Presseschau 21.04.: Neues Album von Brian Eno

Die traurige Nachricht zuerst: Gerard Smith, Bassist der Band TV On The Radio, ist tot. Er starb am gestrigen Mittwoch im Alter von 36 Jahren an Lungenkrebs, wie unter anderem das Spinner Magazine berichtet. Aktuell befand sich die Band anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Nine Types Of Light“ auf Tour. Die nächsten Termine wurden abgesagt.

Nun aber wieder zu erfreulicheren Dingen: Der umtriebige Musiker Brian Eno hat ein neues Album angekündigt. Ende Juni soll „Drums Between The Bells“ auf Warp erscheinen. Erst im Oktober 2010 wurde Enos letztes Album „Small Craft On A Milk Sea“ veröffentlicht. Eno hat „Drums Between The Bells“ zusammen mit dem Dichter Rick Holland aufgenommen, mit dem er bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat. Die Spex verlinkt das Stück „Glitch“, eine erste Hörprobe aus dem Album.

Es ist ein leidiges Thema für Plattenfirmen, vor allem für die Major-Labels: YouTube-Nutzer, die urheberrechtlich geschützte Musikstücke über ihren Account auf die Plattform hochladen. Auf jetzt.de ist nachzulesen, wie YouTube solchen Rechtsverstößen begegnet: mit der YouTube Copyright School! Wer geschützte Inhalte widerrechtlich zur Verfügung stellt, sammelt Kreuze auf einer Art Strichliste. Nach jedem Kreuz muss ein Video in der Copyright School angesehen werden, das zeigt, was erlaubt ist und was nicht, bevor nach drei Kreuzen der Account endgültig gesperrt wird.

Oranus Mahmoodi hat für die taz die Hamburger Veranstaltung „Operation Ton“, ein Kongress für musikalische Zukunftsfragen, besucht. Unter dem Motto „Hirn meets Gemüse“ trafen sich am 16. April zahlreiche Musikschaffende und Vertreter der Musikindustrie. „Hirn meets Gemüse“ solle so viel heißen wie „Kreativität und Umweltbewusstsein verdrahten“, denn sobald Künstler an den Vermarktungsmechanismen teilnehmen, müssten sie sich mit ihrer Umwelt befassten, seien dann zugleich Künstler und Geschäftsleute, zwei diametrale Rollen. Als Paradebeispiel hierfür diente Gastredner Stephan Rath, zugleich Schlagzeuger der Band Die Goldenen Zitronen und Manager von Tocotronic.

Im Freitag schreibt Jörg Augsburg über den letzten frei empfangbaren deutschen Musikfernsehsender – Viva. Er kommt dabei zu dem Fazit, dass der Sender in einer Stunde mehr Hirnzellen tötet als jeder Alkohol, den man in dieser Zeit trinken könnte. Um Musik gehe es nur noch nebenbei, das Programm werde statt der früher üblichen Klingelton-Werbung nun von Handyspiel-Werbung dominiert. Wie irrelevant Viva in Sachen Pop geworden ist, lasse sich auch an Vivas Musikpreis, dem „Comet“ ablesen, so Augsburg. Die genauen Ausführungen sind auf der Website des Freitag nachzulesen.

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