Manny Charlton (Nazareth) ist tot

Foto von Gitarrist Manny Charlton, der im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Prägte mit Nazareth Hard Rock und Heavy Metal: Manny Charlton (Foto: Helge Øverås, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Manny Charlton, Gründungsmitglied und Gitarrist der schottischen Band Nazareth, ist tot. Dies gab sein Enkel Jamie über die sozialen Netzwerke bekannt. Nazareth gehörte zur ersten Generation von Bands, die mit ihrem Sound den Grundstein für härtere Musikstile wie Heavy Metal legten. Charlton wurde 80 Jahre alt.

Der am 25. Juli 1941 in La Linea, Andalusien, geborene Manuel „Manny“ Charlton war als Kind in den 1940er-Jahren mit seinen Eltern ins schottische Dunfermline gezogen. Gemeinsam mit Sänger Dan McCafferty, Bassist Pete Agnew und Schlagzeuger Darrell Sweet gründete er 1970 die Band Nazareth, nachdem die Formation bereits einige Jahre unter dem Namen The Shadettes musizierte. Die Band wurde als Vorband von Deep Purple einem breiteren internationalen Publikum bekannt und feierte in den 1970er-Jahren mit ihren Alben „Razamanaz“ (1973), „Loud ’N’ Proud“ (1974) und „Hair Of The Dog“ (1975) internationale Erfolge.

Charterfolge und legendäre Soli

Charlton produzierte und schrieb viele der großen Nazareth-Hits wie „Broken Down Angel“ und „Bad Bad Boy“. Außerdem produzierte er einen der größten Erfolge der Band: die 1974er Single „Love Hurts”, eine Interpretation der Ballade aus der Feder des US-Songwriters Boudleaux Bryant, deren singendes E-Gitarrensolo wohl zu den bekanntesten der Rockgeschichte zählt. Der Track war ein weltweiter Top-10-Hit und hielt sich sogar ganze 60 Wochen in den norwegischen Charts. In den 1980er-Jahren produzierte er Teile es 1987 erschienenen Guns-N’-Roses-Albums „Appetite For Destruction“. Die endgültige Version des Albums stammte zwar nicht von ihm, doch seine Aufnahmen wurden in einer Neuauflage von 2018 berücksichtigt.

Charlton verließ Nazareth 1990, kurz nach Erscheinen von „Snakes ‘N‘ Ladders“, dem 17. Studioalbum der Gruppe. In der Folge brachte er beginnend mit „Drool“ (1997) eine Reihe von Solo-Platten heraus. Zuletzt war von ihm eine Best-of-Zusammenstellung namens „Creme De La Creme“ (2018) erschienen.

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