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School Of Rock  


Alle vier Wochen | Sonntag 11 - 12 Uhr

Monografien in Stereo.
Eine Stunde, ein Artist. Meistens jedenfalls.

Einige Lektionen aus dem Lehrplan:
Rock Island Line (Leadbelly), Planet Rock (Afrika Bambaata), Rockford Rock (The Skatalites), Rock You Baby (George McCrae), Rock Dem Hot (DJ Vadim), Rock Rock Y’All (A Tribe Called Quest), Rock Me Easy Baby (Isaac Hayes), Cool Rockers (Lee „Scratch“ Perry), Swanee River Rock (Ray Charles), Rockers To Rockers (Rockers Hi-Fi), Rock Dirge (Sly & The Family Stone), The Rockafeller Skank (Fatboy Slim), Rock Me Again & Again & Again & Again & Again & Again (Lyn Collins).

Auszug aus der Liste der Lehrmeister:
Teo Macero, Prince Paul, Curtis Mayfield, DJ Krush, Willie Dixon, Gil Scott-Heron, J Dilla, Geoge Clinton, Roni Size, Scientist, Shuggie Otis, Coldcut, Bo Diddley, Nina Simone, Tricky, Norman Whitfield, Lizzy Mercier-Descloux, Diplo.

Genres:
Anything Goes


Sendung vom 24.02.2017

Ultravox(!) & John Foxx 1977-1981
Am 4. Februar 1977 erschien „Dangerous Rhythm“, die erste Single der Band Ultravox!, am 25. Februar desselben Jahres gefolgt vom selbstbetitelten Debütalbum der Band.

Bevor Ultravox (da schon lange ohne Ausrufezeichen im Namen) mit dem Gesang des neuen Frontmanns Midge Ure und Tränen in den Augen durch die europäischen Pop-Charts der 1980er tanzten, war die Londoner Gruppe (mit Ausrufezeichen im Namen, eine Referenz an die deutschen Krautrocker Neu!) als Art-Rock-Band in Punkzeiten gestartet.

Doch zunächst galten sie als „Glam Johnny-Com-Lately“ (Simon Reynolds) und saßen kommerziell erfolglos zwischen den Stühlen: Zu gekünstelt für die Punkfans, zu hart für den Rest.

Ihre eigentliche Bestimmung fanden Ultravox! erst mit dem Einsatz der Ende der 1970er erschwinglich gewordenen Synthesizer als früher New Wave-Act.

Der ursprüngliche Ultravox!-Frontmann und Bandleader John Foxx propagierte einen neuen Typus des Popstars, unterkühlt und unnahbar, posthuman und morbid, und beeinflusste mit seiner Persona, Musik und dystopischen Texten über atomare Bedrohung, Mensch/Maschine-Fantasien und vom englischen Schriftsteller J.G. Ballard inspirierte Zukunftsvisionen die erste und alle weiteren Generationen Synthpop-Acts, von Gary Numan, The Human League und OMD über die Simple Minds, Duran Duran und quasi die gesamte Palette der 1980er Synth-Megastars à la Depeche Mode bis zu den Techno-Pionieren wie Juan Atkins und IDM-Helden wie Aphex Twin.

Heutzutage berufen sich aktuelle Synthpop-Acts wie die Junior Boys auf den 1948 als Dennis Leigh geborenen Foxx, der seinen Einfluss nie so recht in Publikumserfolg verwandeln konnte.

1979 gingen die ursprünglichen Ultravox (schon ohne Ausrufezeichen) mangels Erfolg (und mangels Plattenvertrag) auseinander und während Foxx 1980 und 1981 zwei vielbeachtete aber wiederum mäßig verkaufte Solo-Alben veröffentlichte, fand sich seine alte Band wieder, nachdem man bei den Sessions als Musiker für Steve Strange und Rusty Egans New Romantic-Projekt Visage („Fade To Grey“) Midge Ure kennen gelernt hatte.

Mit Ure gingen Ultravox nach „Vienna“ und auf den Weg ein eher mainstreamiger Euro-Pop-Act zu werden, der in der ersten Hälfte der 1980er einige sehr gut verkaufte Alben und etliche Hitsingles in den Markt stellte, bevor sich die Band 1988 auflöste (seit 2009 existieren Ultravox wieder in der Midge Ure-Besetzung).

Dennis Leigh legte sein Alter Ego John Foxx Mitte der 80er zunächst zugunsten einer Karriere als Grafiker und Kunstdozent weitgehend ab, um erst Ende der 1990er wieder richtig in die Musikszene einzusteigen.

Seither hat Foxx mit Künstlern wie Harold Budd, Robin Guthrie (Cocteau Twins) und Belbury Poly zusammen gearbeitet und etliche Platten mit The Maths alias Benge, einem jungen Elektronik-Musiker, veröffentlicht.

In der School Of Rock geht es um die Jahre von 1977 bis 1981, als John Foxx und Ultravox ihre einflussreichsten Tracks mit Produzenten wie Brian Eno, Steve Lillywhite und Conny Plank aufnahmen.



1.  School Of Rock / Ultravox(!) & John Foxx 1977-1982
2.  Ultravox / Hiroshima Mon Amour
Ha! Ha! Ha! (Remastered) / Island
3.  Tiger Lily / Monkey Jive
Ain’t Misbehavin’/Monkey Jive / Gull
4.  Ultravox! / Saturday Nigh In The City Of The Dead
Ultravox! (Remastered) / Island
5.  Ultravox! / My Sex (Live At Huddersfield Polytechnic, UK / 1977)
Ultravox! (Remastered) / Island
6.  Ultravox! / The Man Who Dies Every Day
Ha! Ha! Ha! (Remastered) / Island
7.  Ultravox / Slow Motion
Systems Of Romance (Remastered) / Island
8.  Ultravox / Dislocation
Systems Of Romance (Remastered) / Island
9.  John Foxx / Underpass
Metamatic / Virgin
10.  John Foxx / No One Driving
Metamatic / Virgin
11.  Ultravox / Vienna
Vienna / Chrysalis
12  John Foxx / Europe After The Rain
The Garden / Virgin
13.  John Foxx / New Kind Of Man
Metamatic / Virgin


lunt vor 4 Monaten
>überlegt, welchen witz man aus "fußstapfen" und "shoegazing" machen kann (wäre auf englisch leichter - shoes to fill / gaze on)<

ruben vor 4 Monaten
My Bloody Valentine Specials kann es gar nicht genug geben! Ich freue mich auf Christians Sendung. Der war 91 auch schon quasi live dabei.

thegouten vor 4 Monaten
Wie bitte !? Ein Special über MY BLOODY VALENTINE und es wird nicht von R.J. Schnell gemacht!? §;o) Kreative Grüße

lunt vor 5 Monaten
Oh je, da habe ich in meinem Skript leider fast die ganze Zeit einen Namensdreher beim musikalischen Partner von Martyn Ware gehabt: Der Mann heißt natürlich Ian Craig Marsh und nicht Richards. Bitte um Entschuldigung!
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