Sly Dunbar (Sly & Robbie) ist tot

Von ByteFM Redaktion, 27. Januar 2026

Schwarzweiß-Foto des jamaikanischen Musikers Sly Dunbar

Schlagzeuger Sly Dunbar ist gestorben (Foto: Schorle, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Der jamaikanische Schlagzeuger Sly Dunbar, bekannt als eine Hälfte des legendären Duos Sly & Robbie, ist tot. Wie am Montag bekannt wurde, starb er im Alter von 73 Jahren in Jamaika. Gemeinsam mit Bassist Robbie Shakespeare, der 2021 verstarb, prägte Dunbar über Jahrzehnte den Sound des Reggae und beeinflusste die Popmusik weltweit.

Lowell „Sly“ Dunbar kam 1952 in Kingston, Jamaika, zur Welt. In den frühen 1970er‑Jahren startete er als Session‑Schlagzeuger in der jamaikanischen Studioszene. Bald spielte er bei den Revolutionaries, der Hausband des Channel‑One‑Studios, und arbeitete mit Künstlern wie Peter Tosh, Jimmy Cliff und Black Uhuru zusammen. Sein präziser, zugleich innovativer Schlagzeugstil machte ihn schnell zu einem der gefragtesten Musiker Jamaikas.

Mitte der 1970er‑Jahre traf Dunbar auf den Bassisten Robbie Shakespeare, der 1953 in East Kingston geboren wurde. Shakespeare hatte das Bass‑Spiel von Aston Barrett von The Wailers gelernt. Beide machten sich früh als Session‑Musiker einen Namen und bauten eine enge musikalische Verbindung auf.

Stilprägend über den Reggae hinaus

Zusammen gründeten sie das Duo Sly & Robbie und kurz darauf ihr eigenes Label Taxi Records. Ihr Mix aus Reggae, Dub, Funk und später Dancehall brachte den jamaikanischen Rhythmus auf die Weltbühne. Sly & Robbie spielten auf wichtigen Peter‑Tosh‑Platten wie „Legalize It“ und „Bush Doctor“ ein. Außerdem begleiteten sie den Reggae‑Star auf zahlreichen Live‑Auftritten und Studio‑Produktionen.

Den Startschuss für ihre internationale Karriere gab eine gemeinsame Tour Toshs mit den Rolling Stones, auf die der Reggae‑Star das Duo mitnahm. Danach avancierten sie zu einer weltweit gefragten Rhythmus‑Combo. Neben Peter Tosh, Bob Marley und Black Uhuru arbeiteten Sly & Robbie mit zahlreichen Pop‑Größen zusammen, etwa Grace Jones, Madonna, Serge Gainsbourg, Britney Spears und Bob Dylan.

Sly & Robbie im Programm von ByteFM

Mehr von Sly & Robbie können Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ hören: So würdigte etwa ByteFM Moderator Klaus Walter Robbie Shakespeare in seiner Sendung Was ist Musik vom 13. Dezember 2021. Die Zusammenarbeit von Sly & Robbie mit dem finnischen Musiker Vladislav Delay war im August 2020 Thema bei Was ist Musik. Auch Ruben Jonas Schnell stellte die Zusammenarbeit von Delay und dem jamaikanischen Groove-Duo im Oktober 2020 im Zimmer 4 36 vor.

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