Gal Costa ist tot

Foto der brasilianischen Musikerin Gal Costa, die 77-jährig gestorben ist.

Die brasilianische Musikerin Gal Costa ist im Alter von 77 Jahren gestorben (Foto: Public Domain)

Maria da Graça Costa Penna Burgos, besser bekannt als Gal Costa, ist gestorben. Die Sängerin und Tropicália-Protagonistin war eine der bekanntesten Figuren der brasilianischen Pop-Musik. Sie wurde 77 Jahre alt.

Gal Costa wurde im September 1945 in Salvador de Bahía geboren und hatte bereits in ihrer Jugend erste Auftritte. Ihre erste professionelle Aufnahme erschien 1965, ein Duett namens „Sol Negro“ mit Maria Bethânia auf deren Debütalbum. Mit „Eu Vim Da Bahia“ und „Sim, Foi Você“ erschienen kurz darauf ihre ersten Singles via RCA Records. Ihr Debütalbum „Domingo“ brachte sie 1967 heraus.

Wichtige Figur der Tropicalismo-Bewegung

Gemeinsam mit Caetano Veloso und Gilberto Gil wurde Costa zu einer der wichtigsten Protagonist*innen des Tropicalismo, einer Mischung aus Rock und brasilianischer Folklore aus dem brasilianischen Hinterland. Ein von britischen und US-amerikanischen Rock-Alben inspirierter musikalischer Mix mit psychedlischem Einschlag, der zugleich musikalischer Ausdruck der Gegenbewegung seit den späten 60er war. Costas Platten „India“ (1973) und ihr Live-Album „Gal A Todo Vapor“ (1971) zählen zu den wichtigsten Platten dieser Bewegung.

Viele brasilianische Künstler*innen und Wegbegleiter*innen äußerten sich bereits zum Tod der Sängerin. „Ich bin sehr traurig und bewegt vom Tod von Gal Costa“, schrieb ihr Gilberto Gil in einem Statement. Selbst der neue brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva meldete sich zu Wort: „Gal Costa war eine der größten Sängerinnen der Welt, eine unserer wichtigsten Künstlerinnen, die den Namen und die Klänge Brasiliens in die ganze Welt getragen hat. Das Land verliert heute eine seiner großen Stimmen.“

Dem Werk von Gal Costa widmete sich auch ByteFM Moderator Pedro Crescenti in seiner Sendung Bossa Brasil. Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ können die Sendung vom 3. Juni 2021 in unserem Archiv nachhören.

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