30. Todestag von Ian Curtis


Der Sänger der einflussreichen Post-Punk Band Joy Division ist heute vor 30 Jahren gestorben. Er wurde nur 23 Jahre alt.

Bis zum Tod von Ian Curtis war Joy Division eine der vielversprechendsten britischen Post-Punk-Bands. Während die verbleibenden Mitglieder großen Erfolg mit der Gruppe New Order hatten, wuchs Joy Division zur Legende. War die Band zu Lebzeiten nur in Großbritannien erfolgreich, erlangte Joy Division nach dem Tod von Ian Curtis weltweite Bekanntheit und prägte Größen wie The Cure oder The Smiths.

Bereits in seiner frühen Jugend nahm Curtis große Mengen von Medikamenten ein, darunter auch Valium. Während dieser Zeit zeigten sich schon erste Anzeichen seiner Epilepsie, die Curtis aber als Folgen seines Drogenmissbrauchs einschätzte. Nach einem epileptischen Anfall während eines Joy Division-Konzertes wurde die Krankheit dann ärztlich diagnostiziert. Curtis bekam daraufhin starke Medikamente, welche als Nebenwirkung seine heftigen Stimmungsschwankungen und Depressionen intensivierten, die sich auch in den depressiven und düsteren Texten der Band widerspiegeln.

Mit der zunehmenden Popularität von Joy Division nahm Curtis’ Drogenkonsum wieder zu. Er distanzierte sich zunehmend von seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Curtis gab zu, während der Tour Affären zu haben und hatte daraufhin starke Eheprobleme. 1980 unternahm er einen Selbstmordversuch, der aber fehlschlug.

Im Frühjahr 1980 reichte Curtis’ Ehefrau Deborah die Scheidung ein, da sich ihre Beziehung immer weiter verschlechtert hatte. Am frühen Morgen des 18. Mai 1980 nahm sich Ian Curtis das Leben. Nachdem er sich den Werner-Herzog-Film „Stroszek“ angesehen und die Iggy-Pop-Platte „The Idiot“ angehört hatte, erhängte er sich in der Küche seines Hauses in Manchester-Macclesfield.

Im Rückblick sagte Bernard Sumner, Gitarrist von Joy Division: „Ich glaube wirklich, dass es die Tabletten waren, die ihn umbrachten. Wirklich. Ich weiß es.“

Mehr hört Ihr heute im ByteFM Magazin mit Dirk Schneider ab 15 Uhr, live aus dem Studio ByteFM / Ruhr.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    Die Hölle auf Erden : ByteFM Magazin
    Mai 18, 2010 Reply

    […] Musikers bleibt natürlich nicht unberücksichtigt, mehr über sein Leben könnt Ihr in unserem Magazin erfahren. Auf Spurensuche begab sich die Zeit, dort könnt Ihr Fotografien der Orte sehen, an denen […]

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