„Ya Hiah“: israelisch-jemenitischer Psych-Funk von Sababa 5 & Shiran Tzfira

 Cover der EP „Rali“ von Sababa 5 und Shiran Tzfira, auf der auch unser Track des Tages „Ya Hiah“ enthalten ist.

Cover der EP „Rali“ von Sababa 5 und Shiran Tzfira

„Ya Hiah“ ist der zweite Song der EP „Rali“, auf der Sababa 5 gemeinsam mit Shiran Tzfira ihr funky psychedelisches Universum erweitern. Im Wesentlichen ist die israelische Band eine tighte Groove-Einheit mit gemeinsamer Vorliebe für tanzbare, seltsame Musik und analoge Sounds. Das kann Psych-Funk sein, bei dem Surf-Gitarren um die Ecke schauen, Jazz und im Prinzip jede rhythmusbetonte Musik. Oft findet die Gruppe aus Tel Aviv ihre Inspiration in 70er-Jahre-Musik aus arabischen Ländern oder Mizrahi. Letzteres ist ein irsaelischer Sound, der seit Mitte des 20. Jahrhunderts europäische Einflüsse mit Stilen aus dem Nahen Osten und Nordafrika verbindet. Gearbeitet haben Sababa 5 mit bekannteren israelischen Acts wie Hoodna Orchestra, Tigris, dem Kutiman Orchestra sowie verschiedenen Sänger*innen. Wenn sie selbst Musik herausbringen, ist diese aber in der Regel instrumental.

Auf „Rali“ ist die Band nun nicht nur dem Namen nach zu fünft. Denn das Quartett bekommt dort Verstärkung von Shiran Tzfira, die ihr Aufnahme-Debüt gibt. Zueinander gefunden haben die Band und die Sängerin über eine gemeinsame Liebe zu Folklore aus dem Jemen. Für Sababa 5 liegt in dieser die Wurzel der Mizrahi-Musik. Tzfira selbst ist als Tochter jemenitisch-jüdischer Eltern mit arabischer und israelischer Musik aufgewachsen. Aber auch Soul-Sounds von Stevie Wonder oder Erykah Badu spielten während ihrer Jugend eine wichtige Rolle. Und so swingen die vier jemenitischen Folklore-Stücke, die sie mit Sababa 5 interpretiert hat, naturgemäß in funky Dancefloor-Sphären.

Die EP „Rali“ von Sababa 5 und Shiran Tzfira ist auf dem Label Batov Records erschienen. Der Song „Ya Hiah“ davon ist heute unser Track des Tages. Hört und Euch hier an:

Bild mit Text: Förderverein „Freunde von ByteFM“

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