden mit KI bearbeitete Songs in den sozialen Medien hochgeladen. Äußerst beliebt, weil einfach und schnell zu produzieren, sind Coversongs, bei denen die Originalstimmen durch geklonte Stimmen anderer Künstler ersetzt werden. Routinierten Usern von KI-Tools gelingen dagegen komplexe, verblüffende und überraschende Neubearbeitungen vorhandener musikalischer Materialien: sie bauen aus Fragmenten große Arrangements, entwickeln aus alten Demos neue Songs, sie kreieren mit Voice-Cloning und Sound-Modeling Fake-Songs, lassen einen Song der Beach Boys wie einen Beatles-Song klingen und umgekehrt. Oder sie gehen tatsächlich Schritte in Richtung Neuland und kreieren dank der lernenden, sich ständig weiterentwickelnden KI-Programme neue Musik- und Klangelemente, die es so zuvor noch nicht gab. Die Kreativität genialer Musiker wird KI wohl nie erreichen, doch sie kann schon jetzt Impulse liefern, die der Kreativität von jedermann/jederfrau auf die Sprünge hilft. Der Kramladen beschäftigt sich in dieser Stunde ausschließlich mit KI-basierten Beatles-Bearbeitungen. Nicht nur, weil es aktuell enorm viele davon gibt, sondern weil KI-Tools es ermöglichen, scheinbar neue Musik der vor 53 Jahren aufgelösten Beatles hören zu können.

Verstärker

Schon mal von „The Beatles“ gehört?

(27.10.2021 / 19:00 Uhr)
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Haben Sie schon mal von „The Beatles“ gehört? // Um einem der besseren Beatles-Lieder auch nur annähernd gerecht zu werden bzw. ihm eine originelle Note zu verleihen, muss man schon was drauf haben. Wie gut, dass Verstärker-CEO D. Böhme hier einige Potenzialträger*innen identifizieren konnte. Er hat nämlich im Rahmen einer wochenlangen Recherche über Beatles-Coverversionen kürzlich eine gnadenlose Endauswahl getroffen.

Kramladen

Zappa vs. Beatles

(22.02.2018 / 23:00 Uhr)
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Im Februar vor 50 Jahren erschien das erste kollagierte Rockalbum der Popgeschichte, das ebenso satirisch-anarchische wie musikalisch überbordende Album „We’re Only In It For The Money“ von Frank Zappa und seinen Mothers Of Invention. Das Albumcover parodierte das Sgt. Pepper-Cover des Meilensteinalbums der Beatles. Der musikalische Inhalt des Zappa/Mothers-Albums bot spöttisch Paroli zum Hippie-Zeitgeist jener Monate - und alleine der Albumtitel durfte als Häme auf Lennons Hippie-Botschaft „All You Need Is Love“ verstanden werden. Zur gleichen Zeit pilgerten die Beatles ins Meditationscamp des Gurus Maharishi Mahesh Yogi im nordindische Rishikesh. Die Beatles waren wiedermal Vorreiter für neue Entwicklungen in der Popkultur, diesmal mit ihrer Suche nach Seelenfrieden in Indien, während Zappa und die Mothers gleichzeitig den ganzen Hippiekram verhöhnten.

Pop Goes The Weasel

Tony Sheridan, St. Pauli und die Beatles mit Klaus Hückstädt

(22.09.2010 / 13:00 Uhr)
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Pop Goes The Weasel - Tony Sheridan, St. Pauli und die Beatles mit Klaus Hückstädt
Die kleine Revolution auf der Großen Freiheit – Tony Sheridan, St. Pauli und die Beatles Wenn schon mal Reeperbahn Festival in Hamburg ist und wenn ByteFM schon mal in ganz Hamburg per Antenne zu empfangen ist, dann gibt’s auch ein saftiges Hamburg-Special. Klaus Hückstädt hat aus diesem Anlass mit Tony Sheridan, dem Hamburger Ziehvater der Beatles gesprochen, über prügelnde Kellner, eine Flucht nach Vietnam und natürlich über die Beatles auf St. Pauli.

ByteFM Magazin

Neue Musik von Stella Donnelly und die Beatles reisen in die USA

(10.01.2019 / 10:00 Uhr)
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Viele Diskussionen ranken sich um zwei britische Pionierbands: The Beatles und The Rolling Stones waren in den 60er Jahren im Wettstreit um Label und Aufmerksamkeit. Zuerst in die USA geschafft haben es The Beatles. Vor 55 Jahren, als The Rolling Stones erst ihre Debüt-EP veröffentlichten, erschien in den USA mit „Introducing The Beatles“ bereits ihr erster Übersee-Langspieler.

ByteFM Magazin

The Beatles auf Deutsch, Neues von Yung Lean

(29.01.2019 / 10:00 Uhr)
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Aus Angst, auf dem deutschen Markt keinen Erfolg zu haben, nahmen The Beatles am 29.Januar 1964 zwei ihrer Songs in einer deutschen Übersetzung nochmals neu auf. Die Angst war unbegründet, heute gelten die deutschen Versionen von "She Loves You" und "I Wanna Hold Your Hand" als skurrile Rarität. Doch schon vor den Beatles und auch bis ins Jetzt nehmen internationale KünstlerInnen und Bands immer wieder Songs auch auf Deutsch auf. Wir spielen einige davon.