School Of Rock Zum ersten Todestag: David Lynch und die Musik
Aus Anlass des ersten Todestages von Regisseur David Lynch am 16. Januar steigt Christian Tjaben in der School Of Rock hinab in die Tiefen der Klangwelt des für seine surreal-dunklen Fiktionen bekannten US-Amerikaners. Mit Filmen wie „Blue Velvet“ (1986), „Lost Highway“ (1997) und „Mulholland Drive“ (2001) zeigte sich Lynch als Meister des Neo-Noir-Genres, mit der Serie „Twin Peaks“ schuf er 1990 ein Prestige-TV-Werk, Jahre bzw. Jahrzehnte, bevor Pay-TV-Sender und Streaming-Dienste das Format popularisierten.
Für den Großteil seiner Filme entstand die Musik in Zusammenarbeit mit dem kongenialen Musiker/Komponisten Angelo Badalamenti (gestorben am 11. Dezember 2022). Beide gemeinsam machten den Begriff „Lynchian“ („Lynchesk“) nicht nur zur cineastischen, sondern auch zur musikalischen Formel. Das Unheimliche, das oft im Alltäglichen, Harmlosen von Lynchs Szenarios verborgen liegt, findet seine Entsprechung auf der Tonspur, die in seinen Filmen immer eine wichtige Rolle einnimmt.
Für seinen Debüt-Film, den 1977 erstaufgeführten bizarren Low-Budget-Experimentalfilm „Eraserhead“ (ein Klassiker des sogenannten „Mitternachtskinos“ der 1970er und frühen 1980er) verbrachte Lynch lange Monate mit dem Tonmann Alan Splet in einer zu einem Studio umgebauten Garage. Heraus kam ein Sounddesign, das mit konstantem niedrigschwelligen Rauschen und überlagerten Geräuschen ebenso viel zum Unbehagen, das der Film vermittelt, beiträgt, wie die verstörenden Schwarz-Weiß-Bilder. Lynchs radikaler Ansatz machte später Schule und wurde u. a. von Regisseuren wie David Fincher und den Coen Brothers eingesetzt.
Neben solchen Dark-Ambient-Klängen und dem abstrakten Lounge Jazz, waren außerdem immer wieder geschickt ausgesuchte und eingesetzte Oldies aus den 1950ern oder Pop-Hits wie Chris Isaaks „Wicked Game“ kennzeichnend für Lynchs Filme. Außerdem betätigte sich Lynch als Produzent und Songschreiber für Künstlerinnen wie Julee Cruise und Chrysta Bell. Mehr als genug Material also für eine Stunde Radio.
(Foto: Sacred Bones Records)
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Playlist
| 1. |
Fontaines D.C. / Starburster / In Heaven (Lady In The Radiator Song) Romance (Deluxe Edition) / XL |
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| 2. |
Julee Cruise / Up In Flames Fall - Float - Love: Works 1989-1993 / Cherry Red |
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| 3. |
Nicolas Cage / Love Me (Film Scene from "Wild At Heart") / (You Tube) |
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| 4. |
David Lynch / The Pink Room Twin Peaks - Fire Walk With Me (Music From The Motion Picture Soundtrack) / Warner |
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| 5. |
David Lynch & Alan R. Splet / In Heaven (Lady In The Radiator Song) (feat. Peter Scott Ivers) Eraserhead Original Soundtrack / I.R.S. / Alternative Tentacles |
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| 6. |
The Meteors / In Heaven / Shout So Loud In Heaven / Lost Soul |
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| 7. |
Roy Orbison / In Dreams Blue Velvet (Original Motion Picture Soundtrack) / Varése Sarabande |
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| 8. |
Rebekah Del Rio / Llorando (Crying) David Lynch's Mulholland Dr. / Milan |
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| 9. |
Jocelyn Montgomery (with David Lynch) / Caritas Lux Vivens (Living Light) - The Music Of Hildegard von Bingen / Mammoth |
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| 10. |
Angelo Badalamenti / Audrey's Dance Music From Twin Peaks / Warner |
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| 11. |
Danger Mouse & Sparklehorse / Dark Night Of The Soul (feat. David Lynch) Danger Mouse And Sparklehorse present Dark Night Of The Soul / Lex |
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| 12. |
Chrysta Bell / Swing With Me This Train - Produced By David Lynch / La Rose Noire |
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| 13. |
David Lynch / Movin' On Crazy Clown Time / Sunday Best |
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